{"id":158,"date":"2019-12-03T06:50:19","date_gmt":"2019-12-03T05:50:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/?p=158"},"modified":"2019-12-03T06:50:24","modified_gmt":"2019-12-03T05:50:24","slug":"special-week","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/2019\/12\/03\/special-week\/","title":{"rendered":"Special Week"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21577\/2019\/12\/D3891665-74AE-4D7F-9DAF-ECAD9885EB1D-1024x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-172\" width=\"625\" height=\"625\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21577\/2019\/12\/D3891665-74AE-4D7F-9DAF-ECAD9885EB1D-1024x1024.jpeg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21577\/2019\/12\/D3891665-74AE-4D7F-9DAF-ECAD9885EB1D-300x300.jpeg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21577\/2019\/12\/D3891665-74AE-4D7F-9DAF-ECAD9885EB1D-150x150.jpeg 150w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21577\/2019\/12\/D3891665-74AE-4D7F-9DAF-ECAD9885EB1D-768x768.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21577\/2019\/12\/D3891665-74AE-4D7F-9DAF-ECAD9885EB1D-88x88.jpeg 88w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21577\/2019\/12\/D3891665-74AE-4D7F-9DAF-ECAD9885EB1D-900x900.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/lauraszeitinindien\/wp-content\/uploads\/sites\/21577\/2019\/12\/D3891665-74AE-4D7F-9DAF-ECAD9885EB1D.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><figcaption>Auf dem Sportplatz <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie der Titel dieses Beitrags schon verr\u00e4t war diese Woche eine ganz Besondere. Wir hatten \u201e Family Week\u201c ! F\u00e4lschlicherweise gingen Emely und ich anfangs davon aus, es handle sich um die Familien der Jungs und erwarteten viel Besuch f\u00fcr die Woche. Als dann jedoch einer nach dem anderen auf die Frage, ob seine Familie denn k\u00e4me verneinte, wurde uns bald klar, da stimmt doch was nicht. Es handelte sich n\u00e4mlich nicht um die Familien der Jungs, sondern gefeiert wurde die Gemeinschaft hier im Care Home als Familie. Wir fanden den Gedanken dahinter sehr sch\u00f6n und uns fiel von Anfang an der famili\u00e4re Umgang im Projekt auf. Die Jungs untereinander sind im Umgang (meistens) sehr  liebevoll und die Gro\u00dfen  sind f\u00fcr unsere kleinen Jungs wie eigene gro\u00dfe Br\u00fcder. Auch die Mitarbeiter hier im Projekt leben im Care Home und sind somit nicht nur zu den Arbeitszeiten da, sondern begleiten die Kinder und Jugendlichen auch im Alltagsleben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Beginn unserer Woche war schon ein sehr ereignisreicher Auftakt und die Jungs, genauso wie wir, wurden erstmal in Gruppen unterteilt. In diesen musste der Einmarsch in den Sportplatz, welcher der Beginn der Familienwoche darstellte, einstudiert werden. Dies klappte eher schlecht als recht, sodass vor allem herum gealbert, geschlafen und gelacht wurde und man f\u00fcnf Minuten vor dem tats\u00e4chlichen Einmarsch noch rasch etwas planen musste. Mir wurde ein Ball und ein Junge in die Hand gedr\u00fcckt und los ging\u2019s. In Zweierp\u00e4rchen marschierte unsere Gruppe B\u00e4lle werfend und tanzend in den Sportplatz ein, wo uns bereits die anderen Gruppen und der Direkter an der Spitze erwarteten. Aufgereiht standen alle Jungs in ihren Gruppen da, w\u00e4hrend der Direktor eine kurze Ansprache hielt und die Spiele er\u00f6ffnete. Als dann auch noch aus jeder Gruppe Jemand nach vorne gerufen wurde um eine Taube fliegen zu lassen, kam ich mir kurzzeitig wirklich vor wie bei Harry Potter und den Triolympischen Spielen. <br>Nachdem die Regeln erkl\u00e4rt wurden und alle, bis auf Emely und ich, sie auch verstanden hatten wurde das erste Spiel er\u00f6ffnet. Es handelte sich um ein Rennspiel, bei welchem immer ein F\u00e4nger des gegnerischen Teams die Teilnehmer eines anderen Teams in einem aufgezeichneten Labyrinth fangen musste. Auch ich wurde kurzerhand von meiner Gruppe in das Labyrinth gesto\u00dfen und versuchte etwas ziellos aber nicht weniger erfolglos meine Gegner zu fangen. Das ganze machte einen heiden Spa\u00df und war ein super Auftakt in die Woche.                                                             An den restlichen Wochentagen beschr\u00e4nkte sich das Programm auf abends, da die Jungs morgens und nachmittags in der Schule oder im College waren und tags\u00fcber ihre Aufgaben zu erledigen hatten.<br>Jeden Abend kamen wir jedoch alle am Eingang des Projekts zusammen, stellten uns meistens in einem Kreis auf und es wurde etwas gespielt. Da das Thema ja \u201eFamilie\u201c war, spielten wir meistens gruppenst\u00e4rkende Spiele. So wurden beispielsweise Jungs, die sich nicht so gut vertragen, gebeten, einander Dinge zu sagen, die sie am anderen m\u00f6gen oder die er besonders gut kann. Anschlie\u00dfend mussten sie sich gegenseitig mit Keksen f\u00fcttern und zusammen tanzen. Das klappte mal besser, mal weniger gut und der ein oder andere Tanz war ziemlich steif. Alles in allem kann man jedoch sagen, dass die Gruppendynamik sich im Laufe der Woche verbesserte und man auch mal etwas von Jungs mitbekam, die sonst eher im Hintergrund standen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den H\u00f6hepunkt der Woche bildete dann jedoch der Sonntag. Schon am Morgen nach dem Fr\u00fchst\u00fcck waren alle Jungs ganz aufgedreht, rannten im Projekt umher und einer nach dem anderen zog sich um, bis letztendlich alle ihre einheitlichen Trickots anhatten. Am Tag zuvor war ein Sponsor vorbeigekommen und hatte allen Jungs sowohl Hose als auch Sportshirt gesponsert. Zu unserer Belustigung stand auf der T-Shirt-R\u00fcckseite ganz gro\u00df <strong>\u201eKokokasus Biryani\u201c<\/strong>, Werbung f\u00fcr den Anbieter. Biryani ist ein indisches Reisgericht mit Curry, H\u00e4hnchen oder Pilzen, welches die Jungs lieben. So rannten schon nach kurzer Zeit alle Jungs mit ihren rot-gelben Biryani Shirts und den passenden blauen Hosen herum, was einen sehr am\u00fcsanten Anblick ergab. Auch Emely und ich wurden nicht au\u00dfen vor gelassen, doch statt den Biryani Shirts bekamen wir blau wei\u00df gestreifte T-Shirts mit denen wir ziemlich aus der Gruppe herausstachen und von allen Seiten bel\u00e4chelt wurden. \u201eSister Twins\u201c wurden wir nur genannt. Optisch einheitlich gekleidet konnten die Spiele nun auf ein neues er\u00f6ffnet werden. Diesmal hatte das Ganze aber einen Wettkampfcharakter denn es hie\u00df \u201estuff  against boys\u201c . Da die Fathers sehr ehrgeizig sind wenn\u2019s ums Gewinnen geht, die Jungs jedoch nicht weniger sportlich, artete das Ganze zu unserer Belustigung immer wieder ein wenig aus und ein Jeder k\u00e4mpfte ehrgeizig f\u00fcr sein Team. Zuerst wurde Volleyball, sp\u00e4ter Basketball gespielt und bei allem durfte nat\u00fcrlich der Kommentator sowie die laute, indische Musik im Hintergrund nicht fehlen und alle Jungs wurden dazu gen\u00f6tigt sich die Spiele anzusehen und zu klatschen. <br>Nachdem alle fix und fertig vom Sport und der Hitze waren gab es eine kurze Pause, die jedoch nicht sehr lange anhielt. Schon h\u00f6rten Emely und ich von unserem Zimmer aus, wie drau\u00dfen wieder die Musik aufgedreht wurde und die Jungs herum sprangen und tanzten, Party-H\u00fcte und Masken trugen und sich mit St\u00f6cken und Brettern selber Trommeln gebastelt hatten. Es bildeten sich drei Gruppen und eine jede zog mitsamt musikalischer Unterst\u00fctzung und lautem Gegr\u00f6le in jeweils eines der B\u00fcros der Fathers ein. Hier w\u00fcnschten die Jungs den Fathers ein \u201eHappy Feast\u201c , schm\u00fcckten sie mit Blumenkr\u00e4nzen und segneten sie mit einem Inderpunkt. Anschlie\u00dfend bedankten die Fathers sich ganz herzlich und beschenkten die begeisterten Jungs mit S\u00fc\u00dfigkeiten. Das ganze Spektakel zog sich eine Weile, da jede Gruppe in jedes B\u00fcro wollte und das Ganze aus Platzgr\u00fcnden oft etwas chaotisch endete. Emely und ich questschten uns w\u00e4hrenddessen etwas orientierungslos zwischen den Jungs durch, waren mal hier mal dort und wechselten die Gruppen je nach Lust und Laune. <br>Nach dem Mittagessen stand dann schon der n\u00e4chste Programmpunkt an. \u201eStuff Games\u201c . Nun waren die Mitarbeiter an der Reihe und mussten zur Belustigung der Jungs gegeneinander in Spielen antreten. So liefen unsere zwei K\u00f6chinnen, ein Cordinator sowie Taxifahrer und Farmer zu lauter Musik im Kreis herum und spielten Reise nach Jerusalem oder mussten sich im Eierlauf unter Beweis stellen. Da wir nicht so wirklich zum stuff z\u00e4hlen aber eben auch keine Care Home Jungs sind bestanden die Jungs nat\u00fcrlich darauf, f\u00fcr uns Sisters eine extra Runde zu veranstalten . So kam es, dass Emely und ich kurzerhand zu zweit einen Eierlauf durchf\u00fchren mussten bei dem meine Zitrone (zum Gl\u00fcck kein echtes Ei ) mehr als nur einmal vom L\u00f6ffel fiel. Daraufhin wurde ich nur ermahnt nochmal hinter die Startlinie zu m\u00fcssen, was ich jedoch gekonnt ignorierte, da ich sowieso schon Meilen hinter Emely zur\u00fcck lag &#8230;                                                 Nachdem das Nachmittagsprogramm beendet war, stand nun die \u00fcbliche Games Time an, in der wir V\u00f6lkerball spielten. Besser gesagt spielten die Jungs V\u00f6lkerball, w\u00e4hrend Emely und ich von den Kleinen als lebende Schutzschilder genutzt wurden. Waren wir dann abgeschossen und mussten raus hie\u00df es von den Gro\u00dfen nur \u201eOne step back sister!!!\u201c denn werfen tun hier nur die Profis. Auch das ignorierten wir gekonnt und wurfen trotz dem Bitten und Betteln unserer lieben College Boys weiterhin mit Freude die Kinder ab. Bei Widerrede hie\u00df es unsererseits nur \u201eone step back tambi !!!\u201c was die Gro\u00dfen mit Humor nahmen und nat\u00fcrlich nicht machten. <br>Nachdem auch das Nachmittagsprogramm beendet war kam es zur Planung des Abendprogramms. Zu unserem Grauen wollten die Fathers unbedingt, dass Emely und ich singen, was hier mal kurz am Rande, eine absolut grauenhafte Idee ist, da wir beide miserable S\u00e4nger sind. Um uns vor einer Gesangskatastrophe zu bewahren, w\u00e4hlten wir kurzerhand das kleinere \u00dcbel und willigten ein, gemeinsam mit den Jungs zu tanzen. Hier muss hinzugef\u00fcgt werden, dass indisches Tanzen nicht mit westlichem Tanzen verglichen werden kann und die Jungs alle sehr sehr gute T\u00e4nzer sind. Wir hingegen, najaaaa&#8230;.                                                                               Am Abend war es dann soweit und wir sa\u00dfen alle versammelt vor der B\u00fchne. Nun wurde eine Gruppe nach der anderen auf die B\u00fchne gerufen und legte ihre Performance hin. Die Tatsache, dass wir keine Performance hatten, lie\u00df unsere Nervosit\u00e4t nicht gerade sinken, aber die Jungs in unserer Gruppe waren zuversichtlich. Dann war es soweit und wir wurden aufgerufen. Mit etwas schlottrigen Knien wurden auch Emely und ich auf die B\u00fchne gezogen und wir stellten uns bewusst in die letzte Reihe. Da die liebe Emely nicht gesehen werden wollte ging mein Plan hinten zu stehen nicht wirklich auf, da ich kurzerhand von ihr in die Mitte geschupst wurde. Die Musik ging los und wir versuchten die Tanzschritte der Jungs zu \u00fcbernehmen w\u00e4hrend wir nicht gerade elegant \u00fcber die B\u00fchne schwebten, sondern vielmehr versuchten einigerma\u00dfen im Takt zu bleiben. Unser Showauftritt blieb auch im Publikum nicht unkommentiert und die H\u00e4lfte der Jungs prustete vor Lachen, w\u00e4hrend der Rest versuchte sich ein Grinsen zu verkneifen. Wir hatten jedoch unseren Spa\u00df und bekamen anschlie\u00dfend ein gro\u00dfes Lob f\u00fcr unseren Einsatz \ud83d\ude02&#8230; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">alles in allem ein sch\u00f6ner Abschluss einer unvergesslichen Woche<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier ein Link unter welchem ihr unser Tanzvideo sehen k\u00f6nnt :<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/m.facebook.com\/story.php?story_fbid=2473588719626594&amp;id=100009264698914&amp;sfnsn=wiwspwa&amp;extid=VnsqhA35tnwn4uzT&amp;d=w&amp;vh=i\">https:\/\/m.facebook.com\/story.php?story_fbid=2473588719626594&amp;id=100009264698914&amp;sfnsn=wiwspwa&amp;extid=VnsqhA35tnwn4uzT&amp;d=w&amp;vh=i<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der Titel dieses Beitrags schon verr\u00e4t war diese Woche eine ganz Besondere. Wir hatten \u201e Family Week\u201c ! 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Mein Name ist Laura Gnann, ich bin 18 Jahre alt und habe seid kurzem mein Abitur in der Tasche. Ab September bin ich f\u00fcr ein Jahr in S\u00fcdindien in einem Projekt f\u00fcr HIV-infizierte Jungen. In meiner Freizeit mache ich sehr gerne Sport und bin am liebsten drau\u00dfen. Ich liebe es Yoga zu machen und zu klettern und nat\u00fcrlich auch Zeit mit meinen Freunden zu verbringen. 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