Wie im letzten Blogeintrag erwähnt, hat mir mein Visum etwas Kopfschmerzen bereitet – und an diesem Punkt hat sich leider auch nicht viel geändert.
Kurz gesagt: Ich habe es zwar geschafft, mein Visum zu beantragen, die Bearbeitung und Genehmigung meines Visumantrags hat allerdings etwas länger gedauert als geplant. Deshalb musste ich den Flug zusammen mit meinen Mitvolos (Annika, Enya und Samuel) leider stornieren bzw. umbuchen.
Umso größer war die Freude, als ich drei Tage später einen Anruf aus Frankfurt bekam und mir gesagt wurde, dass ich mein Visum noch am selben Tag zwischen 16:00 und 17:00 Uhr abholen könnte. Ich habe also nicht lange gezögert und bin sofort Richtung Frankfurt gefahren. Nach ungefähr fünf Minuten Aufenthalt im Konsulat hatte ich dann tatsächlich mein indisches Visum in der Hand.
Abgesehen von diesem kleinen Hindernis hatte ich aber noch ein paar schöne letzte Wochen in Deutschland und konnte mich von meiner Familie und meinen Freunden größtenteils richtig verabschieden. Bis auf eine Verabschiedung fiel mir dieser Schritt auch deutlich leichter als gedacht. Ich war und bin einfach so voller Vorfreude, dass ich wahrscheinlich noch gar nicht richtig realisiert habe, dass ich jetzt wirklich für ein ganzes Jahr in Indien sein werde.
Da es noch andere Projekte von Don Bosco in Indien gibt, in denen ebenfalls Volos aus Deutschland arbeiten, hatte ich das Glück, am 12.09.2026 zusammen mit zwei von ihnen gegen 22:00 Uhr von Frankfurt aus Richtung Delhi fliegen zu können.
Im Nachhinein war es wirklich von Vorteil, nicht alleine zu reisen. Die Einreise in Delhi war nämlich etwas komplizierter als nötig, und es war sehr hilfreich, das nicht alleine durchmachen zu müssen. Von Delhi aus bin ich dann alleine weiter nach Vijayawada geflogen. Zu meinem Glück konnte ich auf beiden Flügen gut schlafen und war, als ich endlich in Vijayawada angekommen bin, noch relativ fit.
In Vijayawada wurde ich wirklich sehr herzlich von Annika, Enya, Samuel und Father Marreddy empfangen. Meine Mitvolos hatten tatsächlich ein Schild mit meinem Namen gebastelt und mir sogar etwas zu essen mit zum Flughafen gebracht. Bei dieser Begrüßung habe ich sofort alles rund um mein Visum und die anderen Schwierigkeiten in der Vorbereitung vergessen.
Die Fahrt im Auto vom Flughafen zu unserem Haus war dann schon ein kleines Abenteuer, bei dem ich einen ersten guten Eindruck vom indischen Verkehr bekommen konnte.
Es ist alles sehr laut und voll, auf den Straßen kommen einem die unterschiedlichsten Gerüche entgegen und die Menschen hier sind alle sehr nett und hilfsbereit. Besonders wenn man sich in dieser Stadt einmal verläuft, kann das wirklich hilfreich sein. 😉
In meinem nächsten Eintrag werde ich versuchen, noch etwas mehr ins Detail zu gehen. Ich denke, das würde sonst den Rahmen dieses Eintrags sprengen.
Mal schauen, was in den nächsten Tagen alles auf mich zukommt! 🙂

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