{"id":171,"date":"2023-01-17T16:27:23","date_gmt":"2023-01-17T15:27:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/?p=171"},"modified":"2023-01-17T17:10:40","modified_gmt":"2023-01-17T16:10:40","slug":"ferien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/2023\/01\/17\/ferien\/","title":{"rendered":"Auf Reisen"},"content":{"rendered":"<p>Nach Weihnachten sind wir f\u00fcr ungef\u00e4hr zwei Wochen in den Urlaub gefahren. Es war das erste Mal, dass wir in Ruanda gereist sind und dementsprechend war es sehr aufregend und spannend. Zuerst waren wir f\u00fcr ein paar Tage in Kigali, danach sind wir weiter nach Gisenyi, ein Ort im Westen des Landes am Lake Kivu. Danach ging es wieder nach Rango, damit wir p\u00fcnktlich zum Ende der Schulferien wieder zur\u00fcck w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Anreise<\/h3>\n\n\n\n<p>Wie ich bereits erz\u00e4hlt habe, ging es am 26. Dezember los. Nach dem Mittagessen haben wir uns erstmal von ein paar Leuten verabschiedet, dann ging es zum Busbahnhof in der Stadt, wieder auf der Ladefl\u00e4che des Jeeps. Am liebsten w\u00e4ren wir so bis nach Kigali gefahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Drei der Salesianer mussten auch f\u00fcr ein Treffen nach Kigali, sodass wir zusammen fahren konnten, was gut war, weil Sonja und ich keinen Plan hatten, wie das mit den Bussen funktioniert. Am Bahnhof mussten wir erstmal \u00fcber eine Stunde warten, weil der Bus den wir eigentlich nehmen wollten, schon voll war. Irgendwann ging es dann aber los.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fahrt nach Kigali dauert etwa drei Stunden. In dieser Zeit habe ich haupts\u00e4chlich aus dem Fenster geguckt. Oder ein wenig ged\u00f6st. Auf dem Weg wurde es irgendwann dunkel und hat angefangen in Str\u00f6men zu regnen. Aber das kennen wir ja schon. Leider hatten wir auch kurz vor Kigali einen l\u00e4ngeren Stopp, weil vor uns ein Unfall passiert ist und dadurch die Stra\u00dfe blockiert war.<\/p>\n\n\n\n<p>In Kigali angekommen, war ich \u00fcberw\u00e4ltigt von der Menge an Menschen, Bussen und anderen Gef\u00e4hrten, die sich am Bahnhof befunden haben. Alleine, wei\u00df ich nicht, wie wir den Ausgang h\u00e4tten finden sollen. Mit einem Taxi sind wir dann vom Bahnhof zum Provinzialat gefahren. Sonja musste auf meinem Scho\u00df sitzen, weil wir sonst nicht alle ins Auto gepasst h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Provinzialat angekommen wurden wir von einem der Salesianer dort begr\u00fc\u00dft und haben was gegessen. Das Highlight des Abends war, das erste Mal seit vier Monaten, warm zu duschen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Kigali<\/h3>\n\n\n\n<p>Bei unserem ersten Fr\u00fchst\u00fcck in Kigali haben wir einen kanadischen Pfarrer im Rentenalter getroffen, der uns davon erz\u00e4hlt hat, wie er nach Ruanda gekommen ist und wie er in den Nationalparks neue Arten von Orchideen entdeckt hat. Eine dieser Arten, tr\u00e4gt jetzt seinen Namen. Die Orchideen, die im Garten des Provinzialats gepflanzt wurden, hat er uns auch direkt gezeigt. Er hat dann auch darauf bestanden, uns seinen Regenschirm zu geben, weil Sonja und ich, schlau wie wir sind, beide unsere in Deutschland vergessen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Am ersten Tag sind wir viel herumgelaufen und haben uns umgeschaut. Wir waren in einem sehr gr\u00fcnen, ruhigen Park, am Convention Center, das Wahrzeichen der Stadt, haben den zweiten Regenschauer in einem Einkaufszentrum abgewartet und mit Aussicht auf die Stadt zu Mittag gegessen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nachmittags sind wir mit dem Moto in die Innenstadt gefahren, wo deutlich mehr los war. Sofort, als ich vom Moto gestiegen bin, wurde ich angesprochen und gefragt, ob ich nicht Klamotten oder Schuhe kaufen m\u00f6chte. Da Sonja tats\u00e4chlich neue Schuhe gebraucht hat, sind wir in eine Art Markt gegangen und haben Schuhe gekauft. Am Ende waren wir sehr stolz, dass wir den Preis deutlich runter handeln konnten. Auch wenn Sonja noch immer zu viel gezahlt hat, war das f\u00fcr uns ein gro\u00dfer Erfolg. W\u00e4hrend wir auf die Schuhe gewartet haben, hat eine Frau in dem Laden spontan angefangen mit mir zu tanzen. Trotz der ganzen Zuschauer eine lustige Erinnerung. Danach sind wir weiter durch die Innenstadt gelaufen und haben uns einfach treiben lassen. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:39% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/F1001753-5E7B-4C0C-8626-60932C959CD7-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-184 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/F1001753-5E7B-4C0C-8626-60932C959CD7-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/F1001753-5E7B-4C0C-8626-60932C959CD7-225x300.jpeg 225w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/F1001753-5E7B-4C0C-8626-60932C959CD7-900x1200.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/F1001753-5E7B-4C0C-8626-60932C959CD7.jpeg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>Kimihurura Park<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 39%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>Aussicht auf die H\u00fcgel von Kigali<\/em><\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/C99D1B29-2626-4AB5-AE0D-9D33D49313C5-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-185 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/C99D1B29-2626-4AB5-AE0D-9D33D49313C5-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/C99D1B29-2626-4AB5-AE0D-9D33D49313C5-225x300.jpeg 225w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/C99D1B29-2626-4AB5-AE0D-9D33D49313C5-900x1200.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/C99D1B29-2626-4AB5-AE0D-9D33D49313C5.jpeg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag haben wir das Kigali Genocide Memorial besucht. Das war eine sehr intensive Erfahrung. Besonders im Ged\u00e4chtnis geblieben, ist mir ein Raum, in dem Familien von Opfern des Genozids, Fotos ihrer Verwandten aufh\u00e4ngen k\u00f6nnen. Genauso der sogenannte &#8222;Kinderraum&#8220;, in dem das Leben einzelner Kinder, die umgebracht wurden, genau beschrieben wird. Auch wenn die ganzen Informationen nicht leicht zu verarbeiten waren, war es uns wichtig, auch \u00fcber diesen Teil des Landes zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/24C06FC0-D706-4C2D-876B-86B0601ADE51-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-186\" width=\"403\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/24C06FC0-D706-4C2D-876B-86B0601ADE51-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/24C06FC0-D706-4C2D-876B-86B0601ADE51-300x225.jpeg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/24C06FC0-D706-4C2D-876B-86B0601ADE51-768x576.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/24C06FC0-D706-4C2D-876B-86B0601ADE51-900x675.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/24C06FC0-D706-4C2D-876B-86B0601ADE51.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 403px) 100vw, 403px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Die Innenstadt von Kigali<\/em> <em>(Blick vom Kigali Genocide Memorial)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die restliche Zeit sind wir viel herumgelaufen, um so viel wie m\u00f6glich von Kigali zu sehen. Wir haben einen Freund besucht, sind verloren gegangen und haben uns im Dunkeln die Weihnachtsdeko und die bunte Beleuchtung des Convention Centers angeschaut. Da Kigali deutlich gr\u00f6\u00dfer ist als Huye, sind wir sehr viel Moto gefahren, um von A nach B zu kommen. Wenn es nicht gerade geregnet hat, macht das enorm Spa\u00df. Wobei ich bei einer Fahrt nicht sicher war, ob ich heil ankomme, da der Fahrer den Gro\u00dfteil der Strecke auf der linken Fahrbahn gefahren ist und den Drang hatte, jeden vor uns zu \u00fcberholen. <\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem waren wir in einem Kunstzentrum, in dem verschiedene Artikel aus recycelten Materialien verkauft werden und haben k\u00f6stlich gegessen. Kigali hat uns unheimlich gut gefallen, die Stadt ist sehr lebendig und abwechslungsreich. Jetzt kann ich verstehen, warum viele Leute sagen, dass Huye keine Stadt, sondern ein Dorf ist.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>Das Convention Center (Hintergrund) mit Weihnachtsdeko<\/em><\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/6708CC68-7C0F-4722-8874-2C26A3A5AB42-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-187 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/6708CC68-7C0F-4722-8874-2C26A3A5AB42-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/6708CC68-7C0F-4722-8874-2C26A3A5AB42-300x225.jpeg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/6708CC68-7C0F-4722-8874-2C26A3A5AB42-768x576.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/6708CC68-7C0F-4722-8874-2C26A3A5AB42-900x675.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/6708CC68-7C0F-4722-8874-2C26A3A5AB42.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:39% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/710ED119-9BDA-424B-9B51-6DC4E23A6960-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-188 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/710ED119-9BDA-424B-9B51-6DC4E23A6960-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/710ED119-9BDA-424B-9B51-6DC4E23A6960-225x300.jpeg 225w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/710ED119-9BDA-424B-9B51-6DC4E23A6960-900x1200.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/710ED119-9BDA-424B-9B51-6DC4E23A6960.jpeg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>Kigali bei Nacht, im Hintergrund ein Meer aus Lichtern auf den H\u00fcgeln der Stadt<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Nach vier Tagen sind wir wieder zum Busbahnhof. Diesmal haben wir unsere fetten Rucks\u00e4cke auf Motos transportiert, was ein wenig abenteuerlich war, aber funktioniert hat. Am Busbahnhof war, wie bei unserer Ankunft, unheimlich viel los. \u00dcberall standen Busse, Autos und Menschen mit Koffern, Taschen und K\u00f6rben. Allesm\u00f6gliche wurde verkauft: Armb\u00e4nder, Brot, Getr\u00e4nke, G\u00fcrtel, Ketten, Klamotten, Kopfh\u00f6rer, Kopfkissen, Ladekabel, Obst, Ringe, Sandalen, Schuhe, Snacks, S\u00fc\u00dfigkeiten, Uhren und Zahnb\u00fcrsten. Die Sachen haben die Verk\u00e4ufer*innen entweder in der Hand oder in Sch\u00fcsseln auf dem Kopf getragen und den Menschen, die auf die Busse gewartet haben, angeboten. Aus einem Bus, der gerade beim Abfahren war, hat ein Mann, durch das Fenster, noch schnell ein Brot gekauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Fahrt nach Gisenyi hat ungef\u00e4hr vier Stunden gedauert, weil wir andauernd in kleine Staus gekommen sind und der Bus um die zwanzig LKWs in riskanten Aktionen \u00fcberholen musste. Die Fahrt an sich hat sich aber auch schon gelohnt. Wir sind durch gr\u00fcne, nebelige Gebirge und an den drei Vulkanen vorbeigefahren. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass dort in den Bergen irgendwo Gorillas leben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gisenyi<\/h3>\n\n\n\n<p>Unsere Zeit in Gisenyi war sehr entspannt. Wir konnten tats\u00e4chlich mal richtig ausschlafen. Obwohl gerade Winter ist, war das Wetter fantastisch, sodass wir viel einfach nur am Strand entspannt haben. Das erste Mal in meinem Leben, habe ich gesehen, wie Flederm\u00e4use schlafen. In den Tannen und Palmen am Strand hingen Hunderte von Flederm\u00e4use kopf\u00fcber von den \u00c4sten. Die Ger\u00e4usche, die sie gemacht haben, klangen so ungewohnt, dass wir uns erst gefragt haben, ob Affen oder seltsame V\u00f6gel in den B\u00e4umen sitzen. Ein paar Jungs, die uns beobachtet haben, wie wir fasziniert in die B\u00e4ume gestarrt haben, haben aus Spa\u00df ihre Schuhe ausgezogen, um damit auf den Boden zu hauen und somit die armen Flederm\u00e4use zu wecken. Dass wir uns um den Schlaf der Flederm\u00e4use gesorgt haben, fanden sie recht am\u00fcsant.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in Gisenyi sind wir viel herumgelaufen, um die Stadt zu erkunden. Wir sind zum Grenz\u00fcbergang mit der Demokratischen Republik Kongo gegangen, um zumindest den Kongo von weitem gesehen zu haben. Es hat uns schon gereizt, die Grenze zu \u00fcberqueren und uns Goma anzuschauen, aber viele Leute haben uns gesagt, dass das gef\u00e4hrlich w\u00e4re. Andere wiederum meinten, es g\u00e4be keine Probleme. Uns war die Aktion dann doch zu riskant, sodass wir in Ruanda geblieben sind und Goma nur von Weitem betrachtet haben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:48% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/CB05EB56-5912-4ADB-8E18-D7A4CCB8AF41-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-191 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/CB05EB56-5912-4ADB-8E18-D7A4CCB8AF41-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/CB05EB56-5912-4ADB-8E18-D7A4CCB8AF41-300x225.jpeg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/CB05EB56-5912-4ADB-8E18-D7A4CCB8AF41-768x576.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/CB05EB56-5912-4ADB-8E18-D7A4CCB8AF41-900x675.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/CB05EB56-5912-4ADB-8E18-D7A4CCB8AF41.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>An der Grenze zum Kongo, die H\u00e4user im Hintergrund, geh\u00f6ren zum Kongo<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Auf Lake Kivu haben wir eine Bootstour gemacht. W\u00e4hrend die Sonne schon langsam untergegangen ist, sind wir erstmal weit raus gefahren, von wo aus man sehen konnte, das auf dem Land eigentlich nur Berge sind. Die K\u00fcste sah fast ein bisschen aus wie Italien, nur das wir hinter der Stadt einen Vulkan sehen konnten. <\/p>\n\n\n\n<p>Ansonsten sind wir noch eine Freundin besuchen gegangen, die uns ihr Viertel und den Markt (an dem nichts los war, weil Sonntag war) gezeigt hat und waren bei hei\u00dfen Wasserquellen. In der N\u00e4he von Gisenyi, gibt es eine Stelle am See, an dem hei\u00dfes Wasser aus der Erde kommt und in den See flie\u00dft. Dort kann man sich in einen mit Sands\u00e4cken abgesteckten Bereich setzen und den nat\u00fcrlichen Whirlpool genie\u00dfen. Das Wasser, das direkt aus der Erde kommt, ist um die 70 \u00b0C hei\u00df, dort, wo man sich ins Wasser setzen kann, ist es um die 35\u00b0C warm. Zur Abk\u00fchlung sind wir im See schwimmen gegangen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:39% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/322E4E28-119B-4CDE-8932-669156717B10-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-192 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/322E4E28-119B-4CDE-8932-669156717B10-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/322E4E28-119B-4CDE-8932-669156717B10-225x300.jpeg 225w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/322E4E28-119B-4CDE-8932-669156717B10-900x1200.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/322E4E28-119B-4CDE-8932-669156717B10.jpeg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>Lake Kivu<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:auto 39%\"><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>Bootstour mit Blick auf einen Vulkan<\/em><\/p>\n<\/div><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A31DC4F0-4118-4ECF-9604-B7B93A04A73A-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-193 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A31DC4F0-4118-4ECF-9604-B7B93A04A73A-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A31DC4F0-4118-4ECF-9604-B7B93A04A73A-225x300.jpeg 225w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A31DC4F0-4118-4ECF-9604-B7B93A04A73A-900x1200.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A31DC4F0-4118-4ECF-9604-B7B93A04A73A.jpeg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:39% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A1C9B274-DD88-4DAE-BFA5-BC8D75B9C33F-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-194 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A1C9B274-DD88-4DAE-BFA5-BC8D75B9C33F-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A1C9B274-DD88-4DAE-BFA5-BC8D75B9C33F-225x300.jpeg 225w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A1C9B274-DD88-4DAE-BFA5-BC8D75B9C33F-900x1200.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/A1C9B274-DD88-4DAE-BFA5-BC8D75B9C33F.jpeg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>Am Strand<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Silvester hatten wir eigentlich nichts Besonderes geplant. Wir sind abends in eine Bar direkt am See gegangen und haben dann tats\u00e4chlich (unerwarteterweise) in 2023 reingetanzt. \u00dcber Goma war um Mitternacht sogar ein Feuerwerk zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zur\u00fcck nach Hause<\/h3>\n\n\n\n<p>Die R\u00fcckfahrt war lang und anstrengend, die Aussicht dagegen wie immer fesselnd, bis es dunkel wurde. Zur\u00fcck nach Rango zu kommen, war ein seltsames Gef\u00fchl. Einerseits sind wir nach Hause gefahren, ohne richtig nach Hause zu kommen und andererseits, hat es sich doch angef\u00fchlt, wie nach Hause kommen. Alles war so vertraut, die frische Nachtluft, die kalte Dusche und das warme Essen, was in der K\u00fcche auf uns gewartet hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Auspacken habe ich nat\u00fcrlich mehrere Tage vor mir hergeschoben. Jetzt sind die Ferien vorbei und die Sch\u00fcler*innen sind zur\u00fcck. Unsere erste Englischstunde haben wir schon gegeben und auch mit Kinyarwanda geht es weiter. Letzten Samstag wollten wir im Oratorium mit ein paar Kindern Badminton spielen. Sonja hat von ihren Eltern Schl\u00e4ger und B\u00e4lle geschickt bekommen. Das Netz aufzustellen hat sich als schwierig herausgestellt, weil der Boden zu hart war. W\u00e4hrend wir dabei waren die Stangen irgendwie gerade und stabil in den Boden zu bekommen, wurden die Schl\u00e4ger schon flei\u00dfig ausprobiert. Dank des Windes ist der erste Ball nach circa 15 Minuten auf dem Dach eines Hauses gelandet. Mal sehen, ob der Regen ihn irgendwann wieder runter sp\u00fclt. Das Spielen hat trotzdem Spa\u00df gemacht. Das Gute an Badminton ist, dass ich bei diesem Spiel tats\u00e4chlich die Chance habe, auch mal zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:48% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"767\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/BBB3AE13-4DC0-4815-B35F-38B6C4504B04-1024x767.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-198 size-full\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/BBB3AE13-4DC0-4815-B35F-38B6C4504B04-1024x767.jpeg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/BBB3AE13-4DC0-4815-B35F-38B6C4504B04-300x225.jpeg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/BBB3AE13-4DC0-4815-B35F-38B6C4504B04-768x575.jpeg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/BBB3AE13-4DC0-4815-B35F-38B6C4504B04-900x674.jpeg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/gesinesblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21642\/2023\/01\/BBB3AE13-4DC0-4815-B35F-38B6C4504B04.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p><em>Badminton<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>In zweieinhalb Wochen geht es f\u00fcr uns schon wieder raus aus Rango. Wir werden f\u00fcr elf Tage nach Malawi  fliegen, f\u00fcr unser Zwischenseminar. Es ist unfassbar, dass die H\u00e4lfte der Zeit hier, schon fast vorbei ist.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Weihnachten sind wir f\u00fcr ungef\u00e4hr zwei Wochen in den Urlaub gefahren. Es war das erste Mal, dass wir in Ruanda gereist sind und dementsprechend war es sehr aufregend und spannend. Zuerst waren wir f\u00fcr ein paar Tage in Kigali, danach sind wir weiter nach Gisenyi, ein Ort im Westen des Landes am Lake Kivu. 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