Was passiert im Don Bosco Zentrum in Tirana?

  • Die Salisianer unterhalten in dem seit 1992 bestehenden Zentrum zum einen verschieden Schulen und zum anderen eine große Pfarrgemeinde
  • Es umfasst inzwischen eine Grund- Mittelschule, Gymnasium, Berufsschule, das Tageszentrum auch „Qendra Ditore“ genannt für Kinder und Jugendliche aus Romafamilien
  • Zudem kommen täglich hunderte Jugendliche in den offenen Jugendtreff (Oratorium), in dem Nachmittagsprogramme in Form von Musik, Sport und Spiel angeboten werden.
  • Generell treffen in dem Zentrum Jugendliche aus unterschiedlichen Ethnien, Gesellschaftsschichten und Religionen aufeinander.
  • Durch präventive Schul- und Wertebildung lassen sich Spannungen in der Gesellschaft präventiv vermeiden und

Gymnasium und Berufsschule im Vordergrund; Wohnblocks dahinter

 

Große Sportplätzte (Fußball, Basketball, Volleyball); Grund- und Mittelschule links

 

Persönliche Einordnung des „Qendra Don Bosko“ in Tirana

Das „Qendra Don Bosko“ liegt inzwischen in dem gleichnamigen Mittelstandsviertel mit vielen kleinen Bars und Geschäften ringsherum. Quasi jeder Tiraner kennt das Zentrum, nicht zuletzt weil die vorbeiführende Straße nach Don Bosco benannt ist. Auch die Marienkirche durchbricht sehr markant das übrige Stadtbild und dürfte wohl die zweitgrößte katholische Kirche in Tirana sein.

Kirche im Hintergrund; „Qendra Ditore“ links

In den nach Außen ganz passabel anmutenden benachbarten Wohnblocks leben überwiegend kleine Familien, unter anderem auch einige der Ethnie Roma, wobei allgemein wohl der Anteil an muslimisch Gläubigen hier bei etwa 90% liegt. Doch da der Glaube wohl von den wenigsten ernst genommen wird, geschweige denn ausgelebt wird, gibt es – pauschaul gesagt – keine nennenswerten glaubensmotivierte Spannungen in der Gesellschaft.

Damit sind auch am Sonntag noch die meisten Geschäfte geöffnet und ein Wochenende wie wir es aus Deutschland kennen, gibt es quasi nicht. Vielleicht ist dieses friedliche Miteinanderleben von Christen und Muslime wenigsten eine positive Nachwirkung des strikten Verbots jeglicher Religionsausübung während der langen kommunistischen Zeit hier in Albanien. Doch ob nun Atheismus oder zumindest passive Gläubigkeit allgemein als gut an zu sehen sind, kann dann auch wieder jeder für sich selbst beantworten.

Quelle: OpenStreetMap.org

 

Hier auch einen Link meiner Einrichtung:

Qendra Sociale Don Bosko ne Tiranë

und für die Facebooker unter euch:

https://www.facebook.com/qendradonbosko.tirane