{"id":45,"date":"2019-09-13T14:52:31","date_gmt":"2019-09-13T12:52:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/?p=45"},"modified":"2019-09-13T14:52:35","modified_gmt":"2019-09-13T12:52:35","slug":"angekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/2019\/09\/13\/angekommen\/","title":{"rendered":"Angekommen in unserem zu Hause f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr"},"content":{"rendered":"<p>Jaaaaaa, angekommen in der Stadt, wo wir hin wollen! Im dritten Anlauf schaffen wir es dann auch mal:<br>Erst hie\u00df es, wir fahren am Mittwoch morgen, also haben wir gewartet, dass es endlich losgeht. Dass uns jemand sagt, wann es losgeht. Aber nein, keiner kam und wir fanden keinen. Also warteten wir bis zum Mittagessen, um dann zu fragen, wann und von wo wir nach Butare-Rango fahren w\u00fcrden. Da hie\u00df es dann: &#8222;Das Auto ist kaputt, wir k\u00f6nnen heute nicht fahren. Wir fahren morgen Vormittag.&#8220;<br>Okay, also beschlossen Rike und ich unsere Koffer doch auf zumachen und uns anschlie\u00dfend Kigali anzuschauen. Aber das habt ihr ja schon gelesen.<br>Am Donnerstag Vormittag sollte es losgehen, aber es kam wieder keiner. Also nochmal Mittagessen im Provincial House. Am Nachmittag ging es dann aber endlich los! Drei Stunden im Bus. Das war was. Alle wollten uns helfen, unsere Koffer und Rucks\u00e4cke in den Bus zu tragen, sowohl beim Ein- als auch beim Aussteigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Also sa\u00dfen wir drei Stunden auf unseren Pl\u00e4tzen und schauten die vorbeiziehende Landschaft an. Also mehr oder weniger, denn ich muss gestehen, ich bin ziemlich schnell eingeschlafen. Upps ; )<\/p>\n\n\n\n<p>Am Busbahnhof in Butare (oder auch Huye, das ist die gleiche Stadt. Sie tr\u00e4gt quasi zwei Namen &#8211; einen vom vorm Genozid, einen von hinterher.) sollten wir von P\u00e8re Gaspard abgeholt werden, dem Direktor der Einrichtung. Tja, der kam dann auch &#8211; nach 25 Minuten warten. Aber wir wurden herzlich begr\u00fc\u00dft. Die Koffer und Rucks\u00e4cke flogen auf die Ladefl\u00e4che, meinen (Teddy) Karlos habe ich gerade noch retten k\u00f6nnen, zum Gl\u00fcck. Und dann ging es durch den bereits beschriebenen Verkehr in Richtung Oratorium und unserem zu Hause f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr. <br>Wir fuhren durch ein gr\u00fcnes Tor, \u00fcber einen Weg, neben dem links ein Fu\u00dfballfeld und rechts ein Volleyball- und dahinter ein Basketballplatz zu sehen waren. Und dann kam noch Tor und vor uns war das Kaport f\u00fcr die Autos. <br>Als wir dann nach links schauten, erblickten wir den Eingang zu einer Wohnung, daneben die Rezeption und noch ein Raum, in dem ein paar Kinder Gitarre spielten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425241-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-55\" width=\"501\" height=\"376\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425241-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425241-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425241-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425241-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425241.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 501px) 100vw, 501px\" \/><figcaption>Der Eingang zum Flur mit den Schlafzimmern<br>Links die T\u00fcren zur Rezeption und dem Raum mit St\u00fchlen zum (Gitarre) spielen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Dann luden wir das Gep\u00e4ck aus und gingen in unsere Zimmer! Juhuuuuu, endlich! MEIN Zimmer! MEIN R\u00fcckzugsort! Und ich habe mich gleich so wohl gef\u00fchlt. Das Zimmer ist zwar eher spatanisch eingerichtet: ein Bett, ein Regal, ein Schrank, ein Schreibtisch und ein Waschbecken. Aber was braucht man schon mehr?! Ich hab dann erstmal meinen Koffer und die Rucks\u00e4cke aus- und einger\u00e4umt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425561-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-56\" width=\"498\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425561-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425561-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425561-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425561-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1425561.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 498px) 100vw, 498px\" \/><figcaption>Sch\u00f6ne T\u00fcrschilder, die uns Willkommen hie\u00dfen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Als dann alles, zumindest gr\u00f6\u00dftenteils wegger\u00e4umt war, ging es zur Abendandacht &#8211; auf franz\u00f6sisch. Ich und franz\u00f6sisch! Verstanden habe ich ungef\u00e4hr nichts&#8230; Aber egal!<br>Fangen wir vorne an: Wir gingen in die Kapelle und wollten uns in die letzte der drei Reihen setzen. Aber der Fr\u00e8re winkte uns neben sich. Wir wollten uns nebeneinander setzen, sodass einer neben ihm sitzen w\u00fcrde. Aber das war offensichtlich nicht sein Gedanke. Er wollte eine von uns auf jeder Seite von sich, was er uns dann auch klar machte. Nur, dass er es nicht sagen konnte, weil er schon mitten im Lied steckte und sang. Also machte er es uns mehr oder weniger pantomimisch klar, was er von uns verlangte. <br> Dann schlug er uns die entsprechende Seite auf und zeigte uns, wo wir singen mussten. Und so hatten unsere erste Andacht auf franz\u00f6sisch. Danach gab es Abendessen. Das ist hier anders als bei uns zu Hause immer war &#8211; es gibt zwei Mal am Tag eine warme, deftige Mahlzeit mit vier G\u00e4ngen, Suppe, Salat, Hauptgang mit Nudeln, Kartoffeln, Reis, Bohnen, Fleisch, So\u00dfe und Gem\u00fcse und zum Nachtisch gibt es meistens Obst. Also es gibt nicht Reis, Nudeln und Kartoffeln gleichzeitig, aber doch immer zwei der drei Sachen. <br>Na ja, als es danach endlich ins Bett ging, konnte ich (dank Benjamin Bl\u00fcmchen) auch relativ schnell schlafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Freitag wurden wir in der Schule vorgestellt, die hier auf dem Gel\u00e4nde ist. Dort werden Sch\u00fcler*innen in verschiedenen Berufen ausgebildet. Morgens machen die P\u00e8res immer ein &#8222;Mot du martin&#8220;. Dabei wird immer erst ein bisschen erz\u00e4hlt, \u00fcber alles M\u00f6gliche gesprochen (wir verstehen leider nicht wirklich was, weil das auf Kiyarwanda gehalten wird und, sagen wir mal so, our Kinyarwanda is not the yellow from the egg). Im Anschluss wird immer noch gebetet und dann bekommen wir unser Fr\u00fchst\u00fcck. <br>Dann haben wir uns um unser Visum gek\u00fcmmert. Um es kurz zu halten, es wird noch spannend, ob das alles klappt&#8230; Das Geld kann man nicht in dem Haus selbst bezahlen, man muss in die Stadt fahren, wo es verschiedene L\u00e4den gibt, die unser Geld nehmen und dann quasi auf das Konto des Landes \u00fcberweisen oder so. Das hat in jedem Fall nicht geklappt, sodass wir dann irgendwann einfach aufgegeben haben und zur\u00fcck in die Einrichtung gefahren sind, um Mittag zu essen. Nachmittags hatten wir ein bisschen Zeit, um anzukommen und uns auszuruhen, denn, obwohl wir nicht viel getan haben, waren wir v\u00f6llig fertig. Der Kulturschock l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Am Samstag wurden wir dann kurz herumgef\u00fchrt, bevor wir das erste Mal in Kontakt mit den Kindern kommen sollten, die wir von nun an jeden Samstag betreuen sollen &#8211; die Stra\u00dfenkinder aus Butare. Sie k\u00f6nnen am Samstag ihre Kleidung und sich selbst waschen, k\u00f6nnen dann dort spielen und bekommen zum Schluss eine warme Mahlzeit. Dadurch, dass die meisten Kinder von ihnen nicht zur Schule gehen, k\u00f6nnen nur drei Jungs englisch, wir aber kein kinyarwanda. Es war schwierig, sehr schwierig.<br>Verst\u00e4ndigung war quasi nicht m\u00f6glich und der Bruder, der den Tag mit uns gestalteten sollte, war st\u00e4ndig weg. Das hat es nicht wirklich leichter gemacht. Irgendwann haben sie angefangen, uns nach Geld zu fragen, wollten unsere Schuhe haben, versuchten uns die festgeknoteten Armb\u00e4nder abzunehmen. Es war echt unangenehm. Ich will nicht sagen, dass ich es nicht irgendwie nachvollziehen kann, aber die Kinder h\u00f6rten nicht wirklich auf, wenn man versucht, sie zu bremsen. Hoffentlich wird das besser, wenn wir uns auf kinyarwanda verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Nachmittags ging es dann zum ersten Mal ins Oratorium, die Zeit habe ich wirklich genossen. Ja, auch die Kinder haben uns erst gefragt, ob wir Geld oder Schuhe f\u00fcr sie h\u00e4tten, aber als wir nein gesagt haben, wurde es besser. Wir haben den Nachmittag \u00fcber mit den Kindern gequatscht, die ein bisschen Englisch k\u00f6nnen und jeder hat versucht, uns ein paar Vokabeln beizubringen. Ansonsten haben wir den Studenten beim Volleyball spielen zugeschaut. Als der Tag dann zu Ende war, mussten Rike und ich uns erst mal noch unterhalten, austauschen \u00fcber die Erfahrungen des Tages.<br>Im Anschluss sind wir Rosenkranz beten gegangen &#8211; auf franz\u00f6sisch. Und beim Abendessen haben wir dann (auch zum ersten Mal) Marakujas gegessen, also so aufgeschnitten und mit dem L\u00f6ffel aus der Schale gegessen. : )<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1444041-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57\" width=\"511\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1444041-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1444041-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1444041-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1444041-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/emmasblog\/wp-content\/uploads\/sites\/21605\/2019\/09\/20190913_1444041.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 511px) 100vw, 511px\" \/><figcaption>Mein Bett : ) <br>Nat\u00fcrlich mit Moskito-Netz auch wenn wir das hier eigentlich nicht so dringend brauchen<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Noch schnell ein paar Worte zum Sonntag und dann soll es das auch f\u00fcr heute sein. <br>Sonntags ist in unserer Kommunit\u00e4t keine Morgenmesse, weshalb wir zur Kirche ins Dorf gehen. Der Gottesdienst ging ganze ZWEI STUNDEN, aber durch den vielen Gesang konnte man es gut aushalten. Nur war die Messe nat\u00fcrlich auf Kinyarwanda, also haben wir nichts verstanden. Am Ende haben wir uns noch kurz vorgestellt &#8211; auf Kinyarwanda, aber das haben wir auswendig gelernt. Egal, ist keinem aufgefallen ; ) <br>Am Nachmittag ging es dann wieder ins Oratorium.<\/p>\n\n\n\n<p>Was noch ein bisschen ungewohnt ist, sind die ganzen Blicke, egal wohin man geht. Nat\u00fcrlich war mir klar, dass wir angeschaut werden, weil wir nun mal einfach auffallen, aber trotzdem. Na ja, vielleicht gew\u00f6hnt man sich da irgendwann dran. <br>Toll sind die ganzen Menschen, die kommen, um dir die Hand zu sch\u00fctteln; die kleinen Kinder, die angelaufen kommen, um dich zu dr\u00fccken; die Menschen, die uns freundlich anl\u00e4cheln, die mit uns reden wollen. Manchmal erschrecke ich mich ein bisschen, wenn wir von der Kirche nach Hause laufen oder im Oratorium sitzen und auf einmal Kinder kommen, die mich in den Arm nehmen und die ich vorher nicht sehe. Und egal, wo wir hingehen, irgendwer l\u00e4chelt zur\u00fcck, wenn wir ihn oder sie anl\u00e4cheln.<\/p>\n\n\n\n<p>Es tut mir leid, dass der Beitrag erst jetzt kommt (und dann auch noch so lang ist), aber ich hatte ein spannendes Buch angefangen, das leider nicht warten konnte. Also musste der Blog es tun : )<br>Und noch was, falls ihr  Anregungen, Fragen oder sonst irgendwas habt, schreibt es gerne in die Kommentare. Ich freue mich \u00fcber jeden einzelnen Kommentar ; )<\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe und bis bald<br>Emma<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jaaaaaa, angekommen in der Stadt, wo wir hin wollen! Im dritten Anlauf schaffen wir es dann auch mal:Erst hie\u00df es, wir fahren am Mittwoch morgen, also haben wir gewartet, dass es endlich losgeht. 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