{"id":287,"date":"2026-03-14T15:24:50","date_gmt":"2026-03-14T14:24:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/?p=287"},"modified":"2026-03-14T15:24:50","modified_gmt":"2026-03-14T14:24:50","slug":"drei-hochs-auf-don-bosco","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/2026\/03\/14\/drei-hochs-auf-don-bosco\/","title":{"rendered":"Drei Hochs auf Don Bosco"},"content":{"rendered":"<h2 class=\"wp-block-heading\">Karas Kulturen<\/h2>\n\n\n\n<p>Wir kamen also am Mittwoch, dem 28. Januar, ziemlich fertig wieder in Kara an. Eine Verschnaufpause bekamen wir jedoch nicht, denn gleich am n\u00e4chsten Tag waren wir im Coll\u00e8ge zur Journ\u00e9e culturelle (also zum Kulturtag) eingeladen. Ich muss zugeben, anfangs absolut keine Lust versp\u00fcrt zu haben, dorthin zu gehen. Ich war m\u00fcde und hatte noch einiges zu tun und erschien nur Gladys und den Foyer-Kindern zuliebe. R\u00fcckblickend bin ich jedoch total dankbar, es miterlebt zu haben, denn der Tag hat mir gute Einblicke in einige Traditionen verschiedener an der Schule vertretenen Ethnien geliefert. Nat\u00fcrlich gibt es noch viel, viel mehr Traditionen zu entdecken (in Togo leben schlie\u00dflich \u00fcber 40 verschiedene Ethnien), aber ich beschr\u00e4nke mich hier auf das, was ich gesehen und erkl\u00e4rt bekommen habe. Vieles habe ich \u00fcbrigens selbst nicht so recht verstanden, habt also Nachsicht, wenn die Informationen nur sehr l\u00fcckenhaft sind.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">La lutte pour la culture (Der Kampf f\u00fcr die Kultur)<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit den Vorf\u00fchrungen begonnen haben die Kaby\u00e8, in Kara die gr\u00f6\u00dfte Ethnie. Schon seit Beginn unserer Zeit hier versuchen wir die Sprache zu lernen, das erweist sich aber als deutlich schwerer als zu Anfang gedacht, denn dadurch, dass die Kinder Kaby\u00e8 nicht von klein auf in der Schule lernen, sondern nur sprechen, k\u00f6nnen sie uns die Grammatik nicht wirklich erkl\u00e4ren und bringen uns nur einzelne W\u00f6rter oder S\u00e4tze bei. Das aber nur nebenbei, eigentlich wollte ich euch ja von den Vorf\u00fchrungen erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie alle westafrikanischen Kulturen haben die Kaby\u00e8 Initiationsriten f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen. Der Initiationsritus der M\u00e4nner hei\u00dft Evala und die Vorbereitung dauert vier Jahre. Zumindest offiziell. Inoffiziell fangen die Jungs schon in der Grundschule an, sich darauf vorzubereiten. Auch zu uns sagen die Kleinen aus dem Foyer oft: &#8222;Luttons, je vais te gagner!&#8220; (&#8222;Lass uns k\u00e4mpfen, ich werde gegen dich gewinnen!&#8220;) Die Evala sind n\u00e4mlich Ringk\u00e4mpfe, bei denen die jungen M\u00e4nner ihre Kraft, ihre Flinkheit und ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Es gibt mehrere Runden: Der Gewinner des Dorfes k\u00e4mpft gegen die Gewinner der umliegenden D\u00f6rfer, der Gewinner der Region gegen die Gewinner der anderen Regionen und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Evala finden im Juli statt. Dann ist hier in Kara richtig was los! Ich bin schon richtig gespannt darauf. Einen kleinen Vorgeschmack bekamen wir bei der Journ\u00e9e culturelle, aber seht selbst:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"1080\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080;\" width=\"1920\" controls src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260129_105420_001.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mit der Unterst\u00fctzung der Ahnen fliegen wie die V\u00f6gel<\/h3>\n\n\n\n<p>Nach den Kaby\u00e8 kam die Vorf\u00fchrung der Ewe. Die Ewe sind im S\u00fcden Togos mit Abstand die gr\u00f6\u00dfte Ethnie, hier in Kara jedoch eine Minderheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor die M\u00e4dchen uns ihren Tanz, der V\u00f6gel im Flug imitiert, zeigten, beschwor ein Junge die Ahnen, um ihren Segen f\u00fcr diesen Tag und besonders den bevorstehenden Tanz zu erbitten. Dazu nahm er eine Schale, in die er etwas hochprozentigen Alkohol goss, hielt sie hoch, schwenkte sie leicht und sagte etwas auf Ewe. (Leider hat mir keiner \u00fcbersetzt, was genau er sagte, alle waren viel zu sehr auf das Geschehen konzentriert.) Dann goss er den Gro\u00dfteil des Schnapps auf den Boden und trank selbst einen kleinen Schluck. Erst nach dieser Zeremonie durften die M\u00e4dchen tanzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"1080\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080;\" width=\"1920\" controls src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260129_111409_001.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Ahnen spielen \u00fcbrigens nicht nur bei den Ewe, sondern in so ziemlich allen westafrikanischen Kulturen eine gro\u00dfe Rolle. So gie\u00dfen beispielsweise auch viele Kaby\u00e8, wenn sie von jemandem eingeladen werden und zum Empfang Wasser bekommen, erst ein wenig Wasser f\u00fcr die Ahnen auf den Boden, bevor sie selbst einen Schluck nehmen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Messer und Mystik<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Bassar, die Naoda und die Moba f\u00fchrten uns ebenfalls ihre T\u00e4nze vor.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"1080\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080;\" width=\"1920\" controls src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260129_114906_001_001.mp4\"><\/video><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tanz der Moba<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am meisten beeindruckt haben mich jedoch die Kotokoli: Auch bei ihrer Vorf\u00fchrung wurden zun\u00e4chst die Ahnen beschw\u00f6rt, dann nahm der Ahnenbeschw\u00f6rer ein St\u00fcck Papier aus seiner Tasche, zeigte es allen und goss Wasser dar\u00fcber. Dann steckte er das Papier in den Mund, tat so, als w\u00fcrde er darauf herumkauen und zog mit gro\u00dfem Spektakel statt dem Papier einen Geldschein aus dem Mund. Der Teil war allerdings noch nicht sonderlich beeindruckend, es wirkte eher wie ein Trick von einem Zauberer auf dem Jahrmarkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Richtig krass waren die T\u00e4nze: Bei dem einen kreisten die Jungen umeinander und jedes Mal, wenn sie auf einen anderen trafen, schlugen sie die St\u00f6cke, die sie in den H\u00e4nden hielten, aneinander. Im Takt, wohlgemerkt. Den passenden Gesang lieferten die M\u00e4dchen, die sich an der Seite zu einem Chor versammelt hatten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"1080\" style=\"aspect-ratio: 1920 \/ 1080;\" width=\"1920\" controls src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260129_121323_001_001.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei dem anderen rutschte mir im ersten Moment das Herz in die Hose: Ein Junge zeigte ein gro\u00dfes Messer herum, schmierte sich eine durchsichtige Fl\u00fcssigkeit auf den Bauch und began dann, mit dem Messer \u00fcber seinen Bauch zu fahren, als wolle er sich selbst aufschneiden. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-video\"><video height=\"464\" style=\"aspect-ratio: 832 \/ 464;\" width=\"832\" controls src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/VID-20260313-WA0001.mp4\"><\/video><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Klinge konnte seiner Haut jedoch nichts anhaben. Die Fl\u00fcssigkeit sch\u00fctze ihn, wurde mir erkl\u00e4rt. Woraus sie bestand, konnte mir keiner sagen, nur, dass sie von einem \u00e4u\u00dferst m\u00e4chtigen &#8222;Charlatan&#8220; hergestellt wurde. (Ja, Scharlatan, aber nicht im Sinne von Betr\u00fcger, sondern einer, der mit der Geisterwelt in Kontakt steht und mystische Kr\u00e4fte aufweist, wahrscheinlich w\u00fcrde man im Deutschen Schamane dazu sagen.) Seine mystischen Kr\u00e4fte bewahren den Messert\u00e4nzer vor Verletzungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Frohes Probieren und guten Appetit!<\/h3>\n\n\n\n<p>Last, but not least: Das Essen. Zum Abschluss wurde uns von allen lauter leckeres Essen zum Probieren serviert. Gladys hatte es die Krabbe besonders angetan (als einziges von allem \u00fcberhaupt nicht mein Fall), beide entdeckten wir &#8222;Djenkoum\u00e9&#8220; f\u00fcr uns. &#8222;Djenkoum\u00e9&#8220; ist eine Art herzhafter fester Maisbrei, unter den eine Tomatenso\u00dfe-Palm\u00f6l-Mischung ger\u00fchrt wird und auch bekannt als &#8222;P\u00e2te rouge&#8220;. Von welchem Volk welche Speise stammt, wei\u00df ich leider nicht mehr. Die Krabbe kam auf jeden Fall vom Meer, also aus dem S\u00fcden und damit vermutlich den Ewe. Bei den anderen Gerichten kann ich es euch beim besten Willen nicht mehr sagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000028600-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-375\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000028600-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000028600-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000028600-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000028600-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000028600.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Don-Bosco-Fest Nr. 1: Gro\u00dfe Feier im Centre <a href=\"https:\/\/www.donboscomission.de\/don-bosco\/\">Don Bosco<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Am Freitag ging&#8217;s dann erst so richtig los mit dem Feiern: Das Coll\u00e8ge et Lyc\u00e9e, das Ausbildungszentrum und das Ausbildungszentrum der Don-Bosco-Schwestern feierten alle zusammen bei uns auf dem Campus ihr Don-Bosco-Fest. Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erw\u00e4hnen, dass der 31. Januar der Tag des Heiligen Giovanni Boscos ist, weshalb alle Don-Bosco-Einrichtungen der Welt um diesen Tag herum das Don-Bosco-Fest feiern. Wie genau die Gestaltung dieses Festtages aussieht, ist nat\u00fcrlich von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Falle des Centre Don Boscos wurde zun\u00e4chst mit den knapp 3000 (oder 2000 ? -&gt; nachfragen) versammelten Sch\u00fcler*innen und den ganzen Mitarbeitenden eine Messe gefeiert. Hauptzelebrant der Messe war P\u00e8re Cyrille, der Direktor, aber nat\u00fcrlich waren alle Salesianer und auch die Schwestergemeinschaft anwesend. Es war mal wieder eine richtig sch\u00f6ne Messe mit Partystimmung und einer tollen Predigt dar\u00fcber, was die Don-Bosco-P\u00e4dagogik ausmacht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_100847-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-311\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_100847-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_100847-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_100847-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_100847-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_100847.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Auf die Messe folgten alle m\u00f6glichen Vorf\u00fchrungen: Rap, Poetry Slam, Musik\u2026 Die Vorf\u00fchrungen gingen bis zum Mittagessen. Gegessen wurde im Klassenverband ein von den Sch\u00fclerinnen oder den Lehrerinnen zuvor vorbereitetes Festmahl. Das scheint hier bei jedem Fest so gehandhabt zu werden, jedenfalls war es bisher bei allen Feiern in der Schule so. Gladys und ich wurden erst ins Lehrerzimmer und dann von allen Foyer-Kindern in ihre Klassen eingeladen. Ich hatte bereits seit dem Fr\u00fchst\u00fcck einen flauen Magen und musste schon nach dem ersten Klassenzimmer ablehnen, was mir total unangenehm war, weil es hier echt unh\u00f6flich ist, Essen abzulehnen. Aber meine Gesundheit war mir dann doch wichtiger als H\u00f6flichkeit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_133112-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-313\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_133112-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_133112-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_133112-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_133112-900x675.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/20260130_133112.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Essen im neuen Lehrerzimmer<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Vorbereitung f\u00fcr den gro\u00dfen Tag<\/h3>\n\n\n\n<p>Nachmittags wurde dann noch getanzt. Leider konnten Gladys und ich nicht mehr dabei sein, denn wir hatten Roberta, der Sekret\u00e4rin des Foyers, versprochen, eine Stunde fr\u00fcher zu kommen, um eine Schnitzeljagd als Aktion f\u00fcr das Don-Bosco-Fest im Foyer vorzubereiten. F\u00fcr die Schnitzeljagd funktionierten wir kurzerhand die Hausrallye von meinem letzten Vorbereitungsseminar um. Dann halfen wir beim Dekorieren des Foyers f\u00fcr das Fest am n\u00e4chsten Tag. Der restliche Nachmittag unterschied sich nicht wesentlich von anderen Freitagnachmittagen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Don-Bosco-Fest Nr. 2: Don-Bosco-Tag im Foyer<\/h2>\n\n\n\n<p>Der eigentliche Don-Bosco-Tag, der 31. Januar, fiel dieses Jahr praktischerweise auf einen Samstag, sodass wir im Foyer am Tag selbst unser Don-Bosco-Fest feiern konnten. Auch diesmal sollten die Feierlichkeiten mit einer Messe beginnen und zwar um 8:30 Uhr. Den Kindern hatte P\u00e8re Jonathan jedoch &#8222;huit heures z\u00e9r\u00f3 z\u00e9ro&#8220; (also Punkt 8 Uhr) gesagt, weil sie ja immer tr\u00f6deln und zu sp\u00e4t kommen w\u00fcrden. Zu sp\u00e4t waren dann jedoch nicht die Kinder, sondern wir. Soviel also dazu. Zum Gl\u00fcck hatten Roberta und Celestine (mit Abstand die beste S\u00e4ngerin unter den Erziehenden) die Wartezeit mit dem Proben der Lieder f\u00fcr die Messe \u00fcberbr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"419\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036785-419x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-342\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036785-419x1024.jpg 419w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036785-123x300.jpg 123w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036785.jpg 524w\" sizes=\"auto, (max-width: 419px) 100vw, 419px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">V\u00e9ronique <sup data-fn=\"7add4a23-d660-49b5-927b-32d8f41c33a0\" class=\"fn\"><a href=\"#7add4a23-d660-49b5-927b-32d8f41c33a0\" id=\"7add4a23-d660-49b5-927b-32d8f41c33a0-link\">1<\/a><\/sup> \u00fcbernimmt eine Lesung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Spiel und Spa\u00df &#8211; Feiern ganz im Sinne Don Boscos<\/h3>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend an die Messe gab es f\u00fcr die Kinder &#8222;G\u00e9nie en herbe&#8220;, eine Art Quiz-Spiel mit l\u00e4cherlich einfachen Fragen. Ich h\u00e4tte gerne gewusst, wie die Erzieher reagiert h\u00e4tten, wenn ein Kind auf die Frage &#8222;Soll man seine Eltern respektieren?&#8220; mit &#8222;Nein!&#8220; geantwortet h\u00e4tte. Aber gut. Gladys und ich waren sowieso nicht involviert, wir mussten n\u00e4mlich noch letzte Vorbereitungen f\u00fcr unsere Hausrallye treffen, die gleich im Anschluss an das Quizspiel stattfand. <\/p>\n\n\n\n<p>Am Anfang hatte so manches Kind die Spielregeln nicht verstanden, aber nach einer Zeit lief es dann. Im ganzen Foyer rannten Kinder herum und suchten nach den von uns versteckten Zetteln. Hatten sie den Zettel mit der richtigen Nummer gefunden, mussten sie schauen, welches Symbol darauf abgebildet war und es uns sagen. War die Antwort richtig, bekamen sie eine Aufgabenstellung von uns, z.B. &#8222;Singt uns ein Don-Bosco-Lied vor&#8220; oder &#8222;Stellt das Don-Bosco-Symbol als Akrobatikfigur dar&#8220;. War die Aufgabe erf\u00fcllt, durften sie w\u00fcrfeln und ihre Spielfigur auf unserem selbstgebastelten Spielbrett vorbewegen und nach der neuen Zahl, auf der sie gelandet waren, suchen. Ziel war es, einmal das ganze Spielbrett zu umrunden und wieder an seine Startposition zur\u00fcckzukommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Manche Teams gaben relativ schnell auf, aber andere lie\u00dfen nicht locker und nach gut drei Stunden Spielzeit hatte eine Gruppe tats\u00e4chlich gewonnen. Wir beendeten also das Spiel und gingen zur Siegerehrung \u00fcber. Alle Kinder bekamen als Mitmach-Preis bzw. als Geschenk zur Feier des Tages eine kleine Packung Kekse und ein S\u00fc\u00dfgetr\u00e4nk. Die Sieger bekamen dazu noch ein kuchenartiges Geb\u00e4ck in Donutform. Sie strahlten \u00fcber das ganze Gesicht und waren sich einig: Die M\u00fche hatte sich gelohnt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mangeons! (&#8222;Lasst uns essen!&#8220;)<\/h3>\n\n\n\n<p>Dann gab es endlich Mittagessen! Wobei &#8222;Mittagessen&#8220; das falsche Wort war, denn es war bereits nach 15 Uhr. Erstaunlich, wie gut gelaunt die Kinder daf\u00fcr noch waren! Das Gericht selbst entsch\u00e4digte jedoch die Versp\u00e4tung, denn es gab &#8222;P\u00e2te de riz&#8220; (eine Art riesiger Reisklo\u00df) mit Erdnuss-Ingwer-So\u00dfe und H\u00fchnchen. F\u00fcr die Kinder, die nur zu besonderen Anl\u00e4ssen Fleisch bekommen, ein absolutes Highlight!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"419\" data-id=\"343\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036796-1024x419.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-343\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036796-1024x419.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036796-300x123.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036796-768x314.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036796-900x368.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036796.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"347\" src=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036827-1-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-347\" srcset=\"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036827-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036827-1-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036827-1-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036827-1-900x506.jpg 900w, https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/dueaukoue\/wp-content\/uploads\/sites\/21746\/2026\/03\/1000036827-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Nach dem Essen wurde, wie es sich f\u00fcr eine ordentliche Feier geh\u00f6rt, die Musik auf maximale Lautst\u00e4rke aufgedreht und getanzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Don-Bosco-Fest Nr. 3: Gemeindefest<\/h2>\n\n\n\n<p>Am Sonntag war das Gemeindefest, denn Don Bosco ist ihr Namenspatron. Die Kirche komplett \u00fcberf\u00fcllt (deutlich voller als zur Christmette!) und als P\u00e8re Cyrille w\u00e4hrend der Predigt alle unter 30 bat, aufzustehen, erhoben sich ca. 80 % der \u00fcber 3000 Anwesenden. 80% das muss man sich mal vorstellen! In Europa ist man ja schon froh, wenn die Gemeinde nicht mehrheitlich aus Rentnern bzw. aus Rentnerinnen besteht. Aber hier w\u00e4chst die Kirche tats\u00e4chlich, sie ist jung und lebendig, was wirklich wundersch\u00f6n ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem anschlie\u00dfenden Essen und einigen Vorf\u00fchrungen tanzten wir gute zwei Stunden Kamou, einen traditionellen Ernte-Dank-Tanz, der den ganzen Januar \u00fcber getanzt wird. Es war ein &#8222;Ball poussi\u00e8re&#8220; (&#8222;Staubball&#8220;) erster Klasse, der von den Tanzenden aufgewirbelte Staub hing wie Nebel in der Luft.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Apr\u00e8s la f\u00eate, c&#8217;est la d\u00e9faite&#8220; (&#8222;Nach der Feier kommt die Niederlage&#8220;)<\/h2>\n\n\n\n<p>Abends fiel ich nach der zwingend notwendigen Dusche wie ein Stein ins Bett und war einfach nur froh, dass der n\u00e4chste Tag ein Montag und damit f\u00fcr uns frei war. Ich Dummkopf habe den Montag dann jedoch gar nicht so sehr zum Schlafen genutzt (Gladys war da schlauer), sondern lieber den Gro\u00dfputz meines Zimmers zu Ende gebracht. Es ist wirklich unglaublich, welche Mengen an Staub sich hier in k\u00fcrzester Zeit ansammeln! Und mit Staub meine ich nicht Hausstaub, sondern ganz fein pulverisierte trockene Erde. Wie Sand, nur halt nochmal deutlich feiner. Und dieses Zeug ist wirklich noch viel hartn\u00e4ckiger als Hausstaub und legt sich wie ein br\u00e4unlicher Film \u00fcber alles, was auch nur ansatzweise eine gerade Fl\u00e4che darstellt. Man kommt mit Kehren und Wischen einfach nicht hinterher!<\/p>\n\n\n\n<p>Jedenfalls hat mir die Putzaktion wohl die letzte Kraft genommen, am n\u00e4chsten Tag war ich n\u00e4mlich prompt krank. Nichts Schlimmes, nur Schnupfen und Kopfschmerzen, aber ich bin dennoch nicht ins Foyer mitgekommen. Mein erster Krankheitstag hier in Togo und auch das erste Mal, dass ich hier Langeweile versp\u00fcrt habe. Ich konnte nachmittags n\u00e4mlich nicht einschlafen, aber selbst zum Musikh\u00f6ren war ich zu fertig bzw. dann meldeten sich meine Kopfschmerzen zu Wort. Nun ja, erst verreisen, dann vier Tage am St\u00fcck feiern und dann noch Gro\u00dfputz war vielleicht doch etwas zu viel f\u00fcr meinen K\u00f6rper. Vor allem, weil ich durch diese ganzen Aktivit\u00e4ten mehr als eine Woche keinen Mittagsschlaf gemacht hatte und damit unter massivem Schlafmangel litt. Zum Gl\u00fcck war ich schon am n\u00e4chsten Tag wieder halbwegs fit.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spenden-Challenge<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich hoffe, auch euch geht&#8217;s gut und ihr vergesst nicht, mal Pausen einzulegen. Sonst ergeht es euch wie mir nach den Don-Bosco-Festen. Was ist denn bei euch gerade so los? Erz\u00e4hlt es gerne in den Kommentaren! <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und wie immer freue ich mich \u00fcber Spenden!!! Den Link dazu findet ihr <a href=\"https:\/\/www.donboscomission.de\/volontariat\/2025\/spenden\/christine\">hier<\/a>.<\/strong> \u00dcbrigens kann man auch regelm\u00e4\u00dfig spenden. Wer also sagt: &#8222;Viel habe ich nicht, aber f\u00fcnf Euro im Monat, das kriege ich hin.&#8220; F\u00fcnf Euro im Monat ist super! Das macht \u00fcber die sechs Monate, die mir noch bleiben, 30 Euro! Und selbst, wenn es nur einmalig f\u00fcnf Euro sind: F\u00fcnf Euro sind immer noch mehr als nichts. <strong>Es m\u00fcssen wirklich keine gro\u00dfen Betr\u00e4ge sein, ich freue mich \u00fcber jede Unterst\u00fctzung!<\/strong> Und: Die Summe macht&#8217;s. Wenn ganz viele von euch ein kleines bisschen spenden, dann kommt am Ende trotzdem viel dabei heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe eine Challenge an mich selbst gestellt: Ich m\u00f6chte mindestens 5000 Euro Spenden sammeln. Daf\u00fcr brauche ich eure Motivation und Unterst\u00fctzung! Ich bin mir sicher, dass wir das gemeinsam schaffen werden!!!<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<ol class=\"wp-block-footnotes\"><li id=\"7add4a23-d660-49b5-927b-32d8f41c33a0\">Name zum Schutz des Kindes ge\u00e4ndert  <a href=\"#7add4a23-d660-49b5-927b-32d8f41c33a0-link\" aria-label=\"Zur Fu\u00dfnotenreferenz 1 navigieren\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/li><\/ol>\n\n\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karas Kulturen Wir kamen also am Mittwoch, dem 28. Januar, ziemlich fertig wieder in Kara an. Eine Verschnaufpause bekamen wir jedoch nicht, denn gleich am n\u00e4chsten Tag waren wir im Coll\u00e8ge zur Journ\u00e9e culturelle (also zum Kulturtag) eingeladen. Ich muss zugeben, anfangs absolut keine Lust versp\u00fcrt zu haben, dorthin zu gehen. 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