Johanna in Ecuador

"Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen", -G. Don Bosco

Neues Projekt? Wie? Wo? Warum?

Vor 2 Wochen bin ich jetzt in Cayambe, einer Mittelgroßen Stadt, 1 Stunde nördlich von Quito angekommen. Mein neues Projekt ist das Colegio der Salesianer hier in Cayambe und die angeschlossene Klinik.

 

Was mache ich hier?

Meine Aufgaben:

  • untergebracht bin ich im Colegio „Domingo Savio“ in Cayambe, welches etwa 1300 Schüler hat. Obwohl hier nicht mein hauptsächlicher Aufgabenbereich liegt, helfe ich mal bei einigen Dingen, die gerade anstehen mit. Beispielsweise verbringen einige Schüler die Osterwoche in ländlichen salesianischen Komunitäten, im Amazonas oder im Hochland. Die Vorbereitungsseminaren durfte ich mitbegleiten, sowie „Chicipascua“- ein Osterferienprogramm für einige Kinder der Schule.
  • hauptsächlich bin ich in der Salesianischen Klinik „Mitad del Mundo“ eigesetzt. Die relativ kleine Klinik hat jedoch eine Pädiatrie, Gynäkologie, Notaufnahme, allgemeinmedizinische Krankenstation, eine Chirurgie, einen Augenarzt, Zahnarzt, Physiotherapie, Psychotherapie und fährt in Schulen in umliegenden Dörfer um dort Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Aufklärung zu betreiben.
  • Ich selbst arbeite bei der Patientenvorbereitung mit, dh. Vitalwerte nehmen und eintragen, im Labor und in der Notaufnahme. Ich durfte aber auch bei Operationen, wie der Entfernung des Uterus zuschauen und mit in die Dorfschulen für die Untersuchungen fahren
  • Im Mai werde ich mit einer Gynäkologin und einer zweiten Ärztin den Monat lang in 20-30 verschiedene Dörfer fahren um sogenannten „Pap“- Tests mit den Frauen durchzuführen. Dies dient der frühzeitigen Erkennung von Krebs und dessen Vorstufen.
  • Eboli, die nationale Volontärin und ich sind ebenfalls gerade in der Planung eine Nachmittagsbetreuung mit dem Focus auf Nachhilfe für Englisch für die Kinder der Schule hier anzubieten. Dies sollte an 3-4 Nachmittagen stattfinden. Ich hoffe sehr, dass wir dieses Projekt realisieren können, da mir in der Klinik ein wenig der Kontakt mit Kindern fehlt.
  • Sonntags morgens gibt es hier im Colegio Oratorium und Katechese Unterricht. Da ich mitten im Schuljahr gekommen bin, habe ich keine eigene Klasse, übernehme aber bei Lehrerausfall die entsprechende Klasse. Auch am Oratoriums Chor nehme ich teil, was super viel Spaß macht, weil ich so auch in Kontakt mit anderen Gleichaltrigen komme:))
  • Sonst kümmern wir uns noch um die Meerschweinchen und Hühner. Wobei ich muss sagen, dass dies mir ein wenig fremd ist, da sie nur für den eigenen Verzehr aufgezogen werden. Zitat des Direktors: „Wir ziehen die Tiere mit Liebe auf, damit wir sie danach mit Liebe essen können“. Das ist mir zugegeben ein wenig fremd, und ich musste auch bei der letzten Hühnersuppe passen…;)

 

Die Kommunität besteht aus dem Direktor P. Fernando, P.Andrés, P. Fausto, der ecuadorianischen Voluntärin und mir.

Die Kommunitat befindet sich im 3. Stock des Colegios. Das bekommt die work-life Balance eine neue Bedeutung…;)) Hier in der Kommunität fühle ich mich super wohl und wurde von Anfang an mit offenen Armen begrüßt. Besonders mit dem schon etwas älteres P. Fausto unterhalte ich mich super gerne. Er hat selbst vor 60 Jahren in Deutschland 3 Jahre studiert, freut sich deswegen sehr, dass er jemanden zum Deutschsprechen hat und erzählt auch immer gerne von seinen Erfahrungen dort. Von Frauenbier, Brotzeit und 😉

 

Wieso nicht Esmeraldas?

Kurz erklärt: Es hat mit uns und der Kommunität, besonders dem Direktor, vor Ort nicht geklappt. Missverständnisse, schlechte Kommunikation von beiden Seiten, unterschiedliche Vorstellungen an das Volontariat. Zusätzlich haben wir uns auch nicht an alle Regeln gehalten, womit am Ende unser Wechsel begründet wurde.

 

Es ist natürlich schade, dass man das was man sich 6 Monate lang aufgebaut hat, vom einen auf den anderen Tag verlassen muss. Ich bin aber einfach unglaublich dankbar für alle wunderschönen, beeindruckende Erfahrungen, Menschen und Momente, die ich in Esmeraldas leben durfte. Es waren unglaubliche und vielseitige 6 Monate in denen ich sehr viel gelernt habe, und die ich nie vergessen werde.

 

Zudem sehe ich das jetzt als Möglichkeit noch einen ganz anderen Teil Ecuadors kennen lernen zu dürfen. Eine neue Umgebung, ein neues Projekt, neue Volontäre, eine neue Kommunität, neue Lehrer, neue Jugendliche und eine ganz andere Seite von Ecuador.

 

Auf die letzten 5 Monate!

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  1. Avatar

    Theresa Fehrenbach

    Liebe Johanna,
    ich habe den größten Respekt für deinen Umgang mit dem Umschwung.
    Ganz viel Kraft und bitte, pass auf dich auf,
    Theresa

  2. Avatar

    Noura Ammann

    Ich finde es echt toll, dass du diesen Wechsel so positiv betrachtest! Dein neues Projekt hört sich auf jeden Fall ziemlich cool an. Genieße die weitere Zeit!

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