Nach einer diesmal etwas lÀngeren Pause gibt, berichte ich nun mal wieder was in den letzten paar Wochen passiert ist.

Der Grund warum in letzter Zeit kein Block kam ist kurz zu erklÀren:
Ich war zum ersten Mal in Osttimor fĂŒr eine etwas lĂ€ngere Zeit etwas krank. Nun geht es mir jedoch wieder um einiges besser und auch zur Zeit als ich noch krank war, stand es nie schlimm um mich.

Zum andern liegt es auch daran, dass in letzter Zeit einfach nicht so viel passiert ist. Wir sind hier alle wieder dem normalen Schulalltag verfallen und da passiert nunmal selten etwas wirklich Neues oder ErzÀhlenswertes.

Dennoch gab es zwei Ereignisse von denen ich euch berichten möchte:

Anfangen möchte ich mit meiner Geburtstagsfeier: FĂŒr mich war es nun das erste Mal, dass ich meinen Geburtstag nicht in Deutschland verbringen wĂŒrde. Ich hatte also nicht die geringste Ahnung wie man hier in Osttimor meinen Geburtstag feiern wĂŒrde und ob man ihn ĂŒberhaupt feiern wĂŒrde.
Nachdem dann mein Geburtstag fett auf den Monatsplan der Salesianer geschrieben wurde und mir schon Wochen vorher angekĂŒndigt wurde, dass ich an dem Tag fit sein sollte, war die Sache einigermaßen fĂŒr mich klar.
Schon ein paar Tage vor meinem Geburtstag am 15. MĂ€rz wurden mir vereinzelt Geburtstagslieder von SchĂŒlern und Novizen gesungen, sodass ich das GefĂŒhl hatte, dass sich die Timoresen teilweise mehr auf meinen Geburtstag freuten als ich selbst. Ich fĂŒr meinen Teil habe meinen Geburtstag nie thematisiert und habe auch nicht nach einer Feier dies bezĂŒglich gefragt😅.

An meinem Geburtstag bekam ich natĂŒrlich zahlreiche Geburtstags GlĂŒckwĂŒnsche von ĂŒberall aus der Welt (was grĂ¶ĂŸtenteils an den anderen VolontĂ€ren liegt). Viele hatten sogar die Zeitumstellung mit einberechnet.
Schon zum FrĂŒhstĂŒck wurde ich von den Salesianern und den Novizen groß empfangen mit lautem Gesang.
Auch meine SchĂŒler haben mir spĂ€ter noch ein GeburtstagsstĂ€ndchen gesungen.
SpÀter am Tag kamen auch noch die zwei VolontÀrinnen aus Baucau mit ihrer Mentorin und Freundin nach Fatumaca um zusammen mit den Salesianer und mir meinen Geburtstag zu feiern.

Am Abend stellte ich ich dann fest, dass nach dem Mittagessen der Essenssaal von den Salesianern und den zwei VolontĂ€rinnen komplett mit Luftballons und anderen Partysachen geschmĂŒckt wurde.

Auch wurden zwei Kuchen fĂŒr mich gebacken.
Nachdem nochmals fĂŒr mich laut gesungen wurde und mir jeder nochmal gratuliert hatte, sollte ich dann die Kuchen anschneiden und mit den Salesianer mit Sekt anstoßen.
Allerdings lief das nicht ganz so glatt. Wie das wohl fĂŒr Timoresen typisch ist wurde ich von den zwei VolontĂ€rinnen hinterrĂŒcks attackiert und mit Eiern, Mehl und Teig eingeschmiert. Das wurde dann natĂŒrlich zur absoluten Sauerei😂.
Sehr zur Belustigung der Salesianer und der Novizen. Diese bekamen sich vor lachen garnicht mehr ein und schubsten mich sogar noch weiter in Richtung der ÜbertĂ€ter😅.
Dementsprechend sah ich auch spĂ€ter aus…

Die Kuchen haben aber sehr gut geschmeckt und auch die Bole die fĂŒr mich gemacht wurde hat sehr lecker geschmeckt.

Wir feierten bis spÀt in die Nacht hinein und ich bekam sogar Geschenke von den Salesianern und den zwei Deutschen!

Eine Geburtstagsfeier die ich wohl so schnell nicht vergessen werde!😅

Zum andern ist da noch mein kleiner Ausflug nach Lospalos:
Lospalos ist einer von 13 Distrikten Osttimors. Bisher bin ich immer nur durch Lospalos durchgefahren, habe dort jedoch noch nie wirklich lÀnger Zeit verbracht. An einem Sonntag sind wir in einer klein Gruppe bestehend aus einem Padre, den zwei VolontÀrinnen aus Baucau, deren Mentorin, einer weiteren Person und mir mit einem Microlet Nacht Lospalos gefahren.
Gegen Abend kamen wir an und nutzen die Zeit noch um ein wenig herum zu laufen.
Am nÀchsten Morgen ging es dann ein wenig in die Berge. Zuerst besichtigten wir eine kleine Marienstatue in einer Grotte.

SpĂ€ter machten wir uns auf zum Grab des Vaters von dem Padre, der uns begleitete. Die GrĂ€ber waren teils mit KuhschĂ€deln geschmĂŒckt. Je mehr KuhschĂ€del, desto reicher die Familie (jedenfalls wurde mir das so erklĂ€rt😅).

Am Abend kamen wir noch in ein Dorf um uns mit den Leuten ein wenig zu unterhalten und um eine entspannten Abend zu verbringen.
Am nĂ€chsten Morgen ging es dann auch schon wieder mit dem Bus auf nach Hause….

Mehr gibt es diesmal auch leider nicht zu erzĂ€hlen. Mal ein etwas kĂŒrzerer Blog Eintrag.

Vielleicht gibt es im nĂ€chsten Blog wieder mehr zu berichten. Denn groß vorausgeplant wird hier ja nicht von daher weiß man nie was einen so erwarten kann 😂!

Bis zum nÀchsten Blog!

Euer Jakob

6.April