{"id":49,"date":"2010-10-26T10:35:51","date_gmt":"2010-10-26T10:35:51","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/donboscobonn\/?p=49"},"modified":"2010-10-26T10:35:51","modified_gmt":"2010-10-26T10:35:51","slug":"haiti-neun-monate-nach-dem-erdbeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.donboscovolunteers.de\/donboscobonn\/2010\/10\/26\/haiti-neun-monate-nach-dem-erdbeben\/","title":{"rendered":"Haiti &#8211; neun Monate nach dem Erdbeben"},"content":{"rendered":"<p><strong><em> \u201ePiti piti wazo fe nich li\u201c \u2013 Langsam und St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck baut der Vogel sich sein Nest.<\/em><\/strong><strong> <em><\/em><\/strong><\/p>\n<p>Dieses kreolische Sprichwort symbolisiert in treffender Weise die Lage Haiti\u00b4s nach dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010. Bei meinem zweiten Besuch neun Monate nach dem Beben ist von dem erhofften Wiederaufbau der Hauptstadt Port-au-Prince (PaP) und den umliegenden betroffenen Gebieten nicht viel zu sehen. Wie auch im April bei meinem ersten Besuch, ist der Gro\u00dfteil der Tr\u00fcmmer nach wie vor nicht weggeschafft. Selbst den Pr\u00e4sidentenpalast im Zentrum der Stadt findet man noch immer eingest\u00fcrzt und ohne nennenswerte Aufr\u00e4umarbeiten. Dennoch sind kleinere R\u00e4umungsarbeiten im Gange. Ich sehe wesentlich mehr gro\u00dfes R\u00e4umger\u00e4t auf den Stra\u00dfen als im April und auch sieht man viele Trupps von Haitianern in verschieden farbigen T-Shirts gekleidet, die am \u201eCash for Work\u201c-Programm der UN teilnehmen. F\u00fcr ein paar Dollar am Tag werden sie an den R\u00e4umarbeiten beteiligt.<\/p>\n<p>Der Verkehr in Port-au-Prince ist unbeschreiblich chaotisch. F\u00fcr 25km vom Hauptsitz der Salesianer in PaP in die nahe gelegene Stadt Gressier brauchen wir mehr als drei Stunden. Katastrophale Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse, bis 50cm tief klaffende L\u00f6cher im Asphalt, eine nicht durchg\u00e4ngig asphaltierte Decke, meterhohe M\u00fcllberge oder Schlammmassen sowie die eigensinnige Fahrweise der Haitianer behindern einen funktionierenden und reibungslosen Stra\u00dfenverkehr.<\/p>\n<p>Die Menschen, die ich treffe, wirken trotz der unmenschlichen Lebensbedingungen in PaP erstaunlich hoffnungsvoll, umtriebig und freundlich. Ende November stehen die Pr\u00e4sidentschaftswahlen an. Der amtierende Pr\u00e4sident Preval darf nach zweimaliger Amtszeit laut Gesetz nicht mehr kandidieren, daher hat er f\u00fcnf Kanditaten seiner populistischen Partei ins Rennen um seine Nachfolge geschickt. Insgesamt kandidieren 19 Anw\u00e4rter auf das Pr\u00e4sidentenamt. Der in den USA lebende aber geb\u00fcrtig aus Haiti stammende Rapper Wyclef Jean, hat seine Kandidatur vor kurzem zur\u00fcckgezogen. Gibt es \u00fcberhaupt eine Hoffnung, dass sich mit einem neuen Pr\u00e4sident etwas \u00e4ndern wird in Haiti, dass das Land einen Schritt nach vorne macht?, frage ich einen Haitianer, mit dem ich mich w\u00e4hrend meines Aufenthaltes unterhalte. \u201eDie einzige Hoffnung ist, dass jemand gewinnt, der schon genug Geld hat, so dass er es nicht mehr n\u00f6tig hat, es uns aus der Tasche zu ziehen,\u201c so die ern\u00fcchternde Antwort.<\/p>\n<p>Schockierend ist weiterhin die Lage der durch das Erdbeben obdachlos gewordenen Menschen. Nach wie vor ist fast jede freie Fl\u00e4che in der Hauptstadt durch Zelte oder zelt\u00e4hnliche Behausungen belegt; selbst auf dem etwas breiteren Mittelstreifen an der Landstra\u00dfe von PaP Richtung S\u00fcden haben sich die Menschen in ihrer Not niedergelassen. Man sch\u00e4tzt die Zahl der in Lagern \u00a0und Zeten lebenen Menschen auf eine halbe Million. Die Regierung bleibt in dieser Sache weitgehend unt\u00e4tig, Hausbauprogramme sind nur in kleinem Ma\u00dfe angelaufen.\u00a0 Weitere 600.000 Haitianer haben sich aufgrund der desolaten Situation in der Hauptstadt in den letzten Monaten auf den Weg in die \u00fcbrigen Landesteile gemacht, in der Hoffnung auf einen Neubeginn und bessere Lebensbedingungen. Das Erdbeben hat somit nicht nur Auswirkungen auf PaP und deren unmittelbare Umgebung sondern auf die gesamte Insel.<\/p>\n<p>Dies sp\u00fcren auch die <a href=\"https:\/\/www.donboscomission.de\/don-bosco\/erbe\/\">Salesianer Don Boscos<\/a> (SDB). In ihren \u00fcbrigen Einrichtungen in Cap Haitien, Fort Libert\u00e9 im Norden oder Les Cayes im S\u00fcdwesten sind w\u00e4hrend der letzten Monate unz\u00e4hlige junge Menschen vorstellig geworden, die sich erhoffen, dort eine schulische oder berufliche Ausbildung zu beginnen, bzw. sie zu Ende f\u00fchren zu k\u00f6nnen.\u00a0 Die Sch\u00fclerzahlen steigen. Dies stellt die Salesianer und ihre Mitarbeiter vor enorme Herausforderungen: zus\u00e4tzliches\u00a0 Unterrichts- und Ausbildungsmaterial muss beschafft werden, bauliche Ver\u00e4nderungen m\u00fcssen z.T. vorgenommen werden und zus\u00e4tzliches Personal eingestellt werden, um die gestiegene Anzahl von Kindern und Jugendlichen in den Einrichtungen aufnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em><br \/>\n<strong>Die Arbeit der SDB im Erdbebengebiet in den vergangenen neun Monaten<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Thorland:<\/span><br \/>\nAuf der gro\u00dfen Freifl\u00e4che der fr\u00fcheren Jugend- und Bildungsst\u00e4tte der SDB in Carrefour, im Westen von Port-au-Prince siedeln sich unmittelbar nach dem Erdbeben 15.000 Menschen in Zelten und zelt\u00e4hnlichen Behausungen an. Koordiniert von den Salesianern und den <a href=\"https:\/\/www.donboscomission.de\/don-bosco\/\">Don Bosco<\/a> Schwestern (FMA) werden die Familien mit Hilfe anderer ausl\u00e4ndischer Nichtregierungsorganisationen mehrere Monate mit dem N\u00f6tigsten versorgt. Nach und nach geht die Zahl der intern Vertriebenen in Thorland zur\u00fcck, da sich viele Familien auf den Weg in weitere Landesteile Haitis zu ihren Familien machen. Die \u00dcbrigen erhalten von Don Bosco substantielle Hilfe f\u00fcr einen Neuanfang. Bei meinem Besuch sind keine Zelte oder Familien mehr auf der gro\u00dfen Fl\u00e4che zu sehen. Das Gel\u00e4nde sieht jedoch aus wie ein Schlachtfeld und soll nun schnellstm\u00f6glich aufger\u00e4umt werden. Die meisten Familien haben sich im um Carrefour herum angesiedelt. Hier betreuen die Salesianer sie weiterhin und k\u00fcmmern sich vor allem um die Kinder und Jugendlichen, denen sie sinnvolle Freizeitaktivit\u00e4ten anbieten.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Die Technische Berufsschule ENAM:<\/span><br \/>\nDas gro\u00dfe Gel\u00e4nde im Zentrum von Port-au-Prince im Stadtteil La Saline war vom Erdbeben extrem stark besch\u00e4digt worden. Hier befanden sich vor dem Erdbeben die technische Berufsschule ENAM (Ec\u00f3le National des Arts et des Metiers), eine B\u00e4ckerei, das Werk der Kleinen Schulen (OPEPB) mit gro\u00dfem Unterrichtsgeb\u00e4ude, Lehrer- sowie Erzieherinnenschule, Werkst\u00e4tten, das Stra\u00dfenkinderzentrum Foyer Lakay sowie ein Wohnhaus der Salesianer.<\/p>\n<p>Teile der\u00a0 technischen Berufsschule ENAM wurden komplett zerst\u00f6rt, andere sind unbrauchbar geworden. Die Salesianer entschieden, dass die neue technische Berufsschule nicht wieder in La Saline, einer der \u00e4rmsten und gef\u00e4hrlichsten Gegenden der Stadt, sondern am Stadtrand in einem besseren Stadtteil aufgebaut werden soll. Nach langem Suchen eines Grundst\u00fccks wurden sie nun im \u00f6stlichen Stadtgebiet in \u201eCroix de Bouquets\u201c f\u00fcndig. Ein 5 ha gro\u00dfes Grundst\u00fcck konnte erworben werden, auf dem in Zukunft eine neue technische Schule entstehen soll.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Stra\u00dfenkinderzentrum Lakou\/Lakay:<br \/>\n<\/span>Die erste Anlaufstelle f\u00fcr Stra\u00dfenkinder in Port-au-Prince ist Lakou \u2013 der Hof. Hier konnten nach dem Erdbeben die zerst\u00f6rten Umgebungsmauern sowie zerst\u00f6rten W\u00e4nde der Geb\u00e4ude wieder aufgebaut werden. Lakou \u2013 der Hof &#8211; befindet sich nicht wie das Foyer Lakay \u2013 das Haus \u2013 auf dem gro\u00dfen Gel\u00e4nde in La Saline, sondern ca. f\u00fcnf \u00a0Minuten entfernt an einer Hauptstra\u00dfe.\u00a0 In der zweiten Phase des Stra\u00dfenkinderprogramms, im Foyer Lakay, wo die Jugendlichen leben, zur Schule gehen und eine Ausbildung erhalten, waren vor allem die Werkst\u00e4tten besch\u00e4digt sowie die Umgebungsmauern zerst\u00f6rt. Diese werden sukzessive wieder aufgebaut, sind aber noch nicht fertiggestellt. Zwei Wochen vor meinem Besuch versuchten Eindringlinge erneut, auf das Gel\u00e4nde zu gelangen, um dort Materialien zu stehlen. Durch gemeinsames Eingreifen der Anwesenden und das Werfen von Steinen konnten die sechs bewaffneten Personen vertrieben werden. Der Bau der Umgebungsmauer wird immer wieder verhindert durch Bedrohung der Arbeiter oder Abreissen der zuvor gemauerten Teile. Die Komplettierung der Mauer, die das riesige Gel\u00e4nde der SDB in La Saline umfasst, ist eine vordringliche aber noch nicht abgeschlossene Aufgabe, da die Finanzierung fehlt. Jedoch macht kein weiterer Wiederaufbau Sinn, wenn das Gel\u00e4nde nicht vor Dieben gesch\u00fctzt werden kann.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">OPEPB (Oevre des petits ecoles de Pere Bohnen) \u2013 Das Werk der Kleinen Schulen (von P. Bohnen):<\/span><br \/>\nZum Werk der Kleinen Schulen geh\u00f6rten auf dem weitl\u00e4ufigen Gel\u00e4nde in La Saline mehrere Schulkomplexe (Grund- und Sekundarschulgeb\u00e4ude, Schule f\u00fcr Lehrerfortbildung, Erzieherinnenschule), Werkst\u00e4tten, B\u00e4ckerei, Schulk\u00fcche- sowie Kantine.<\/p>\n<p>Ein Schulkomplex wurde komplett zerst\u00f6rt, unter ihm \u00fcber 200 Jugendliche sowie junge Erwachsene begraben, die zu dieser Zeit an einer Fortbildungsma\u00dfnahme teilnahmen. Das Grund- und Sekundarschulgeb\u00e4ude, die Schulk\u00fcche- sowie Kantine wurden so stark beintr\u00e4chtigt, dass sie nicht mehr nutzbar sind. Die Werkst\u00e4tten funktionieren bedingt, die B\u00e4ckerei kam nicht zu schaden.<\/p>\n<p>Um die vorher bestehenden 70 Schulklassen ansatzweise zu ersetzen, wurden in den letzten Monaten in Holzbauweise 21 vor\u00fcbergehende Klassenzimmer gebaut, der Schulunterricht wurde im April wieder aufgenommen. In diesen vorgefertigten Klassenr\u00e4umen werden sowohl die Sch\u00fcler unterrichtet als auch am Nachmittag Lehrer und Erzieher weitergebildet. Jedoch konnte bislang die urspr\u00fcngliche Anzahl von Sch\u00fclern aufgrund von Platzmangel nicht wieder erreicht werden.<\/p>\n<p>Die Arbeit der Schulk\u00fcche wird ab Ende Oktober provisorisch f\u00fcr einen Zeitraum von 7 Monaten in einem Zelt wieder aufgenommen, langfristig muss eine neue K\u00fcche entstehen. Zusammen mit einer zweiten K\u00fcche im Slum Cit\u00e9 Soleil konnten t\u00e4glich vor dem Erdbeben 19.000 Kinder der Kleinen Schulen versorgt werden. Jetzt sind es nur 6.000. Die zweite K\u00fcche konnte nach dem Erdbeben ebenfalls nicht weiter arbeiten; der Betrieb soll in den n\u00e4chsten Wochen wieder aufgenommen werden. Die B\u00e4ckerei auf dem Gel\u00e4nde in La Saline backt t\u00e4glich 4.000 Brote f\u00fcr die Versorgung der Kinder im Schulunterricht, die Kapazit\u00e4ten sollen ausgeweitet werden.<\/p>\n<p>Die Handwerkerschulen bzw. Werkst\u00e4tten der Kleinen Schulen laufen wieder, wenn auch eingeschr\u00e4nkt. Die \u00c4lteren schneidern hier z.B. f\u00fcr die Kinder der Vorschulen Kleidungsst\u00fccke oder bauen Schulb\u00e4nke f\u00fcr die neuen Klassenr\u00e4ume. Die meisten Aktivit\u00e4ten finden im Freien statt, da die Geb\u00e4ude noch nicht wieder saniert sind.<\/p>\n<p>Das Konzept der Kleinen Schulen beinhaltete vor dem Erdbeben 132 sog. Minischulen im Slum Cit\u00e9 Soleil, meist nur aus 1-2 Klassenr\u00e4umen bestehend. Derzeit sind davon erst 60 wieder in Betrieb. Es fehlen Gelder f\u00fcr die Renovierung, Lehrergeh\u00e4lter sowie didaktisches Material.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Grund- und Sekundarschule sowie Internat Gressier:<br \/>\n<\/span>Acht Zelte ersetzen die v\u00f6llig in sich zusammengefallene Grund- und Sekundarschule von 2004.\u00a0 Derzeit werden 180 Kinder und Jugendliche in Gressier unterrichtet. Aufgrund der prek\u00e4ren Wohnsituation der Internatssch\u00fcler in Gressier nach dem Erdbeben, die in kleinen Campingzelten lebten, wurden als erste Ma\u00dfnahme acht kleine provisorische H\u00e4user f\u00fcr jeweils 10 Sch\u00fcler errichtet, die \u00fcbergangsweise als Wohnheim dienen.<br \/>\nZur Durchf\u00fchrung der f\u00fcr einen Neubau erforderlichen Bodenstudien ben\u00f6tigt man ein Ger\u00e4t, das es in ganz Haiti nur einmal gibt. Die Wartelisten sind lang. Im Juli konnten die Studien in Gressier endlich durchgef\u00fchrt werden, aber die Beh\u00f6rden verz\u00f6gerten den Ablauf und gaben erst Ende September die Baugenehmigung. Zwischenzeitlich hatte ein Hurrikan das Gebiet heimgesucht und das Gel\u00e4nde von Gressier unter Wasser gesetzt, so dass die Pl\u00e4ne noch einmal angeglichen werden mussten und die Geb\u00e4ude nun erh\u00f6hter als urspr\u00fcnglich geplant errichtet werden sollen. Die finalen Bauzeichnungen finden derzeit statt, Elektrik-, Wasser- und Abwassersysteme werden integriert. Die Statik wird noch einmal gepr\u00fcft und die Planungen letztendlich von einem unabh\u00e4nigen Ingenieur gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>Im November wird eine \u00f6ffentliche Ausschreibung stattfinden, um den am meisten geeigneten Bauunternehmen f\u00fcr das Vorhaben zu finden. Sollten bei der Wahl Ende November keine Proteste und Ausschreitungen zu erwarten sein, k\u00f6nnte nach Vertragsunterzeichnung Anfang Januar endlich mit dem Bau begonnen werden. Wenn ohne Verz\u00f6gerungen, Materialknappheit etc. gebaut werden kann, erhofft man sich eine Fertigstellung schon vor dem n\u00e4chsten Schuljahr 2011. Allersp\u00e4testens soll die Grund- und Sekundarschule jedoch zum Schuljahr 2012 er\u00f6ffnet werden.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline\">Cholera in Haiti<\/span><\/p>\n<p>Kurz vor meiner Abreise am 21.10. erhalten wir die Nachricht: die Cholera ist 90 km n\u00f6rdlich der Haupstadt PaP in Saint-Marc ausgebrochen. Die wenigen Krankenh\u00e4user sind \u00fcberf\u00fcllt, bereits 220 Tote sind zu beklagen, mehr als 3000 Menschen sind erkrankt. Hauptursache soll der verunreinigte Flu\u00df Artibonite sein, aus dem t\u00e4glich tausende Menschen im gleichnamigen Department L\u00b4Artibonite Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen entnehmen. Die Betroffenen, die an Durchfall und Erbrechen leiden, werden nach M\u00f6glichkeit an den Tropf gelegt und mit Antibiotika behandelt, f\u00fcr viele kommt der Beistand zu sp\u00e4t, da sie binnen einiger Stunden dehydrieren und sterben. Auch in der Hauptstadt PaP sind erste F\u00e4lle bekannt geworden. Die Beh\u00f6rden wollen unter allen Umst\u00e4nden versuchen, die Seuche von der Haupstadt fernzuhalten. Die hygienischen Bedingungen in den Zeltst\u00e4dten sind katastrophal und w\u00fcrden das Ausbreiten der Seuche auf verheerende Weise verschlimmern.<\/p>\n<p>Heute am 26. Oktober habe ich zur\u00fcck in Deutschland die Nachricht erhalten, dass die Salesianer optimistisch sind, dass die Seuche in den Griff zu kriegen sei. Wichtig sei nun, dass die Aufkl\u00e4rungskampagnen weiter aktiv in den Medien verbreitet werden und keine Panik ausbricht. Die Don Bosco Einrichtungen sind nicht betroffen, die Mitarbeiter wurden aber entsprechend informiert und sind angehalten, die Situation genau zu beobachten und entsprechend schnell zu reagieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei meinem zweiten Besuch neun Monate nach dem Beben ist von dem erhofften Wiederaufbau der Hauptstadt Port-au-Prince (PaP) und den umliegenden betroffenen Gebieten nicht viel zu sehen. Wie auch im April bei meinem ersten Besuch, ist der Gro\u00dfteil der Tr\u00fcmmer nach wie vor nicht weggeschafft. Selbst den Pr\u00e4sidentenpalast im Zentrum der Stadt findet man noch immer eingest\u00fcrzt und ohne nennenswerte Aufr\u00e4umarbeiten. Dennoch sind kleinere R\u00e4umungsarbeiten im Gange. Ich sehe wesentlich mehr gro\u00dfes R\u00e4umger\u00e4t auf den Stra\u00dfen als im April und auch sieht man viele Trupps von Haitianern in verschieden farbigen T-Shirts gekleidet, die am \u201eCash for Work\u201c-Programm der UN teilnehmen. 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