{"id":107,"date":"2018-10-08T18:33:29","date_gmt":"2018-10-08T16:33:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/?p=107"},"modified":"2019-02-08T08:51:45","modified_gmt":"2019-02-08T07:51:45","slug":"die-lange-reisenach-vilathikulam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/die-lange-reisenach-vilathikulam\/","title":{"rendered":"Die lange Reise nach Vilathikulam"},"content":{"rendered":"<p>Hallo,<\/p>\n<p>einige Zeit ist jetzt doch vergangen, seit dem letzten Beitrag. Deutlich mehr Zeit, als beabsichtigt, was aber schlichtweg daran lag, dass meine Abreise aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden\u00a0 verschoben werde musste. Vier Wochen blieb ich noch zuhause, um mich zu schonen und zu genesen. Jetzt ging es dann aber endlich los. Am 8.Oktober hob der Flieger endlich ab. Und seit kurz nach Mitternacht des 9.Oktober befinde ich mich nun auf indischem Boden. Wenn es da auch ein kleines Hindernis gab. Aber alles von Anfang an.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center\">Auf nach Paris<\/h1>\n<p>Mein erster Flug sollte von Frankfurt abfliegen, um 07.10Uhr. Gep\u00e4ck abgeben, noch ein letztes Croissant zum Fr\u00fchst\u00fcck gegessen und dann durch die Security. Mit dem Schuttlebus ging es dann zum Flugzeug. Doch als wir am Flugzeug waren, standen wir da dann erstmal eine ganze Weile, bis das Flugzeug soweit war und sich die T\u00fcren des Busses \u00f6ffneten. Mein Blick schweifte dabei immer wieder \u00fcber die Flugmaschine. Um mich herum Franzosen, die gut drauf waren und viel und laut lachten und unglaublich schnell redeten. Als mein Blick \u00fcber das Flugzeug schweifte und bei den Fl\u00fcgeln h\u00e4ngen blieb, erinnerte ich mich daran, wie ich mich beim online CheckIn einige Pl\u00e4tze nach hinten versetzt hatte, um nicht direkt neben dem Fl\u00fcgel zu sitzen und mehr sehen zu k\u00f6nnen. Ich fragte mich, wen ich da wohl weggesetzt hatte. Bestimmt irgendein P\u00e4rchen, das jetzt einen Gang zwischen sich hat und mich dann fragen wird, ob ich nicht Pl\u00e4tze tauschen m\u00f6chte, sie w\u00fcrden gerne nebeneinander sitzen.<\/p>\n<p>Dann \u00f6ffneten sich die T\u00fcren, und die Menschen str\u00f6mten ins Flugzeug. Ich setzte mich auf meinen Platz und begann meine Kopfh\u00f6rer zu entknoten. Im Augenwinkel bekam ich mit, wie sich ein junger Herr mit stolzem Bart neben mich setzte und einen leicht traurigen und auffordernden Blick von seiner Freundin zugeworfen bekam, die sich auf den Platz auf der anderen Seite des Ganges setzte. <em>\u201eVerdammt ich wusste ich\u201c<\/em>, dachte ich mir nur, bevor die Frage auch schon kam. Mit einem freundlichen L\u00e4cheln willigte ich selbstverst\u00e4ndlich ein, innerlich lachte ich jedoch h\u00e4misch. W\u00e4hrend ich mich auf meinen Gangplatz setzte, wurde ich von der Freundin noch einmal gl\u00fccklich angestrahlt, und dann war ich auch schon vergessen und ihr Liebesurlaub in Paris begann. Die neue Frau neben mir war schon halb eingeschlafen, doch w\u00e4hrend des Startes wachte sie wieder auf und machte daraufhin das Fenster dunkel, und schloss die Augen wieder. Ich lehnte mich also auch zur\u00fcck und schloss ebenfalls die Augen. Kurz vor der Landung \u00f6ffnete die Stewardess dann die Abdunklung wieder und so sah ich wieder mal den Eifelturm und andere Sehensw\u00fcrdigkeiten Paris\u2018 aus der Luft, w\u00e4hrend das P\u00e4rchen nach eben jenem suchend auf die Lande um Paris blickte. Dann die erste Landung und ich war in Paris, ein toller, wenn auch ganz normaler Flughafen,<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center\">Der Flug nach Mumbai<\/h1>\n<p>Etwa neun Stunden dauerte dann der Flug von Paris nach Mumbai. Vorbei am, von Wolken bedeckten Stra\u00dfburg und quer \u00fcber den Rhein, der nur gerade so als blauer Strich durch die Wolken hindurchtrat. Vorbei an Freiburg und weiter, quer durch S\u00fcddeutschland.\u00a0 Klar war der Himmel \u00fcber dem Bodensee und den darauf folgenden \u00f6sterreichischen Alpen. Dann unaufhaltsam weiter \u00fcber den Balkan, doch auch auf eine dicke wei\u00dfe Wolkendecke zu und bald war unter uns nur noch ein endloses, niemalsgleiches Meer, aus wei\u00dfem Wasser zu sehen. Erst auf H\u00f6he des Schwarzen Meeres l\u00f6ste sich die Decke, oder eigentlich ja der Boden, wieder ein wenig auf, und die K\u00fcste der T\u00fcrkei war zu erahnen. Doch da wurden alle Passagiere gebeten, die Fenster zu verdunkeln, und langsam verdunkelte sich dann auch das Licht im Flugzeug. Als es im Flugzeug dann wieder heller wurde, war es drau\u00dfen dunkel. Ganz vereinzelt waren kleine Lichtpunkte weit unten zu erkennen, irgendwo zwischen dem Schwarzen Meer und der Arabischen See befanden wir uns nun. Dann irgendwann verschwand auch das letzte Licht am Horizont, wir waren vollst\u00e4ndig \u00fcber dem Arabischen Meer. Erst nach einiger Zeit vollkommender Dunkelheit, die nur immer wieder vom Blinken der Lichter am Fl\u00fcgel des Flugzeugs durchbrochen wurde, waren dann auf einmal wieder Lichter voraus am Horizont zu erkennen und es wurden schnell immer mehr. Und dann wich das dunkle Meer, einem Meer aus Lichtern, fahrenden und stehenden, Mumbai. Doch abseits der hellen Stadt, und den ewig graden Stra\u00dfen, die sich aus ihr entwinden, erstreckte sich wieder \u00fcber gro\u00dfe Fl\u00e4chen Dunkelheit, nur ganz vereinzelt waren wieder kleine Lichtflecken zu sehen.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center\">Eine nacht in Mumbai<\/h1>\n<p>Dann Landung, aufstehen, der Crew ein nettes Dankesch\u00f6n gesagt, raus aus dem Flugzeug, einen ewigen Flur entlang, immer den Schilder \u201aImmigration\u2018 hinterher.<br \/>\nDann Zettel ausgef\u00fcllt, in Schlange gestellt, den Pass an den Beamten gereicht, in Kamera geschaut, Stempel bekommen, das kleine T\u00f6r \u00f6ffnete sich, \u2026 und auf einmal war ich dann in <a href=\"https:\/\/strassenkinder.de\/laender\/asien\/inden\/\">Indien<\/a>, mit Stempel im Reisepass. Zumindest fast, denn noch war ich jetzt erstmal in der Gep\u00e4ckhalle. Mein Blick wanderte \u00fcber das gro\u00dfe Display, das Gep\u00e4ck unseres Fluges lag auf Band 5 und alles Gep\u00e4ck sollte wohl bereits dort liegen. Dort angekommen wanderte mein Blick dann \u00fcber die vorbeiziehenden Taschen. Nachdem der gleiche Koffer zum dritten Mal an mir vorbeizog, doch meine Tasche nicht zu sehen war, wurde mein Blick etwas kritisch. Im Augenwinkel bekam ich mit, wie eine Frau einen angestellten halb hysterisch, halb verzweifelt anfuhr, einer ihrer Koffer fehlt. In Frankfurt und Paris hatten wir leichte Versp\u00e4tungen, aufgrund technischer Probleme beim Gep\u00e4ck beladen und ich erinnere mich, wie ich in Paris aus dem Flugzeug beobachtet hatte, wie ein Gep\u00e4ck-Container-Wagen lange Zeit unbewegt am hinteren Ende unseres Flugzeugs stand, an der Flugmasche gegen\u00fcber, mit der Aufschrift \u201eSouth China\u201c aber immer mehr Container auf dem Boden verstreut standen, ohne eingeladen zu werden, bis pl\u00f6tzlich einer der Wagenfahrer dort kehrt machte, in Richtung des Wagens fuhr, der bei unserem Flugzeug unbewegt stand, ihn (vermutlich) anraunte und wild in Richtung des anderen Flugzeugs gestikuliert und schlussendlich sich beide auf den Weg zu besagtem Flugzeug machten. Zuletzt als wir losrollten, hatte dann ein Mitarbeiter die ganzen Container dort noch einmal von Hand abgescannt. Wer wei\u00df also, wo meine Tasche vielleicht war. Ich ging daher auch zu vorhin genanntem Angestellten und wurde zum Gep\u00e4ckservice der Fluglinie am anderen Ende der Halle weitergeleitet. Um die Spannung herauszunehmen, der verlorene Koffer der Frau, die ich aus dem Augenwinkel beobachtet hatte, lag nur auf einem Band weiter links und sie ist darauf hin, zwar vermutlich etwas durch den Wind, aber gl\u00fccklich wieder nach Hause gefahren. So leicht war meine Tasche leider nicht aufzutreiben.<\/p>\n<p>Ich schilderte also mein Problem einem der Angestellten dort und die gro\u00dfe Suche begann. Zuerst wurde im Computer geguckt, auf das kritische und leicht fragende Blicke folgten, dann gingen wir jedes Band ab, schauten, ob es auch auf einem anderen Band nur lag, nur erfolglos. Dann wieder blicke in den Computer, gerede mit den Kollegen, mehrere Telefonate gleichzeitig. Die Blicke aller Angestellten bekamen den gleichen Ausdruck, skeptisch mit einem leicht fragenden Farbton. Wieder ging es durch die Halle, vorbei an allen Gep\u00e4ckb\u00e4ndern, ein kurzer Abstecher zum Gep\u00e4ckband f\u00fcr Gro\u00dfes- und Spezialgep\u00e4ck, dann wieder zur\u00fcck zum Schalter. W\u00e4hrenddessen wurde weiterhin das Telefon gl\u00fchend geredet und mit zich Mitarbeitern direkt gesprochen. So ging das eine ganze Zeit lang, dann wurde mir am Schalter aufgetragen, jetzt hier einfach etwas zu warten, der Computer zeigte wohl an, dass das Gep\u00e4ckst\u00fcck hier am Flughafen irgendwo war. Ich war fast ein wenig betr\u00fcbt, dass meine Tasche wohl doch nicht in Hong Kong gestrandet sei. Nach einiger Zeit kam man wieder auf mich zu und meinte, die Tasche war wohl noch irgendwo in den Tiefen des Flughafens gewesen und sie w\u00fcrden jetzt versuchen, sie ans Licht der Oberwelt zu bef\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Ich wartete also wieder, bis man erneut auf mich zukam, jemand tr\u00e4ge sie jetzt manuell nach oben, ich k\u00f6nne ein bisschen herumlaufen, durch die L\u00e4den und derlei, und in zwanzig Minuten wieder kommen. Ich schlenderte also von dannen, da ich aber keine Lust auf die vollen Gesch\u00e4fte dort hatte, lief ich zwischen den vielen Gep\u00e4ckbandreihen hin und her. Als ich sah, das auf dem gleichen Band, auf dem meine Tasche h\u00e4tte liegen sollen, jetzt das Gep\u00e4ck einer Lufthansa-Maschine ebenfalls aus Paris entladen wurde, blieb ich dort ein wenig stehen. Als dann die zwanzig Minuten aber um waren, machte ich mich wieder auf den Weg zum Serviceschalter. Auf dem Weg dorthin lief ich noch einem der Mitarbeiter des Gep\u00e4ckservices \u00fcber den Weg, der mir, glaube ich, aufmunternd zul\u00e4cheln wollte und nochmal verdeutlichte, ich konnte jetzt wieder zum Schalter kommen. Dort angekommen wurde ich von den Mitarbeitern freundlich empfangen und mit einem wieder anderen Mitarbeiter mitgeschickt. Wir gingen zum Sondergep\u00e4ckband, \u00fcber das meine Tasche jetzt wohl nach oben kommen sollte. Dann standen wir da, das Band r\u00f6delte vor sich hin, aber nicht mal ein Staubkorn kam durch den Vorhang des Bandes. Also standen wir jetzt da und starrten auf das leere Band. Der Mitarbeiter setzte sich auf einen Stuhl neben dem Band und begann mit der L\u00fcftungsanlage des Motors, der das Band vermutlich antreibt, zu spielen, in dem er immer wieder seine Hand auf das Gitter legte und wieder wegnahm und somit zwei verschiedene Pustet\u00f6ne erzeugte. Daneben, auf einem zweiten wackeligen Stuhl, war ein Sicherheitsbeamter in sich zusammengesunken und d\u00f6ste vor sich hin, w\u00e4hrend aus seinem Funkger\u00e4t immer wieder rauschendes Gerede kam. Um mich herum lagen Haufen von eingestaubten Kinderw\u00e4gen, Rollatoren, anderen Metallkonstruktionen, Schlafs\u00e4cken und anderen Taschen. Ich bekam mit, wie ein St\u00fcck abseits von mir, an einem anderen Schalter, ein Gesch\u00e4ftsmann w\u00fctete, sich lauthals beschwerte, wo denn sein Gep\u00e4ck sei und dabei immer wieder wild und nicht gerade leise auf Deutsch vor sich hin fluchte. Ich musste etwas schmunzeln, <em>\u201eglaubt wohl, niemand w\u00fcrde ihn h\u00f6ren\u201c<\/em>. Als nach einiger Zeit, immer noch nichts durch das Band nach oben gebracht wurde und dem Mitarbeiter selbst das Spiel mit der L\u00fcftung zu viel wurde, stand er auf einmal auf, deutete mir hier zu warten und ging von dannen. Blieben also nur noch ich, das r\u00f6delnde Gep\u00e4ckband und der schlafende Sicherheitsbeamte. Jener wachte dann auch auf einmal auf, stand auf, setzte sich auf den anderen Stuhl und schlief sofort wieder ein. Dann r\u00f6delte das Band etwas lauter und brachte zwei LED-Fernseher und eine Kaffeemaschine zum Vorschein, die dann kurz darauf von einer Mitarbeiterin umst\u00e4ndlich auf einen Gep\u00e4ckwagen gestapelt wurden, nochmal umgestapelt wurden und dann abtransportiert wurden. Dann kam mein Mitarbeiter wieder, bedeutete mir, ich solle ihm folgen. Als wir in Richtung des Gep\u00e4ckservices gingen, deutete er in Richtung des Schalter und aus der Ferne konnte ich auf einem Wagen meine blaurote Tasche entdecken, endlich. Auf ihr auf dem Wagen standen noch eine Reihe leerer Koffer, die ich erst vom Wagen runter r\u00e4umen musste, dann aber hatte ich sie aber endlich wieder, meine Tasche, zwar etwas schmutzig, aber unversehrt. Ich bedankte mit ganz herzlich, f\u00fcr den unglaublich freundlichen und bem\u00fchten Service, man sagte mir noch, sie wurde jetzt wohl g\u00e4nzlich manuell nach oben getragen, dann ging ich meiner Wege.<\/p>\n<p>Ich stellte mich in der kurzen Schlange \u201eNichts zu verzollen\u201c an. In der Schlange neben mir, am Zoll stehend, sehe ich einen \u00e4lteren Herrn, mit zwei LED-Fernseher und einer Kaffeemaschine und ich konnte es mir nicht verkneifen, den Mann einmal anzugrinsen, bevor ich dann noch einmal meinen Rucksack durchleuchten lassen musste und dann stand ich 24Stunden, nachdem ich mein Heim ein letztes Mal verlassen hatte, mitten in Indien, oder zumindest mitten im Flughafen nach Mumbais, wobei selbst das ist etwas \u00fcbertrieben, denn wirkte es eher wie eine kleine Nebenhalle.<\/p>\n<p>Sofort gab ich mein Gep\u00e4ck wieder auf und ging direkt weiter durch die Security und fand mich dann im Terminal f\u00fcr Inlandsfl\u00fcge wieder, in einem fast Menschenleeren Terminal, denn es war ja mitten in der Nacht. Mit Ausnahme von zwei oder drei anderen Passagieren, standen nur noch einige Verk\u00e4ufer vor den vielen Gesch\u00e4ften im Zentrum des Terminals Spalier und warteten. Doch mit Ausnahme von einem kurzen Blick schenkte ich diesen keine weitere Aufmerksamkeit, sondern folgte den erst besten Schildern, die Wartegelegenheiten anzeigten, denn bis mein Flug abheben sollte, standen noch \u00fcber neun Stunden Wartezeit auf dem Plan, l\u00e4nger als der Flug nach Mumbai selbst. Daher hatte die Ablenkung durch die Gep\u00e4cksuche eigentlich nur gutes, denn so waren gleich zwei Stunden weniger zu warten.<\/p>\n<p>Daher verbrachte ich nun die n\u00e4chsten Stunden damit, Musikzuh\u00f6ren und dem Flughafen dabei zuzusehen, langsam aufzuwachen und immer voller zu werden. Das war unteranderem auch daher interessant, da sich Inder in Kleidungen, wie wir sie auch in Deutschland kennen, in gleicher Anzahl, wenn nicht gar gr\u00f6\u00dferer Anzahl, unter Inder, mit mehr traditioneller Kleidung, wie man es vielleicht Beschreiben k\u00f6nnte, mischten. Nebenbei war wohl gerade Gro\u00dfputz angesagt, zumindest wuselten \u00fcberall Putzkolonnen hin und her. Und selbst die Museumsst\u00fccke hinter einer gro\u00dfen Glaswand wurden mit einem Hochdruckstaubsauger, dessen Rohr an einer sehr langen Metallstange befestigt war, waghalsig abgestaubt. Schneller als gedacht war es dann aber Zeit f\u00fcr mich, zum Gate zu laufen, das sch\u00f6ner Weise in der Richtung war, in die ich auch gelaufen bin, als ich zu den Sitzgelegenheiten lief , was ich da aber noch nicht gewusst hatte.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center\">Die letzte Flugetappe (nach Tiruchi)<\/h1>\n<p>Im Flugzeug sitzend schweifte mein Blick \u00fcber das Gel\u00e4nde des Flughafens, das ein gleiches Bild wie auch schon in der Nacht bat, nur vielleicht etwas weniger orange, da ja nun die Sonne als Lichtquelle diente und keine Lampen von N\u00f6ten waren. Doch als das Flugzeug dann losfuhr, zeigte sich die Stadt um den Flughafen nun in einem ganz anderen Licht. Denn wo in der Nacht nur Dunkelheit herrschte, waren nun Slums zu sehen, wie sie in jedem Schulbuch h\u00e4tten abgebildet werden k\u00f6nnen. Hunderte kleine H\u00fctten, die aus verschiedensten Dingen zusammengezimmert waren, Kinder die auf Schlamm und M\u00fcll, keine hundert Meter von der Startbahn entfernt spielten, rennend eine Art Drachen steigen lie\u00dfen und gepanzerte Polizeiautos die an den Mauern des Flughafengel\u00e4ndes Patrouille fuhren. Doch erhoben sich auch kleine, im Vergleich zu den H\u00fctten, aufwendig gebaute und gepflegte Tempel, ein Ort des Glaubens, der St\u00e4rke und Hoffnung. Zumindest wirkte es so auf mich, als Au\u00dfenstehender, der gerade f\u00fcr nicht wenig Geld nach Indien geflogen ist. Ein Ruck riss mich aus meinen Gedanken, das Flugzeug startete, hob ab. Aus der Luft war erst das ganze Ausma\u00df der Slums zu erkennen, der ganze Flughafen war weit davon umringt. Dahinter dann ein immergleiches Stadtbild. \u00dcberall ragten gleichaussehende, graue, h\u00f6here Geb\u00e4ude, eine Art Mehrfamilienh\u00e4user denke ich, in die H\u00f6he, daneben standen viele kleinere Geb\u00e4ude, dazwischen immer wieder gr\u00fcn, ein ganz anderes Stadtbild als noch in der Nacht. Denn was in der Nacht noch so vielf\u00e4ltig, durch die verschieden hellen Lichter, teils bewegend, teils feststehend, aussah, war nun fast schon eint\u00f6nig und stumpf, zumindest von oben her betrachtet. Immer h\u00f6her stieg das Flugzeug, hinein in eine dichte Wolkendecke. Zuletzt waren noch viele kleine Boote auf dem Meer zu erkennen, dann nur noch wei\u00df. Das Flugzeug macht eine 180\u00b0 Kurve und nahm Kurs auf Tiruchi. Erst nach etwa der H\u00e4lfte des Fluges, lichtete sich die Wolkendecke wieder.<\/p>\n<p>Im ganz groben kann man eigentlich sagen, dass Indien, oder Tamil Nadu von oben nicht viel anders aussieht, als Deutschland. Viele Felder, neben verschieden gro\u00dfen W\u00e4ldern oder W\u00e4ldchen und dazwischen immer wieder kleine Ansiedlungen. Nur nicht ganz so h\u00fcgellich, wie S\u00fcddeutschland, sondern sehr flach. Ein weiterer Unterschied ist vielleicht, dass die Farbvielfalt nicht so hoch ist. Wo in Deutschland Felder in verschiedenen Farben zu sehen sind, dominieren hier nur sehr wenige Farben.<\/p>\n<p>Die ersten Felder die wir dann \u00fcberflogen, waren sehr trocken und grau, bis auf einmal, ein stark ausgetrocknetes und sehr gro\u00dfes Flussbett auftauchte, auf das dann Felder in saftigem gr\u00fcn und voller Wasser folgen. Daraufhin kamen dann immer wieder gr\u00f6\u00dfere und kleine Fl\u00fcsse und Kan\u00e4le voller Wasser in Sicht. Auf den Feldern waren Maschine und Traktoren, genauso h\u00e4ufig am Arbeiten, wie von Rindern gezogene Pfl\u00fcge.<\/p>\n<p>Ein einziges Mal erhob sich nach einer Ewigkeit der flachen Lande, steil eine hohe Anhebung empor, die dann eine Zeitlang als Hochebene blieb, ehe es wieder genauso steil nach unten ging und es wieder gleichbleibend Flach war. Kurz nach dieser Anhebung kam dann eine sehr gro\u00dfe Stadt in Sicht, die wir aber links liegen lie\u00dfen. Ein kurzes St\u00fcck sp\u00e4ter begann dann der Sinkflug des Flugzeugs und Tiruchi war nun in greifbarer N\u00e4he.<\/p>\n<p>Eine letzte Landung, und ich war an meinem ersten Ziel angekommen.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center\">Tiruchirapalli (Tiruchi)<\/h1>\n<div id=\"attachment_114\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-114\" class=\"wp-image-114 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/Madurai-Street-1-e1541252264706-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/Madurai-Street-1-e1541252264706-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/Madurai-Street-1-e1541252264706-768x1023.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/Madurai-Street-1-e1541252264706-769x1024.jpg 769w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/Madurai-Street-1-e1541252264706.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-114\" class=\"wp-caption-text\">Eine kleine Stra\u00dfe in Madurai<\/p><\/div>\n<p>Kurz nach der Landung war ich dann zum ersten Mal direkt mit der Luft Indiens in Kontakt, ohne Klimatisierung der Flugzeuge und Flugh\u00e4fen. Und ich muss sagen, mit T-Shirt und Pullover, den ich aufgrund der doch recht kalten Flugh\u00e4fen und Flugzeuge nochmal sehr liebgewonnen hatte, lie\u00df sich die Temperatur sehr gut ertragen. Nach wenigen Schritten war ich dann aber auch schon wieder im Flughafen, am Gep\u00e4ckband, diesmal auch mit meinem Gep\u00e4ck und machte mich dann auch schon auf den Weg Richtung Ausgang, um die Salesianer in Tiruchi zu treffen. Am Flughafen wurde ich dann von Father Arul Maran (dem Executive Director) und einem Mitarbeiter der Salesianer abgeholt, die schon auf mich zukamen, als ich gerade erst aus der T\u00fcr des Flughafens getreten bin und freundlichen Damen mitgeteilt hatte, das ich kein Taxi brauche. Dann ging\u2018s mit dem Auto durch die Stadt zum Provinzialhaus. Und ich muss sagen, Autofahren, oder besser als Beifahrer Autofahren, macht unglaublich viel Spa\u00df in Indien. Da so viel um einen zu sehen ist. Das Problem ist nur, dass ich nicht wei\u00df, wie ich diese indischen St\u00e4dte und D\u00f6rfer und den Verkehr beschreiben k\u00f6nnte, aber ich will mein bestes probieren.<\/p>\n<p>Ich glaube, was das ganze Bild ganz gut beschreiben k\u00f6nnte w\u00e4re \u201cso wies halt funktioniert und passt\u201d. Zumindest wirkt es im ersten Moment so. Das gilt sowohl f\u00fcr Gebilde, wie auch f\u00fcr den Stra\u00dfenverkehr. Es wird im Prinzip auf der linken Seite gefahren und es gibt auch Schilder, die beschr\u00e4nken sich aber meist auf Richtungsangaben und Ampeln gibt\u2019s nur an sehr gro\u00dfen Kreuzungen in gro\u00dfen St\u00e4dten. Jeder bahnt sich eben seinen Weg durch die Stra\u00dfen und hat dies zur Folge, dass man mal ein St\u00fcck auf der anderen Seite f\u00e4hrt oder andere zum Bremsen zwingen muss, dann ist dies eben so. Auch ist es au\u00dferhalb von Ortschaften nicht wirklich wichtig, auf welcher Seite man \u00fcberholt. Ein wichtiges Instrument im Stra\u00dfenverkehr ist daher auch die Hupe: Achtung, ich bin irgendwo Neben dir und \u00fcberhole; Achtung, biege nicht ab, ich bremse nicht oder Achtung lauf nicht auf die Stra\u00dfe. Aber die Methode scheint hier sehr gut zu funktionieren.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-112 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/10\/IMG_20181029_124657-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/10\/IMG_20181029_124657-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/10\/IMG_20181029_124657-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/10\/IMG_20181029_124657.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p>Genau nach dem Motto ist dann wohl auch das Stromnetz aufgebaut. Durch eigentlich jede Stra\u00dfe in den Ansiedlung zieht sich eine Reihe steinernder Strommasten, meist sogar auf beiden Stra\u00dfenseiten und mit ihnen einige Stromleitungen. Von jedem der Masten geht dann eine ganze Reihe an Kabeln durch die Luft zu den n\u00e4chsten H\u00e4usern. Immer wieder reihen sich dann in die Reihe der Strommasten Konstruktionen ein, die eigentlich so aussehen wie kleine, bauf\u00e4llige Umspannwerke. So etwas wie B\u00fcrgersteine gibt es auch nur in den wirklich gro\u00dfen St\u00e4dten, ansonsten l\u00e4uft man einfach am Rand der breiten Stra\u00dfen oder \u00fcber Staub und Stein daneben.<\/p>\n<p>Die H\u00e4user hier sind meist, entgegen dem, wie Mumbai von oben aussah, sehr bunt gehalten. Ein helles gr\u00fcn, neben einem Gelb, beispielsweise. Und kein Haus gleicht eigentlich dem anderen. Was hier genauso wie in Deutschland ist, hier hat\u2019s auch \u00fcberall Baustellen. Entlang den Stra\u00dfen im untersten Stockwerk der H\u00e4user reihen sich dann L\u00e4den, die sehr oft wie Kiosk aussehen, oder sehr schmal und dann sehr lang sind. Und dort wird dann alles verkauft, was man braucht und weitaus mehr. Sehr viele dieser H\u00e4user und Kioks w\u00fcrden, wenn sie so in westlichen L\u00e4ndern auftauchen w\u00fcrden, als bauf\u00e4llig oder Ruinen bezeichnet werden und argw\u00f6hnisch beguckt werden. Aber das sind sie auf keinen Fall, mehr eben \u201cso wie&#8217;s halt passt und mit dem, was ich zur Verf\u00fcgung habe\u201d und dadurch haben sie eben ihren ganz eigenen besonderen Charme. (Das \u201cso wies halt passt\u201d mag auf den ersten Blick vielleicht etwas b\u00f6se und abwertend\u00a0 klingen, so ist das aber auf keinen Fall gemeint, ganz im Gegenteil. Das ist nur die beste Bezeichnung, die mir eingefallen ist, um dieses ganz besondere Stadt und Stra\u00dfenbild zu erkl\u00e4ren.)<\/p>\n<div id=\"attachment_117\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-117\" class=\"wp-image-117 size-medium\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181030_125123-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181030_125123-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181030_125123-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181030_125123-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181030_125123-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181030_125123.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-117\" class=\"wp-caption-text\">Eine Stra\u00dfe bei uns in Vilathikulam<\/p><\/div>\n<p>Und es macht eben sehr viel Spa\u00df, durch dieses Tohuwabohu Indiens zu fahren. Nach gesch\u00e4tzt keinen zwanzig Minuten, waren wir dann in eben genanntem Provinzialhaus. Nach einer Begr\u00fc\u00dfung, wie sie hier wohl \u00fcblich ist, bei der man ein Tuch umgeh\u00e4ngt bekommt und eine Schale mit einer Fl\u00fcssigkeit und verschiedenen Fr\u00fcchten, Gew\u00fcrzen und derartigem vor einem hin und her geschwenkt wird, wurde mein Gep\u00e4ck auf mein Zimmer gebracht und mir gesagt, ich k\u00f6nne bis 18Uhr rasten und das tat ich dann, nach einer kleinen St\u00e4rkung durch frisches Obst und frisch gepresstem Saft, auch. Um sechs ging es dann mit dem Provinzial, dem Economer und Father Arul Maran zum \u00fcblichen Willkommensessen in ein Restaurant in einem Hotel. Ich bekam verschiedenste indische K\u00f6stlichkeiten vorgesetzt und genoss meine erste indische Mahlzeit und erlebte meinen ersten Stromausfall. Irgendwann kam dann eine gr\u00f6\u00dfere indische Gesellschaft ins Restaurant hinzu, die wohl irgendwas zu feiern hatten. Ansonsten waren neben uns vieren, noch eine indische Familie und zwei Vietnamesen oder Koreaner, die Salesianer waren sich da glaube ich nicht ganz so sicher, als sie \u00fcber sie sprachen, im Etablissement. Als ich einmal die Speisekarte in der Hand hielt und durchbl\u00e4tterte, viel mein Blick auf die Preise und da ich da noch keine Ahnung, \u00fcber den Umrechnungskurs der Rupis hatte, fragte ich mich, f\u00fcr wie viel Geld ich hier eigentlich gerade esse. Als ich den Kurs dann sp\u00e4ter kennen lerne, erfahre ich, dass umgerechnet in Euros, wir vielleicht in irgendeiner Imbissbude ums Eck in Deutschland h\u00e4tten essen gehen k\u00f6nnen. H\u00e4tten wir aber ein vergleichbares Etablissement in Deutschland besucht, h\u00e4tten wir ein Verm\u00f6gen in Euros ausgeben m\u00fcssen und genauso, sind die Preise des Restaurants f\u00fcr indische Verh\u00e4ltnisse vermutlich auch nicht gerade billig.<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center\">Die Fahrt nach Vilathikulam<\/h1>\n<p>Nach einem wundersch\u00f6nen Abend fiel ich dann ins Bett und konnte sch\u00f6nerweise ausschlafen, Fr\u00fchst\u00fcck gab\u2018s erst um acht. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck besuchte ich einen \u00e4lteren Father in seiner Werkstadt und bekam von ihm viel gezeigt und erkl\u00e4rt. Dann noch eine kurze einer Unterredung mit dem Economer und Father Arul Maran, bei der mir gezeigt wurde, wie die Arbeit der Salesianer in Tamil Nadu aussieht, auf was ich achten sollte und das sie immer ein offenes Ohr und Haus f\u00fcr mich und alle Volont\u00e4re haben. Daraufhin, etwa gegen elf, ging es los, auf nach Vilathikulam. Und ich muss sagen, ich habe die Autofahrt unglaublich genossen. Denn Indien ist in manchen Dingen, wie aus <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-118 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124826-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124826-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124826-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124826-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124826-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124826.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>dem Flugzeug heraus auch schon beschrieben so viel anders als Deutschland, aber einige Dinge sind auch gleich, da sie eben auf der ganzen Welt zu finden sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-116 alignleft\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124705-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124705-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124705-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124705-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124705-1-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124705-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Wie schon beschrieben, besteht Indien auch \u201enur\u201c aus Feldern, W\u00e4ldern, Ansiedlungen und einigen Naturgelassenen Gebieten, genauso wie Deutschland. Nur das auf den Feldern andere Dinge angebaut werden und sie sich daher farblich etwas unterscheiden, das hier eben andere B\u00e4ume wachsen und wie sich die St\u00e4dte unterscheiden, habe ich ja bereits versucht zu beschreiben. Ein gro\u00dfer Unterschied ist noch, das alles sehr viel staubiger und steiniger ist und \u00fcberall sind Berge von M\u00fcll zu entdecken. Und Tiere, K\u00fche, Ziegen, H\u00fchner und wilde Hunde, die \u00fcberall frei herumstreifen und gerne auch mal auf der Stra\u00dfe stehen oder liegen.<\/p>\n<p>Auf unserem Weg kamen wir immer wieder an Ziegenherden vorbei, die von ihren H\u00fctern entlang den Stra\u00dfen gef\u00fchrt werden. In den St\u00e4dten waren immer wieder Imbissl\u00e4den zu erkennen, die ihre lebenden, kleinen H\u00fchner zu Massen in engen K\u00e4figen auf der Ladentheke halten und direkt verarbeiten. Ein einziges Mal w\u00e4hrend der Fahrt war eine Erhebung von der flachen Landschaft zu erkennen. Daf\u00fcr ein sehr beeindruckendes Naturwerk, es wirkte wie unglaublich gro\u00dfe Kieselsteine die auf einem noch viel gr\u00f6\u00dferen Orangenen lagen und einen steilen, glatten und runden Berg formten.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-119 alignright\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124835-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124835-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124835-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124835-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124835-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21556\/2018\/11\/IMG_20181029_124835.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Nach etwa drei Stunden erreichten wir dann einen Zwischenstopp. Eine neue Schule der Salesianer, die gerade gebaut wurde. Der Father, mit dem ich am Vormittag gesprochen hatte, ist f\u00fcr den Bau zust\u00e4ndig und muss ab und an die Baustelle besichtigen. Mir wurde ein Zimmer gezeigt, in dem ich w\u00e4hrenddessen weiter rasten konnte. Ein Zimmer, in dem ganz Zuf\u00e4llig zwei Kartons zweier LED-Fernseher standen. Dann gab es zusammen mit dem Direktor und den anderen Salesianern Mittagessen und kurz darauf ging es weiter, den Direktor der Schule nahmen wir gleich mit. Da ein Treffen der Direktoren in Tiruchi anstand und er mit zur\u00fcckfahren w\u00fcrde. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter erreichten wir dann pl\u00f6tzlich und unerwartet unser Ziel, Vilathikulam. Auf dem Hof stand eine gro\u00dfe Menschenansammlung zur Begr\u00fc\u00dfung. Der Direktor des Projektes empfing mich quasi direkt aus dem Auto heraus und hie\u00df mich herzlich willkommen, dann wieder das \u00fcbliche Willkommensritual, wie auch in Tiruchi. Viele H\u00e4nde der Mitarbeiter und Salesianer wurden gesch\u00fcttelt, erste Fotos, auf die die n\u00e4chsten Wochen noch etliche folgen sollten, wurden mit mir gemacht, dann f\u00fchrte mich Benni zu unserem Zimmer, mein Gep\u00e4ck wurde mir wieder nachgetragen, und dann war ich angekommen. Angekommen in Vilathikulam, im Projekt Vembu, angekommen in meinem neuen Zuhause.<\/p>\n<p>Jetzt bin ich also endlich hier und lebe mich ein, und bin gerne hier, und lebe mich gerne ein.<\/p>\n<p>Auf bald,<\/p>\n<p>Lukas<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Fu\u00dfnote:<\/strong><br \/>\nMittlerweile bin ich schon seit drei Wochen hier. In diesen Wochen ist schon jede Menge passiert und ich hatte nicht immer Zeit \/ Lust, sofort an dem Blog zu arbeiten, weshalb es diese lange Zeit gedauert hat, \u00fcber die Reise zu schreiben. Mehr \u00fcber diese ersten Wochen hier in Indien wird dann hoffentlich bald textlich folgen. Auch habe ich den Text nicht an einem St\u00fcck und schon lange nicht von oben nach unten verfasst. Immer dann, wenn ich mal Zeit und Lust hatte, habe ich ein St\u00fcck daran geschrieben. Und beispielsweise das Ende, war schon lange Zeit so fertig, da haben weite Teile des Mittelteils noch nicht mal ansatzweise existiert. Auch hat der Artikel (noch) keine Bilder, da ich auf meiner Reise keine gemacht hatte, sondern die Reise ganz genossen hatte. Es kann aber gut sein, das in den kommenden Tagen einige Bilder hinzukommen.<\/p>\n<p>Das wollt ich nur noch gesagt haben.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>Alle Monate auf einen Blick<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lukasinindien\/monatsuebersicht\/\">Die Monats\u00fcbersicht<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo, einige Zeit ist jetzt doch vergangen, seit dem letzten Beitrag. 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