Allgemein Archive - Daniel in Sambia https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/category/allgemein/ Autor: Daniel Thielges Tue, 28 Aug 2018 01:36:18 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Zeit Abschied zu nehmen https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/08/26/zeit-abschied-zu-nehmen/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/08/26/zeit-abschied-zu-nehmen/#comments Sun, 26 Aug 2018 15:05:26 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=283 Hallo, langsam wird die Zeit knapper und knapper, wird von Verabschiedungen geprägt, beinhaltet aber immer noch sehr viele schöne Momente. Gerade die Zeit des europäischen Hochsommers wird bei uns in der Einrichtung von vielen Besuchen und Wechseln geprägt. Nachdem meine Schwester und meine Mutter die Einrichtung verließen, kam auch schon der nächste Besuch. So war […]

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Hallo, langsam wird die Zeit knapper und knapper, wird von Verabschiedungen geprägt, beinhaltet aber immer noch sehr viele schöne Momente. Gerade die Zeit des europäischen Hochsommers wird bei uns in der Einrichtung von vielen Besuchen und Wechseln geprägt. Nachdem meine Schwester und meine Mutter die Einrichtung verließen, kam auch schon der nächste Besuch. So war Lea, eine deutsche Voluntärin, die in Malawi arbeitet, für ein paar Tage zu Besuch. Außerdem war der Vater und die zwei Brüder von Josef in der Einrichtung und Antonio, unser Rektor kam zusammen mit seiner Mutter aus den USA zurück.

Am 10. August war der letzte Schultag der Sekundarschule bei dem einige Schüler das Musical “König der Löwen” unter Anleitung von Evi und Lea aufführten. Dieses war sehr gelungen und so machte sich die sehr zeitraubende Vorbereitung von Lea und Evi bezahlt. Am folgenden Samstag veranstalten wir eine Filmenacht für den Karateverein. Diese bestand aus dem Film “Karate Kid“, einem Film der Karatetechnicken erklärte, einigen Karateübung, Musik, Tanz und einem Straßenlauf um 4 Uhr nachts. An diesem Lauf nahm ich jedoch nicht teil, sondern kümmerte mich wenig später zusammen mit Veronika um das Frühstück. Nach diesem gingen die Teilnehmer todmüde nach Hause.

Von Dinstag bis Freitag fuhr ich dann mit den 12-Klässlern auf Abschlussfahrt nach Lufubu. Am nächsten Morgen zeigten uns Bruder Robert und Farmmaneger Zulu den Bauernhof. Nachmittags fuhren wir an dem im äußersten Norden und an der Grenze zum Kongo gelegenen Mweru See. Peter, ein 60 jähriger deutscher Voluntär und Bauer zeigte uns am folgenden Tag, wie man Bäume klonen und somit die Wartezeit auf Früchte von 10 auf 2 Jahre verkürzen kann.

Dieser Baum ist ein Parasit, der um die Palme herum wächst und ohne diese nicht überlebensfähig wäre.

Das Mittagessen nahmen wir an diesem Tag an den Nubathushi Fällen ein. Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch in der Regenzeit, konnte man diesmal an den Fällen schwimmen. Von den Felsen zu springen war jedoch wegen der geringen Wassertiefe nicht möglich.

Am folgenden Tag ging es auch schon wieder zurück nach Mansa. Auf dem Weg stoppten wir jedoch noch an dem im letzten Jahr renovierten beziehungsweise neu gebauten Wasserkraftwerk an den Musonda Fällen. Ein Mitarbeiter zeigte uns unter anderem den vom Krafterk ca. 10 Kilometer entfernten Stausee und die zwei Genaratorenräume, mit einmal fünf 1MW Genaratoren und zwei 2.5MW Genaratoren. Außerdem erklärte er uns viele technische Abläufe, wodurch wir besser verstanden, wie aus Wasser Elektrizität hergestellt werden kann. Für die Schüler diente dieser Ausflug nicht nur dem Vergnügen, sondern auch zur Vorbereitung auf eine bevorstehende Klausur.

Insgesamt hat mir die Abschlussfahrt mit den 12-Klässlern nochmal sehr gut gefallen. So konnte ich sie noch besser kennenlernen. Diese schöne Zeit wird mir sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

Gleich am selben Nachmittag ging es mit Verabschiedungen weiter. Diesmal hieß im Oratorium “Tschüß” zu sagen. Dafür haben wir einen Wettbewerb vorbereitet, bei dem die Kinder gegen uns Voluntäre antreten mussten. Da ich aufgrund der Abschlussfahrt während der Vorbereitung dieses Wettbewerbs nicht da war, haben mich die anderen Voluntäre irgendwie eingeteilt. So kam es, dass ich direkt nach der Ankunft des Busses total übermüdet eine Fahnenstange in einer besseren Zeit hochklettern musste, als dies die Kinder taten, die dies täglich tuen. Dank eines plötzlichen Adrenalinschub aus Übervorderung vor der Aufgabe, konnte ich diesen Punkt tatsächlich für uns verbuchen. Viele von den weiteren Wettbewerben, wie Schubkarrenrennen und Erdnussfangen konnten wir gewinnen, sodass wir uns als Voluntäre gegen die Kinder durchsetzten. Das Spiel “Reise nach Jerusalem” verlor ich jedoch knapp gegen die Kinder und auch das “Spiel bring mir …” gewannen die Oratorium Teilnehmer. Nach ein paar kurzen Verabschiedungsreden und Entertainment mit Musik und Tanz in der Halle bekam jedes Kind von uns eine Essensmarke. Mit dieser bekamen alle Nshima, Würstchen und Gemüse, dass wir Voluntäre zum Abschluss spendierten.

Am Abend ging es mit der Verabschiedung weiter, sodass man sagen konnte, dass wir an diesem Tag einen Verabschiedungsmaraton durchliefen. Die Leiterrunde von allen Vereinen und Organisationen lud uns nämlich zu einem Verabschiedungsabend ein. Gekommen waren also Jugendliche der Gemeinde, des Fußballvereins, des Karatevereins und die Leader aus dem Jugendcenter, auch sind sowol die Salesianer als auch die Schwestern gekommen. Hier wurden die Reden schon ein bisschen länger. Auch wartete das zweite Essen innerhalb von zwei Stunden auf uns. In der übrigen Zeit tanzten wir ein wenig oder spielten ein Spiel, bei dem die verschiedenen Gruppen Fragen über uns Voluntäre beantworten mussten. Es war nicht wirklich überraschend, das dieses Spiel die Gruppe der Salesianer für sich entschied. Als Andenken wurde jedem von uns ein T-Shirt der sambischen Fußballnationalmannschaft überreicht. Am folgendenen Sonntag fand unsere letzte Sonntagsmesse statt, in der wir uns von den Gläubigen verabschiedeten. Den Nachmittag verbrachten wir ein letztes Mal an den Mumbalumba Fällen.

In der folgenden Woche kamen endlich Josefs und meine Spendengelder an. Ich bedanke mich hiermit nochmal bei allen, die für meinen Einsatz gespendet haben. Es blieb nacher wie gesagt noch Einiges übrig, sodass dieses Geld in der Einrichtung verwendet werden kann. Dieses Geld haben wir in den letzten Tagen eilig investiert. Vieles davon, wie zum Beispiel einige Renovierungsarbeiten werden erst fertig, wenn wir schon wieder zu Hause sind und auch der neue Rasenmäher und Wassertank, den wir in Lusaka kauften, wird erst bald in der Einrichtung ankommen. All diese Gegenstände und Renovierungsarbeiten werden sicherlich dazu beitragen, das Oratorium attraktiver zu machen und die Arbeit für die Beteiligten zu erleichtern.

Dinstags fuhr auch Josefs Familie zurück und am Freitag beziehungsweise am Samstag traten auch Veronika, Evi und Lea ihre Heimreise an. Einen Tag später mussten auch Josef und ich die Einrichtung verlassen.

Ein letztes Foto zusammen mit den Oratory Kids.

Bei der Verabschiedung einen Tag zuvor im Oratorium wurde wohl mehr geweint, als auf einer Beerdigung. Ein paar Kinder fingen an und gerade die kleineren Kinder versuchten es solange, bis auch ihr Gesicht mit Tränen überströmt war. Dies machte es für mich natürlich nicht einfacher, aber wenigstens konnte ich meine Tränen unterdrücken. Zu aller letzt habe ich mich noch bei allen Schwestern und Salesianern verabschiedet, ehe es am nächsten Tag nach Lusaka und dann weiter nach Deutschland ging.

Die Kinder und das Land haben mich sehr berührt und so bin ich mit viel Wehmut, aber natürlich auch mit Vorfreude auf meine Freunde Familie und meine Heimat zurück gefahren. Vielen Dank, dass ihr auch diesen letzten Blog Eintrag aus Sambia verfolgt habt. Ich freue mich jetzt auf euch und werde sicherlich noch einen Blog Eintrag verfassen.

Also bis hoffentlich sehr bald! Alles Gute!

Euer Daniel

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Besuch meiner Mutter und Schwester https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/08/19/besuxh-meiener-mutter-und-schwester/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/08/19/besuxh-meiener-mutter-und-schwester/#respond Sun, 19 Aug 2018 10:11:20 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=269 Hallo, der Besuch meiner Schwester und meiner Mutter ist jetzt auch schon wieder vorbei. Diese Zeit habe ich sehr genossen und ich denke auch, dass meiner Mutter und meiner Schwester der Besuch in Sambia gefallen hat. Jetzt dauert es auch gar nicht mehr lange, bis ich wieder zurück nach Deutschland komme. Am 27. August geht […]

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Hallo, der Besuch meiner Schwester und meiner Mutter ist jetzt auch schon wieder vorbei. Diese Zeit habe ich sehr genossen und ich denke auch, dass meiner Mutter und meiner Schwester der Besuch in Sambia gefallen hat. Jetzt dauert es auch gar nicht mehr lange, bis ich wieder zurück nach Deutschland komme. Am 27. August geht es nämlich schon Richtung Heimat.

Auch wenn es nicht mehr lange ist, bis ich wieder meine gesamte Familie sehen werde, war es toll wenigstens meiner Mutter und meiner Schwester zuzeigen, was ich so das ganze Jahr gemacht habe und was das Land noch so zubieten hat. Am Samstag den 14. Juli war es soweit und ich holte meine Schwester und meine Mutter vom Flughafen ab. Während das Flugzeug kurz vor meinem Taxi die Straße überflog und wenig später landete, wurde mein Puls spürbar schneller. Als ich dann endlich meine Mutter und meine Schwester in die Arme schließen konnte war ich überglücklich.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus nach Livingstone und besuchten die dort liegenden Viktoria Fälle. Zwar war ich schonmal mit den anderen Voluntären an den Viktoria Fällen, doch ist dieses Naturwunder immer wieder ein Erlebnis und mit Verwanten, die man sehr lange nicht mehr gesehen hat, macht reisen sowieso immer besonders viel Spaß. Obwohl die Regenzeit schon einige Monate zurück lag, war der Wasserstand an den Fällen immer noch beeindruckend und so wurden wir kräftig geduscht. Der Weg runter zum „Kochtopf“, an dem das Wasser gestaut wird, gegen eine Felswand stößt und wieder wie in einem Kessel zurück fließt, um dann entweder wieder in eine Extraschleife versetzt zu werden, oder den Weg durch die enge Schlucht findet, gefiel mir besonders gut. Dieser Weg führt nämlich durch eine von zahlreichen Pavianen besiedelte und durch den ständigen Nieselregens, der durch die Fälle verursacht wird, tropisch wirkende Schlucht.

Auch wenn überall im Bereich der Fälle davor gewarnt wird, etwas zu essen, wagten wir nach gründlichem abscannen der Umgebung den Biss in eine Reiswaffel. Diesen kurzen Moment machte ein sich die Böschung runterstürzender Pavian zu nutze und versuchte mir meinen Rucksack zu entreißen. Diesen gab ich aber nicht so einfach preis, hielt ihn mit aller Kraft fest und konnte einen Diebstahl des gesamten Rucksacks tatsächlich verhindern. Durch einen gezielten Griff in meinen Rucksack konnte der Affe jedoch eine Packung Kekse ergaunern. An sich bin ich bei diesem Kampf mit dem Schrecken davon gekommen. Mit unserem Taxifahrer schlossen wir dann noch eine Wette ab. Er behauptete, dass wir auf der Rückfahrt schon unsere ersten Elefanten sehen würden, ich wettete dagegen und verlor. Wir hatten es schon beinahe aufgegeben, da wir schon fast in der Stadt waren, doch auf dem letzten Grünstreifen vor Livingstone konnten wir unsere ersten Elefanten, in diesem Urlaub beobachten und was für welche, 5 majestätische Bullen und ein weibliches Tier. Die Vorfreude auf den kommenden Tag war geweckt.

Am nächsten Tag fuhren wir früh morgens an die Grenze zu Botswana und wurden auf der andern Seite von unserem Safari Guide abgeholt. Diesen kannte ich schon von meiner letzten Safari. Nach einer kurzen Fahrt gingen wir auf ein Motorboot, von dem aus wir Elefanten, Büffel, Krokodiele, Nilpferde und viele weitere Tiere vom Ufer aus betrachten konnten. Nach dem wir den Nationalpark vom Wasser aus erkundet hatten, ging es zurück aufs Land. Im Vergleich zu meiner ersten Safari, war der Busch nicht mehr so grün und dadurch durchsichtiger, wodurch das Tiere Beobachten einfacher wurde. So waren wir schnell mitten in einer Elefantenherde, sahen zahlreiche Impalas, Kudus und Büffelherden, diesenmit gut 500 Tieren. Auch Giraffen, Warzenschweine, Meerkatzen und Paviane ließen sich vereinzelnt blicken. Am Abend erwartete uns ein unerwartetetes Highlight. Auf einer weiterläufigen Wiese lagen drei Löwinnen mit großem Abstand gestaffelt hintereinander. Ihre potenzielle Beute sollte eine ausgewachsene männliche Giraffe sein, die nichts ahnend an einem Baum fraß. Wir warteten in sich Entfehrnung gespannt, was passieren würde. Gerade die erste Löwin pirschte sich immer näher an die Giraffe heran. Erst als die Löwin nur zwei Meter von der Giraffe entfehrnt angriff, wurde die Gefahr erkannt. Die Giraffe schaffte es trotz paralleler Verfolgung zweier Löwinnen zu entkommen. Die Löwinnen waren wohl einfach nicht schnell genug und schafften es nicht, durch einen geziehlten Sprung die Giraffe zu Fall zu bringen. Trotz allem waren die Löwinnen später todmüde und mussten sich erstmal ausruhen. Auch wir bezogen wenig später unser Nachtquartier, mitten im Park. Während der Nacht im Zelt hörten wir einige Löwen, Hyänen und weitere nachtaktive Tiere. Auch Nachts so nah bei den Tieren zu sein, hatte nochmal einen ganz eigenen Abenteuer Charakter. Außerdem hatten wir dadurch den Vorteil, sehr früh wieder auf Safari gehen zu können. Zur Freude meiner Mutter bekamen wir am nächsten Morgen große Herden an Zebras und Giraffen zu Gesicht. Zum Abschluss beobachteten wir noch eine aus ca. 100 Tieren bestehende Elefantenherde, mit zahlreichen Jungtieren. Darunter auch ca. 15, die gerade mal einen, oder nur wenige Monate alt und somit gerade im Umgang mit ihrem Rüssel noch sehr unerfahren waren.

Dies ist nur ein kleiner Teil der benannten Herde

Die Vorderbeine von Warzenschweine sind zu lang, daher müssen sie sich zum grasen hinkniehen.

Am nächsten Morgen besuchten wir, von unserer Unterkunft in Livingstone aus, den kleinen Mosi oa Tunja Nationalpark an den Viktoriafällen. So große Herden, wie im Chobe Nationalpark kann man zwar nicht erwarten, aber eben gerade am Ufer des Sambesis mit seinen zahlreichen Inseln eine andere und auch sehr sehenswerte Landschaft. Auch beherbergt der Park eine durch eine andere Straffierung erkennbare, andere Zebra Art. Das Highligth des Parks sind dreizehn Breitmaulnashörner. Diese werden rund um die Uhr von Wildhütern gegen Wilderer geschützt. Mit dem Geländewagen bekommt man sie daher nicht zu Gesicht. Unser Guide nahm jedoch auf unsere Anfrage hin mit den Wildhütern Kontakt auf, mit denen wir dann zu Fuß die Nashörner beobachten konnten. Zum Abschluss besuchten wir noch das Heimatmuseum in Livingstone.

Am nächsten Tag brachen wir in Richtung Mansa auf und kamen Samstag Abend an. Dann hieß es erstmal Kuchen backen, denn meine Schwester hatte am folgenden Tag Geburtstag. Diesen verbrachten wir an den Mumbalumba Fällen. Auch wenn das Wasser sehr kalt war, machten gerade die Sprünge von den Felsen sehr viel Spaß. In den kommenden Tagen zeigte ich meiner Schwester und meiner Mutter die Einrichtung und erklärte ihnen meine Aufgaben. Auch ein Ausflug nach Samfya stand für sie auf dem Programm, an dem ich auf Grund der Schulmesse nicht teil nahm.

Am Freitag ging es nach Kazembe, wo die Mutomboko Zeromonie stattfand.

Bei dieser erinnert das Volk der Lunda an ihre Ankunft aus dem Kongo nach Sambia und ehrt dabei ihrem Häuptling. Dabei werden unter anderem verschiedene Tänze aufgeführt. Das normalerweise verschlafene Dorf Kazembe war wärend dieser Tage brechend voll und überall wurden sämtliche Waren zum Verkauf angeboten. An diesem Nachmittag trat unteranderem eine Tanzgruppe aus der Nordprovinz auf. Die eigentliche Zeromonie erwartete uns jedoch am kommenden Nachmittag. Nach einer Nacht mit Mondfinsternis in der Don Bosco Einrichtung in Kazembe schauten wir uns morgens einem weiteren Teil der Zeromonie zu. Zur Erinnerung an die schon von uns gegangenen Stammesmitglieder warf der Häuptling Hähnchen und ein traditionelles alkoholisches Getränk in das Wasser. Früher sollen dies lebendige Hüner gewesen sein. Ich war aber sehr beruhigt, dass nur noch Hähnchen verwendet wuren.
Am Nachmittag erwartete uns in der Arena von Kazembe der Höhepunkt der Zeremonie.

Als wir dort ankamen war es auch außerhalb der Arena völlig überfüllt. Jedoch diente unsere Hautfarbe uns wohl als Eintrittsticket in die Arena. Das mag befremdlich klingen, ist es natürlich auch, jedoch möchte man auch keine Touristen verkraulen, die man unteranderem extra für diese Zeromonie anwirbt. Somit war uns ob jetzt gerechtfertigt oder nicht ein sehr guter Platz sicher. Darüber, ob die Zeromonie für einen Außenstehenden wirklich sehenwert ist lässt sich denke ich streiten. Denn bis auf einige Tänze von denen ich nur den von den Tänzern aus der Nordprovinz sehenswert fand, sowie dem Auftritt einer Blaskapelle aus dem Kongo, fand ich die ganze Veranstaltung ziemlich langweilig. Der Rest bestand aus einigen Reden und der Reichung von Geschenken für den Häuptling. Wenn man jedoch zu der Zeit, wie wir in der Nahe ist kann man diese Veranstaltung ruhig mitnehmen, denn es geht ja auch um die Begegnungen mit anderen Leuten. Wenn einem das alles aber gar nichts sagt, überlässt man beim nächsten Mal lieber den Platz Solchen, die sich der Zeromonie tiefer verbunden fühlen. Nach den Tagen in Kazembe musste ich von meiner Schwester und meiner Mutter auch schon Abschied nehmen. Aber sehr bald werde ich sie ja wieder in die Arme schließen können.

Zwar wird dies einer der letzten Einträge von mir gewesen sein, doch ist mein Dienst noch nicht zu Ende und auch danach werde ich noch eine Reflektion über das gesamte Jahr schreiben. Also vergesst auch weiterhin nicht, ab und zu meinen Blog zu besuchen. Auch über Kommentare würde ich mich weiterhin sehr freuen.

Alles Gute und bis bald!

Euer Daniel

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Walk of Faith https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/07/25/walk-of-faith/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/07/25/walk-of-faith/#respond Wed, 25 Jul 2018 09:14:46 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=250 Hallo und Muli shani? Ich bin wieder gut vom Walk of Faith und mit vielen neuen Erfahrungen und Begegnungen zurück gekehrt. Am 30.6. fuhren wir mit 60 Kindern auf einem LKW in den Busch. Dicht gedrängt auf Huckelpisten mit 60 singenden Kindern und 15 Betreuern war auch dies schon ein Erlebnis. Die Strecke kannte ich […]

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Hallo und Muli shani?
Ich bin wieder gut vom Walk of Faith und mit vielen neuen Erfahrungen und Begegnungen zurück gekehrt. Am 30.6. fuhren wir mit 60 Kindern auf einem LKW in den Busch. Dicht gedrängt auf Huckelpisten mit 60 singenden Kindern und 15 Betreuern war auch dies schon ein Erlebnis. Die Strecke kannte ich schon, da ich mit Pater Chris diese zur Planung abgefahren war. Wir starteten an der Kirche in Kalaba, ca. 40 Kilometer von unserer Einrichtung entfernt. Von dort aus sind wir in drei Tagen zurück zu unserer Einrichtung gepilgert.

Bis zum Mittagessen hatten wir dort Talks und Spiele. Ich redete zum Beispiel über das Beten und fand heraus, wie die Kinder im Glauben eingestellt sind. Wärend der Spiele lernten wir, uns einander zu vertrauen. So sind einzelne über ein Seil balanciert, dass von der ganzen Gruppe gehalten wurde. Nach dem Mittagessen hatten wir 8 Kilometer Fußmarsch vor uns. Diese bewältigten wir in knapp 2 Stunden, was wirklich ok ist, zumal manche trotz einer Altersbegrenzung von mindestens 11 Jahren, erst acht Jahre alt waren. Ich übernahm das Ende, nicht weil ich so langsam war, was manche mir nachher tatsächlich vorwarfen, sondern um denen zu helfen, die sich schwerer taten. So trug ich fast die ganze Zeit zusätzliches Gepäck und manchmal auch Kinder. Trotzdem war die Stimmung auch am Ende sehr gut. Wir sangen und tanzten wärend des Laufens zusammen, oder beteten manchmal gemeinsam. Nach unserer Ankunft in der Kirche von Mutento wuschen wir uns im Fluss, saßen gemeinsam am Feuer, sangen, tanzten und aßen gemeinsam zu Abend. Die Nacht in der Kirche war äußerst kalt. Trotz Decken und mehrer Schichten Klamotten fror ich irgendwann so stark, sodass ich nicht mehr weiterschlafen konnte. Die Kirche war nämlich nicht gedämmt, statt Fenstern gab es einfach große Hohlräume nach draußen, durch die der Wind bließ und die Temperatur fiel in der Nacht unter 10 Grad Celsius. Auch das Aufstehen kostete mich einige Überwindung, doch nachdem ich mich am Feuer einigermaßen gewärmt hatte, ging es einigermaßen.

Direkt nach dem Frühstück machten wir uns zu der mit 17 Kilometern längsten Etappe nach Mutiti auf. Dabei riss unsere Gruppe natürlich relativ stark auseinander. Auch wenn wir hinten alles daran setzten, wieder nach vorne aufzuschließen, war für die Kleineren und etwas lädierten Kinder das von vorne vorgegebene zügige Tempo nicht zuhalten. Nach gut 4 Stunden erreichten aber auch wir das Ziel, also nach einer immer noch sehr akzeptablen Zeit. Danach war ich gerade durch das zusätzliche Gepäck ziemlich platt und ruhte mich im Schatten eines Baumes aus. Nach einer typischen Buschdusche und mehreren Stunden Wartezeit gab es das von allen lang ersehnte Mittagessen. Den restlichen Nachmittag füllten wir mit Bibel Austausch, einem Talk und Spielen, wie Räuber und Gendarm. Danach hielt Bruder Andreas einen Wortgottesdienst. Nach dem Abendessen stellten Josef und ich einigen älteren Jugendlichen Bibel Black Storys. Leider hat jedoch keiner wirklich verstanden, was der Sinn des Spiels war und wie man zu der Lösung gelangen konnte. Zum Schlafen zog ich dann wirklich alles an, was ich irgendwie dabei hatte. Zwar fror ich in der folgenden Nacht immer noch, konnte aber wenigstens mal durchschlafen. Trotzdem war die Nacht zu kurz und wenig erholsam, aber trotzdem ging es nach dem Frühstück nach Endomi. Diese Kirche hatte ich einige Wochen zuvor, zusammen mit Evi gestrichen.

In dieser führte ich meine Conclusion zu meinem Talk durch und überprüfte, ob sich schon wärend unserer gemeinsamen Zeit die Einstellung zu Gott und zum Beten, bei einigen Kindern verändert hatte. Auf mich wirkte es so, dass die meisten Kinder trotz der kurzen Zeit schon einige unserer Tipps angenommen haben. Für Spiele waren die Kinder, aber auch gerade ich vor dem Essen einfach zu müde und so ließen wir es ein bisschen ruhiger angehen. Somit hatte wir nur noch eine Runde Bibel Austausch und aßen danach gemeinsam zu Mittag. Nach einem Abschlussfoto vor der neugebauten Kirche ging es nochmal 5 Kilometer zurück zur Einrichtung.

Dieser nährten wir uns mit lautstarken Gesang. Dort verabschiedeten wir nur noch alle Kinder und danach legte ich mich nach einer kurzen Mahlzeit ins Bett, um mich von der sehr schönen, aber auch anstrengenden Pilgerwanderung zu erholen.

Ich bedanke mich wieder ganz herzlich für Euer Interesse und wünsche euch weiterhin alles Gute!
Momentan besuchen mich meine Mutter und meine Schwester. Diesen Besuch genieße ich momentan natürlich sehr und werde euch davon auch bald berichten. Wie immer freue ich mich sehr auf Fragen und Anregungen in Form von Kommentaren!

Viele Grüße aus Sambia!

Euer Daniel

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Radio Interview https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/07/06/radio-interview/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/07/06/radio-interview/#respond Fri, 06 Jul 2018 14:53:15 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=239 Hallo, am Montag werde ich ab 12 Uhr ein Interview für das Schulradie des Siebengebiergsgymnasiums, „Antenne Sibi“ über meinen Freiwilligendienst führen. Also für alle, die sich zu diesem Zeitpunkt in Bad Honnef befinden, heißt es einschalten! Darin werde ich viele Fragen zu meinem Freiwilligendienst in Sambia beantworten.   Gruß Daniel

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Hallo,

am Montag werde ich ab 12 Uhr ein Interview für das Schulradie des Siebengebiergsgymnasiums, „Antenne Sibi“ über meinen Freiwilligendienst führen. Also für alle, die sich zu diesem Zeitpunkt in Bad Honnef befinden, heißt es einschalten! Darin werde ich viele Fragen zu meinem Freiwilligendienst in Sambia beantworten.

 

Gruß Daniel

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Urlaub auf dem Bauernhof https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/07/04/urlaub-auf-dem-bauernhof/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/07/04/urlaub-auf-dem-bauernhof/#respond Wed, 04 Jul 2018 19:31:34 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=237 Hallo, ich habe euch ja gesagt, dass ich Lufubu nochmal besuchen würde. Naja das ist jetzt auch schon wieder über einen Monat her, aber dazu kommt jetzt trotzdem noch ein Blogeintrag. Anfang Mai war ich für eine Woche in der Don Bosco Einrichtung in Lufubu, um mich etwas zu erholen und andere Projekte besser kennen […]

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Hallo, ich habe euch ja gesagt, dass ich Lufubu nochmal besuchen würde. Naja das ist jetzt auch schon wieder über einen Monat her, aber dazu kommt jetzt trotzdem noch ein Blogeintrag. Anfang Mai war ich für eine Woche in der Don Bosco Einrichtung in Lufubu, um mich etwas zu erholen und andere Projekte besser kennen zu lernen. Der Start in meinen Urlaub war jedoch etwas holprig. So hat mir die amerikanische Volontärin zum Beispiel direkt nach meiner Ankunft gesagt, dass sie Malaria habe und ich daher besonders aufpassen solle, weil momentan viele Leute in Lufubu an Malaria erkranken würden. Meinen Urlaub habe ich mir natürlich nicht so vorgestellt, dass ich an Malaria erkranke und dann die ganze Zeit nur im Bett liegen würde. Daher versuchte ich so gut es ging zu verhindern, überhaupt gestochen zu werden. Dies hat leider nicht so ganz geklappt und so wurde ich schon wenig später gestochen, zwar nicht von Mücken, sondern von Bienen. Dies war aber leider auch ziemlich schmerzhaft, aber wenigstens nicht von einer Folgekrankheit gefolgt. Tatsächlich wäre Schlimmeres zu erwarten gewesen, denn in Deutschland hatte ich immer allergisch auf Bienenstiche reagiert. Auf die afrikanische Spezies, aber zum Glück nicht. Eigentlich wollte ich nur kurz den Hof erkunden und schauen, was sich verglichen mit meinem ersten Besuch in Lufubu, alles verändert hatte. Leider hatte ich dabei jedoch ein Bienennest an einem Hühnerstall übersehen und kam diesem zu nahe. Daraufhin wurde ich direkt attackiert und konnte nur durch einen Sprint noch mehr Stiche verhindern. Somit war die Erkundungstour ziemlich schnell zu Ende. Naja, sie wäre sowieso schneller als erwartet zu Ende gewesen, denn kurz nachdem ich wieder in der Kommunität der Salesianer Don Bosco war fing es wie aus Eimern an zu regnen.

Auch damit habe ich nicht wirklich gerechnet, denn in Mansa war die Regenzeit schon vorbei. Wie schon erwähnt, liegt Lufubu aber etwas näher am Äquator und so dauert die Regenzeit dort auch etwas länger und ist Niederschlags reicher. Somit hat es wärend dieser Tage noch ca. jeden zweiten Tag geregnet. Am nächsten Morgen konnte ich dann aber meine Besichtigungstour auf dem Gelände fortsetzen und auf dem Bauernhof mithelfen. Begonnen haben wir damit, die Eier einzusammeln und danach haben wir einen anderen Hühnerstall gereinigt. Dieser Stall wurde auf tausend neue Legehennen vorbereitet, die Bruder Robert ein paar Tage später aus Lusaka mitbrachte. Nachmittags fuhr ich mit zwei Bauernhof Mitarbeitern nach Kazembe, um Hühner auszuliefern.

In Kazembe befindet sich auch eine Don Bosco Einrichtung. Pater Macarius, der vorher in Mansa war ist in diese Einrichtung gewechselt. Bei dieser Gelegenheit habe ich ihn natürlich besucht. Er hat sich genau wie ich riesig gefreut und mir die Einrichtung gezeigt. Die Einrichtung der Salesianer Don Bosco in Kazembe besteht aus einer Schule für Schreinerlehrlinge mit angeschlossenem Internat und natürlich auch einem Oratorium. Den Abend verbrachte ich wieder in Lufubu, zusammen mit den zwei amerikanischen Volontären und einem Aspiranten. Salesianer waren zu diesem Zeitpunkt nicht in Lufubu, denn Pater Georg wurde zu uns nach Mansa versetzt und Pater Kim war auf Heimatbesuch in Südkorea. Bruder Robert war wie schon erwähnt noch in Lusaka, um neue Legehennen zu holen. Dieser verspätete sich um ein paar Tage, da in Lusaka das Wetter zu schlecht war, um die Hühner einzuladen und er somit warten musste, bis es sich wieder besserte. Am nächsten Tag fuhr ich mit dem Fahrrad nach Kezembe um Pater Macarius mal etwas länger besuchen zu können. Die ca. dreizehn Kilometer lange Fahrradtour dorthin war echt schön. So konnte ich die Landschaft mal viel intensiver warnehmen und genießen. Außerdem bin ich seit Monaten nicht mehr Fahrrad gefahren und so war auch allein das nochmal sehr reizenswert. Pater Macarius war zwar wieder sehr beschäftigt, aber trotzdem blieb etwas mehr Zeit, als am Tag zuvor. So konnten wir uns ein wenig unterhalten und ich konnte die Einrichtung noch ein bisschen besser kennenlernen. Nachdem ich wieder in Lufubu angekommen war, half ich den Kindern vom Oratorium Mais zu ernten. Während der gesamten Zeit, also auch vormittags waren auf dem gesamten Bauernhof Gelände zahlreiche Kinder, die überall mithalfen. Es waren nämlich gerade Ferien und so durften die Kinder den ganzen Tag auf dem Bauernhof mithelfen. Ich finde es immer toll, wenn Kindern gezeigt wird, wo unsere Nahrungsmittel herkommen und wieviel Arbeit in diesen steckt. Daher habe ich ab und zu die Kinder begleitet und mitgeholfen. Wir haben zum Beispiel das frisch gemähte Heu eingebracht und mit dem selbst geernteten Mais zu Silage verarbeitet, oder die Schweine gefüttert. Für die getane Arbeit wurden die Kinder mit einem gemeinsamen Mittagessen und selbstgepflückten Guavas für sich selbst und ihre Familien belohnt. In den kommenden Tagen habe ich morgens die Kühe per Hand gemolken, ein Auslaufgelände für die Schweine gebaut und einigen Jungs geholfen Ölfrüchte zu ernten. Erst am Sonntag, also mit einigen Tagen Verspätung, kam Bruder Robert aus Lusaka zurück und brachte die gut 1000 neuen Legehennen in ihr neues zu Hause.

Weil zu dieser Zeit kein Priester in der Einrichtung war, sind wir an diesem Sonntag nach Kazembe zur Messe gefahren. Da ich dachte, dass ich Pater Macarius lange nicht mehr sehen würde, verabschiedete ich mich bei ihm. Am Nachmittag fuhr ich zusammen mit Bruder Robert in der Umgebung von Lufubu Fahrrad. Danach blieb noch etwas Zeit und so ging ich mit den anderen Volontären und einigen Schülern von der Agriculture Schule Billiard spielen. An den kommenden Tagen stand ich früher auf um die Kühe zumelken. Per Hand ist dies nochmal etwas ganz anderes, als bei meinem Freund in Deutschland, mit der Melkmaschine. Auch um die medizinische Versorgung der Tiere kümmerten wir uns intensiver, als dies ein Bauer in Deutschland es tuen, denn einen Tierarzt gibt es hier nicht. Mit vielen neuen Eindrücken über die Abläufe auf einem Bauernhof und neuen Ideen für das Oratorium fuhr ich gut erholt nach einer Woche wieder zurück nach Mansa.

Tatsächlich hat es dann gar nicht so lange gedauert, bis ich Pater Macarius wieder sah, nämlich nur eine Woche. In den letzten Wochen hat sich dann bei uns vieles um die Vorbereitungen für den „Walk of Faith“ gekümmert, der letzte Woche stattfand. Über diesen werde ich hoffentlich zeitnah einen neuen Blogeintrag schreiben.

Habt ihr außerdem noch Fragen über mein Volontäriat und das Leben in Sambia?
Wenn ja, schreibt mir diese doch bitte in die Kommentare. Diese werde ich euch dann gerne beantworten.
Vielen Dank, dass ihr auch trotz langer Funkstille meinerseits meinen Blog weiterhin verfolgt!
Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und bis zum nächsten Blogeintrag!

Viele Grüße aus Sambia!

Euer Daniel

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Ostern in der Ferne https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/04/27/ostern-in-der-ferne/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/04/27/ostern-in-der-ferne/#respond Fri, 27 Apr 2018 11:39:51 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=228 Hallo, ich melde mich nochmal aus der Ferne! Mit Ostern liegt jetzt eine intensive und schöne Zeit hinter mir. Auf dieses Fest haben wir uns lange vorbereitet. Fasten wurde in dieser Zeit jedem selber freigestellt. Somit waren auch die Mahlzeiten oft ähnlich wie davor. Jedoch wurde in dieser Zeit weniger eingekauft als normal, sodass wir […]

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Hallo, ich melde mich nochmal aus der Ferne!

Mit Ostern liegt jetzt eine intensive und schöne Zeit hinter mir. Auf dieses Fest haben wir uns lange vorbereitet. Fasten wurde in dieser Zeit jedem selber freigestellt. Somit waren auch die Mahlzeiten oft ähnlich wie davor. Jedoch wurde in dieser Zeit weniger eingekauft als normal, sodass wir mehr von unseren Vorräten lebten, wodurch es eben doch weniger Fleisch und frisches Gemüse, dafür aber zum Beispiel mehr Bohnen gab. Vor allem aber geht es um die spirituelle Vorbereitung, wobei eben auch fasten hilfreich sein kann. Somit waren auch unsere Gebete von dieser Zeit geprägt. Passionsspiele durften natürlich auch nicht fehlen. Diese wurden von Lea und Evi mit den Jugendlichen der Gemeinde ein geprobt. Lea und Evi verbrachten viele Stunden Arbeit mit den Proben und Vorbereitungen. Ich habe lediglich beim Aufbau des Bühnenbilds und der Lichttechnik während der Passionsspiele mitgeholfen. Am Palmsonntag war es endlich soweit und die erste offizielle Vorführung stand an. Diese fand natürlich erst am Abend statt. Davor nahmen wir mit dem Englisch Chor an der Palmsonntagprozession teil. Dabei liefen wir von einem Sammelplatz aus zurück zu unserer Einrichtung, wo dann die Messe stattfand. Besonders schön fand ich, dass wir alle dabei richtige Palmwedel hatten. Am Abend führten die Jugendlichen dann in der Halle des Jugendcenters die Passionsspiele vor. Leider waren wie so oft kaum Eltern und ältere Erwachsene anwesend, sondern fast nur Kinder im Grundschulalter. Daher war es während der Vorstellung auch schon mal etwas lauter, was ich störend und schade für die Darsteller fand. Trotz allem war die Vorstellung großartig und hat mir sehr gut gefallen.

 

Wenige Tage später, genauer am Mittwoch vor Ostern fuhren wir mit vielen Jugendlichen nach Kasama zum Ostercamp. In den kleinen überfüllten Bussen war es zwar nicht gerade bequem, dafür war aber die Stimmung sehr gut. In Kasama bereiteten wir uns mit vielen Jugendlichen aus verschiedenen Don Bosco Einrichtungen in Sambia, auf Ostern vor. Dazu gehörten gemeinsame Messen und Talks, die die Ereignisse rund um die Auferstehung Jesu thematisierten. Freitag Morgen nahmen wir an einem Kreuzweg der Diözese in Kasama teil. Leider waren alle Stationen und Gesänge auf Bemba, wodurch ich nichts verstehen konnte. Nachmittags stieß auch Evi mit ihrer Familie, die zu Besuch in Sambia war, zu uns. Nach der K-Freitags Liturgie und der Abendmessen führten die Jugendlichen aus Mansa wieder die Passionsspiele auf. Diesmal war es auch leiser und somit wirkungsvoller. Samstags hatten wir unseren Ausflugstag, an dem wir mit allen, gut 200 Jugendlichen die Chishimba Fälle besuchten.

Dies ist nur ein kleiner Teil der aus mehreren Einzelfällen bestehenden Chishimba Fälle.

Wir verbrachten dort den ganzen Vormittag und fuhren am Nachmittag wieder zurück. Somit aßen wir auch direkt an den Fällen. Wegen der starken Strömung und Krokodilen, die sich im und am Wasser aufhalten sollen, verzichtete ich darauf, schwimmen zu gehen. Dafür wanderten wir aber viel an den Fällen entlang und haben somit die abwechslungsreiche Landschaft bestaunen können. Am Vormittag gab Pater Chris einige Talks und leitete ein Bibelquiz an. Leider verlor meine Gruppe dabei immer. Eine Gruppe gewann dafür bei allen drei Quiz. Am Abend fand leider bei sehr regnerischen Wetter die Osternacht statt. Somit gab es statt einem großen Osterfeuer nur ein kleines Provisorisches. Trotzdem war die Stimmung nachher bei der Messe sehr österlich und eine tolle Erfahrung, mit so vielen Jugendlichen zusammen Ostern zu feiern. Nach der Messe feierten wir, bei bereits wieder trockenem Wetter noch ein bisschen mit afrikanischer Musik und modernen Pop Songs. Am Ostersonntag ging es nach der Ostermesse und dem Mittagessen wieder zurück nach Mansa. Auf der Rückfahrt war das Wetter so schlecht, dass man oft nur wenige Meter nach vorne auf die überflutete Straße schauen konnte und im nächsten Moment wieder vom Blitz geblendet und vom Donner erschreckt wurde. Zwar erreichten wir Mansa ziemlich spät, doch zum Glück ohne besondere Vorkommnisse.

 

Auch dort feierten wir im Rahmen der Kommunität zusammen Ostern und besuchten am Ostermontag die Ostermesse. Dank der Mitbringsel von Evis Familie und einem Paket von unserem Vorvolontär hatten wir zu Ostern auch Ostereier, Salami, selbstgemachte Marmelade und vieles mehr. Die Osterzeit ist aber natürlich mit dem eigentlichen Osterfest noch nicht zu Ende und somit sind zum Beispiel unsere Gebetszeiten immer noch dieser Zeit geweiht. Am kommenden Wochenende veranstalten wir vom Oratorium aus, ein Camp über Heilige und danach werde ich für eine Woche nach Lufubu fahren, um dort mitzuhelfen und ein bisschen Urlaub zu machen.

Ich hoffe euch geht es gut!
Schaut beim nächsten Blogeintrag doch wieder rein und schreibt fleißig Kommentare!
Euch alles Gute und bleibt gesund!

Viele Grüße aus Sambia!

  • Euer Daniel!

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Ein Urlaub mit vielen Highlights https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/03/14/ein-urlaub-mit-vielen-highlights/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/03/14/ein-urlaub-mit-vielen-highlights/#respond Wed, 14 Mar 2018 07:29:41 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=211 Hallo, ich melde mich jetzt frisch erholt, nach unserem Zwischenseminar und Urlaub. Der ist zwar jetzt auch schon wieder länger her, wirkt aber immer noch nach. Danach bin ich hier in das Projekt wieder gut reingekommen und es läuft soweit wieder alles gut. Am Anfang des Zwischenseminars denken die meisten: „Ich bin jetzt schon ein […]

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Hallo, ich melde mich jetzt frisch erholt, nach unserem Zwischenseminar und Urlaub. Der ist zwar jetzt auch schon wieder länger her, wirkt aber immer noch nach. Danach bin ich hier in das Projekt wieder gut reingekommen und es läuft soweit wieder alles gut.

Am Anfang des Zwischenseminars denken die meisten: „Ich bin jetzt schon ein halbes Jahr hier, habe mich gut eingelebt und schon viele Probleme überwunden. Warum werde ich genau jetzt aus dem Projekt geholt?“ Auch ich habe mir einige dieser und ähnliche Fragen gestellt, aber nie an dessen Nutzen gezweifelt. Auch wenn man denkt man käme gut klar, belastet einen doch irgendetwas im Hintergrund und gerade diese, aber natürlich auch sichtbare Probleme kann man auf so einem Seminar meist besser lösen, als im Volontärsalltag. Außerdem reflektiert man seine Arbeit, tauscht sich mit Gleichgesinnten aus und blickt danach meist noch positiver auf das bevor stehende halbe Jahr. Außerdem war es toll mehr über andere Projekte und Länder, wie Ruanda und Malawi zu erfahren, in denen auch Don Bosco Volontäre arbeiten. Auch hatten wie gerade abends beim gemeinsamen Beisammensitzen und Spielen viel Spaß. Ein spontaner Ausflug zu einem Priesterseminar war auch sehr interessant. Ich habe noch nie zuvor so viele Geistliche und Anwerter versammelt gesehen. Hier wurde auch deutlich, dass die katholische Kirche hier einen viel größeren Zulauf, als in den meisten westlichen Staaten hat. Dienstags hatten wir unseren Ausflugstag, welchen wir an einem in der Nähe gelegenen See verbrachten. Ich war sehr überrascht, wie gut dieser erschlossen und gepflegt war. Hier konnten wir richtig gut am Strand entspannen und in dem angenehmen Wasser schwimmen. Jedoch waren wir auch fast die einzigen Gäste.

Donnerstags ging dann aber unser richtiger Urlaub los. Die Fahrt über teils sehr stark zerstörte Straßen war leider  recht unangenehm und lang.  Unsere gut gepflegte und gemütliche Backpacker Unterkunft in Livingstone entlohnte dann aber für vieles. Wir waren mit allen neun Volontären und unserer Trainerin Ruth unterwegs und damit eine große Truppe. Den kommenden Tag verbrachten wir an den  atemberaubenden Viktoriafällen.

Wir nutzten jeden Pfad um die Landschaft und die Fälle aus immer wieder unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Dabei liefen uns immer wieder Paviane und Mangusten über den Weg. Die Viktoria Fälle sind wirklich einzigartig und ein tolles Erlebnis. Somit sind sie für jeden Sambia Touristen ein absolutes Muss. Am nächsten Tag nahmen wir dann aber schon wieder einen Ortswechsel vor.

Von Ruth verabschiedeten wir uns dann aber schon, denn sie kam nicht mit zum Chobe Nationalpark in Botswana. Bei einer Fahrt nach Botswana sollte man vorher sicher stellen, dass man entweder genug US-Dollar oder schon Botswana Pula mit hat. Denn sambische Kwacha kann man hinter der Grenze noch nicht einmal mehr wechseln. Selbst mit Euro kann man in Botswana meist mehr anfangen als mit der Nachbarwährung. Auch auf Bankautomaten ist nicht unbedingt immer Verlass. Nachdem wir alles preisliche geklärt hatten, konnte unsere vorgebuchte Safari endlich beginnen. Zuerst ging es aufs Wasser und auch die ersten Tiere ließen nicht lange auf sich warten. An Land wie auch im Wasser konnte man Krokodile, Nilpferde, Pukus, Kudus, Wasserböcke, Verane, Wasserbüffeln und zahlreiche Impalas beobachten.

 

Selbst die langen Hälse einiger Giraffe sahen wir bald aus dem dichten Ufergestrüpp hervor schauen. Dann ging es wieder aufs Land. Von wo aus wir mit unserem Safariwagen weiter fuhren. Am Landeingang des Parks begrüßten uns erstmal einige Meerkatzen. Im Park querten zahlreiche Impalas unseren Sandweg und tief im Gebüsch grasten einzelne Kudus. Bald sahen wir die auch die Giraffen, die wir zuvor schon vom Wasser aus gesehen hatten, aus nächster Distanz. Diese elegante Tiere ließen sich von uns kaum stören und fraßen die Blätter hoch oben in den Baumkronen. Weitere Sichtungen waren Perlhühner, Fischadler und Paviane. Abends bezogen wir das im Park liegende Zelt Camp. Es war eine tolle Erfahrung, direkt im Park übernachten zu können und dementsprechend früh wieder auf Safari zu fahren. Während des Sonnaufgangs war dies natürlich ein ganz besonderes Naturerlebnis. Bis auf zahlreiche Impalas, einige Nilpferde, Sharkale, Mangusten, Paviane und Warzenschweine bekamen wir an diesem Morgen eher wenig Tiere zu Gesicht. Wie auch schon am vergangenen Tag hielten wir besonders nach Elefanten Ausschau. Denn obwohl in diesem Park die größten Elefantenherden Afrikas leben sollen, hatten wir bisher noch keine Elefanten gesehen. Doch gegen ein Uhr und damit zum Ende unserer Safari hin, stand plötzlich ein Tier direkt neben der Straße. Wenig später kamen immer mehr Tiere aus dem Gebüsch und ließen mir kurz dem Atem stocken. Diese Giganten in freier Wildbahn zu sehen war für mich wirklich ein unvergessliches Erlebnis und war nicht damit zu vergleichen, im Zoo ein paar eingeschüchterte Tiere, in meist engen Gehegen zu sehen. Von diesem Zeitpunkt an sahen wir auf unserer Fahrt durch den Park eigentlich durchgehend Elefanten.

Im Gegensatz zum vergangenen Tag und auch an diesem Tag bis zur Mittagszeit, in der ich irgendwann mal daran gezweifelt habe, dass es in diesem Park überhaut Elefanten gäbe, konnte man es sich jetzt gut vorstellen, dass dort wirklich mit die größten Herden der Welt leben. Selbst nach dem Verlassen des Parks sahen wir immer noch vereinzelnt Elefanten neben der Straße grasen. Die Safari war für mich das absolute Highligth unseres Urlaubs und wird mir sicher für immer in Erinnerung bleiben.

Den nächsten Tag verbrachten wir wieder in Livingstone. Doch fuhren Veronika, Lea und Evi, die auch alle mit mir in Mansa arbeiten, schon zurück in die Einrichtung. Wenig später stand morgens überraschend ein Franziskaner Mönch vor unserer Backpacker Unterkunft, mit dem eine Volontärin von uns nur kurz zuvor mal geschrieben hatte. Ganz unvermittelt nahm er uns mit seinem Auto mit und zeigte uns viele Orte rund um Livingstone. Dazu gehörte ein kleines Handwerker Dorf, zwei Hotels direkt am Sambesi und unweit von den Fällen. Eines davon war das hochpreisigste in ganz Livingstone, mit einer grandiosen Terrasse und Außenbereich. Auf dem weitläufigen Außengelände lebten sogar einige Zebras, Giraffen und Impalas, die wir alle zu sehen bekamen.

Auch den Flughafen zeigte uns der Pater. Dieser überraschend erlebnisreiche Tag war wieder mal ein Highlight, den wir später in einem Restaurant ausklingen ließen. Bei dem Personal in der Backpackers Unterkunft sind wir sicher nicht in bester Erinnerung geblieben, da wir uns andauernd umentschieden haben, wie lange wir bleiben wollten. So haben wir zum Beispiel eine schon gebuchte Nacht wieder storniert, unsere Sachen zu lange in unseren Zimmern gelassen und so weiter. Trotzallem blieb das Personal stets freundlich. Die Stornierung kam zu stande, da wir uns im Laufe des Tages dazu entschieden, nicht am nächsten Tag mit dem Bus nach Lusaka, sondern schon am selben Abend über Nacht mit dem Zug zurück zu fahren. Dieser Plan ging leider nicht ganz auf, denn die Information, dass der Zug um 10 Uhr in Lusaka sein würde war leider falsch. So hieß es später, dass die Ankunft erst für 16 Uhr geplant sei, doch da unsere Lock schon eine Stunde hinter Livingstone versagte und wir auf eine Ersatzlock warten mussten, handelten wir uns eine vierstündige Verspätung ein. Daher erreichten wir erst um 20 Uhr Lusaka, wo wir Ruth wieder sahen.

Am nächsten Tag teilten wir uns aber wieder auf. Laura, Katharina, Laura und ich fuhren an den Karibasee und der Rest in den Copperbelt. Der Karibasee ist ein 180 Kilometer langer Stausee, der bei seiner Aufstauung der größte der Welt war . Wir hatten uns in Siavonga in einer Lodge, die direkt am See lag, eingemietet. Geschwommen sind wir trotz der schönen Lage aber nur im Pool, denn vom Schwimmen im See wird wegen der Bilharziose Gefahr und zahlreicher Krokodile dringend abgeraten. Der Urlaub am See war aber trotzdem sehr entspannend und hat viel Spaß gemacht. Der Ausblick auf den See, das Schwimmen im Pool und auch die Fahrt mit Schlauchbooten in eine Fischerbucht waren echt toll.

Eines Abends schwammen außerdem zwei junge Nilpferde am Strand entlang, die sich prima mit meinem Fernglas beobachten ließen. Nach drei Übernachtungen war dieser Urlaub am See aber leider auch schon wieder vorbei und es ging zurück nach Lusaka. Dort trafen wir wieder auf Lea, Josef und Ruth, die zusammen im Copperbelt waren.

An diesem Abend verabschiedeten Josef und ich uns aber erstmal endgültig von allen anderen, da wir am nächsten Morgen wieder zurück nach Mansa fuhren. Dort erwarteten uns schon alle Kinder sehnsüchtig und auch ich war froh wieder in Mansa zu sein. Hier läuft soweit wieder alles. Ich habe jetzt einen Trompetenschüler, der echt talentiert ist und mit dem ich gut voran komme. Leider musste ein Pater die Einrichtung vor einer Woche verlassen, da in einer anderen Einrichtung seine Mithilfe dringend benötigt wurde. Sein Abschied wurde hier aber ganz groß gefeiert und seine vierjährige Arbeit in der Don Bosco Einrichtung in Mansa wird sicherlich nicht so schnell vergessen werden.

Außerdem habe ich seit längerem schon meinen Pflichtspendenanteil erfüllt. Ich bedanke mich daher ganz herzlich bei allen, die dazu beigetragen haben. Jedoch heißt dies nicht, dass es nicht mehr nötig wäre zu spenden, denn jeder weitere Euro kommt jetzt direkt der Einrichtung zu Gute. Nach Beantragung und Zustimmung durch die Projektabteilung in Bonn könnte ich mit diesem Geld eigene Projekte durchführen, oder sie in die laufenden Kosten und Anschaffung von mehr Materialien stecken. Diesen zweiten Teil sehe ich momentan als deutlich sinnvoller an. Für alle weiteren Spenden bedanke ich mich jetzt schon Voraus. Alle Daten dafür entnehmt ihr bitte der Unterseite „Spenden“.

Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und freue mich schon auf ein baldiges Wiedersehen!

Viele Grüße aus Sambia!
Euer Daniel

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Lufubu https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/02/05/lufubu/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/02/05/lufubu/#comments Mon, 05 Feb 2018 07:23:58 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=202 Hallo. wegen der Cholera Epidemie hatten wir also erstmal viel Zeit. Diese haben wir genutzt, um uns die Landwirtschaftsschule der Salesianer Don Bosco in Lufubu anzuschauen. Mit dem Bus brauchten wir 2 bis 3 Stunden dorthin. Die Fahrt führte über die Musonda Fälle und entlang des Luapulas und somit an der Grenze des Kongos vorbei. […]

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Hallo.
wegen der Cholera Epidemie hatten wir also erstmal viel Zeit. Diese haben wir genutzt, um uns die Landwirtschaftsschule der Salesianer Don Bosco in Lufubu anzuschauen. Mit dem Bus brauchten wir 2 bis 3 Stunden dorthin. Die Fahrt führte über die Musonda Fälle und entlang des Luapulas und somit an der Grenze des Kongos vorbei. Da Lufubu im Norden lag, wurde die Landschaft spürbar immer tropischer, das heißt die Bäume wurden immer größer und die gesamte Vegetation grüner und vielfältiger. Das Dorf Lufubu war ziemlich klein, dünn besiedelt und sehr ruhig, da passte die Landwirtschaftsschule mit angeschlossenem Bauernhof am Ende des Dorfes gut rein. Gleich nach der Ankunft haben wir uns zwar schon einige Gebäude, wie die Agrarschule angeschaut, aber um das gesamte Gelände zu erkunden, war es einfach schon zu spät. Gleich nach dem Frühstück hatten wir am nächsten Tag dann aber genug Zeit dafür. Auch konnten wir bei unserem Rundgang hier und da auch ein bisschen mithelfen. So sammelten wir im Hühnerstall zum Beispiel Eier ein und sortierten sie in Paletten, oder trieben abends die Kühe von der Weide und reinigten einen anderen Hühnerstall. Auf dem Gelände leben nämlich rund 1800 Hühner und somit gibt es auch verschiedene Stallungen, zum Beispiel für die Fleischproduktion, oder für die Legehennen. Es gab überall viel zu sehen, wie den Schweinestall oder die Schlachterei und den Melkstall.

Nachmittags fuhren wir dann mit einem Pater und zwei amerikanischen Volontären, die in Lufubu arbeiten, zu den Ntumbachushi Fällen.

Dieser Ausflug war ein wirklich tolles Erlebnis.

Tosend stürzte das Wasser ca. 30 Meter die Fälle hinab und versprühte in der ganzen Umgebung einen feinen Wasserdunst. Der näheren Umgebung sah man diese erhöhte Wassermenge auch an und so hatte man in kleinen Teilstücken das Gefühl, sich im Regenwald zu befinden. Generell waren durch die Nähe zum Äquator die Bäume generell deutlich größer und grüner, auch konnte man von der oberen Kante des Wasserfalles riesige Waldflächen überblicken.

Alle Versuche, etwas in den Stromschnellen des Baches zu schwimmen, scheiterten kläglich, die Strömung war einfach viel zu stark. Dieser Ausflug war ein tolles Erlebnis und gab mir einen guten Vorgeschmack, auf das tropische Afrika.

Den Abend ließen wir in der Einrichtung mit einer Talente Show zusammen mit den anderen Volontären, den Schülern und Salesianern ausklingen. Gerade einige Musikbeiträge waren echt richtig gut. Am nächsten Morgen reisten wir dann auch schon wieder früh morgens zurück. Leider hatten wir daher keine Zeit morgens noch die Kühe zu melken. Auch sonst gibt es in dieser Einrichtung noch einiges zu entdecken und der Kurzausflug hat mir sehr gut gefallen, sodass ich diese sicher nochmal besuchen werde.
Der Ausflug war auch deshalb so kurz, da ich am nächsten Tag Geburtstag hatte und diesen in Mansa feiern wollte. Die Mädchen hatten mir an diesem Tag einen leckeren Schokoladenkuchen gebacken und selbst meine Familie hat mir an diesem Tag eine Torte gebacken und meinen Geburtstag, trotz meiner Abwesenheit gefeiert. Natürlich hat mir an diesem Tag meine Familie besonders gefehlt, aber die Leute in der Einrichtung und die anderen Volontäre, habe mir auch so einen schönen Tag geschenkt. Selbst um meine Hygiene hat man sich gekümmert und so wurde mir mehrere Male ein Eimer Wasser über den Kopf geschüttet. Dies hat hier nämlich Tradition. Eine Woche später startete dann auch endlich wieder die Schule und das Oratorium. Innerhalb des Jugendcenters gab es dann auch direkt einige Veränderungen. Zum einen unterstützen uns jetzt zusätzlich eine neue Schwester und fünf Aspirantenanwärterinnen im Oratorium. Zum anderen bieten wir an drei Tagen jeweils für eine halbe Stunde Englisch Unterricht und einmal eine Art Religionsunterricht an. Jeden Samstag ist jetzt zudem Sporttag, an denen wir mit dem Kindern gezielt Volleyball, Fußball, Basketball und andere Sportarten mit diesen ausüben. Heute startet zudem schon unser Zwischenseminar mit allen anderen Volontären von Don Bosco Volonteers Bonn, die auch einen Freiwilligendienst in Afrika ausüben. Das heißt, dass bald schon die Hälfte meines Volontariats in Afrika um ist. Jetzt freue ich mich aber erstmal auf das Seminar mit den Anderen.
Euch wünsche ich alles Gute und ich bedanke mich nochmal ganz herzlich, für das wiederholte Lesen meines Blogs. Auch freue ich mich über neue Kommentare und Anregungen von euch!

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr auch meine nächsten Blogeinträge verfolgen würdet!

Bis dahin wünsche ich euch nur das Beste!

Herzliche Grüße aus Sambia!

Euer Daniel

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Ein neues Jahr in Sambia https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/01/16/ein-neues-jahr-in-sambia/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2018/01/16/ein-neues-jahr-in-sambia/#respond Tue, 16 Jan 2018 10:03:54 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=189 Hallo, ja ich melde mich auch nochmal, es tut mir sehr leid, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. In der Zwischenzeit ist natürlich viel passiert und daher versuche ich euch jetzt wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Ich spule daher nochmal weit zurück, genauer gesagt bis zum 3. Oktober 2017. Was […]

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Hallo,
ja ich melde mich auch nochmal, es tut mir sehr leid, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe. In der Zwischenzeit ist natürlich viel passiert und daher versuche ich euch jetzt wieder auf den neuesten Stand zu bringen.
Ich spule daher nochmal weit zurück, genauer gesagt bis zum 3. Oktober 2017. Was war da nochmal? Natürlich! Der Tag der deutschen Einheit! Ja, den feiert man auch in Sambia, aber natürlich nicht im ganzen Land, sondern vor allem in der deutschen Botschaft in Lusaka. Wie jeder deutsche Staatsbürger, der sich in die Elefand Liste des Auswärtigen Amts eingetragen hat, waren auch wir abends anlässlich zum Tag der deutschen Einheit im Garten der deutschen Botschaft eingeladen. Mit deutscher Pünktlichkeit hat es bei uns aber leider nicht geklappt. Mit ca. einer Stunde Verspätung kamen wir dann aber endlich an. Es war schon komisch, wieder von jedem auf deutsch angesprochen zu werden. Zwar war es echt toll, wieder mit jedem auf Deutsch reden zu können, doch mussten wir erstmal leise sein, denn der Botschafter hatte schon längst mit seiner Rede angefangen. Diese war nicht etwa auf deutsch, sondern auf Englisch, da unter den hunderten Gästen auch einige Leute aus Sambia waren. Nach einer kurzen Rede eines sambischen Ministers, der für die Wasserversorgung Sambias zuständig ist, begrüßte uns der Botschafter auf deutsch, jedoch mit einem so heftigen englischen Akzent, dass man nicht wirklich davon ausgehen konnte, dass gerade der deutsche Botschafter zu einem spricht. Nach kurzer Zeit legte sich der Akzent aber wieder. Auch mir ist schon aufgefallen, dass es meist eine Weile braucht, um fehlerfrei in die andere Sprache zu wechseln. Nach der Begrüßung wurde erst die sambische und dann die deutsche Nationalhymne live gesungen. Danach eröffnete der Botschafter das Buffet und an die Wand der Botschaft, wurden den ganzen Abend lang Landschaftsbilder aus Deutschland angestrahlt. Man hat versucht mit den heimischen, sambischen Produkten so gut wie möglich eine deutsche Küche zu präsentieren. Bei Gemüse, Pommes und Teiggerichten, hat dies auch gut geklappt, doch Fleischprodukte schmecken hier generell ziemlich anders. Selbst deutsches Bier wurde importiert und so hatte man vielleicht ab und zu das Gefühl, man sei an einem schönen Sommerabend irgendwo in Deutschland. Wir haben aber nicht nur deshalb den weiten Weg von Mansa nach Lusaka auf uns genommen, sondern vor allem um mit vielen anderen Volontären in Kontakt zu kommen. Außerdem mussten wir wegen der „Never ending Story Visa“ sowieso nochmal nach Lusaka. Diese sollte jedoch jetzt endlich mal erledigt sein, denn bei einem weiteren Lusaka Besuch im Dezember haben wir endlich unsere Arbeitserlaubnis bekommen. Der Austausch mit anderen deutschen Volontären hat sehr gut getan und seit dem stehen wir mit ca. 40 weiteren Volontären über Whatsapp in Kontakt.

Foto mit den anderen Volontären und dem deutschen Botschafter.

Der Abend hat aber auch so generell viel Spaß gemacht und sich gelohnt. Außerdem wurde uns auch so nochmal in Erinnerung gerufen, wie froh wir sein können, in einem vereinten und allgemein friedlichen Deutschland leben zu dürfen.

Ein paar Tage, nachdem wir wieder in Mansa angekommen waren, feierten die 12. Klässler ihren Abschluss und dies noch vor ihren Abschlussprüfungen. Leider wäre es so, dass kaum wer zu einer Abschlussfeier nach den Prüfungen kommen würde, daher findet diese Veranstaltung vor den Prüfungen statt. Trotzdem hatten die Schulabgänger viel Spaß und es war ein großer Tag für sie. Mitte November änderte sich für uns dann einiges, denn zwei neue Volontäre, Lea und Evi kamen in Mansa an. Eigentlich sollten sie nach Indien gehen, doch sie bekamen kein Visa. Nach viel hin und her kamen sie dann aber letztendlich hier nach Mansa und haben sich schon gut eingelebt. Mit Lea fing ich dann auch mit einem Garten Workshop mit den Kindern vom Oratorium an.

Hier erkläre ich den Kindern den Anbau von Mais, Wassermelonen und Kürbissen.

Wenige Wochen später stand der Geburtstag des Oratoriums an. Nach Schwächen in der Organisation wurde er trotz schlechtem Wetter groß und mit vielen Teilnehmern in der Halle gefeiert. Zwar war das Programm meist sehr chaotisch und Essen gab es durch Hilfe von Josef auch eher nur notfallmäßig, doch hatten die meisten Kinder trotzdem viel Spaß.
Die Adventszeit kam dann auch schnell und war genauso schnell wieder vorbei. Die Mädels haben in dieser Zeit viel mit den Kindern der „holy childhood“ für ein Krippenspiel geübt. Auch ich habe mit den Kindern Weihnachtslieder geübt und mit der Trompete, dies aber leider im Gegensatz zu dem Krippenspiel der Mädchen ohne Erfolg. An Heiligabend präsentierten die Kinder das Krippenspiel vor der Christmette in der Kirche. Nach dem Krippenspiel waren viele und auch ich völlig geflasht. Es war wirklich eine tolle Vorstellung und es hat mich zum erstmal richtig auf dieses Weihnachten eingestimmt. Die anschließende Christmette war lang und erst während des nächsten Stromausfalls fand ich auch die Messe richtig weihnachtlich. Denn bei Kerzenschein wurde diese heilige Nacht mit ihrer frohen Botschaft noch etwas vorstellbarer. Zwar war dies ziemlich romantisch, doch für das Kochen war es ziemlich unpraktisch, denn leider war der Strom fast den ganzen Tag weg und kam zwischendurch nur manchmal für ein paar Minuten zurück. Lea und Evi, die fast den ganzen Tag kochten hatten so erhebliche Probleme und hatten fast die ganze Zeit lang nur zwei Gasplatten zur Verfügung. Das Ergebnis aus Knödeln, Rotkohl, Blumenkohl, Truthahn und Bratäpfeln war aber trotz der schwierigen Umstände gut. Zum Abendessen kam dann der Strom auch wieder zurück und so war es doch noch ein schöner Abend, wenn auch gerade an diesem Abend die Familie fehlte. Am 1. Weihnachtstag haben die Kinder dann das Krippenspiel im Garten des Bischofs nochmal aufgeführt, auch dies klappte wieder sehr gut. Kurz nach Weihnachten ist das Jahr dann auch schon, wie immer viel schneller als erwartet zu Ende.
Das neue Jahr begrüßten wir auch hier mit Raketen, jedoch fiel hier und in der Umgebung das Feuerwerk verständlicher Weise recht klein aus, außerdem waren die Raketen echt schlecht und leise. Ich habe mich darüber aber eher gefreut, da ich Feuerwerke, bis auf Professionelle in der Ferne eh nicht mag. Leider hat sich Anfang diesen Jahres der Cholera Ausbruch in Sambia so verstärkt, so dass die Regierung alle Schulen und Universitäten geschlossen hat, sowie große Menschenansammlungen verbot. Somit haben wir jetzt erstmal nicht so viel zu tun und haben daher zum Beispiel eine andere Don Bosco Einrichtung besucht.
Mir geht es soweit gut. Die Regierung tut alles dafür, die Krankheit einzudämmen, dies auch schon mit Erfolg. Auch wir achten noch stärker auf Hygiene, somit müsst ihr euch keine Sorgen machen, dass wir Cholera bekommen könnten.

Ich versuche mich jetzt wieder öfter zu melden. Vielen Dank fürs lesen und bis zum nächsten Blogeintrag!
Euch erstmal alles Gute!

Viele Grüße aus Sambia!

Euer Daniel

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Wasser, Fluch und Segen zugleich https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2017/11/08/wasser-fluch-und-segen-zugleich/ https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/2017/11/08/wasser-fluch-und-segen-zugleich/#respond Wed, 08 Nov 2017 16:45:58 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/danielinsambia/?p=154 Plötzlich und unerwartet kam er, der erste Regen. Alle, so auch ich freuten uns wie kleine Kinder auf die erste Schauer und auch die Natur machte daraus ein großes Spektakel. Die vereinzelten Wolken am Himmel verwandelten sich innerhalb weniger Minuten zu einer grauen Wand. Nur die zahlreichen Blitze erhellten noch diesen düster gewordenen Tag, denn […]

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Plötzlich und unerwartet kam er, der erste Regen. Alle, so auch ich freuten uns wie kleine Kinder auf die erste Schauer und auch die Natur machte daraus ein großes Spektakel. Die vereinzelten Wolken am Himmel verwandelten sich innerhalb weniger Minuten zu einer grauen Wand. Nur die zahlreichen Blitze erhellten noch diesen düster gewordenen Tag, denn auch das Stromnetz hielt dem einsetzenden Regen nicht lange stand. Beeindruckend war auch der schnelle Temperatursturz, so wurde es innerhalb kurzer Zeit ca. 10 C° kälter. Auch kam starker Wind auf, der den aufgewirbelten Staub bis weit über die Dächer fegte. Dann kam er endlich, der Regen, erst zaghaft, aber schon wenig später prasselte er so stark auf den Boden ein, sodass sich unsere Wiese in einen See verwandelte.

Unsere Wiese ist kaum mehr wieder zuerkennen.

Leider richtete dieses Gewitter jedoch auch einige Schäden an und forderte auch Opfer, so wurden in der Umgebung zum Beispiel mehrere Häuser abgedeckt und auf dem nahe gelegenen Bengwelusee kenterte ein Fischerboot, wobei einige Besatzungsmitglieder ertranken. Uns kam das Gewitter längst nicht so bedrohlich vor, wie es dann letztendlich für andere Menschen war. Je nach Aufenthaltsort kann, wie dieses Beispiel zeigt das gleiche Gewitter lebensbedrohlich werden. Dennoch freuten sich die Leute allgemein sehr auf den ersten Regen, denn dieser lässt die gesamte Vegetation wieder ergrünen, dachte ich zumindest. Es war nämlich so, dass schon ca. zwei Wochen vor dem ersten Regen die Vegetation spürbar grüner wurde. Wie konnten die Pflanzen denn nach sieben Monaten Trockenzeit noch soviel Wasser finden, sodass sie komplett neue Blätter und Knospen austreiben können? Dies finde ich immer noch sehr faszinierend und erstaunlich, wie genau das funktioniert weiß ich zwar immer noch nicht, aber irgendwie können die Bäume noch genug Wasser aus dem trockenen Lehmboden ziehen und neu austreiben. Der erste Regen ist jetzt aber auch schon länger her und kam mit dem 7. Oktober in diesem Jahr ungewöhnlich früh, wodurch viele Menschen von ihm überrascht wurden.

Auch möchte ich generell mal die faszinierende und artenreiche Flora und Fauna in meiner Region beschreiben. Zwar ist es leider nicht mehr so, dass man abseits von Nationalparks gewöhnlich Elefant, Nashorn, Giraffe und ko zu Gesicht bekommt, da ihre Bestände abseits der Schutzgebiete durch Bebauungen und Wilderei stark abgenommen haben, jedoch gibt es selbst auf dem Gelände der Salesianer Don Boscos zahlreiche Amphibien-, Reptilien-, Insekten- und Vogelarten. Das Artenspektrum reicht von Eidechsen, über Kröten, Frösche, Chamäleons, Geckos, zahlreiche Heuschrecken-, Singvögel- und Schmetterlingsarten bis hin zu Raben und Greifvögeln.

Eine gut getarnte Heuschreckenart.

Eine andere Heuschreckenart.

Diese Froschart kommt hier sehr häufig vor.

Von diesen und weiteren Tieren werde ich nach und nach Fotos hoch laden, jedoch ist es nicht ganz einfach, die Tiere vor die Linse zu bekommen.

Neben zahlreichen Busch-, Baum- und Blumenarten kommen hier auch einige Kakteen und Agave Pflanzen vor. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Pflanzen kommen mit dem hier vorherrschenden klimatischen Bedingungen gut klar, sind meist jedoch trotzdem streng geschützt. Außerdem werden auf dem Gelände der Salesianer Don Boscos einige Nutzpflanzen angebaut, oder wachsen dort wild. Dazu gehören unter anderem Papayas, Mangos, Möhren und Spinat.

Auch die Landschaft Sambias hat einiges zu bieten und ist sehr abwechslungsreich, so wechseln sich Trocken- mit Feuchtsavannen, Waldlandschaften, Seen, Bergregionen, Sümpfen oder mit Flusstälern ab, die teilweise atemberaubende Wasserfälle besitzen.

Die Mumbalumba Wasserfälle die wir als Sonntagsausflug besichtigt haben.  Dort waren wir fast ganz für uns alleine schwammen durch den See und sprangen von den Klippen ins Wasser. Dieser Ausflug hat mir die Schönheit Afrikas verdeutlicht und sehr viel Spaß gemacht.

Mir macht es viel Spaß, diese Naturlandschaften zu erkunden, gerade wenn wir dies gemeinsam mit den Kindern, der Einrichtung machen. Ab und zu machen wir nämlich mit diesen Ausflüge in die Umgebung, so waren wir zum Beispiel letzte Woche mit den Jugendlichen in Samfya am Bengwelusee. Die Teilnehmer hatten dort viel Spaß beim Schwimmen oder einfach beim Sonnenbad am Strand.

Der Sandstrand von Samfya am Bengwelusee.

 

Wie man merkt, gefällt mir die Landschaft sowie die Tier- und Pflanzenwelt Sambias sehr gut. Wart ihr auch schon mal in Sambia, oder einem vergleichbaren afrikanischen Land und habt die dortige Landschaft, sowie die Tier und Pflanzenwelt erkundet? Wenn ja, dann könnt ihr gerne eure Erfahrungen darüber mit meinen Lesern und mir teilen. Abgesehen davon, freue ich mich natürlich auch so wieder über zahlreiche Kommentare. Schaut außerdem immer mal wieder herein, um keinen neuen Artikel oder neue Fotos zu verpassen.

Mir geht es gut, ich hoffe euch auch!

Alles Gute und hoffentlich bis zum nächsten Blog Eintrag!

Herzliche Grüße aus Sambia!

Euer Daniel

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