Gregor goes to Sambia https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/ Eine weitere Don Bosco Volunteers Blogs Website Tue, 28 Dec 2021 15:14:20 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Die 10.000€-Erfahrung https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2021/12/28/die-10-000e-erfahrung/ https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2021/12/28/die-10-000e-erfahrung/#comments Tue, 28 Dec 2021 15:14:18 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/?p=170 Einmal mehr liege ich nachts wach und grübele vor mich hin… Ich kann nicht schlafen. Unzählige Gedanken, für die tagsüber keine Zeit ist, schwirren mir durch den Kopf: Wie unbegreiflich dieser Planet Erde ist, denke ich mir immer wieder und bewundere die Schönheit und Vielfalt seiner Natur.  In letzter Zeit beschäftige ich mich sehr viel […]

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Einmal mehr liege ich nachts wach und grübele vor mich hin… Ich kann nicht schlafen. Unzählige Gedanken, für die tagsüber keine Zeit ist, schwirren mir durch den Kopf: Wie unbegreiflich dieser Planet Erde ist, denke ich mir immer wieder und bewundere die Schönheit und Vielfalt seiner Natur. 

In letzter Zeit beschäftige ich mich sehr viel mit der Erhaltung dieser atemberaubenden Natur und ihrer Artenvielfalt. In Zeiten, in denen meiner Meinung nach noch viel zu wenig Menschen begriffen haben, was wir gerade diesem Planeten antun. Betrachtet man andere Planeten unseres Sonnensystems auf denen kaum etwas zu existieren scheint, kommt mir jede noch so kleine Spezies und jedes noch so kleine Blatt auf dieser Erde wie ein Wunder vor. Ganz zu schweigen von dem größten Wunder, der Spezies „Mensch“.

Diese Gedanken kommen sehr häufig in letzter Zeit, denn noch sehr präsent ist mir das tollste und inspirierendste Buch, das ich je gelesen habe: „Mission Erde: Die Welt ist es Wert, um sie zu kämpfen“ von Robert Marc Lehmann. Neben den spannenden und teilweise sehr traurigen Erlebnissen von Robert ist auch ganz besonders seine Meinung zum Volontariat bei mir hängengeblieben. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen sagt er sinngemäß, dass für ihn Freiwilligendienste (zumindest im Ausland) schwachsinnig sind. Zugegebenermaßen schreibt er über Menschen, die unbedingt etwas Gutes für Tier und Natur tun möchten und deswegen um den halben Globus fliegen, damit sie irgendwo in Afrika ganz romantisch mit Löwenbabys schmusen können. Abgesehen davon, dass Menschen absolut keinen direkten, physischen Kontakt zu solchen Wildtieren haben sollten (wovon ich mittlerweile auch absolut überzeugt bin), findet er, dass die Tausenden Euros, die ein solcher Freiwilligendienst gut und gerne einmal kostet, viel besser als Spende im richtigen Projekt vor Ort aufgehoben wären.

Afrika ist ein gutes Stichwort, denn auch ich habe nun mal einen Freiwilligendienst absolviert, der jetzt auch schon mehr als eineinhalb Jahre zurückliegt. Ich verbrachte die sieben Monate allerdings nicht in einem vermeintlichen Rescue Center für Wildtiere, sondern in einem Projekt für Kinder und Jugendliche im schönen Sambia. Ich finde auch, dass man Roberts Aussage zu gewissen Teilen auf meinen Freiwilligendienst transferieren kann, weshalb ich diese Zeilen hier schreibe.

Grob über den Daumen gebrochen kostet so ein Freiwilligendienst um die 10.000€. Zehntausend Euro! Was für eine Zahl! Für (im Normalfall, ohne Verkürzung) ein Jahr! Ich frage mich, ob ich diese 10.000€ in diesen sieben Monaten an diesem großartigen Ort wert war. Und die eindeutige, niederschmetternde Antwort lautet: NEIN! Zumindest nicht, wenn man sich einmal überlegt, was man mit diesen 10.000€ vor Ort für einen Schabernack hätte anstellen können. Mit diesem Geld könnten (viel mehr) Menschen vor Ort den „Job“ tun, den ich sieben Monate lang gemacht habe oder noch so große Partys für die Kinder dort gefeiert werden.

Aber natürlich war auch nicht alles umsonst. Zumindest für mich. Ich habe kleine und auch große Erfahrungen während meines Freiwilligendienstes gemacht. Aber die gefühlt größten Erfahrungen, sind für mich genau die, die ich gerade versuche zu beschreiben und die nicht während des Freiwilligendienstes kamen, sondern mit ganz viel Alltag und Abstand, eineinhalb Jahre später: Der Gedanke daran, was für ein privilegiertes Leben ich führe und was mir für Möglichkeiten offen stehen. Und die ganz große Frage nach dem Sinn des Freiwilligendienstes (sowohl für mich als auch für die Menschen vor Ort), die ich auch jetzt noch nicht so final für mich beantworten kann… Und eine weitere Erkenntnis, die mir ebenfalls in dem Buch von Robert Marc Lehmann begegnete: Man muss nicht zwingend weit Reisen, um etwas Gutes zu tun für die Natur und die Tiere. Aber auch auf das Freiwilligendienst-Dilemma lässt sich das wieder gut übertragen, wie ich finde.

Und somit sind diese Gedanken und Erfahrungen für mich von unschätzbarem Wert. Wertvoller als die 10.000€, die sie gekostet haben.

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Bruder muss los https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2020/03/22/bruder-muss-los/ https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2020/03/22/bruder-muss-los/#comments Sun, 22 Mar 2020 09:41:34 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/?p=167 Hey Leute, ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich mich mit diesen Zeilen an euch wenden würde, aber mir wurde leider vor ein paar Tagen mitgeteilt, dass ich meinen Auslandsfreiwilligendienst aufgrund der aktuellen Corona-Krise abbrechen und nach Deutschland zurückkehren muss. Es ist unfassbar traurig und schade, dass ich mich auf diese Art und Weise […]

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Hey Leute,
ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich mich mit diesen Zeilen an euch wenden würde, aber mir wurde leider vor ein paar Tagen mitgeteilt, dass ich meinen Auslandsfreiwilligendienst aufgrund der aktuellen Corona-Krise abbrechen und nach Deutschland zurückkehren muss. Es ist unfassbar traurig und schade, dass ich mich auf diese Art und Weise und so ganz spontan von meiner Familie hier in Mansa verabschieden muss. Ja die Leute hier sind wie eine Familie für mich geworden, die Fathers und Brothers der Community, die Kids in der Schule, die Kinder und jungen Erwachsenen aus dem Oratorium, aber auch jede einzelne Person, die mir seit meiner Ankunft entweder auf der Straße, dem Markt oder sonst wo begegnet ist. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Erfahrung, auch wenn sie nun doch sehr kurz war, machen durfte und bin auch den eben aufgezählten Menschen sehr dankbar, was ich alles durch sie erlebt, erfahren, (über mich) gelernt habe, ist unglaublich wertvoll und wird auf jeden Fall mein Leben auch in Zukunft bereichern.
Zwei ganz wichtige Menschen habe ich oben aber auch nicht erwähnt und zwar möchte ich sie noch einmal besonders hervorheben und mich an sie wenden. Caspar und Katharina, meine beiden Mitvolontäre. Ich bin unglaublich glücklich und unfassbar dankbar dafür, dass ihr mit mir diesen Weg meines Lebens gegangen seid. Ich hätte mir keine besseren Mitvolontäre wünschen oder vorstellen können. Wir haben so viel schönes miteinander erlebt, gelacht, geweint, ein wunderbares Projekt gestartet und einfach jeden Tag miteinander Zeit verbracht und ich bereue keinen einzigen dieser Tage oder würde mir wünschen, dass irgendjemand anders hier gewesen wäre als ihr. Verzeiht mir, wenn ich das nicht so gut in Worte fassen kann, aber ich weiß einfach nicht, wie absolut glücklich und dankbar ich über unsere gemeinsame Zeit bin, in der wir uns wirklich jeden Tag gesehen haben. Das bringt mich zum nächsten Punkt, der mich ebenso traurig macht wie der Abschied von hier. Es wird unfassbar komisch sein euch in Deutschland nicht mehr jeden Tag zu sehen, das kann ich mir irgendwie so schwer vorstellen, weil wir innerhalb der letzten 7 Monate einfach so viel Zeit miteinander verbracht haben.
Bedanken möchte ich mich auch ganz besonders bei meinen Unterstützern, die durch eine Spende mir erst ermöglicht haben diese wunderbare und einzigartige Möglichkeit wahrzunehmen. Ich kann nicht ausdrücken. Wie dankbar ich jedem einzelnen dafür bin, dass er/sie einfach einen Teil dazu beigetragen hat, dass ich mehr über mich und für mein Leben lerne und unglaublich schöne Begegnungen und Kulturaustäusche haben konnte. Vielen vielen vielen Dank dafür.
Zuletzt möchte ich mich noch ganz herzlich bei dem gesamten Don-Bosco-Volunteers-Team bedanken, die mich super auf dieses Jahr vorbereitet haben, aber auch währenddessen immer erreichbar waren, um mir mit Rat und Tat zur Seite stehen und einfach dafür gesorgt haben, dass alles im Hintergrund so läuft, wie es läuft. Ich schätze das, was ihr für mich, aber auch alle anderen Volontäre leistet sehr und es ist für mich nicht selbstverständlich, wie sehr ihr euch für uns reinhängt und versucht alles zu ermöglichen, was möglich zu machen ist. Die Don Bosco Familie ist eben etwas ganz besonderes und ich bin stolz und glücklich ein Teil dieser Don Bosco Familie zu sein.

Ihr fragt euch bestimmt, wann genau ich denn dann wiederkomme, aber das weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht. Wir versuchen gerade noch für den morgigen Montag einen Flug zu organisieren, aber so ganz spontan ist das schon ziemlich schwierig.
Ich hätte niemals gedacht, dass zu diesem frühen Zeitpunkt schon mein letzter Blogeintrag kommen würde. Vielen Dank jedem einzelnen, der sich es sich auch nur angetan hat einen Eintrag von mir zu lesen, das bedeutet mir echt viel, sowie die lieben, netten Kommentare und das unglaublich Feedback, das ich bekommen habe.
Liebe Grüße und bis bald
Gregor

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Zesco schiebt Filme https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2020/03/15/zesco-schiebt-filme/ https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2020/03/15/zesco-schiebt-filme/#respond Sun, 15 Mar 2020 17:00:41 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/?p=163 Leute, wenn unser Stromlieferant es in den Titel meines neuen Blogeintrags schafft, muss man sich auch mal Gedanken machen, wie langweilig so ein Leben als Volo eigentlich ist. Ist natürlich nur Spaß, denn mir ist einfach kein guter Titel eingefallen, also dachte ich, ich schreibe einfach in den Titel, was mich aktuell am meisten beschäftigt… […]

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Leute, wenn unser Stromlieferant es in den Titel meines neuen Blogeintrags schafft, muss man sich auch mal Gedanken machen, wie langweilig so ein Leben als Volo eigentlich ist. Ist natürlich nur Spaß, denn mir ist einfach kein guter Titel eingefallen, also dachte ich, ich schreibe einfach in den Titel, was mich aktuell am meisten beschäftigt… Gut, das ist jetzt nicht die Sache, die mich aktuell am meisten beschäftigt, da gibt es schon andere, schönere Dinge, aber ich muss gerade echt bangen, ob ich diesen Blogeintrag zu Ende geschrieben bekomme, bevor sich der Akku meines Laptops komplett verabschiedet, denn Zesco gönnt gerade absolut gar keinen Strom oder wenn nur so viel, dass ausschließlich 4 oder 5 Steckdosen im Haus der Salesianer funktionieren. Und hier in meinem Bett ist es deutlich angenehmer Blog zu schreiben, als auf dem harten Fußboden des Essensraumes im Haus der Salesianer. Also will ich gar nicht mal so viel Zeit verlieren und euch direkt von dem berichten, was mich die letzten zwei Wochen meines Lebens beschäftigt hat.

Ich weiß nicht mehr, ob es Montag (02.03.) oder Dienstag (03.03.) war, aber vor gut zwei Wochen eröffnete Katha zusammen mit einer Leaderin aus dem Oratorium den Tuckshop, beziehungsweise wie es seit der Wiedereröffnung heißt die „Don Bosco Corner“. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Kiosk, in dem man Süßigkeiten, kleine Snacks und Getränke, aber auch Poff Poffs, Fritas (beides Teigbällchen, die in Öl gebraten werden) und Chapati, mein absolut geliebter Favorit, käuflich erwerben und im Anschluss bei Bedarf in der angrenzenden Sitzecke, die keine Ecke ist, verspeisen oder einfach als Snack für unterwegs mitnehmen kann. Die Don Bosco Corner ist ein absolut geiler Ort, um sich nach dem Unterricht, den wir ja dienstags und donnerstags für die Kinder anbieten, erstmal ordentlich einen reinzustellen oder mit einer schön kalten Fanta oder Mirinda auf erfreuliche Ereignisse anzustoßen. Ihr könnt euch also vorstellen, wer in den ersten Wochen schon gerne mal den ein oder anderen Kwacha dagelassen hat.

Für den vorletzten Freitag war ein Treffen aller Leader des Oratoriums in der großen Halle geplant. Einfach um sich gegenseitig mal besser kennenzulernen, sich auszutauschen und das Gefühl eines Teams zu fördern indem man einfach mal zusammen was macht. Es war ein schöner lockerer Abend mit leckerem Essen, Spielen, Wettbewerben und einer Ansprache. Ich werde alt, merkte ich am nächsten Tag, denn um kurz nach ein Uhr nachts war für mich noch nicht die Zeit zum schlafen gehen gekommen und ich machte „ausversehen“ die Nacht durch, was mir ewig nicht mehr passiert ist. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich gar nicht mehr daran erinnern kann, wann dies das letzte Mal der Fall gewesen ist. Früher konnte ich so eine „Nacht“ doch mal ganz gut wegstecken, aber mit meinen mittlerweile unglaublichen 19 Jahren steckt so etwas dann doch gut und gerne mal ein paar Tage lang in den Knochen.

Am Samstagmorgen hatte ich glücklicherweise kein Programm, weshalb ich noch gute drei Stunden Schlaf nachholen konnte, bevor am Nachmittag wieder die Kinder im Oratorium auf uns warteten. Dort malten wir mit ihnen, da sie immer sehr verrückt danach sind. Eine neue Regel, die ich mir überlegt habe, wurde dann auch direkt mal angewandt: jede/r bekam nur zwei Stifte, damit sie nicht mit zu vielen Stiften stiften gehen, denn es werden gut und gerne mal Stifte geklaut, weil sie auch sehr einfach zu verstecken sind und deshalb ist das, meiner Meinung nach, eine gute Methode, damit die Stifte-die-in-Kinderhosentaschen-nach-Hause-entführt-werden-Rate sinkt. Ein Nachteil dieser ganzen Aktion ist aber, dass die Kinder dann ständig angetigert kommen, um ihre Stifte zu wechseln, was das ganze eher zu einem großen Stiftegewechsle werden lässt, statt zu konzentriertem Malen. Ihr merkt also, dieses System ist noch ein wenig verkopft und nicht bis ganz zu Ende gedacht.

Nun möchte ich euch eine Praktik vorstellen, die mir auch in Deutschland sehr gut gefallen würde. Genau heute vor einer Woche, war nämlich bekanntlich der Weltfrauentag. Und das gute Sambia dachte sich so: „Oh nein, dieser Feiertag fällt ja leider auf einen Sonntag, das ist ja schade, so hat ja niemand einen zusätzlichen freien Tag, was machen wir denn da nur? Lass uns den freien Tag einfach auf Montag schieben.“ Gesagt, getan und so hatten wir am Montag frei. Daran könnte sich Deutschland auch mal ein Beispiel nehmen und uns so schonmal den ein oder anderen freien Tag mehr gönnen, einfach mal den Gönnjamin raushängen lassen.

Am darauffolgenden Donnerstag war wieder frei, diesmal war nationaler Youth-Day, keine Ahnung was da war, irgendwas mit Rentnern glaube ich… Wie auch immer, den freien Tag nimmt man natürlich mit. Am Nachmittag, an dem die Sonne mal wieder derbe knallte, trafen Cassi und ich uns mit ein paar Mädels aus dem Oratorium, die uns zu Hause abholten, um uns mal ihr zu Hause zu zeigen. Neben den Häusern der Mädels besuchten wir auch noch Freundinnen von ihnen ganz spontan zu Hause und kamen nach einem schönen, interessanten, langen Spaziergang mit vielen schönen Gesprächen am frühen Abend zu Hause an, wo sich dann auch dank der herunterprasselnden Sonne ein leichter Sonnenbrand abzeichnete.

Am gestrigen Samstag war dann mal wieder ein kaum produktiver, frustrierender Tag angesagt. Denn relativ spät (man kennt´s) erfuhren wir, dass die Halle des Oratoriums für eine Veranstaltung gebraucht und belegt wurde. Mit den Kindern konnten wir am Nachmittag nur draußen etwas unternehmen. Da es aber auch mal wieder, Kuss geht raus an die Regenzeit, extrem geschüttet hat, konnten wir gar nichts mit den Kindern machen, da wir einfach keine Fläche zur Verfügung hatten. Nachdem der Regen dann mal nach Ewigkeiten nachließ, dachte ich, dass ich wenigstens mit den Kids noch eine dreiviertel Stunde auf dem Sportplatz Fußball spielen könnte. Aber Pustekuchen, denn nach nicht ganz einer halben Stunde kamen die Jugendlichen, die die Halle belegten, hatten ein Fußballspiel und verscheuchten uns vom Platz. Ein Scheißtag war geboren.

So, das wars erstmal wieder vom Update aus Mansa, bleibt gesund, kauft nicht zu viel ein und ganz wichtig: grabbelt euch einfach nicht mit euren Griffeln im Gesicht herum.

Mit gräulichen Füßen

Gregor

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Kölle Alaaf ihr Jecken https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2020/03/01/koelle-alaaf-ihr-jecken/ https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2020/03/01/koelle-alaaf-ihr-jecken/#respond Sun, 01 Mar 2020 16:00:13 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/?p=161 Ich heiße euch ganz herzlich willkommen zu meinem nächsten Blogeintrag. Ich hoffe ihr habt alle Karneval einigermaßen überlebt, seid nicht zu oft abgeschmiert und jetzt wieder in der Realität des harten Alltags angekommen. Ich will euch gleich zu Beginn schonmal sagen, was ich meinen Lehrern in meiner mündlichen Abi-Prüfung auch zu Beginn gesagt habe: Ich […]

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Ich heiße euch ganz herzlich willkommen zu meinem nächsten Blogeintrag. Ich hoffe ihr habt alle Karneval einigermaßen überlebt, seid nicht zu oft abgeschmiert und jetzt wieder in der Realität des harten Alltags angekommen.

Ich will euch gleich zu Beginn schonmal sagen, was ich meinen Lehrern in meiner mündlichen Abi-Prüfung auch zu Beginn gesagt habe: Ich habe jetzt nicht direkt was vorbereitet, aber wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, bekommen wir die Zeit auch schon irgendwie rum. Ich will damit sagen, dass die Person, die eigentlich immer ganz akribisch Notizen meines Tagesablaufs macht, seinen Job in den letzten zwei Wochen sagen wir mal nur so semigut gemacht hat. Ach halt, ich beschreibe mich ja gerade selbst. Also wie gesagt, ich habe das Notieren von Ereignissen in den letzten zwei Wochen eher schleifen lassen, also wundert euch nicht, wenn dieser Eintrag etwas wirr und unaufgeräumt rüberkommt, ich gebe trotzdem alles, um das Bestmögliche aus dem kaum Vorhandenen herauszuholen, wie bei meiner Abi-Prüfung. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich auch wieder seit gut einer Stunde am Laptop sitze und bis auf die obigen Sätze noch nichts hinbekommen habe, ihr seht also vor Kreativität sprudele ich aktuell auch nicht.

Naja, nachdem ich jetzt ordentlich tiefgestapelt habe, damit die Erwartungen nicht zu hoch sind, möchte ich aber nun doch mal mit dem Wichtigen beginnen.

Wie ihr ja wisst bin ich vor genau zwei Wochen vom einwöchigen Seminar und dem anschließenden Urlaub nach Hause gekommen. Wenn nicht, hört am besten hier auf zu lesen und lest erstmal den Blogeintrag von vor zwei Wochen und kommt dann wieder zurück. Oder lasst es bleiben, wenn er euch nicht überzeugen konnte. Nach den zwei Wochen wieder hier anzukommen war die ersten Tage echt seltsam, denn schon bei der Ankunft hatte ich irgendwie das Gefühl alles würde anders aussehen, als ich es in Erinnerung hatte. Als wäre jemand in den zwei Wochen gekommen und hätte alles umgeräumt, selbst mein Zimmer kam mir nicht mehr so vertraut vor, wie zuvor. Im Oratorium und unserem Schulprojekt ging es mir am Anfang ähnlich. Obwohl uns die Kinder schon sehnsüchtig erwarteten und uns um den Hals fielen, als wir uns am Montag, den 17.02., das erste Mal wieder blicken ließen, hatte ich das Gefühl es wäre mein erster Tag hier in Mansa, ich hatte das Gefühl ich würde hier nichts mehr kennen und gar nicht mehr wissen, wie alles abläuft und wie ich meine Aufgaben zu machen habe. Hinzu kam, dass ich meine Jungs auch bis heute seit meiner Ankunft nicht trainieren konnte, weil entweder das Wetter nicht mitspielte oder nicht genug Spieler zum Training erschienen oder beides. Zum Glück hielt dieses Gefühl auch nur zwei oder drei Tage an, bis ich mich endlich wieder vollends in meinen Alltag eingefunden hatte. Sehr gefreut hat mich auch, dass unser „Schulprojekt“ von den beiden Jungs, die wir zum Übersetzen und Unterstützen dabei haben, sehr gewissenhaft fortgesetzt wurde und man einige Fortschritte erkennen kann. So können die Kids aus der Klasse von Katha und mir, die nicht in der separaten Gruppe untergebracht sind, weil sie noch motorische Schwierigkeiten haben, schon das ganze Alphabet und schon die ersten Worte schreiben. Außerdem sind die Kids nun deutlich gesitteter und ruhiger, auch wenn sie manchmal noch ihre Aussetzer haben und auf Tischen und Stühlen rumklettern.

In der vorletzten Woche bekamen wir dann noch zwei besondere Besucher. Ein ehemaliger Volontär hier aus Mansa, Josef, und seine Freundin besuchten uns für ein paar Tage. Gemeinsam fuhren wir am Sonntag, den 23.02., zu den Mumbuluma-Fällen ca. eine Stunde Autofahrt von Mansa entfernt. Es war ein sehr schöner Ausflug und es zeigte sich, dass es sehr gut ist, dass Father Antonio sehr weit bekannt ist. Denn Josef und seine Freundin sollten eigentlich den Touristen-Eintrittspreis von 10 Dollar bezahlen, wir als in Sambia wohnende nur 5 Kwacha (umgerechnet 35 Cent). Als wir von dem Mann an der Kasse gefragt wurden, wo wir denn wohnen würden und sagten, dass wir bei Don Bosco in Mansa wohnen, teilte er uns direkt mit, dass er ein guter Freund von Father Antonio ist. Wir witterten unsere Chance und fingen an zu verhandeln und zu diskutieren, sodass wir im Endeffekt alle nur 5 Kwacha zahlen mussten. Wettertechnisch hatten wir leider nicht so wirklich Glück, denn schon nach den ersten paar Sprüngen, die Cassi und ich ins angenehm kalte Wasser wagten, fing es ziemlich heftig an zu gewittern und schien nicht mehr aufzuhören. Wir retteten uns noch zurück zur Kasse, wo wir unter einer Überdachung noch Karten spielten und hofften, dass sich das Wetter noch einmal bessern würde, was es allerdings nicht tat. Obwohl wir es uns ein wenig anders vorgestellt hatten, war es doch ein sehr schöner Ausflug und für mich auch das erste Mal, dass ich diese wunderschönen Wasserfälle sehen konnte. Ein erneuter Ausflug dorthin steht auf jeden Fall jetzt schon auf meiner Noch-Innerhalb-Des-Freiwilligendienstes-Machen-Müssen-To-Do-Liste.

Der Ausflug war auch echt eine gute Ablenkung zu dem ständigen Gedanken, dass in Deutschland gerade mit Karneval die Riesenparty des Jahres abgeht. Die Karnevalszeit war für mich bis jetzt die schwerste Zeit was Heimweh anbelangt, seitdem ich hier in Sambia bin. Sowohl Weihnachten und Silvester haben mich dahingehend eigentlich gar nicht gekratzt, aber Karneval war da schon eine Hausnummer. Die ganze Zeit daran zu denken, was meine Freunde wohl gerade so machen und wo sie wohl gerade derbe abschmieren hat mich schon das ein oder andere Mal traurig gemacht. Dazu auch noch Karnevalsmusik zu hören, weil es einfach dazu gehört, hat es auch nicht wirklich besser gemacht. Es ist so krass, dass man erst erkennt was man an seiner Heimat, seiner Familie und seinen Freunden hat, wenn man so weit davon getrennt ist. Allerdings macht mich das auch auf der anderen Seite auch echt glücklich, weil ich merke, dass ich einfach zu Hause bin, dort wo ich lebe und auch einfach die richtigen Menschen um mich herum habe.

Aus diesen teilweise echt traurigen Gedanken wurde ich am Abend des Rosenmontag ein wenig überraschend herausgerissen, auch wenn das folgende ebenfalls mit Karneval zu tun hatte. Ich saß ganz gemütlich auf meinem Bett in meinem Zimmer und erhielt auf einmal über WhatsApp einen Gruppenvideoanruf von einigen Mitvolontären, die auch große Karnevalsfans sind und sich deshalb zur Mission machten jeden Karnevalisten aus seiner traurigen Stimmung zu holen. Zumindest schafften sie es bei mir. Es war zwar nur ein kurzer, aber dafür sehr schöner Anruf, bei dem auch noch gemeinsam und mit sehr viel Delay ein Karnevalslied gesungen wurde. Das hat mich auf jeden Fall aus meinem kurzen Tief geholt und zurück in meine, in letzter Zeit wahnsinnig gute Stimmung versetzt. Also das sollte jetzt nicht so negativ klingen, wie es vielleicht tut, denn ich bin in letzter Zeit einfach nur unglaublich glücklich, aber die Karnevalszeit habe ich doch schon ein gutes Stück vermisst und da kam dieser wunderbare Anruf genau richtig.

Am vergangenen Mittwoch hat ja mit Aschermittwoch die Fastenzeit begonnen. Da wir nochmal ordentlich auf den Putz hauen wollten, bevor natürlich 40 Tage vorbildlich gefastet wird, fuhren Father John und Father Francois am Dienstagabend noch einmal spontan los zum Einkaufen und holten ein paar Drinks und Snacks, mit denen wir uns den Abend versüßten oder eher versalzten, denn es handelte sich bei den Snacks fast ausschließlich um Erdnüsse und Chips.

Zuletzt möchte ich noch über den vergangenen Freitag berichten. Denn ein Mädchen aus der Don Bosco Secondary School hatte Geburtstag und es ist Tradition, dass man das Geburtstagskind mit Wasser übergießen darf, wie ich auch schon in vorherigen Blogeinträgen erzählt habe. Cassi und ich gingen also in der Pause mit einem halb gefüllten 20 Liter Eimer, nach Adam Riese macht das 10 Liter, zur Schule, um sie an ihrem Geburtstag ganz besonders zu überraschen. Es war schon sehr lustig sie von oben bis unten nass zu sehen, nachdem Cassi ihr das Wasser übergeschüttet hatte, allerdings tat sie mir auch ein wenig leid, aber was will man machen, die Tradition hat es einfach von uns verlangt. Am frühen Abend, nach dem obligatorischen Meeting fürs Oratorium, musste ich dann nochmal zum Markt tigern, um mir Handyguthaben zu kaufen. Ich erzähle euch das, weil es mal wieder ein Erlebnis aus der Kategorie „Klein aber fein“ war, denn ich traf unterwegs auf ein paar Mädels aus der Schule und einen Jungen aus dem Oratorium, die mich zum Markt begleiteten und mit denen ich mich ganz angenehm unterhielt und die mir somit meinen Marktbesuch versüßten.

So, ich weiß, dass es schwer ist, aber nicht weinen, wir sind leider schon wieder am Ende dieses wunderbaren Blogeintrages angekommen, aber seht es mal positiv: in genau 14 Tagen gibt es schon den nächsten, jedenfalls, wenn ich bis dahin noch nicht von unserem guten neuen Freund Corona erwischt worden bin.

Liebe Grüße und bis in 1.209.600 Sekunden

Gregor

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Cassi allein im Bus https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2020/02/17/cassi-allein-im-bus/ https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/2020/02/17/cassi-allein-im-bus/#comments Mon, 17 Feb 2020 06:34:12 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/gregorkirchner/?p=158 Vor exakt zwei Wochen machten sich Katha, Cassi und ich auf den Weg zu unserem Zwischenseminar. Das war ein wenig seltsam, da das Zwischenseminar, das den Freiwilligendienst ungefähr zur Hälfte markiert, auf einmal schon so schnell gekommen war. Ich sollte jetzt angeblich schon fünf Monate aus Deutschland weg sein, das konnte und kann ich immer […]

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Vor exakt zwei Wochen machten sich Katha, Cassi und ich auf den Weg zu unserem Zwischenseminar. Das war ein wenig seltsam, da das Zwischenseminar, das den Freiwilligendienst ungefähr zur Hälfte markiert, auf einmal schon so schnell gekommen war. Ich sollte jetzt angeblich schon fünf Monate aus Deutschland weg sein, das konnte und kann ich immer noch nicht so richtig glauben. Ich weiß es weiß jeder, aber die Zeit fliegt. Deshalb möchte ich auch nicht weiter Zeit verschwenden und direkt mal mit dem rückblickenden Rückblick auf die letzten zwei Wochen starten.

Am Sonntagabend (02.02.20) kamen wir also im Provincial House in Lusaka an, in dem unser Zwischenseminar stattfinden sollte. Ich war ein bisschen aufgeregt, als wir die Tür zum Speiseraum öffneten, in dem schon die anderen afrikanischen Volontäre (zwei in Ruanda, zwei in Uganda, einer in Malawi, zwei in Lusaka [Sambia]) aßen und uns erwarteten, denn wir hatten uns nun auch schon ein halbes Jahr nicht gesehen. Es war wunderschön, alle wiederzusehen und mit ihnen zu sprechen. Wobei offensichtlich einige echt geschockt waren und meinten, dass ich wie ein anderer Mensch aussehe, da ich mir meinen Bart im Januar abrasiert hatte. Nach den ersten Verwunderungen aßen wir gemeinsam zu Abend und wurden anschließend von unserem Trainerteam zum Seminar begrüßt und uns wurde das Programm für die kommende Woche vorgestellt. Montag und Dienstag beschäftigten wir uns mit den vergangenen fünf Monaten unseres Freiwilligendienstes, besprachen Erlebnisse und unsere Arbeit in den jeweiligen Einrichtungen.

Am Mittwochmorgen stand unser Ausflugstag an. Wir fuhren zu einem See in der Nähe Lusakas, der aus einem ehemaligen Tagebau entstanden war. Wir verbrachten einen wunderschönen Tag am See, an dem es auch einen Sprungturm gab und man Kajaks ausleihen konnte. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen, allerdings entwickelte sich statt einer entspannten Paddeltour über den See eine aufgeheizte Schlacht zwischen den sechs Zweierbooten. Das Ziel war es die anderen Boote zum Kentern zu bringen, Paddel zu klauen oder gar das Boot zu entführen und an einen entfernten Ort des Sees zu bringen. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß und einige von uns am Ende des Tages einen derben Sonnenbrand.

Die letzten zwei Seminartage beschäftigten wir uns mit der Zukunft, lernten Karten legen und lasen die Zukunft aus Kristallkugeln… Ach quatsch, da habe ich wohl etwas verwechselt. Wir haben uns natürlich mit dem zweiten Halbjahr unseres Freiwilligendienstes beschäftigt. Wir wagten einen Ausblick auf das, was kommen wird, diskutierten wie wir künftig mit bestimmten Situationen umgehen wollen und erstellten uns Masterpläne, die unsere Ideen und Pläne für das zweite Halbjahr beinhielten.

Nachdem wir am Samstagmorgen unser Zwischenseminar abschlossen, gingen wir zehn Volos und einer unserer Trainer in die Stadt, um uns Busfahrkarten für unseren geplanten Urlaub in Livingstone zu kaufen. Beim Busunternehmen angekommen wurde natürlich das mittlerweile echt gut trainierte Verhandlungsvermögen ausgepackt, um den Preis für die Fahrkarten noch einmal zu drücken. Im Anschluss sollten unsere Namen auf die Fahrkarten geschrieben werden, aber da der Mann am Schalter keine Lust hatte, elf komplizierte deutsche Namen auf die jeweiligen Tickets zu schreiben, bekamen wir schlussendlich alle einfach den Namen Cassis aufgebrummt. Und das ist die Geschichte, wie Cassi in Form von elf Personen am nächsten Morgen nach Livingstone fuhr.

Wir schliefen eine Nacht im Backpackers Hostel und fuhren am Montagmorgen weiter nach Botswana. Dort wurden wir an der Grenze von unserem Safariführer abgeholt, der mit uns die nächsten gut 24h verbringen sollte. Nachdem wir die Zelte (es handelte sich um eine Safari mit einer Übernachtung) und restlichen Materialien abgeholt hatten, ging es so um die Mittagszeit los in die relativ unberührte Natur des Chobe Nationalparks. Es war unfassbar interessant und beeindruckend die unterschiedlichsten Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Am frühen Nachmittag bauten wir unser Zeltlager mitten im Wald des Nationalparks auf, in dem wir die Nacht verbringen sollten. Nach einer deftigen Stärkung machten wir uns ein weiteres Mal auf den Weg um Löwen, Giraffen und Co zu jagen. Also natürlich nicht jagen, aber ihr wisst schon, was ich meine. Obwohl wir wettertechnisch speziell am Nachmittag nicht wirklich Glück hatten, war es eine sehr schöne und spannende Erfahrung. Spannend war dann auch der Abend im Camp, denn aufgrund des starken Regens konnte man sich nicht unbedingt frei bewegen und der Kollege unseres Guides, der für die Essenszubereitung zuständig war, hatte seine liebe Not ein Feuer zu präparieren. Die Nacht im Zelt und so komplett in der Wildnis war eine der besten Nächte, die ich seit langem hatte. So gut geschlafen hatte ich lange nicht mehr, auch wenn wir am nächsten Morgen relativ zeitig aufstehen mussten, da für uns noch eine Bootstour auf dem Cuando anstand. Neben einigen Tieren und wunderbarer Natur, die wir sahen, hatten wir auch unser Frühstück auf dem Boot. Von Eiern über Kaffee, Joghurt und Brot stand uns alles zur Verfügung, was man so für ein wunderbares Frühstück auf dem Wasser braucht.

Am Nachmittag fuhren wir wieder zurück ins Hostel nach Livingstone, wo wir den Rest unseres Urlaubs verbrachten und von wo aus wir uns am Mittwoch, den 12.02., aufmachten, um uns die atemberaubenden Victoriafälle anzusehen. Es war ein absolut faszinierendes Naturspektakel, das ich da mit meinen eigenen Augen betrachten durfte. Entlang dieser riesigen Wasserfälle verteilt waren unterschiedliche Aussichtspunkte, von denen man die unterschiedlichen Abschnitte der Fälle bewundern konnte und zu denen wir von einem Guide geleitet wurden.

So im Nachhinein gesehen ist es schon ein wenig absurd, dass ich einfach als Fremder innerhalb von zwei Wochen schon viel mehr an atemberaubender Natur und wunderbaren Tieren gesehen habe, als viele Einheimische hier vermutlich in ihrem Leben sehen werden. Dieser Gedanke hat mich ein weiteres Mal dankbar auf meine Möglichkeiten blicken lassen und ist ebenfalls eine Erfahrung für sich.

Am Samstagmorgen machten wir uns dann auf den Heimweg Richtung Mansa. Da die Strecke von Livingstone nach Mansa nicht an einem Tag zu überwinden ist, zumindest nicht mit dem Bus, machten wir für eine Nacht einen Zwischenstopp im Backpackers Hostel in Lusaka, wo wir noch einmal auf die Jungs und Mädels aus Ruanda und Uganda trafen, die einen Tag vorher nach Lusaka gefahren waren, allerdings ihren Flug am Freitagabend verpassten. So gab es ein unverhofftes, aber nochmal kurzzeitig schönes Wiedersehen, bevor es dann am heutigen Sonntag endgültig zurück nach Mansa ging.

Zu Hause angekommen kam mir nach den zwei Wochen auf Tour alles komplett anders vor, als hätte jemand mein Zimmer, aber auch das Haus der Salesianer komplett umgeräumt. Komplett umgeräumt wird mein Zimmer sogar tatsächlich, denn in den kommenden Tagen werde ich in eines der frisch fertiggestellten Zimmer im Volunteers House umziehen, worauf ich mich schon sehr freue.

Wie immer freut es mich sehr, dass ihr es euch ein weiteres Mal angetan habt und den Eintrag bis zum Ende gelesen habt. Liebe Grüße aus Mansa und auf bald.

Gregor

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