Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de Thu, 21 Jun 2018 10:30:18 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 Neues Jahr – Neue Klos https://blogs.donboscovolunteers.de/insideindia/2018/06/21/neues-jahr-neue-klos/ Thu, 21 Jun 2018 06:11:02 +0000 http://21487.322 Hallo liebe Leser, bald ist ein halbes Jahr seit meinem letzten Eintrag vergangen und das tut mir aufrichtig Leid. Leider kann ich die Beiträge auch nicht mehr so anschaulich gestalten, da der Upload weiterer Bilder durch die geringe Speicherkapazität stark eingeschränkt wird. Also heute mal etwas mehr Text, aber hey immerhin. Und ich kann mein […]

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Hallo liebe Leser,

bald ist ein halbes Jahr seit meinem letzten Eintrag vergangen und das tut mir aufrichtig Leid. Leider kann ich die Beiträge auch nicht mehr so anschaulich gestalten, da der Upload weiterer Bilder durch die geringe Speicherkapazität stark eingeschränkt wird. Also heute mal etwas mehr Text, aber hey immerhin. Und ich kann mein schlechtes Gewissen beruhigen.

Spendenverwendung

Viel ist in den letzten Monaten passiert, doch möchte ich zuerst erklären, was euch vielleicht am meisten interessiert: Was wird mit dem gespendeten Geld passieren? Im Mai setzten mein Mitvolontär Matteo und ich uns zusammen mit dem Administrator und den Direktor und sprachen über eventuelle Projekte und bestehende Mängel. Seit das Projekt errichtet wurde in den 90er Jahren blieben die Toiletten, Waschräume etc. unverändert. Und die Spuren der Zeit sind deutlich zu erkennen. Deshalb wollen wir unsere gesammelten Spenden zusammenlegen und den Sanitärbereich von Grund auf sanieren. Neue Klos, Platz zum Wäsche waschen und trocknen lassen, der Bau von einem Dach und außerdem von Duschräumen, um den Kindern erstmals auch etwas Intimsphäre bieten zu können.

Der Antrag ist gestellt und wenn alles glatt läuft, können wir noch Juli/August mit den Bauarbeiten anfangen. Genauere Eckdaten wie Kosten und Bilder würde ich in einem extra Beitrag nochmal aufzählen. An dieser Stelle nur noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an alle Spender!!! Demnächst planen wir zudem noch einen Ausflug mit allen 85-90 Jungs, die wir derzeit hier haben. Wasserpark oder Wasserfälle in der Natur konnten wir uns noch nicht entscheiden. Wenn’s soweit ist, werde ich alles versuchen, euch die Bilder und glücklichen Gesichter auch zeigen zu können!

Es geht wieder los

Das Schuljahr endet hier Mitte April mit den großen Sommerferien und startete jetzt am 01. Juni wieder. Die meisten Jungs gingen über die Schulferien nach Hause zu ihren Familien, einige Jungs verbrachten die Zeit aber auch bei uns. Grund waren meist fehlende Angehörige bzw. die fehlende Sorge derer. Während den 6 Wochen wurde es merklich ruhiger und man hat die Kinder schon bald wieder vermisst. Etwas schade, aber doch erfreulich, dass ich nach den Ferien einige Jungs nicht mehr wiedergesehen habe. Sie sind jetzt zurück bei ihren Familien und wachsen in ihrem natürlichem Umfeld auf.

Auf der anderen Seite haben wir wieder knapp 20 neue Jungs für das Hostel bekommen im Alter von 6 – 16. Jetzt beginnt das ganze Spiel wieder von vorn Namen lernen, erste nonverbale Unterhaltungen mit uns und Auseinandersetzungen unter den Jungs. Ich versuche dabei den Kleineren zu helfen, sich hier zu Hause zu fühlen und den Größeren sich an die geltenden Regeln zu gewöhnen.

Sonst noch was?

Gut seit Februar ist schon noch einiges passiert, ich versuch es kurz zu umreißen, alles weitere dann gerne bei einem Kaffee. Ich bin zusammen mit Besuch aus Deutschland durch Indien gereist und haben eine ganz neue Seite gesehen.  Delhi, Jaipur, Varanasi, Agra und das Tadj Mahal bestaunt und in Goa am Strand gelegen. In Munnar und Ooty Teeplantagen und grüne Berglandschaften bewundert und auf den 2000 Höhenmetern doch etwas ins Frösteln gekommen.

Im April hat uns ein Weltreisender aus Frankreich besucht und für einen Monat mit uns zusammengearbeitet. Während der finalen Examenzeit  hat er uns auf jeden Fall gut unter die Arme gegriffen und wir konnten uns besser aufteilen. Mit Erfolg, tatsächlich haben alle unsere Jungs ihre Examen bestanden – Juhu! Unsere drei 12. Klässler, haben ihre letzten Prüfungen erfolgreich rum gebracht und studieren ab August Betriebswirtschaftslehre, Grafikdesign und Sportlehramt.

Ach fast hätte ichs vergessen. Zusammen mit Clement habe ich außerdem noch ein kleines Video drehen können um euch allen einen besseren Einblick in Don Bosco Anbu Illam zu bieten.

Hier ist der Link. Alles Gute und bis Bald

Philip

Hey Freunde,falls ihr bis jetzt noch nicht über das Spenden nachgedacht habt; keine Sorge noch ist euer Karma zu…

Gepostet von Philip Götz am Sonntag, 29. April 2018

 

 

 

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Aksanti! https://blogs.donboscovolunteers.de/tobiniess/2018/06/18/aksanti/ Mon, 18 Jun 2018 21:01:33 +0000 http://21509.324 Liebe Leserinnen und Leser! ??? Der Titel meines neuen Eintrages mag euch vielleicht etwas merkwürdig vorkommen. So gar nicht wirklich tschechisch klingend… Das ist auch verständlich, da er „Danke“ auf Suaheli bedeutet. Jetzt kommen zwei Fragen auf: Frage 1: Warum Suaheli? Ehrlich gesagt, die „offizielle“ Antwort kenne ich (noch) nicht. Ich denke einfach, weil es […]

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Liebe Leserinnen und Leser!

???

Der Titel meines neuen Eintrages mag euch vielleicht etwas merkwürdig vorkommen. So gar nicht wirklich tschechisch klingend…

Das ist auch verständlich, da er „Danke“ auf Suaheli bedeutet.

Jetzt kommen zwei Fragen auf:

Frage 1: Warum Suaheli?

Ehrlich gesagt, die „offizielle“ Antwort kenne ich (noch) nicht. Ich denke einfach, weil es so exotisch klingt. Das Wort exotisch passt auch sehr gut zu meinem heutigen Eintrag. Es führt mich direkt auch zu Frage zwei…

Frage 2: Warum „Danke“?

Vom 08. Juni bis zum 10. Juni fand das letzte Wochenende der Vorbereitung auf den bevorstehenden Dienst der zukünftigen Volontäre statt.

Am Freitag fand noch einmal normales Programm für die Teilnehmer statt. Deshalb war Zeit für mich, meine Aufgaben, die für die folgenden zwei Tage noch anstanden, zu Ende zu bringen. Das bedeutete im Genaueren.: Ich fertigte zum einen die Zertifikate für die Teilnehmer an. Diese bescheinigten ihnen, an diesem Kurs der Vorbereitung teilgenommen zu haben. Sie brauchten dieses Dokument zwingend für ihre Aussendung. Außerdem bereitete ich für die vielen verschiedenen Menschen, die an diesem Wochenende anwesend sein würden, Namensschilder vor. Zudem sorgte ich dafür, dass die Unterbringung der Gäste geplant war. Diese sollten teilweise von Samstag auf Sonntag übernachten.

Jetzt zum Danke…

Am Samstag um 16 Uhr begann dann das Programm. Dieses trug eben den Namen „Danke“.

Mit diesem Programm, das eigens von den Teilnehmern des Kurses vorbereitet worden war, wollten sie allen anwesenden für ihre Unterstützung danken. Es waren nämlich Verwandte und Bekannte gekommen. Außerdem waren neben  dem gesamten Team auch noch ehemalige Freiwillige anwesend. Und ganz besonders wichtig für diese Veranstaltung war auch ein Salesianer, der extra für dieses Wochenende aus Rom gekommen war. Er selbst war schon als Provinzial in Afrika tätig gewesen. Deshalb kennt er sich als Missionar sehr gut mit dem Thema Dienst im Ausland aus.

Zwei zukünftige Freiwillige moderierten das Programm. Es wurden ein Paar ehemalige Volontäre interviewt. Es wurde ein aktueller Freiwilliger in Angola über Skype angerufen. Die zukünftigen Freiwilligen führten lustige Szenen auf, in denen sie darstellten, was sie ihrer kreativen Vorstellung nach, wohl in ihrem kommenden Dienst im Ausland erwarten würde. Das meiste natürlich auch auf etwas ironische Art und Weise.

Team

Das Team, welches alle Wochenenden vorbereitet hatte, zu dem ich offiziell auch dazu gehörte, führte ebenfalls eine kleine Szene auf. In dieser Szene stellte jedes Mitglied im Rhythmus zu laufender Musik mit einer Geste dar, was es hauptsächlich in dem Team geleistet hatte. Diese Geste wurde wiederholt, bis die Musik zu Ende gespielt hatte.

Der Priester und Vorsitzender unserer Organisation schleckte ununterbrochen an einem Kochlöffel. Er übernahm neben vieler anderer wichtiger Tätigkeiten immer auch die Hauptverantwortung in der Küche. Der zweite Priester wollte sich an diesem Schauspiel nicht beteiligen. Eine Salesianer-Schwester läutete imaginär mit einer Glocke. Sie konnte mit einer unnachahmlichen Weise sehr gut Leute mit sich reißen. Sie war auch für das Wecken der Teilnehmer während der Wochenenden zuständig. Zwei ehemalige Volontärinnen, die ebenfalls im Team waren, stellten dar, dass sie zuhörten, beziehungsweise ein Gebet abhielten. Der Koordinator des Kurses las etwas von einer Liste vor. Und ich schleppte verschiedenste Gegenstände von einem Ort zum anderen. Erst liefen wir durch den Altarraum der Kirche und gegen Ende stellten wir uns alle nebeneinander und versuchten so gut wie möglich als Gesamtgefüge mit all unseren Bewegungen in einer gewissen Weise ineinander zu greifen.

Der Salesianer aus Rom hielt außerdem eine brennende Ansprache auf englisch, die aber auch ins tschechische übersetzt wurde. In dieser war sein Hauptgedanke, dass egal wo man hingeht und auch egal wie lange man dort ist, für diesen Zeitraum ganz gehen und dort zu Hause sein muss. Er tat hielt diese Ansprache mit sehr lebendigen, italienischen Temperament.

Abend der Begegnung

Nach dem Programm in der Kirche folgte ein gemeinsamer Abend der Begegnung, an dem man sich austauschen konnte und außerdem auch noch mehr über den ganzen Dienst erfahren konnte. Somit diente die ganze Veranstaltung natürlich auch als Werbung für die Zukunft. Der Abend endete mit der Möglichkeit im Rahmen einer Anbetung in der Kirche für die zukünftigen Freiwilligen zu beten. Während dessen saß ich an der Rezeption, damit die Gäste von der Kirche zurück ins Haus kamen und so machte ich mir dort so meine Gedanken und dachte an die zukünftigen Freiwilligen.

Sonntag

Am Sonntag morgen fand noch eine letzte Einheit mit der Evaluierung des Kurses durch die Teilnehmer statt. Zu Beginn dieser Einheit wurde noch ein von mir zusammen gebasteltes Video gezeigt, das aus Fotos von allen absolvierten Wochenenden bestand.

Dann wurde es aber auch schon langsam ernst. Es kam zur offiziellen Aussendung der Freiwilligen in einem feierlichen Gottesdienst mit fünf Priestern, darunter die zwei Priester aus der Vorbereitung, ein bekannter einer zukünftigen Freiwilligen, der Salesianer aus Rom und der Provinzial der tschechischen Republik. Diese fünf legten allen Freiwilligen die Hände auf, nachdem diese alle gemeinsam eine Art „Schwur“ abgelegt hatten. Hinter jedem Freiwilligen stand der von ihnen gewählte Patron, welcher sie über das Jahr hinweg in besonderer Weise unterstützen sollte.

Der Salesianer aus Rom hielt eine englische (erneut übersetzt werdende) Predigt, die ähnlichen Inhalt wie am Tag zuvor hatte. Sein letzter Satz bleib mir jedoch besonders im Gedächtnis. Wenn ihr nicht weiter wisst, schaut nach oben, und er wies auf den schönen silbernen Kruzifix in unsere Kirche. Die Zukünftigen Freiwilligen erhielten neben einer Kerze und einer kleinen Schale auch ein Kreuz, das sie während ihres Dienstes verbinden und begleiten sollte.

Am Ende des Gottesdienstes machte unser Fotograf noch ein großes Gruppenfoto.

Im Anschluss an diesen Gottesdienst gab es noch ein zünftiges Mittagessen und dann hieß es auch schon Abschied nehmen.

Das Team und ein paar ehemalige Freiwillige räumten noch gemeinsam alles auf. Zum krönenden Abschluss des ganzen Kurses gingen alle Mitglieder des Teams gemeinsam essen. Im Rahmen dieses Abendessens verabschiedeten auch wir uns voneinander, da es auch in diesem Team zum nächsten Jahr einige Änderung geben wird.

Wohin geht es?

Bleibt noch zu sagen, wo die Freiwilligen ihren Dienst leisten werden. In Bulgarien (hier sind die tschechischen Salesianer als Missionare tätig. Deswegen gibt es zum einen Freiwillige, die dort nur für einen Monat sein werden, um dort Sommercamps zu veranstalten. Aber es gibt eben auch ein Paar, die dort für ein Jahr sein werden. Die weiteren Länder sind voraussichtlich: Ecuador, Indien, Tansania, Kenia, Demokratische Republik Kongo, Ghana, und Angola wobei hier noch zu erwähnen ist, dass der Freiwillige, der nach Angola geht aus Portugal kommt. Da er jedoch in Tschechien arbeitet, hat er den ganzes Kurs absolviert obwohl er so gut wie kein tschechisch spricht. Er hatte immer einige Übersetzer um sich. Die Freiwilligen werden in Einrichtungen der Salesianer arbeiten. Das können Oratorien, Schulen oder ähnliche Einrichtungen sein.

Und für mich?

Ich für meinen Teil kann jetzt eigentlich ganz entspannt auf den gesamten Kurs zurück schauen, obwohl es für mich selbst vielleicht nicht immer ganz einfach war. Ich habe jedoch viel neues gelernt und zwar vor Allem über Spiritualität, Vielfalt und Organisatorisches. Außerdem war es für mich interessant zu betrachten, wie verschieden man die Vorbereitung auf einen solchen Dienst gestalten kann. Denn dieser Dienst wird ausdrücklich als Dienst von und mit den Salesianern betitelt. Die Freiwilligen hier werden auch offiziell als Missionare entsendet.

Durch diese Erfahrung weiß ich nun noch besser, was es bedeutet ein Freiwilliger zu sein. Wir alle sind in diesem Ehrenamt auf der ganzen Welt, egal was wir tun, und wo wir uns befinden, miteinander verbunden. Nun, wo der Dienst unserer Teilnehmer bald erst beginnt, neigt sich mein Dienst hier schon dem Ende zu. Ich hoffe, dass ich hier ein gutes und schönes Ende haben werde. Ich hoffe auch, dass es meinen Kollegen, die auch aktuell noch im Einsatz sind, genau so geht. Aber gewiss ist, wo ein Ende kommt, gibt es auch einen neuen Anfang. Man nimmt sehr viel von diesem Ort, an dem man ein Jahr zu Hause war, mit in die Heimat. Auch ich bin sehr dankbar für alles was ich hier sehen und lernen durfte.

Dies ist noch nicht mein letzter Beitrag. Jedoch passt es hier gerade sehr gut zum Thema, mich zu bedanken. Bei allen, die an mich gedacht haben. Bei Allen, die an die Projekte meiner Kolleginnen und Kollegen gespendet haben.

Bilder auf Facebook:

https://www.facebook.com/adopcenablizko/

Video auf YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=-zNCGCBBYSs

Bericht im Internet:

http://www.sadba.org/novinky/novi-dobrovolnici-byli-vyslani-do-sveta/

Vielen Dank dafür, dass du meine Seite besucht hast und bis bald,

liebe Grüße,

TOBI

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Die City of Hope und ihre Veränderungen https://blogs.donboscovolunteers.de/laurainsambia/2018/06/17/die-city-of-hope-und-ihre-veraenderungen/ Sun, 17 Jun 2018 10:26:58 +0000 http://21504.271 Erstmal möchte ich mich riesig entschuldigen, dass ihr so lange nichts von mir gehört habt. Manchmal ist es sehr schwierig, regelmäßig zu berichten, was ich hier erlebe. Als ich dann anfangen wollte, von meinen letzten Wochen zu erzählen, ist mir aufgefallen, dass ich noch ein paar Informationen schuldig bin. Zum einen habe ich euch versprochen, […]

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Erstmal möchte ich mich riesig entschuldigen, dass ihr so lange nichts von mir gehört habt. Manchmal ist es sehr schwierig, regelmäßig zu berichten, was ich hier erlebe. Als ich dann anfangen wollte, von meinen letzten Wochen zu erzählen, ist mir aufgefallen, dass ich noch ein paar Informationen schuldig bin. Zum einen habe ich euch versprochen, zu erzählen, wie sich meine Arbeit und mein Leben hier verändert haben seitdem die anderen beiden Freiwilligen abgereist sind. Zum anderen ist mir aufgefallen, dass ich euch noch nie so viel über das Projekt selber erzählt habe. Das ist einfach ein bisschen unter gegangen. Also nun ein etwas längerer Blogbeitrag mit allem was ich euch noch schuldig bin.

 

Die City of Hope:

In der City of Hope leben neun Schwestern und unzählige Arbeiter und Arbeiterinnen, die die Einrichtung sauber halten, kochen, alle möglichen Dinge reparieren und die Arbeit der Schwestern unterstützten. Es gibt vier „Mummies“, die die Mädchen, die hier leben, erziehen, für sie kochen und als Ansprechpersonen dienen.

Die Einrichtung besteht aus vier Teilen. Ein großer Teil besteht aus der Schule. Sie ist aufgeteilt in Primary (Grundschule 1.-7. Klasse) und Secondary School (Oberschule 8.-12. Klasse). Circa 1200 Schüler gehen auf diese Schule. Seit Anfang Januar haben wir auch eine Preschool mit zwei Klassen. Diese ist wie eine Vorschule, in der die Kinder auf die richtige Schule vorbereitet werden.

 

Das Herzstück der City of Hope ist das GART (Girls at risk trust). Hier leben rund 34 junge Mädchen, die alle unterschiedliche Hintergründe haben. Viele kommen aus schwierigen Verhältnisse, haben ein oder beide Elternteile verloren und manche wurden in ihren Familien vernachlässigt oder misshandelt. Die Mädchen sind im Alter von 9 bis 20. Wenn sie die Schule beendet haben, bewerben sie sich auf einen Job oder ein Studium und müssen die City of Hope verlassen.

Der dritte große Bereich ist das Auxilium. Dort haben Jugendliche oder junge Erwachsene die Möglichkeit unterschiedliche Kurse zu besuche, die sie auf das Berufsleben vorbereiten. Es werden Kurse für Gastronomie, Computer und Schneiderei angeboten.

Der letzte Bereich ist das Oratory. Jeden Samstag kommen hier die Mädchen aus dem GART und Kinder und Jugendliche von außerhalb zusammen und spielen Spiele oder treiben Sport.

 

Mein Tagesablauf:

Mein Tag beginnt immer um 7:15Uhr in der Schule. Dort helfe ich den Lehrerinnen beim korrigieren der Aufgaben oder helfe einigen Schülern, die Probleme mit dem Unterrichtsstoff haben. Ich bin der vierten Klasse zugeteilt. Von 9:30 bis 10 Uhr ist Pause, die ich nutze, um zu Hause etwas zu trinken oder mich kurz zu stärken. Die nächste Unterrichtseinheit geht bis 12 Uhr. Die Kinder aus dem Vormittagsunterricht haben dann Schulschluss und es folgt sofort ein fliegender Wechsel zu den Nachmittagskindern. Ich gehe meistens mit einigen Kindern der Vormittagsklasse noch eine halbe Stunde in die Bibliothek, wo sich jedes Kind ein Buch ausleihen darf. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, alle Schüler ruhig zu halten finde ich diese Zeit sehr wichtig, da einige Kinder große Probleme mit dem Lesen und auch Zuhause keine Bücher haben, um dies zu üben.

 

Um 12:30 Uhr bekommen die Freiwilligen von den Mummys Mittagessen. In den ersten Monaten konnte ich mich hier gut mit den anderen Freiwilligen über den Unterricht  austauschen oder einige Dinge für den Nachmittag besprechen. Seit Ende Februar sind die anderen beiden Freiwilligen weg, weswegen ich jetzt mittags alleine esse. Im ersten halben Jahr ging es nach dem Mittagessen wieder in die Schule zum Nachmittagsunterricht. Dies konnte ich zum Glück ändern, sodass ich jetzt mittags eine Stunde Pause habe, die mir auch sehr gut tut. Von 14-15 Uhr lerne ich mit den drei kleinsten Mädchen aus dem GART, die zu dieser Zeit schon Schulschluss haben. Ich bin sehr froh darüber, denn so kann ich mich noch intensiver mit den Mädchen beschäftigen und mehr Zeit mit ihnen verbringen. Anschließend habe ich von 15-16 Uhr nochmal Pause, die ich sehr gut nutzen kann um einige Dinge vorzubereiten.

Am Nachmittag gibt es verschiedene Aktivitäten. Durch die zwei neu gewonnenen Stunden Pause am Mittag habe ich beim Nachmittagsprogramm wieder neue Kraft und Motivation getankt, sodass ich voller Energie in die zweite Hälfte des Tages starten kann. Die einzelnen Aktivitäten sind unter anderem Sport, Production (Basteln), Musik, Waschen, Feldarbeit oder ähnliches, was von 16-17 Uhr oder manchmal auch bis 17:30 Uhr stattfindet. Alles was am Nachmittag stattfindet ist nur für die Mädchen die Im GART wohnen.

Das Nachmittagsprogramm mit den Mädels war jedoch in den letzten Wochen nicht besonders erfolgreich.  Oft fanden die Aktivitäten wie Musik, Spiele und Basteln nicht statt. Stattdessen mussten die Mädchen eine Zeit lang fast jeden Tag auf dem Feld arbeiten und oftmals über die Programmzeit hinaus bis es dunkel war. Das hatte zur Folge, dass abends alle müde waren und die meisten, ohne ihre Hausaufgaben gemacht zu haben, ins Bett gingen. Ab und zu fand noch Sport statt, aber immer an einem anderen Tag, sodass es für mich schwer war herauszufinden, welches Programm am jeweiligen Tag stattfand.

Der tägliche Rosenkranz findet ab 17:30 Uhr statt. In dieser Zeit kann ich gut zur Ruhe kommen und einige Ereignisse des Tages reflektieren. Wenn die Mädchen anfangen zu singen, bekomme ich jedes Mal eine Gänsehaut und ich genieße es, ihnen dabei zuzuhören.

Direkt im Anschluss geht es weiter mit der Study-time. Dort helfen wir Volontäre den Mädchen bei ihren Hausaufgaben oder üben mit den kleineren Lesen. Mir gefällt die Study-time immer noch ganz gut, weil ich dort (leider immer nur einzelnen) Mädchen helfen kann und das ist ein gutes Gefühl.  Dies  ist jeden Tag der letzte Programmpunkt, der um 19:30Uhr endet. Ich wünsche den Mädchen eine gute Nacht und habe den Abend dann frei, um Abendbrot zu essen oder einige Dinge für die nächsten Tage vorzubereiten. Manchmal kommt einer der Nachbarsjungen abends noch vorbei, wenn er auch Hilfe bei den Hausaufgaben braucht. Das heißt, dass manchmal mein Tag erst kurz nach 21 Uhr endet.

Freitagnachmittags habe ich frei, um ein bisschen für die nächste Woche einzukaufen. Der Abend ist für eine gemeinsame Zeit mit den Mädchen gedacht, wo getanzt werden kann oder wir gemeinsam einen Film schauen.

Jeden Samstag findet von 14-16 Uhr das Oratory statt. Das Oratoryteam, was aus eine Handvoll Brothers und ein paar der älteren Mädchen besteht, denkt sich für jeden Samstag etwas Neues aus. Es werde Basketball, Volleyball oder Netball gespielt, eine Talenteshow veranstaltet, Gruppenspiel oder Bibelquiz gemacht oder ähnliches. Das Oratory findet für unsere Mädchen und die Kinder und Jugendliche von außerhalb statt.

Sonntags ist um 7:30 Uhr Messe, die in der Regel zwei Stunden dauert. Anschließend habe ich eigentlich frei, aber wenn ich nicht gerade Wäsche machen oder putzen muss, verbringe ich doch oft den Tag mit den Girls.

 

Ich bin in einem der beiden Volontärhäuser am Rand der Einrichtung untergebracht. In den beiden Häusern wohnen immer jeweils zwei Freiwillige. Da wir im ersten halben Jahr zu dritt waren, wohne ich also seit Mitte Oktober alleine. Das Frühstück und Abendbrot bereite ich selber vor. Unter der Woche wird für mich das Mittagessen gekocht. Am Samstag versorgen ich mich komplett selbst und am Sonntag essen ich mit den Mädchen aus dem Gart und den Schwestern zusammen. Dies ist der einzige Tag in dem die ganze Community zusammen isst.

 

Neue Aufgaben:

Seit Mitte März haben wir eine ganz neue Flötengruppe. Die Blockflöten waren ein Spende, von einem Kurzzeitvolunteer, der seine Rentenzeit damit verbringt, einmal im Jahr die CoH zu besuchen. Diese Flötengruppe habe ich seit Anfang April übernommen und führe diese nun selbstständig. Es macht riesigen Spaß den Kindern die Musik näher zu bringen und ein eigenes Projekt zu habne, bei dem man nicht von den Schwestern oder Mummys abhängig ist. Leider können nie alle Mädchen immer am Flötenunterricht teilnehmen, da einige in der Zeit andere Arbeiten erledigen müssen.

Seit Mitte Mai, also noch ganz frisch, habe ich handsignierte Volleybälle von den Zweiten Heeren aus meinem Volleyballverein dem TSV Giesen Grizzlys bekommen. Die Freude darüber ist bei mir und den Mädchen riesig. Jetzt müssen wir endlich nicht mehr mit Fußbällen Volleyball spielen. Seit dem kamen die Bälle oft zum Einsatz und wer weiß, vielleicht schaffe ich es noch, in den letzten Wochen ein regelmäßiges Training einzuführen.

Allgemeine Veränderungen:

Wie schon erwähnt, bin ich seit Ende Februar alleine im Projekt. Ende Februar sind die anderen beiden Freiwilligen abgereist und seitdem sind leider auch keine neuen Freiwillige gekommen. Das heißt, dass ich nun seit 2,5 Monaten absolut auf mich allein gestellt bin. Ich muss zugeben, dass mich das in ein ganz schönes Tief geworfen hatte. An das alleine essen und wohnen hatte ich mich ja schon gewöhnt, aber nun auch keine Person mehr zum Austauschen zu haben oder um auch mal aus der City of Hope rauszukommen, ist wirklich hart. Probleme, schwierige Tage oder Ereignisse mache ich also seitdem mit mir alleine aus, weil es keine Person gibt, an die ich mich wenden kann. Die Mädels haben zwar immer ein offenes Ohr für mich und merken auch schnell wenn es mir mal nicht gut geht, aber es ist pädagogisch gesehen nicht immer klug denn Mädels alles anzuvertrauen und zu erzählen. So fühle ich mich doch oft sehr sehr einsam, was die Arbeit nicht Erleichert.

Was mich sehr traurig macht, ist die Tatsache, dass die Schwestern kein großes Interesse daran zeigen, wie es mir geht. Ob ich arbeite, wie ich arbeite, wie es mir gesundheitlich geht oder wie ich mit der derzeitigen Situation zurechtkomme, scheint den Schwestern egal zu sei, bzw. kommen keinerlei Nachfragen oder Erkundigungen.

Dadurch dass ich die einzige Freiwillige im Projekt bin, habe ich ein engeres Verhältnis zu den Mädchen bekommen, was ich sehr schön finde. Sie vertrauen sich mir an und auch die älteren der Mädchen, mit denen man am Anfang nicht so viel zu tun hatte, fangen langsam an, sich zu öffnen. Allerdings ist es auch sehr anstrengend, da die Mädchen jetzt nur noch auf mich zukommen können und alleine für über 30 Mädchen Zeit zu finden und allen gerecht zu werden ist nicht immer leicht.

Ich liebe die Arbeit mir den Mädchen noch immer, aber es zerrt an den Nerven ganz allein ohne andere Freiwillige hier zu sein. Die Kommunikation hier im Projekt ist alles andere als gut, sodass die Arbeit unfassbar anstrengend ist, weil man nie irgendwelche Informationen über Programmpunkte bekommt. Auch eigene Ideen umzusetzen scheitert oft an der mangelnden Kommunikation. Dennoch bin ich froh, hier zu sein und freue mich auf die nächsten Monate.

 

Schöne Grüße

Eure Laura

P.S. In ein paar Tagen gibt es etwas über die sambische Kultur zu lesen, also seit gespannt 😉

 

 

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,,Typisch Albanisch“ https://blogs.donboscovolunteers.de/emiliainalbanien/2018/06/16/typisch-albanisch/ Sat, 16 Jun 2018 12:56:25 +0000 http://21485.333 Aufgrund einer Halsentzündung hatte ich etwas mehr Zeit in den letzten Tagen, um einen neuen Blogeintrag zu verfassen, der mir schon wieder seit mindestens einem Monat im Kopf herumschwirrt. Und zwar möchte ich einmal auf die albanische Kultur und was denn so ,,typisch albanisch“ ist, eingehen. Natürlich sind alles nur die Eindrücke, die ich den […]

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Aufgrund einer Halsentzündung hatte ich etwas mehr Zeit in den letzten Tagen, um einen neuen Blogeintrag zu verfassen, der mir schon wieder seit mindestens einem Monat im Kopf herumschwirrt.

Und zwar möchte ich einmal auf die albanische Kultur und was denn so ,,typisch albanisch“ ist, eingehen. Natürlich sind alles nur die Eindrücke, die ich den mittlerweile 10 Monaten hier gesammelt haben und die selbstverständlich nicht auf alle Albaner zu übertragen, aber einfach Dinge, die mir aufgefallen sind.

Direktheit

Die Albaner sind immer direkt, so bekommt man häufig zu hören: ,,Oh dein Outfit ist aber schön.“ ,,Du siehst heute so schön aus.“ ,,Du bist so süß.“ ,,Du bist so fleißig und hilfst immer so gut.“ Mindestens genauso oft hört man dann aber auch wieder ,,Bist du krank? Du siehst heute echt schlecht aus“ – Was soll ich sagen? Ich war natürlich nicht krank… 😀 Oder man macht Witze über die Akne, die Figur oder über diejenigen, die etwas bräunere Haut haben. Auch meine 2 Freunde, Volontäre aus der Schweiz und Deutschland haben nicht schlecht gestaunt, als ihnen ihre Mitarbeiter gesagt habe, dass sie fett geworden seien. Die Albaner sind einfach direkt und nehmen kein Blatt vor den Mund. Meiner Meinung gleicht sich das ganze gut aus, da man viele Komplimente bekommt und mit der Zeit nimmt das Ganze auch nicht mehr so ernst, denn wenn es etwas, dass alle gerne tun, dann ist das übertreiben.

Lästern – das beliebteste Hobby

Noch lieber als jemandem ins Gesicht zu sagen, ist das Ganze hinter dem Rücken zu machen. So wird oft beim stundenlangen Kaffeetrinken über das neueste Outfit jemandes geredet, denn alle kennen oder vielleicht über die etwas fragwürdige Frisur eines völlig unbekanntem Passanten. Oft wird mir gesagt ,,Ach es wäre schön in einem anderen Land zu leben, wo man einfach tun kann, was man will.“ Hier wird einfach immer darüber geredet und man möchte ja sich und seine Familie nicht schlecht hinstellen. Auch in Deutschland wird über andere geredet und der neueste Tratsch ausgetauscht, ich denke das liegt in der menschlichen Natur, dadurch, dass hier einiges noch traditioneller ist und etwas anders abläuft in Deutschland, wird zum Beispiel auch unter den Nachbarn getratscht, wen man denn nach Hause bringt, dennoch finde ich es hier etwas ausgeprägter.

Kaffeekultur

Das Kaffeetrinken gehört hier einfach zum Leben, schließlich macht man eigentlich fast nichts anderes als in ein Café zu gehen, wenn man sich mit Freunden trifft. Dabei wird starker türkischer Kaffee getrunken. Das Kaffeetrinken wurde zu einem wirklich ausgeprägtem Hobby für mich, fast täglich treffe ich mich dazu mit Freunden, man bleibt gerne stundenlang sitzen und redet (oder tauscht sich über den nächsten Tratsch aus, wie bereits erwähnt.) Warum das Kaffeetrinken hier so populär ist? Es gibt hier einfach nicht so viele Möglichkeiten etwas zu machen, der Kaffee mit 50 Cent pro Tasse ist wenigstens preisgünstig. Auch trifft man sich nicht unbedingt zu Hause bei anderen, man bringt niemand Fremdes nach Hause, außerdem sind die Wohnungen häufig sehr klein, die Zimmer werden sich immer unter den Kindern geteilt, teilweise auch mit Großeltern etc.

Gesundheitssystem

Aufgrund meiner mittlerweile vergangenen Krankheit, hatte ich auch die Möglichkeit in das Gesundheitssystem einblicken zu können. Natürlich war es nicht schön so krank zu sein, dennoch finde ich, dies war eine bereichernde Erfahrung, als ich nämlich entdeckt habe, dass sich in meinem wirklich sehr geschwollenem Hals mittlerweile auch Eiter gebildet hat, wusste ich es handele sich leider nicht mehr um harmlose Halsschmerzen und das ich mich vielleicht doch zum Arzt begeben sollte. Deswegen habe ich dann dem wohlgemerkt ,,besten“ Krankenhaus der Stadt abgestattet. Naja vom Aussehen schien es mir schon sehr unterschiedlich zu Deutschland, aber die Schwestern und die Ärztin waren supernett, haben sich ganz lieb um mich gekümmert und die ganze Behandlung war umsonst. Natürlich wäre das kein Problem für mich und ich bin in meinem Freiwilligendienst auch versichert, aber ich finde es gut zu wissen, dass die Menschen dorthin gehen können, auch wenn sie kein Geld haben, denn das ganze finanziert der Staat. Die Medikamente musste ich dann schon bezahlen. Also ich persönlich habe keine schlechten Erfahrungen gemacht, ich habe allerdings schon Geschichten von Fahrrädern im OP-Saal gehört, denn draußen wird es ja gestohlen…

Religion

Wie schon oft erwähnt ist der Glaube hier so wichtig für viele Menschen. Sonntags geht man in die Kirche egal welchen Alters. Aber was ich am schönsten hier finde, dass es Christen und Muslime sich hier so gut tolerieren. Auch ins Oratori kommen täglich viele Muslime, wir beten dort oft zusammen, aber das wird von den muslimischen Kindern toleriert, genauso wurde gestern aufgrund des Bayrams (Ende des Ramadans) ein freier Tag der Summergames, die mittlerweile begonnen haben, eingelegt.

Herzlichkeit

Auch die Herzlichkeit habe ich schon in vielen vorangegangen Blogeinträgen erwähnt, möchte sie nun aber noch einmal aufgreifen, da sie einfache zum ,,typischen“ Albanerdasein dazugehört. Man erkundigt sich immer freundlich wie es den anderen geht, auch die zahlreiche Küsschenverteilung, spricht meiner Meinung nach dafür. Man wird überall mit offenen Armen empfangen und vor allem als Ausländer wird man häufig eingeladen, auch wenn die Menschen vielleicht nicht so viel Geld haben, aber man kann sie nicht davon abbringen.

Tradition

Die Albaner sind sehr traditionsbewusst, zum Einen der albanischen Kultur mit den Tänzen, der Musik, aber auch beispielsweise beim Essen bleiben sie traditionell. Es gibt hier ein Sushi Restaurant in Shkodra, als ich dort zusammen mit einer Freundin war, wurden wir tagelang ausgefragt, wie es denn war und das Ganze wurde kritisch begutachtet. Genauso ergeht es mir jedesmal, wenn ich sage, dass ich Kontaktlinsen trage. Diese Dinge sind ,,moderner“ und sind nicht seit Jahrzehnten in Gebrauch, deswegen fehlt das Vertrauen darin. Auch beispielsweise Tampons werden aus diesem und aus religiösen Gründen nicht gebraucht hier. Zur Tradition gehört es auch, früh zu heiraten, die Familie steht an oberster Stelle. Die Frau wird nach der Hochzeit eine typische Hausfrau, kocht, kümmert sich um die Kinder und putzt das Haus. Aus diesem Grund finde ich es sehr wichtig, dass die Jungs hier im Haus auch mithelfen müssen, beim Teller abtrocknen, zusammenkehren etc.

Viele verbinden Albanien mit Kriminalität und der Mafia, dies sind Gerüchte oder Stereotypen, so wie die deutsche Pünktlichkeit oder dass alle Deutschen Bier lieben. Es gibt für alle Länder diese Stereotypen, die es aber gilt zu durchschauen. Dies sind nun meine Eindrücke aus meiner Sicht und meinem Umfeld.

 

Des Weiteren haben mittlerweile die Sommerferien und somit die Sommerspiele begonnen. Im Haus ist es ruhig, bis auf ein paar Ausnahmen sind alle Jungs zu Hause und kommen erst wieder im September, was für mich schon den endgültigen Abschied für sie heißt. Langweilig wird mir aber erstmal nicht dank der Sommerspiele, die einigen Schwung in das Oratori bringt. Bald folgt ein Eintrag darüber.

Hier noch ein paar Eindrücke von einem Ausflug, den ich zusammen mit den Animatoren des Oratoris gemacht habe. Dabei hatte ich das Vergnügen den Süden Albaniens erkunden zu können, der wahre Schatz Albaniens. Ich war wirklich begeistert von den Orten, die wir besucht haben, vor allem von den schönen Stränden und dem Meer.

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Ramadan und Grüße https://blogs.donboscovolunteers.de/martininderelfenbeinkueste/2018/06/16/ramadan-und-gruesse/ Sat, 16 Jun 2018 10:55:31 +0000 http://21327.601 Liebe Leser*innen, mir geht es hier in der Elfenbeinküste sehr gut, es regnet fast täglich und heiß ist es auch sehr. Die großen Ferien beginnen und so wird auch meine Arbeit langsam weniger. Deshalb habe ich auch mal ein bisschen Zeit für mich. Ich bin super gelaunt und freue mich auf die letzten zwei Monate […]

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Liebe Leser*innen,

mir geht es hier in der Elfenbeinküste sehr gut, es regnet fast täglich und heiß ist es auch sehr. Die großen Ferien beginnen und so wird auch meine Arbeit langsam weniger. Deshalb habe ich auch mal ein bisschen Zeit für mich. Ich bin super gelaunt und freue mich auf die letzten zwei Monate dieses Dienstes, der mir, glaube ich, schon jetzt sehr viel gebracht hat. Hier aber nun mein Artikel:

Von Muslimen, die zur Kirche gehen und Christen, die fastenbrechen.

Vielleicht habt ihr schon mitbekommen: es war wieder Ramadan. Das ist der muslimische Fastenmonat. Nicht so wie bei uns Christen wird nur auf ein Nahrungsmittel, eine Angewohnheit, oder ähnliches gefastet. Nein die Muslime essen und trinken nicht solange es hell ist. Hier geht das also immer von ca. 06:00 Uhr bis 18:30 Uhr. Danach, in der Nacht, wird dann gegessen und gefeiert. Für uns im Foyer (meiner Arbeitsstelle) hat das bedeutet, dass wir als es dunkel wurde nochmal Feuer gemacht haben, um auch unseren Muslimen zu kochen, oder wenigstens Essen aufzuwärmen. Viele konnten nicht richtig arbeiten und sich konzentrieren, weil sie einfach hundemüde waren.

Am 14. Juni war nun aber das Fastenbrechen. Wenn die Dunkelheit anbricht beginnen alle zu feiern. Nicht nur Muslime, sondern auch Christen feiern mit. Alle Bars, Restaurants und Kioske sind heillos überfüllt. Es wird getrunken (auch die Muslime trinken Alkohol) und gegessen. Meistens wird ein Schaf geschlachtet und mit allen geteilt. Die Stadt liegt lahm. Geschäfte sind geschlossen und es sind wesentlich weniger Menschen die Arbeiten auf der Straße. Dafür tanzen alle und es gibt laute Musik. Dies Straßen sind mit Menschen überfüllt, Autos kommen kaum durch.

Ich finde es wunderbar, wie hier einfach alle zusammenleben können. Hier wird nicht unterschieden und erst recht niemand ausgeschlossen. Die Elfenbeinküste beherbergt übrigens weniger Ivorer als Ausländer. Burkinabe leben neben Liberianern, Ivorern und Beniner. Christen und Muslime akzeptieren sich und feiern gemeinsam. Denn am Schluss beten alle zum gleichen Gott – einem der für die Liebe steht, für das Miteinander und die Toleranz, für die Einheit in der Vielfalt.

Es wäre doch wünschenswert, dass auch das fortschrittliche Deutschland endlich kapiert, dass uns 6% Muslime nicht kaputt machen, dass sie uns sicher nicht die Arbeitsplätze oder noch schlimmer unsere Kultur stehlen. Wir sollten verinnerlichen, dass Weiße gleich viel wert wie unsere schwarzen Brüder und Schwestern sind. Andere Kulturen und Regionen dieser Erde haben es auch schon geschafft. Wir könnten auch gemeinsam feiern. Angst brauchen wir jedenfalls nicht vor Schwarzen und Muslimen haben. Lasst uns gemeinsam für Liebe und Frieden und gegen Hass und Hetze arbeiten. Ich lade euch dazu ein mit mir zu beten:

„Herr mache uns zum Werkzeug deines Friedens,
dass wir lieben wo man hasst,
dass wir verbinden, wo Streit ist,
dass wir Hoffnung wecken, wo Verzweiflung quält
und Licht entzünden, wo Finsternis regiert.

Herr lass uns Menschen werden, die das Leben lieben und den Frieden suchen. Amen“

Viele Grüße und bis bald schon, euer
Martin

 

Der Beitrag Ramadan und Grüße erschien zuerst auf Don Bosco Volunteers.

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