Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/ Freiwilligendienst von jungen Menschen für junge Menschen! Fri, 24 Jul 2026 10:28:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 https://blogs.donboscovolunteers.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-01_cmyk-32x32.jpg Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/ 32 32 Ein sensibles Thema und Abschied von Friederike https://blogs.donboscovolunteers.de/johannainsrilanka/2026/07/24/ein-sensibles-thema-und-abschied-von-frie/ https://blogs.donboscovolunteers.de/johannainsrilanka/2026/07/24/ein-sensibles-thema-und-abschied-von-frie/#comments Fri, 24 Jul 2026 07:51:35 +0000 http://21762.196 So da bin ich wieder. Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen. Kaum zu glauben, dass jetzt schon Juli ist. Als ich aus dem Urlaub zurückkam, fand ich eine ziemlich leere Einrichtung vor. Außer Brother Sujanthan und Friederike war niemand da. Die Schule hatte Osterferien und die Jungs ebenfalls. Leider wusste ich davon vorher […]

Der Beitrag Ein sensibles Thema und Abschied von Friederike erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>
So da bin ich wieder. Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen. Kaum zu glauben, dass jetzt schon Juli ist.

Als ich aus dem Urlaub zurückkam, fand ich eine ziemlich leere Einrichtung vor. Außer Brother Sujanthan und Friederike war niemand da. Die Schule hatte Osterferien und die Jungs ebenfalls. Leider wusste ich davon vorher nichts, aber wir drei haben uns trotzdem ein paar schöne Tage gemacht. Es waren auch die letzten zwei Wochen mit Friederike im Projekt. Wir haben die Zeit genutzt, um einfach gemeinsam Zeit zu verbringen. Wir sind mit dem Traktor ins Schwimmbad gefahren, haben Sujanthans Familie besucht und natürlich musste ich mich auch um meine Pflanzen kümmern. Friederike und ich haben uns gemeinsam auf den Abschied vorbereitet und waren irgendwie beide bereit, voneinander Abschied zu nehmen.

Doch leider verlief der Abschied ganz anders als geplant. Es ist etwas passiert, das mich in den vergangenen drei Monaten sehr beschäftigt hat. Mir ist es wichtig, dieses Thema hier anzusprechen, denn es gehört zu meinem Freiwilligendienst dazu und wird mich wahrscheinlich mein Leben lang auf die eine oder andere Weise begleiten.

Dieses Geschehen liegt bereits einige Monate zurück. Ich konnte diesen Beitrag nicht früher schreiben, da ich Zeit brauchte, um das Erlebte selbst zu verarbeiten. Mit etwas Abstand bin ich nun in der Lage, sachlich darüber zu schreiben. Ich versuche, dieses Thema so sachlich und respektvoll wie möglich zu behandeln und werde deshalb keine Namen nennen. Ende April ist eine Person, die ich auch persönlich kannte, durch Suizid verstorben. Dieser Beitrag behandelt das Thema Suizid. Bitte achte beim Lesen auf dich und entscheide selbst, ob du dich diesem Thema gerade widmen möchtest.

Sri Lanka gehört auch heute noch zu den Ländern mit einer vergleichsweise hohen Suizidrate. Vor allem in den 1990er-Jahren hatte das Land sogar eine der höchsten Suizidraten weltweit. Seitdem ist die Rate zwar stark gesunken, dennoch ist sie im vergleich zu anderen Ländern immer noch ziemlich hoch. Die heute am häufigsten angewandte Suizidmethode ist die Erhängung. Bis vor einigen Jahren war es vor allem die Vergiftung durch Pestizide. Durch das Verbot besonders giftiger Pestizide konnte die Suizidrate jedoch um fast zwei Drittel gesenkt werden. Besonders betroffen sind junge Männer. Auslösende Faktoren sind häufig psychische Erkrankungen, häusliche Gewalt, wirtschaftliche Krisen und gesellschaftlicher Druck. Hinzu kommt, dass der Zugang zu psychologischer und psychiatrischer Hilfe in Sri Lanka noch deutlich eingeschränkter ist als beispielsweise in Deutschland. 

In Sri Lanka werden die verstorbenen anders behandelt als in Deutschland. Nachdem der Tod medizinisch festgestellt wurde und der Verstorbene vorbereitet worden war, wurde der offene und geschmückte Sarg für zwei Tage vor dem Haus der Familie aufgestellt. Hunderte Menschen, darunter auch unsere Schule und die Jungs aus dem Hostel, kamen, um gemeinsam zu beten und Abschied zu nehmen.

Zwei Tage nach dem Tod fand die Beerdigung statt. Normalerweise gibt es in Sri Lanka für Menschen, die durch Suizid verstorben sind, keine kirchliche Trauerfeier. In diesem Fall war es jedoch eine Ausnahme, da ein Familienmitglied Ordensbruder ist. Der Sarg wurde geschlossen und in die Kirche getragen. Das gesamte Dorf war bei der Messe anwesend und es kamen bestimmt zwanzig Fathers von Don Bosco. Um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen, wurde eine verkürzte Messe gefeiert.

Der Tag der Beerdigung wird mir für immer im Gedächtnis bleiben. Es war mit Abstand der schlimmste Tag meines bisherigen Lebens. Dieses Leid, diese Trauer die ich an diesem Tag gespürt habe, kann man nicht in Worte fassen, meine Tränen flossen den ganzen Tag. Mir wurde erzählt, dass es kulturell eher unüblich ist, dass Männer ihre Gefühle öffentlich zeigen oder weinen. Doch an diesem Tag hat jede Person getrauert und ihre Emotionen gezeigt. 

Nach der Beerdigung waren Friederike und ich fix und fertig. Ich war unendlich froh, dass sie an diesem Tag an meiner Seite war. Doch der Tag war noch nicht vorbei, denn am nächsten Morgen sollte ihr Flug zurück nach Deutschland gehen.

Trotz des erlebten Tag war für mich ganz klar, dass ich Friederike mit zum Flughafen bringe. Allerdings liegt dieser nicht gerade um die Ecke, weshalb wir uns noch am selben Abend auf den Weg Richtung Colombo machten. Father Wiljem und Father Rangajeewa fuhren uns netterweise. In Nochchiagama machten wir einen Zwischenstopp und aßen gemeinsam zu Abend. Wie ich bereits erwähnt habe, waren einige Fathers von Don Bosco bei der Beerdigung, unter anderem auch aus Negombo. Ab Nochchiagama war in deren Auto plötzlich ein Platz frei, weil dort ein Father ausgestiegen war. Ganz unerwartet mussten wir uns schon dort verabschieden. Ich muss allerdings sagen, dass ich in diesem Moment ganz froh darum war dass ich nicht mit zum Flughafen fuhr. Denn in diesem Moment war ich super Eifersüchtig auf Frie und wäre am liebsten mit in dieses Flugzeug gestiegen. Das Einzige, was ich an diesem Tag auf der Beerdigung immer wieder dachte, war: „Ich möchte nach Hause.“ Ehrlich gesagt hatte ich diesen Satz während meines gesamten Freiwilligendienstes zuvor kein einziges Mal gesagt.

Nun saß ich allein mit den beiden Fathers im Auto zurück nach Murunkan. Meine Gefühle waren völlig durcheinander. Das Einzige, was mir in diesem Moment half, war meine Mama anzurufen. Sie konnte mich wenigstens ein wenig beruhigen.

Der 29. April wird mir für immer in Erinnerung bleiben.

Der nächste Morgen war eine einzige Katastrophe. Ich konnte meine Tränen kaum zurückhalten und fühlte mich innerlich völlig zerbrochen.

Doch genau an diesem Tag hat sich etwas in mir verändert. Ich habe mich gefragt, warum ich eigentlich hier in Murunkan bin und gleichzeitig gemerkt, was für ein unglaubliches Privileg es ist, leben zu dürfen. Ich darf dieses Leben schätzen und vor allem bewusst leben. 

In den Tagen danach habe ich sehr viel reflektiert. Die Beerdigung war ein sehr einschneidendes Erlebnis und zugleich das schlimmste was ich je erlebt habe. Durch dieses Erlebnis habe ich gemerkt wie sehr die Menschen sich unteranderem respektieren und miteinander Leben. Ich wurde akzeptiert und bin in ihrer Kultur immer herzlich Willkommen. Ich schätze mittlerweile sehr das Leben hier und bin sehr Dankbar dafür, ein so tiefen Einblick in ihre Kultur haben zu dürfen. Heute bin ich dankbar, genau dort zu sein, wo ich jetzt bin. Ich glaube daran, dass alles aus einem bestimmten Grund geschieht und dass manches einfach so kommt, wie es kommen soll.

Seit diesem Tag hat sich mein Freiwilligendienst und auch meine Sicht auf das Leben hier in Murunkan verändert.

Wie sich mein Alltag seitdem entwickelt hat, erfahrt ihr im nächsten Blog.

Ich weiß, dieser Blog war kein leichter. Aber genau solche Erfahrungen gehören leider auch zum Leben dazu. Sie prägen uns, lassen uns wachsen und machen uns oft stärker.

Liebe Grüße 

Johanna 😊

PS: Ein kleiner Rückblick von Friederike und mir.

Der Beitrag Ein sensibles Thema und Abschied von Friederike erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>
https://blogs.donboscovolunteers.de/johannainsrilanka/2026/07/24/ein-sensibles-thema-und-abschied-von-frie/feed/ 1
Parallelwelt https://blogs.donboscovolunteers.de/leonews-aus-benin/2026/07/21/parallelwelt/ https://blogs.donboscovolunteers.de/leonews-aus-benin/2026/07/21/parallelwelt/#comments Tue, 21 Jul 2026 13:02:42 +0000 http://21769.467 (Info vorab: das Erzählte liegt schon einen Monat zurück… Der Eintrag lag etwas länger in meinen Entwürfen) Nachts auf dem Marché Dantokpa unterwegs zu sein, ist als würde man sich auf einem anderen Planeten in einem anderen Universum befinden. Dabei ist Benin „nur“ rund 5000 km (Luftlinie) von Deutschland entfernt. Wie ist das möglich? Wo […]

Der Beitrag Parallelwelt erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>
(Info vorab: das Erzählte liegt schon einen Monat zurück… Der Eintrag lag etwas länger in meinen Entwürfen)

Nachts auf dem Marché Dantokpa unterwegs zu sein, ist als würde man sich auf einem anderen Planeten in einem anderen Universum befinden. Dabei ist Benin „nur“ rund 5000 km (Luftlinie) von Deutschland entfernt. Wie ist das möglich? Wo ist der Fehler im System? Diese Fragen schwirren mir seit Freitag Abend durch den Kopf und mein letzter Marktbesuch will mich nicht so richtig loslassen. Daher möchte ich ihn hier gerne teilen.

Treffpunkt 21 Uhr am Maison de l’Esperance. Dauer bis ca. 23:30 Uhr. So ungefähr lautete die Nachricht von Christoph an Maria und mich. Christoph hat bis vor einem Jahr die „Jungs-Baraque“ auf dem Dantokpa geleitet (Pendant zu dem Projekt, in dem ich mit den Markt-Mädchen arbeite, nur eben für Jungs), bis er letzten Juni seine eigene ONG „Enfants&Jeunes Champions“ – kurz EJC – gegründet hat. Diese setzt sich – ähnlich wie die Baraque auch- für Straßenkinder ein und versucht ihnen, eine Ausbildung ihrer Wahl zu ermöglichen, Aufklärungsarbeit zu leisten und regelmäßig Essen und Trinken zu verteilen. Von Montags bis Mittwochs ist er vor Ort und empfängt die Kinder, an den anderen Tagen (Donnerstag – Samstag) macht er Touren auf dem Markt und trifft dort die Kinder direkt. Maria und ich hatten das Glück, bei so einer Tour dabei sein zu dürfen.

So machten wir uns also am Freitag Abend mit dem Zem auf den Weg zu besagtem Treffpunkt, ganz aufgeregt, weil wir überhaupt nicht wussten, was uns erwarten würde. Vom Treffpunkt aus ging es mit dem Auto noch einige Meter weiter, bis wir am Straßenrand anhielten und ausstiegen.

Zusammen mit Christoph, einem Kollegen und David, einem Jungen, den er betreut, machten wir uns auf den Weg ins Innere des Marktes – rein in das Gewusel von Menschen und Ware. Mittlerweile fühle ich mich bei Touren über den Markt sehr sicher und habe eine gute Orientierung, aber nachts bei Dunkelheit ist das dann doch noch mal eine ganz andere Nummer. Abgesehen von erhöhter Diebstahlgefahr, etc. ist es total unangenehm, nicht zu sehen, wo man hintritt. Tagsüber hatte es auch noch geregnet, weswegen man auch noch sämtlichen Schlammpfützen ausweichen musste.

Vorbei an Marktständen, die dabei waren, die Ware abzudecken und bereit für die Nacht zu machen, kamen wir in einen Bereich, in dem Laster Paletten voller Zwiebelsäcke lieferten. Auf diesem Platz waren überall abgedeckte „Zwiebelsack-Türme“ zu sehen und eh ich mich umsah befanden wir uns auch schon in mitten des Labyrinths. Zuerst hörte ich Musik, dann Stimmen und im nächsten Moment sah ich ein Haufen von Jungs, die auf einem der Türme saßen. Als sie Christoph erblickten, freuten sie sich alle riesig und fielen ihm um den Hals. Mir stieg sofort ein stechender Geruch von verfaulten Zwiebeln in die Nase, der mir das Atmen erschwerte. Doch ich war total gefesselt von der ganzen Situation und der Stimmung. Die Jungs begrüßten uns freundlich, waren schon fast schüchtern – wo ich doch die meiste Zeit von Männern angemacht werde, wenn ich auf dem Markt unterwegs bin. Christoph erkundigte sich, wie es ihnen allen ging, und quatschte ein bisschen – das alles natürlich auf Fon. Maria und ich hatten das Glück, dass uns der Kollege immer mal wieder eine Simultanübersetzung gab. So bekamen wir auch etwas von den Geschichten mit, die Christoph den Jungs zu erzählen hatte.

Irgendwann wurde aus dem lockeren Rumwitzeln eine Aufklärungseinheit. Christoph erklärte den Jungs, dass sie jetzt besonders in der Regenzeit darauf achten sollen, wo sie die Nacht über verbringen. Denn der Ort der „Zwiebel-Türme“ ist in der Nähe der Müllhalde des Dantokpas. Das Regenwasser, das in in die Mülltonnen gelangt, sickert durch und fließt als total verdrecktes Schmutzwasser auf besagten Platz und verursacht Krankheiten und Infektionen. Während Christoph so erzählte, wurde der Kreis an Jungs immer größer und größer. Alle hörten sie ihm gespannt zu, als er eine Geschichte nach der anderen erzählte.

Irgendwann packte er dann aus seinem Rucksack ein Erste-Hilfe-Set aus, um nach und nach die Wunden der Jungs zu verarzten. Mit höchster Genauigkeit und einer Engelsgeduld säuberte er Wunde für Wunde und schützte sie anschließend vor Schmutz und Dreck mit einem Pflaster. Die ganze Situation wirkte ziemlich routiniert und alle Jungs warteten geduldig, bis sie an der Reihe waren. Kurz bevor wir uns auf den Weg machten, um unsere Tour fortzuführen, bekam jeder noch eine Portion Reis mit einem Saft dazu. Manche der Jungs hatten seit Tagen keine warme Mahlzeit gehabt (wenn sie überhaupt Geld für Essen hatten…).

Als wir uns in andere Ecken des Marktes begaben, trafen wir auf 3 Mädchen, die vor einem Müllcontainer sitzend auf ihren Müllsäcken warteten. Christoph erklärte uns, dass es oft die Aufgabe der Mädchen ist, die Marktstände zu kehren und anschließend auch den Müll zu den Container zu bringen. Das kann sich oft bis tief in die Nacht ziehen und ist zudem auch ziemlich gefährlich, so ganz alleine im Dunkeln. Sie erzählten uns, dass sie normalerweise auch bezahlt werden, sie aber das Geld nur sehr selten zu Gesicht bekommen. Christoph trug ihnen auf, am Montag bei der Baraque der Mädchen vorbei zu schauen und mit den Tatas zu reden. Nachdem wir den Müll entladen hatten, begleiteten uns die drei auf unserem weiteren Weg durch verschiedene Marktgassen. Die Straßen wirkten viel breiter, da zum einen viel weniger Menschen unterwegs waren, zum anderen aber auch so gut wie jede Ware eingepackt war. Mir viel auf, dass erstaunlich viele Kinder unterwegs waren, weit mehr als Erwachsene. Mittlerweile war es schon 22:45 Uhr.

In einer Seitenstraße machten wir Halt. Sogleich bildete sich wieder eine Menschentraube um Christoph und alle freuten sie sich riesig, ihn wieder zu sehen. Auf dem Markt ist er übrigens nicht unter dem Namen „Christoph“ bekannt sondern die Kinder haben ihm den Namen „xùta“ – „Fischkopf“ gegeben. Im nächsten Moment hatte er wieder sein Erste-Hilfe-Set ausgepackt und verarztete Wunde für Wunde. Mittlerweile waren wir auch schon fast zu Arzthelferinnen geworden, indem wir Pflaster in Streifen und Mullbinden zurechtschnitten. An einen Jungen kann ich mich besonders erinnern, da er mit einer Wunde vor Christoph saß, die schon 6 Monate alt war… Da fehlten mir die Worte. Welche Schmerzen er erlitten haben muss…. Als nach einer Weile alle verarztet waren, wollte uns Christoph noch zur Lagune führen. Denn dort befindet sich eine große Freifläche, auf der viele Menschen die Nächte verbringen.

Mit neuer Begleitung ging es weiter durch Marktgassen, die kaum beleuchtet und menschenleer waren. Nach kurzer Zeit erreichten wir auch schon das Auto. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wollte uns Christoph relativ zügig nach Hause bringen, weswegen er uns die Schlafplätze am Wasser vom Autofenster aus zeigte. Mir fehlten zum wiederholten Mal an diesem Abend die Worte. Da wurde mir wieder einmal bewusst, welch priviligiertes Leben ich führen darf. Dach über dem Kopf, sauberes Zimmer, fließend Wasser und Strom. Wenn überhaupt wird das Wasser hier für eine Woche abgestellt oder hin und wieder ist Stromausfall, aber was sind das schon für „Probleme“…

Die Kinder auf dem Markt werden entweder von ihren Familien vom Dorf in die Stadt nach Cotonou geschickt, um dort zu arbeiten und Geld zu verdienen. Das sind vor allem Mädchen, von denen auch einige die Baraque entdeckt haben. Wenn die Kinder nicht von ihren Familien geschickt wurden, sind sie meist aus häuslicher Gewalt geflohen und auf der Suche nach Arbeit auf dem Markt. Viele Mädchen, die auf der Straße leben, verdienen ihr Geld meist mit „Travail de la nuit“ – Prostitution – und das bereits im Alter von 13 Jahren!!!! Die Jungs, die wir bei den „Zwiebeltürmen“ getroffen haben, verdienen ihr Geld damit, entsorgte aber noch gut erhaltene Zwiebelware aus den Containern zu fischen, zu säubern und nochmal zu verkaufen. Andere machen Gelegenheitsjobs wie beispielsweise Ware zu transportieren.

Auf der Rückfahrt ratterte es in meinem Kopf. Ich musste erst einmal die ganzen neu gewonnen Eindrücke, die Bilder, die ich gesehen habe, verarbeiten, sortieren und einordnen. Denn was ich an diesem Abend erlebt habe, war kein Traum – das war die pure Realität. Viele Kinder leben auf der Straße, sind auf sich alleine gestellt, weit weg von ihren Eltern, kämpfen ums pure Überleben und hoffen, wenigstens ein bisschen Geld für eine warme Mahlzeit am Tag zu finden. Das Leben auf dem Markt ist hart – keine Frage. Und doch habe ich an diesem Abend so viele Kinder lachen hören. (Das soll diese Lebensrealität nicht weniger besorgniserregend machen!)

Ich bin so dankbar für diese Erfahrung, für diesen kleinen Einblick in das Leben der Straßenkinder auf dem Dantokpa. Denn wir, die ein Leben in Europa führen dürfen, dürfen auf keinen Fall die Augen gegenüber dieser Lebensrealität verschließen.

Wir müssen hinsehen. Nur durch das Hinsehen erkennen wir die Ungerechtigkeiten und kommen vom Zuschauen zum Handeln.

Link zu Instagram-/Facebook-Seite: /https://www.facebook.com/people/Association-Enfants-Jeunes-Champions/61562855314688/

Der Beitrag Parallelwelt erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>
https://blogs.donboscovolunteers.de/leonews-aus-benin/2026/07/21/parallelwelt/feed/ 5
Eine leicht chaotische Vorbereitung https://blogs.donboscovolunteers.de/henryinindien/2026/07/20/eine-leicht-chaotische-vorbereitung/ Mon, 20 Jul 2026 19:13:11 +0000 http://21785.22 Noch etwas mehr als einen Monat bis es für mich 1 Jahr nach Indien geht und ich stecke mitten in meiner vielleicht teilweise etwas chaotischen Vorbereitung. Zurzeit bin ich dabei mein Visum zu beantragen und die letzten Arztbesuche zu absolvieren. Gerade das Visum bereitet mir von Tag zu Tag immer wieder Sorgen, aber mit etwas […]

Der Beitrag Eine leicht chaotische Vorbereitung erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>
Noch etwas mehr als einen Monat bis es für mich 1 Jahr nach Indien geht und ich stecke mitten in meiner vielleicht teilweise etwas chaotischen Vorbereitung. Zurzeit bin ich dabei mein Visum zu beantragen und die letzten Arztbesuche zu absolvieren. Gerade das Visum bereitet mir von Tag zu Tag immer wieder Sorgen, aber mit etwas Ruhe und Geduld ist es machbar.

Zwei Vorbereitungsseminare liegen bereits hinter mir und das letzte Seminar findet in ein paar Wochen statt. Dort habe ich nochmal die Chance mich mit den anderen Freiwilligen, welche zusammen mit mir nach Indien fliegen werden, auszutauschen. Danach sind hoffentlich die meisten Fragen geklärt und mein Freiwilligendienst in Indien kann los gehen.

Der Beitrag Eine leicht chaotische Vorbereitung erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>
Los geht’s ! https://blogs.donboscovolunteers.de/malisworld/2026/07/19/hallo-welt/ https://blogs.donboscovolunteers.de/malisworld/2026/07/19/hallo-welt/#comments Sun, 19 Jul 2026 09:16:42 +0000 http://21801.1 Liebe Leser*in, ich bin nun kurz vor der Ausreise nach Kolumbien (und Mega gespannt auf alles!). Diesen ersten Blogeintrag, nachdem viele weitere Folgen, möchte ich dazu nutzen ein paar interessante Fragen zu beantworten. Zum einen den Hintergrund und Motivation von dem Freiwilligendienst. Einerseits finde ich die Arbeit mit Kinder und Jugendliche generell spannend und würde […]

Der Beitrag Los geht’s ! erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>
Liebe Leser*in,

ich bin nun kurz vor der Ausreise nach Kolumbien (und Mega gespannt auf alles!). Diesen ersten Blogeintrag, nachdem viele weitere Folgen, möchte ich dazu nutzen ein paar interessante Fragen zu beantworten.

Zum einen den Hintergrund und Motivation von dem Freiwilligendienst.
Einerseits finde ich die Arbeit mit Kinder und Jugendliche generell spannend und würde es auch gerne in der Zukunft weiter verfolgen. Andererseits kommen meine Wurzeln zum Teil aus Kolumbien, weswegen ich das Jahr auch dazu nutzen möchte sowohl die Kultur, Sprach als auch die Menschen besser kennenzulernen.

Ausserdem möchte ich euch das Projekt näher bringen:
Das Projekt, wo ich hingehe ist ein Internat mit Sekundarschule im ländlichen Raum. Dabei soll der Fokus auf der Vermittlung von Wissen zum Thema Agrikultur und Allgemeine Bildung liegen Die Schule umfasst ein Gebiet von knapp 63 Hektar (auch 89 Fußballfelder zur Verbildlichung). Darauf wird unteranderem die Pflege von Feldern, als auch verschiedene Tierarten unterrichtet
Meine Aufgabenbereiche wird sowohl in der Organisation und Betreuung von Freizeit Aktivitäten im Internat sein. Jedoch auch die schulische Unterstützung der Kinder und Jugendlichen.

Ich hoffe ihr seid genauso gespannt wie ich 🙂

Viele Grüße aus (noch) Berlin!

Der Beitrag Los geht’s ! erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>
https://blogs.donboscovolunteers.de/malisworld/2026/07/19/hallo-welt/feed/ 2
An der Uhr gedreht https://blogs.donboscovolunteers.de/bogaerts-bolivianische-begegnungen/2026/07/16/an-der-uhr-gedreht/ Thu, 16 Jul 2026 19:58:44 +0000 http://21774.222 Hallo, Ich möchte euch in diesem Blogbeitrag in meine aktuelle Gedankenwelt mitnehmen und berichten, was in den letzten Wochen alles passiert ist, aber auch schon auf das Jahr zurückblicken. Wer weiß, ob im August zwischen dem Abschiedsstress dafür noch so viel Zeit bleibt? Der Titel meines Blogs ist im Übrigen an ein gleichnamiges Lied von […]

Der Beitrag An der Uhr gedreht erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>
Hallo,

Ich möchte euch in diesem Blogbeitrag in meine aktuelle Gedankenwelt mitnehmen und berichten, was in den letzten Wochen alles passiert ist, aber auch schon auf das Jahr zurückblicken. Wer weiß, ob im August zwischen dem Abschiedsstress dafür noch so viel Zeit bleibt? Der Titel meines Blogs ist im Übrigen an ein gleichnamiges Lied von Apache 207 angelehnt.

Es sind nun nicht mal mehr zwei Monate bis zur Abreise aus Bolivien, beziehungsweise eben gleichzeitig auch zur Rückkehr nach Deutschland, und damit einhergehend häufen sich die Momente der Realisation, das aufgebaute Leben bald zurücklassen zu müssen. Sei es die Gemüseverkäuferin beim Markt oder das Go-to-Café an einem Vormittag vor der Arbeit. All diese Dinge werden mir zu Hause unglaublich fehlen, gemeinsam mit den Menschen, welche das Abenteuer „Auslandsjahr“ mitgestalten haben, egal in welcher Rolle. Vor allem natürlich werden mir die Arbeitsnachmittage im Hogar fehlen, ja ganz besonders die, an denen die Jungs nur um einen so herumgeschwirrt sind und man kaum mal eine Pause bekommen hat. Generell wird mir das Hogar fehlen, genauso wie das Volo-Haus trotz all seiner kleinen Makel. Um nun aber nicht schon in Abschiedstrauer zu verfallen, gilt es, sich noch einmal bewusst die Sachen zu verinnerlichen, die einem die Zeit hier in Bolivien besonders schön gemacht haben.

————————————————————————————————————————————————————

Volontär beim Hogar Don Bosco

Ich glaube, ein Grundstein dieses erfolgreichen Jahres waren erstmal die anderen Volos. So einen großen Schritt von zu Hause aus zu gehen, wird von vielen Fragen und Zweifeln begleitet, welche einen trotz riesiger Vorfreude auch eine gewisse Unsicherheit spüren lassen. Wenn man aber merkt, dass man gerade nicht der Einzige ist mit den Gefühlen, und auch dann in der Anfangszeit das neue Umfeld mit anderen Menschen erkunden kann, fällt eine ganz schöne Last ab. Bis jetzt, seit Dezember dann ja einer mehr, kommen wir super zusammen klar. Auch der italienische Volontär, der Anfang Juni gekommen ist, hat sich super eingegliedert, genauso wie die vier spanischen Volos, welche letzte Woche gekommen sind. (Mittlerweile wurde die Anzahl der Volos nochmal um zwei Italienerinnen erhöht.)

Was dann offensichtlich auch sehr wichtig ist, um so ein Jahr in positiver Erinnerung zu behalten, ist der Arbeitsort. Auch wenn ich das schon sehr oft in meinen Blogeinträgen erwähnt habe, muss ich nochmals festhalten, warum das Hogar so ein besonderer Platz ist. An erster Stelle ist es das Heim an sich, welches als farbenfroher Ort mit seinen Fussball-, Volleyball- und Basketballfeldern und zudem den vielen Bäumen und Palmen nur so an Wärme strahlt. Dieses Gefühl strahlen (zumindest die meisten) Mitarbeiter auch aus und sorgen so für eine gelassene „Arbeitsatmosphäre“. Das Wort „Arbeitsatmosphäre“ muss man hier aber glaube ich sowieso in Anführungszeichen setzen, weil die Atmosphäre natürlich allen voran von den knapp 100 Jungs im Heim geprägt wird. An manchen Tagen ist es etwas ruhiger, sonst aber herrscht im Hogar immer ein ordentlicher Geräuschpegel, welcher von Kindergeschrei, Jubel (z. B. beim Fußball), dem Schrillen der Klingel oder lauter Musik gebildet wird. All das ist es, was das Hogar für mich auch so liebenswert macht. Natürlich ähnelt das sehr der Dynamik, wie man sie auch an einer Schule erlebt, nur dass sich im Hogar alle Personen untereinander kennen und verbunden sind. Der Mitarbeiterstab beschreibt es immer als Familie, und ich glaube, nach den 10 Monaten schon verstehen zu können, warum, und auch meinen Platz in ihr gefunden zu haben.

———————————————————————————————————————————————————

Kulturverständnis

Was sich in den 10 Monaten ebenfalls verändert hat, ist das Verständnis der Menschen. Nicht nur auf Sprachebene, sondern auch auf kultureller Ebene hat man sehr viel lernen können. Man lernt in einer gewissen Weise den Rhythmus der Menschen besser kennen. Ich habe die vielen Hähnchen-Läden am Anfang irgendwie skeptisch gesehen und nicht verstanden, wer sich denn Tag für Tag so ein in der Qualität minderwertiges Essen holt. Das „Pollo económico“ (übersetzt günstiges Hühnchen), welches umgerechnet 1,30 € kostet, bietet für viele Menschen aber einfach ein sättigendes, billiges Mittagessen und wird aufgrund des geringen verbundenen Aufwand deswegen oft von den Marktverkäufern gegessen, welche natürlich keine Möglichkeiten haben zu kochen. Auch an Sonn- und Feiertagen kommen viele Menschen zum „Jardin de Donald“, dem Pollo-Stand an der Ecke. Für viele Familien ist es ein Ort, um in Gemeinsamkeit zu essen, da Restaurants oft zu teuer sind. Es ist ein bisschen der bolivianische McDonald’s und auch ich habe mittlerweile ein paar Mal mit schlechtem Gewissen dort gegessen und mir so Kochen und Abwaschen gespart.

Eine Sache, die in Bolivien sehr anders ist, ist die Einkaufskultur, da es die von Deutschland gewohnten Supermärkte nur selten gibt und sie quasi nur von den Reichen genutzt werden. Viel öfter gibt es Märkte, welche ich sehr zu schätzen gelernt habe. Egal was ich brauche, von Lebensmitteln über Schreibwaren bis hin zu Hygieneartikeln, die Lösung ist eine Minute von meinem Zimmer entfernt. Und während man dann auf den Markt läuft, begegnet man hin und wieder bekannten Gesichtern, die einen freundlich grüßen oder mit einem kurz übers Leben schnacken. Außerdem begeistern mich auf den Märkten die Essensstände. Es gibt welche, die morgens süße oder salzige Backwaren verkaufen und bei denen die Menschen ein schnelles Frühstück genießen können. Bei den anderen kann man mittags für 1,50€ verschiedene Gerichte wie „Pique Macho“, Bohnen mit Reis oder Lasagne zum Mittagessen. Wie schön wäre es, das als Student auch zu haben.

In dem Bild sieht man eine Empanada de Pollo und einen Api. Ein Anden-Getränk für kalte Tage, das aus Maispulver hergestellt wird.

Was wir in letzter Zeit auch wieder gemacht haben, ist, Billard zu spielen. Billiard wird hier sehr gerne gespielt und bietet gerade für etwas jüngere Menschen eine Möglichkeit, um gemeinsam eine schöne Zeit zu haben. Begleitet von Reggaeton- oder brasilianischer Funk-Musik wird oft Bier und Koka konsumiert, also die Kokablätter. Auch nutzen viele Leute die Möglichkeit zu rauchen, was sonst auf offener Straße gesellschaftlich wenig akzeptiert beziehungsweise verbreitet ist. Wie man auf dem Bild sieht, sind die Matches zum Teil sehr knapp, wobei sich bei diesem Spiel am Ende schon Deutschland durchgesetzt hat. 🙂

————————————————————————————————————————————————————

WM 2026

Rückblickend auf die 10 Monate frag ich mich hin und wieder mal, was denn mein Highlight war, und da hat sich im Monat Juni tatsächlich ein Event nach vorne geschoben. Am 10. Juni, einen Tag vor dem Beginn der WM 2026, hat unsere „Hogar WM“ begonnen. Wir haben die großen Kids, also meine Gruppe, in acht Teams eingeteilt und jeweils einen Kapitän gekürt. Diese haben dann ihr Land zugelost bekommen, welches sie für die WM repräsentieren durften. Zwei- bis dreimal die Woche wurden abends dann zwei Spiele ausgetragen, bei welchen die Jungs vor Spielbeginn dann mit ihren Nationalflaggen eingelaufen sind, die wir vor der WM noch gebastelt haben. Wir Volontäre sind bei den Spielen die Schiedsrichter gewesen und mussten dabei lernen, wie schwer es ist, Schiedsrichter zu sein, gerade bei den Jungs, die geladen mit ihrem Ehrgeiz nicht immer die freundlichsten Worte für uns übrig hatten. Am Ende der Gruppenphase haben sich Argentinien, Kolumbien, Deutschland und Spanien durchgesetzt. In der KO-Phase haben sich dann daraufhin Argentinien und Kolumbien fürs Finale qualifiziert. Dieses haben wir dann in der Sporthalle von der Schule aus ausgetragen mit den kleinen Kids und den „Padres“ (= Patern) als Zuschauern. In einem umkämpften Spiel hat sich am Ende Kolumbien mit elf zu sieben durchgesetzt und sich einen Gutschein für einen Erlebnispark sichern können. Und den Pokal natürlich. Die Hogar-WM hat sowohl mir als auch den Jungs richtig Spaß gemacht und dürfte bei allen Beteiligten noch länger in Erinnerung bleiben.

————————————————————————————————————————————————————

Campamento San Carlos

Letzte Woche war ich dann noch im Campamento, also im Feriencamp. Eine Woche vor Abfahrt habe ich erfahren, dass ich dort fest eingeplant sei und die Erzieherin sowie die anderen Volos unterstützen soll. Meine Gruppe, die großen Jungs, muss die Ferien nämlich arbeiten (Gartenarbeit, streichen …), weil das Geld nicht gereicht hat, um alle in den Ferien wegfahren zu lassen. Sonst wäre ich natürlich bei denen mitgegangen. Aber so habe ich jetzt eine Woche in San Carlos mit den kleinen bis mittelgroßen Kids verbracht und Einblicke in die Arbeit von Victor und Ingmar erlangen können. Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass gerade mit den ganz Kleinen, die zwischen fünf und acht Jahren alt sind, ganz banale Sachen wie Duschen oder in Ruhe zu essen schon Hindernisse darstellen können, und auch bei Ausflügen brauchen diese Kids einfach nochmal ein Augenpaar mehr zur Beaufsichtigung.

Eine weitere Umgewöhnung war der Geruch beim Einschlafen, der von Urin geprägt worden ist. Viele Kids haben ihre Blase einfach noch nicht so unter Kontrolle oder leiden auch an Angststörungen, weswegen sie dann ins Bett machen. Hinzu kommt, dass die Kids teilweise enorm stur sind und wenn man da dann nicht das richtige Fingerspitzengefühl hat, direkt anfangen zu weinen. Abgesehen davon war die Woche aber von schönen Erlebnissen übersät, wie Fußball zu spielen, Pfannkuchen oder Pizza für die Kinder zu machen oder Stockbrot am Lagerfeuer anzubrennen. Ja, die Jungs hatten den Dreh noch nicht ganz so raus. 🙂 Der schönste Tag vom Campamento war der Tag am Fluss. So sind wir morgens von einem (wie schon gewohnt halb zerfallenen) LKW abgeholt worden und dann eine halbe Stunde durch die schöne, grüne Natur Richtung Fluss gefahren. Am Ende waren wir richtig im Dschungel drin, umgeben von Bananenpflanzen und Schmetterlingen. Wir mussten dann, um zum Fluss zu gelangen, noch 20 Minuten samt den schweren Töpfen mit dem Essen durch eben diesen Dschungel laufen und zudem noch ein enorm matschiges Gebiet durchqueren, um an den Fluss zu gelangen. Angekommen waren nicht nur unsere Beine, sondern auch der ganze Grill in Matsch gehüllt. Der Fluss war nicht sehr tief, vielleicht so plus minus einen Meter, hatte aber an der ein oder anderen Stelle etwas Strömung, weshalb wir Volontäre die kleinsten Jungs auf unseren Schultern den 15 Meter breiten Fluss zur anderen beschatteten Uferseite tragen mussten. Den Nachmittag über wurde dann gebadet und auch gefischt, was den Kindern sehr viel Spaß bereitet hat.

Auf dem unteren Bild bin ich dabei, das Campamento-Denkmal zu gestalten. Die Jungs im Hintergrund haben sich da gerade eine kleine Pause gegönnt, waren sonst aber auch mit vollem Einsatz dabei. Auf dem zweiten Bild sieht man das Endergebnis.

Das Campamento hat mir also wieder richtig viel Spaß gemacht, weil ich einfach enorm viel sehen und erleben konnte.

Zu meinem Glück wartet auf mich das nächste Highlight nur wenige Stunden entfernt. Gemeinsam mit Federico (dem Italiener), Nico und Mariana gehe ich nach Peru und schließe dort das Reisekapitel für das Jahr hoffentlich mit vielen coolen Momenten ab.

Liebe Grüße,

Yannick

Hier noch einmal der Spendenlink für das Hogar:

Der Beitrag An der Uhr gedreht erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

]]>