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	<title>Schule Archive - Don Bosco Volunteers</title>
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	<description>Freiwilligendienst von jungen Menschen für junge Menschen!</description>
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	<title>Schule Archive - Don Bosco Volunteers</title>
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		<title>Arbeit macht Glücklich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[merlemilie]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2025 20:00:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hola todos!! Seitdem ich mich das letzte mal gemeldet habe ist doch auch einiges passiert. Um nichts zu vergessen gehen wir das ganze Chronologisch an. Anfang Oktober waren Paolo, Lukas und ich gemeinsam in Salento und haben dort für einige Tage wirklich schönen Urlaub gemacht. Salento liegt in der Kaffeezone und daher ist es naheliegend, [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Hola todos!!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem ich mich das letzte mal gemeldet habe ist doch auch einiges passiert. Um nichts zu vergessen gehen wir das ganze Chronologisch an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Anfang Oktober waren Paolo, Lukas und ich gemeinsam in Salento und haben dort für einige Tage wirklich schönen Urlaub gemacht. Salento liegt in der Kaffeezone und daher ist es naheliegend, dass wir uns eine Kaffefarm angeschaut haben. Das haben wir direkt nach unserer Ankunft in Salento gemacht. Da wir alle gerne auf unser Geld achten, sind wir über Nacht mit dem Bus angereist. Durch den extremen Schlafmangel waren die vielen Tassen Kaffee genau das richtige. Nachmittags haben wir uns dann Salento angeschaut und sind auf einen Mirador geklettert.  Den Tag danach sind wir 12km und 5 Stunden durch den Regenwald gewandert und haben die größten Palmen der Welt gesehen. Leider sind wir durch die Regenzeit hier aktuell ein wenig durchgefroren und um so dankbarer war ich als ich nach einer warmen Dusche in meinem Hostelbettchen liegen konnte. </p>



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</div>



<p class="wp-block-paragraph">Als wir dann wieder zurück in Medellín waren, hatten wir Mittwochs unseren ersten Arbeitstag. Wir haben alle Aufgaben in der Schule bekommen. Paolo und ich arbeiten in den gleichen Klassen und Lukas in anderen. Vormittags sind Paolo und ich je nach Tag in den Klassen 1-5 unterwegs. Nachmittags ist Paolo 5x die Woche auch unterstützend im Unterricht dabei. Ich nur 3x, die anderen 2 Tage in der Woche verbringe ich die Nachmittage mit dem Kindern aus dem Internat. Dort mache ich entweder Hausaufgaben mit ihnen, erkläre Englisch oder wir spielen, machen Armbänder oder unterhalten uns einfach. Selten schauen wir auch gemeinsam Instagram Reels und lachen uns tot. </p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/merllin/wp-content/uploads/sites/21756/2025/11/IMG_0929-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-75" /></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Vor allem die Zeit mit den Kindern mag ich gerne, weil ich mich einfach sehr wohl fühle und das Gefühl habe, dass die Kinder dankbar für uns Volos sind. Und ich glaube nicht das ich es sage, aber seitdem ich hier Arbeite bin ich extrem Glücklich und Zufrieden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Paolo und mir gefällt unsere Arbeit wirklich sehr gut! Lukas hat es leider nicht so gut gefallen und ist ca 1 Woche später wieder nach Deutschland geflogen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor Lukas aber ausgereist ist, waren wir alle gemeinsam noch auf einem Flohmarkt und haben einen gemeinsamen Spieleabend gehabt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Woche über ist dann nicht viel spannendes passiert. Lukas ist am Donnerstag nach Hause geflogen, die anderen Tage waren Paolo und ich Arbeiten und haben unsere Klassen kennengelernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letztes Wochenende waren wir dann alle gemeinsam in der Comuna 13, die zwar cool aussieht, aber mich nicht wirklich überzeugt hat. Den Sonntag danach war dann Freizeit für die Jungs vom Projekt und der Pool wurde für die geöffnet. Eigentlich hatte ich mir gesagt, dass ich nur mit den ganz kleinen Jungs schwimmen würde. Also saß ich ganz lange nur daneben und hab mit den Jungs geredet und mich drüber geärgert, dass ich ein Mädchen bin. Nach vielen Überzeugungsversuchen habe ich mich um entschieden, Wertsachen a den Salesianer gegeben und bin schwimmen gegangen. Und was soll ich sagen, ich hatte sehr viel Spaß und keine meiner Sorgen hat sich bestätigt.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/merllin/wp-content/uploads/sites/21756/2025/11/IMG_0866-1-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-78" /></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Am Dienstag sind Ava, Paolo und ich in die Migracion gefahren um einen Ausweis zu beantragen und das Visum im prinzip zu verlängern. Eigentlich ist das nur 90 Tage gültig. Jetzt darf ich aber bis Juni 2027 Theoretisch bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Mittwoch war dann die 60 Jahre feier der Ciudad Don Bosco. Um dazu ein wenig Kontext zu geben ist wichtig zu wissen, das wir Volontäre nicht als Mitarbeiter anerkannt werden sondern irgendwas zwischen Mitarbeiter und Kind sind. Normalerweise sind wir von den Angeboten für die Mitarbeiter exkludiert. Dieses mal aber nicht. Wir mussten uns also unterschiedliche Vorträge anhören und waren dann bei einem sehr Luxuriösen Mittagessen dabei. So wirklich Willkommen hab ich mich aber nicht gefühlt. </p>



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<p class="wp-block-paragraph">Die Sporthalle wurd sehr festlich zum Mittagessen geschmückt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Essen war offensichtlich sehr Fleischlastig und es gab auch keine Veggie alternative. Annika und ich haben dann das Fleisch abgegeben und haben den Rest gegessen. </p>
</div>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/merllin/wp-content/uploads/sites/21756/2025/11/598238df-8604-4cf6-a4b2-314d70387895-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-80" /></figure>
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</div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Freitag war dann Halloween hier und wir haben Nachmittags für die Kinder angeboten sie zu schminken. Ich wusste zwar von Erzählungen, dass die Kinder hier verrückt nach Süßigkeiten sind, aber kein Deutsches Kind habe ich jemals so süchtig gesehen. Es ist unmöglich jedem Kind einfach nur ein Teilchen in die Hand zu geben, deshalb ähnelte die Verteilung ein wenig einer Raubtierfütterung. Ich fand Halloween aber super schön, man hat den Kindern angemerkt, dass sie sehr viel Spaß hatten. Abends haben die Salesianer dann noch eine Gruselführung angeboten. Annika und ava haben dort die Kinder erschrocken. In der einen “Führung” war ich auch dabei und es war super lustig für mich zu sehen, wie die Kinder sich so in ihrem bekannten Umfeld erschrecken lassen. </p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/merllin/wp-content/uploads/sites/21756/2025/11/3e56a12b-ec31-4ba9-93d5-8bfe043b07f4-1-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-83" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier hab ich Paolo geschminkt:)</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/merllin/wp-content/uploads/sites/21756/2025/11/IMG_4509-1-703x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-84" /></figure>
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</div>



<p class="wp-block-paragraph">Das letzte Wochenende war dann wieder ein langes Wochenende. Ich habe mich dafür entschieden zum ersten mal komplett alleine zu verreisen. Für mich ging es nach Cartagena, in den Norden Kolumbiens. Cartagena ist eine sehr schöne Stadt, die Früher mal eine Spanische Kolonie war. Ich fand die Geschichte der Stadt sehr spannend. Weil es aber in Cartagena sehr warm ist, habe ich mir eine Tagestour Inselhopping gebucht. Diese Tour hat wirklich viel Spaß gemacht. </p>



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</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Das nächste mal werd ich mich dann wahrscheinlich in einem Monat melden, wenn wieder genug für einen Blogeintrag passiert ist. Bis dahin sende ich euch so viele Sonnenstrahlen wie möglich!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Review meiner letzten Wochen in Indien</title>
		<link>https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/2024/10/14/review-meiner-letzten-wochen-in-indien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lea Grießbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Oct 2024 15:59:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DBSCE]]></category>
		<category><![CDATA[Don Bosco]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Sayalgudi]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hallooo, ein bisschen ist es jetzt schon her, seitdem ich meinen letzten Blog veröffentlicht habe. Daher habe ich einiges zu erzählen, ich versuche mich aber im Folgenden kurzzufassen (was leider noch nie zu meinen Stärken gehört hat, haha) Ich knüpfe jetzt einfach mal an meinen letzten Blog an. In unserer zweiten Woche (9.09 &#8211; 15.09) [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/2024/10/14/review-meiner-letzten-wochen-in-indien/">Review meiner letzten Wochen in Indien</a> erschien zuerst auf <a href="https://blogs.donboscovolunteers.de">Don Bosco Volunteers</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Hallooo,</p>



<p class="wp-block-paragraph">ein bisschen ist es jetzt schon her, seitdem ich meinen <a href="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/2024/09/20/meine-erste-woche-in-indien/">letzten Blog</a> veröffentlicht habe. Daher habe ich einiges zu erzählen, ich versuche mich aber im Folgenden kurzzufassen (was leider noch nie zu meinen Stärken gehört hat, haha)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich knüpfe jetzt einfach mal an meinen letzten Blog an. In unserer <strong><mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">zweiten Woche</mark></strong> <em>(9.09 &#8211; 15.09)</em> an der <strong><a href="https://donboscocbsesayal.com/">„Don Bosco School of Excellence“</a></strong> <em>(DBSCE)</em> haben Mila und ich das erste Mal <mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">Unterrichtsstunden </mark>übernommen. Das stellte sich jedoch als deutlich schwieriger heraus, als wir dachten: <strong>30 – 40 Schülerinnen</strong> unter Kontrolle zu bekommen ist <em>– selbst zu zweit –</em> gar nicht so einfach. Die Hälfte der Zeit haben wir wahrscheinlich damit verbracht, den Schülerinnen zu sagen, dass sie sich bitte wieder auf ihre Plätze setzen, leise sein und sich nicht gegenseitig schlagen sollen, <em>*seufz*.</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.16_30f94b52-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-152" style="width:230px;height:auto" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>singen darf ofc nicht fehlen</em></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist vielleicht auch, dass Mila und ich <strong>keinen festen Stundenplan </strong>haben, sondern <strong>Vertretungsstunden</strong> übernehmen, in denen wir die Schülerinnen in <strong><mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">„Spoken English“</mark></strong> unterrichten. Ziel ist, dass sie sich daran gewöhnen, frei Englisch zu sprechen und ihre Aussprache sowie Grammatik verbessern. Obwohl der Unterricht an dieser Schule auf Englisch gehalten wird <em>(DBSCE ist CBSE-Schule, die einen Lehrplan mit englischem Unterricht vorgibt, damit die Schülerinnen später bessere Berufschancen haben)</em>, fällt es ihnen oft schwer, frei auf Englisch zu sprechen oder sie trauen sich nicht. Sie verstehen zwar Englisch gut, aber da der Unterricht meist nur frontal erfolgt, haben sie selten die Möglichkeit, ihre Sprachfähigkeiten praktisch zu festigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach drei Tagen Unterricht war ich fast schon froh, als die Fathers uns sagten, dass wir an diesem Donnerstag <em>(12. September)</em> keinen Unterricht hätten, sondern mit ihnen nach <a href="https://www.google.com/search?q=ramanathapuram&amp;sca_esv=d9880e105989b578&amp;sxsrf=ADLYWILGGFioz_D-c1fiEKRzgW2cmQG3BQ%3A1728916015481&amp;ei=LyoNZ_z8HNyjnesPoqvr6QM&amp;gs_ssp=eJzj4tTP1TcwzTM1KDNg9OIrSsxNzEssyUgsKAUyAW66COg&amp;oq=ramana&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiBnJhbWFuYSoCCAAyChAuGIAEGCcYigUyBRAuGIAEMgUQABiABDIFEAAYgAQyBRAAGIAEMgUQABiABDIFEAAYgAQyBRAAGIAEMgcQABiABBgKMgUQABiABDIXEC4YgAQYigUYlwUY3AQY3gQY4ATYAQFIoxFQAFiZCHABeAGQAQGYAd4CoAHnCKoBBzAuNS4wLjG4AQHIAQD4AQGYAgegAqsOqAIMwgIHECMYJxjqAsICFBAAGIAEGOMEGLQCGOkEGOoC2AEBwgIKECMYgAQYJxiKBcICBBAjGCfCAgoQABiABBhDGIoFwgIKEC4YgAQYQxiKBcICCxAuGIAEGNEDGMcBwgIIEC4YgAQY1AKYAwm6BgYIARABGAGSBwcxLjUuNi0xoAezfw&amp;sclient=gws-wiz-serp"><strong>Ramanathapuram</strong> </a>fahren würden, um unsere <strong><mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">Registrierung</mark></strong> zu erledigen. <em>(Kurze Hintergrundinfo: Die Registrierung benötigen wir als Bestätigung, dass wir hier sein dürfen. Dazu muss man Unmengen an Dokumenten und Formularen online einreichen. Normalerweise erhält man die Bestätigung innerhalb von 14 Tagen, aber bei uns kam es zu Komplikationen. Deshalb fuhren wir nach Ramanathapuram zum Polizeipräsidium.) </em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort sprachen die Fathers mit einem Police Officer, aber anscheinend verlief das Gespräch nicht so erfolgreich <em>(?)</em>, denn wir fuhren weiter zu einer anderen <strong>Polizeistation</strong>. Auch dort mussten wir warten, bis wir mit dem Polizisten sprechen konnten, der viele Fragen stellte. Da das Gespräch wieder auf Tamil stattfand, kann ich nicht genau sagen, was er wissen wollte. Allerdings fragte er uns auf Englisch, ob wir nach Indien gekommen seien, um zu <strong>predigen</strong> <em>(Bei weißen Menschen wird oft vermutet, dass sie in Indien sind, um die Bevölkerung zum christlichen Glauben zu konvertieren.)</em> Als wir schließlich das Polizeipräsidium verließen, versicherten uns die Fathers, dass jetzt alles mit der Registrierung klappen sollte. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Kleiner Spoiler:</strong> Es hat nicht geklappt. Ihr werdet in diesem Blog also noch öfter von unserem Registrierungsprozess hören.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Wochenende fuhren Mila und ich zum ersten Mal <strong>alleine </strong>mit dem Bus nach <strong><mark class="has-inline-color has-vivid-red-color"><a href="https://www.google.com/search?q=toothukudi">Thootukudi</a>,</mark></strong> wo wir uns mit zwei Lehrerinnen trafen, um ein bisschen einkaufen zu gehen. Obwohl wir uns anfangs nicht ganz sicher waren, ob wir überhaupt im richtigen Bus saßen, verlief die Busfahrt ganz gut. Vor Ort wurden wir von den beiden Lehrerinnen in Empfang genommen, und nach einem <strong>erfolgreichem <mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">Einkauf </mark></strong><em>(inklusive indischer Kleidung und Snacks)</em> überraschten sie uns mit einem Besuch in einem <strong>Pasta- und Pizzaladen</strong>, nachdem wir ihnen ein paar Tage zuvor von unserer Liebe zu Pasta erzählt hatten. Nach zwei Wochen indischer Küche war das Pasta-Essen eine willkommene Abwechslung, und das Essen war wirklich lecker. <em>(Das Restaurant hat sogar extra westliche Musik für uns angemacht, haha.)</em></p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="157" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.02_6a5715b5-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-157" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="158" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.18_3a440319-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-158" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="156" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.16_c7de6779-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-156" /></figure>
</figure>
</div>
</div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der <strong>Rückweg nach Sayalgudi</strong> war dann wieder ein <strong>kleines Abenteuer für sich</strong>: Da viele Menschen mit dem Bus fahren wollten, war es äußerst schwierig, einen Platz zu bekommen. Denn die Leute sprangen teilweise in den noch fahrenden Bus oder schmissen ihr Gepäck durch das offene Fenster, um sich einen Platz im Bus zu sichern. Zum Glück kam abends der Vater einer der Lehrerinnen und half uns dabei. Dank seiner Hilfe bekamen Mila und ich wie durch ein Wunder sogar einen Sitzplatz. Damit endete unser erster kleiner Ausflug erfolgreich.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.14_c5cb59a0-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-160" style="width:169px;height:auto" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">In der <strong><mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">dritten Woche</mark></strong> <em>(16.09 &#8211; 22.09) </em>war am Dienstag ein Feiertag, und wir nutzten die Gelegenheit, mit den Lehrerinnen und unserer Köchin das erste Mal so richtig an den <strong>Strand </strong>zu gehen. Das Wasser war sehr warm und der Strand wunderschön. <em>Hätten wir gewusst, was in den nächsten Wochen auf uns zukommen würde, hätten wir diesen Tag sicher noch mehr genossen. Denn so viel kann ich schonmal verraten: Wir konnten seit diesem Tag das Schulgelände &#8211; bis heute &#8211;  nicht mehr verlassen</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">In den <strong>folgenden zwei Wochen</strong> <em>(23.09 &#8211; 29.09)</em> gab es für Mila und mich kaum etwas zu tun. Da die Schüler*innen in der <strong><mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">ersten Woche Exams</mark> </strong>schrieben und die <strong><mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">zweite Woche Ferien</mark></strong> hatten, verbrachten wir die Zeit mit Stempeln und Lochen von Exam Papers. Das war nicht sonderlich spannend. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.12_ed0b8670-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-161" style="width:151px;height:auto" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Zwischendurch übernahmen wir mal hin und wieder die Unterrichtsstunden, in denen die Schüler jedoch eigenständig lernen sollten – dies klingt allerdings entspannter, als es dann tatsächlich war. Vor allem die <strong>3. Klasse</strong>, die wir <strong>sechs Stunden</strong> lang betreuen mussten, waren, – das muss ich an der Stelle nun mal leider so sagen – ein absoluter <strong>Albtraum.</strong> Die Klasse bestand aus ca. 40 Kindern und der Lärmpegel war dementsprechend enorm. Denn die Kinder hatten natürlich keine Lust, den ganzen Tag selbstständig zu lernen.  Viel lieber liefen sie im Klassenzimmer herum, <strong>warfen Papierkügelchen, verpetzten sich gegenseitig, redeten miteinander</strong> und <strong>malten ihre Zunge an</strong> <em>– kein Witz, ein Mädchen kam wirklich zu mir und sagte „Ms […] painted her tongue…“.</em> Am Ende des Tages waren Mila und ich einfach nur froh, wenn die Kinder auf ihren Plätzen saßen – egal, was sie dabei machten. <em>(Ihre Wahl fiel auf das Malen von Bildern, die sie uns am Ende dann alle mitgaben. Eins davon hängt momentan sogar an unserer Zimmertür XD.</em>)</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.11_eb8ed13a-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-162" style="width:180px;height:auto" /></figure>
</div>


<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8f761849 wp-block-group-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.09_70b3b643-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-163" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da Mila und ich in diesen zwei Wochen weiterhin <strong>keine Registrierung</strong> erhalten haben, durften wir das <strong>Campusgelände nicht verlassen.</strong> Ohne Unterricht und ohne Schüler*innen fiel uns schnell die Decke auf den Kopf, und es wurde zunehmend schwerer, die Zeit irgendwie zu überbrücken. Zum Glück hatten wir unseren <strong>kleinen Hundewelpen „Milo“</strong> <em>(diesen Namen haben Mila und ich ihn gegeben &amp; er wurde auch von allen ausnahmslos übernommen),</em> der uns in dieser Zeit ein bisschen unterhalten konnten.</p>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong><mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">Wochenende</mark></strong> <em>(28.-29. September)</em> passierte dann vergleichsweise einiges auf einmal. <em>(kleiner Sidefact: Mila und ich waren an dem Wochenende alleine zu Hause, da die Fathers nicht da waren.)</em></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ameisen</strong> haben meinen Laptop befallen und krabbelten durch die kleinsten Löcher. <em>(Anscheinend essen sie gerne die Elektronik von Computern auf.)</em></li>



<li>Über <strong>100 Leute</strong> kamen spontan zum Abendessen.</li>



<li>Es regnete zum ersten Mal so richtig, wodurch Strom und Internet ausfielen.</li>



<li>Ein <strong>Polizist </strong>kam vorbei, um uns weitere Fragen wegen unserer Registrierung zu stellen, konnte aber kein Englisch und da wir kein Tamil sprechen und die Fathers nicht da waren, sind an dem Abend beide Seiten nicht unbedingt schlauer aus der Sache rausgegangen. <em>(Der Polizist war dann aber nochmal da, als auch die Fathers da waren und konnte dann mit diesen seine Fragen klären)</em></li>



<li>Unsere <strong>Toilette </strong>brach plötzlich aus der Wand. Damit war unser Badezimmer endgültig nicht mehr funktionsfähig, da wir davor schon mit einem tropfenden Wasserhahn und einer kaputten Dusche ausgestattet waren.  <em>(Die Dusche wurde übrigens gestern, nach 6 Wochen, endlich repariert).</em></li>
</ul>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="166" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.11_82eea189-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-166" /><figcaption class="wp-element-caption">Kreidekreis um die Ameisen abzuhalten (funktioniert wirklich)</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="167" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.10_8f592c22-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-167" /><figcaption class="wp-element-caption">Unsere Konstruktion, damit die Toilette nicht komplett von der Wand runterkracht</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am <strong>Montag</strong>, dem <strong>07. Oktober</strong>, <strong>begann</strong> dann endlich wieder die<strong> <mark class="has-inline-color has-vivid-red-color">Schule</mark></strong><em> (ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sagen würde)</em>, und wir konnten wieder unterrichten. Der Unterricht lief mal besser, mal schlechter, aber es war auf jeden Fall eine <strong>willkommene Abwechslung </strong>nach den ereignislosen Wochen zuvor<strong>. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider haben wir auch in dieser Woche unsere Registrierung nicht erhalten<strong>.</strong> Stattdessen wurden erneut zusätzliche Dokumente für Mila und mich angefordert. Das hat dann auch unsere Hoffnung zerschlagen, am Wochenende etwas unternehmen zu können, denn Freitag, Samstag und Sonntag waren wieder Feiertage. Zu unserem <strong>Leidwesen</strong> hatten wir das ganze <strong>Wochenende</strong> über dann auch noch <strong>weder WLAN noch Strom. </strong><em>(Das mag vielleicht übertrieben klingen<strong>,</strong> aber wenn man vier Wochen lang das Haus nicht verlassen kann, wird ein nicht funktionierendes WLAN irgendwann zu einem echten Problem.)</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/10/WhatsApp-Bild-2024-10-14-um-20.24.09_4e961905-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-169" style="width:120px;height:auto" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Heute <em>(13.10)</em> feierten wir dann noch<mark class="has-inline-color has-vivid-red-color"> <a href="https://isha.sadhguru.org/en/wisdom/article/ayudha-pooja"><strong>Ayudha Puja</strong></a> </mark>nach. Dabei wird der <mark class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong>Segen</strong> für <strong>Werkzeuge</strong></mark> erbeten, die für den Lebensunterhalt unerlässlich sind und Erfolg &amp; Produktivität im kommenden Jahr sichern sollen. Dieser wurde eigentlich schon am 11.09 gefeiert, aber da unsere Fathers am Wochenende nicht da waren, haben wir es heute gemeinsam nachgefeiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Registrierung haben wir bis heute nicht, ABER es gibt trotzdem einen <mark class="has-inline-color has-vivid-red-color"><strong>Lichtblick</strong>:</mark> Am Dienstag machen einige Schülerinnen einen <strong>Ausflug nach</strong> <strong><a href="https://www.google.com/search?q=thanjavur&amp;sca_esv=d9880e105989b578&amp;sxsrf=ADLYWILviCbQW_7phNACDI1ibgPNxxLMHQ%3A1728916475780&amp;ei=-ysNZ-ihL6aOseMPzNPSmQg&amp;ved=0ahUKEwioi4rji46JAxUmR2wGHcypNIMQ4dUDCBA&amp;uact=5&amp;oq=thanjavur&amp;gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiCXRoYW5qYXZ1cjIKEC4YgAQYQxiKBTIFEAAYgAQyBRAAGIAEMgUQABiABDIFEAAYgAQyBRAAGIAEMgUQABiABDIEEAAYHjIEEAAYHjIEEAAYHjIZEC4YgAQYQxiKBRiXBRjcBBjeBBjgBNgBAUjAFlDACVjQFXAEeAGQAQCYAdcCoAHUEKoBBTItNi4yuAEDyAEA-AEBmAILoAKYEagCAMICChAAGLADGNYEGEfCAg0QLhiABBiwAxhDGIoFwgIKEAAYgAQYQxiKBcICBRAuGIAEwgILEC4YgAQY0QMYxwHCAgsQLhiABBjHARivAcICCBAuGIAEGNQCwgIHEC4YgAQYCsICBxAAGIAEGAqYAwHiAwUSATEgQIgGAZAGCboGBggBEAEYFJIHBzMuMC42LjKgB4ld&amp;sclient=gws-wiz-serp">Thanjavur</a></strong>. 1906 war dies der Ort, an dem die <strong>Salesianer </strong>das <strong>erste Mal in Indien</strong> ankamen. Ein Father hat uns gefragt, ob wir die Schüler*innen begleiten wollen, und obwohl es um halb 4 Uhr morgens losgeht, freuen Mila und ich uns total auf den Ausflug. Vielleicht bekommen wir sogar die Gelegenheit, einen der wunderschönen Tempel dort zu sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war&#8217;s fürs Erste, jetzt ist es doch wieder länger geworden als angedacht, aber wenn man einmal anfängt zu schreiben, fällt einem immer mehr ein, was man erzählen kann. Falls ihr es bis hierher geschafft habt, dann vielen Dank fürs Lesen!!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/2024/10/14/review-meiner-letzten-wochen-in-indien/">Review meiner letzten Wochen in Indien</a> erschien zuerst auf <a href="https://blogs.donboscovolunteers.de">Don Bosco Volunteers</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Meine erste Woche in Indien</title>
		<link>https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/2024/09/20/meine-erste-woche-in-indien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lea Grießbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Sep 2024 15:32:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Sayalgudi]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>வணக்கம்! (Vaṇakkam! = Hallo) an alle, dieser Blog kommt zwar etwaaaas verspätet, da ich nun fast schon seit 3 Wochen in Indien bin, aber irgendwie habe ich nicht früher die Zeit dafür gefunden. Am 1. September ging für mich und meine Mitvolontärin Mila die Reise nach Indien los. Wir sind um 15:40 am Münchner Flughafen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/2024/09/20/meine-erste-woche-in-indien/">Meine erste Woche in Indien</a> erschien zuerst auf <a href="https://blogs.donboscovolunteers.de">Don Bosco Volunteers</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>வணக்கம்!</strong> (Vaṇakkam! = Hallo) an alle, dieser Blog kommt zwar etwaaaas verspätet, da ich nun fast schon seit 3 Wochen in Indien bin, aber irgendwie habe ich nicht früher die Zeit dafür gefunden.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.17_ccc64b3c-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-105" style="width:113px;height:auto" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Am 1. September ging für mich und meine Mitvolontärin Mila die Reise nach Indien los. Wir sind um 15:40 am Münchner Flughafen losgeflogen und schließlich am nächsten Tag um 14:20 in Madurai (Südindien) angekommen. Dort wurden wir auch schon von einem Father erwartet und nach einem kurzen Zwischenstopp zum Mittagessen mit dem Auto nach Sayalgudi gebracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Fahrt dorthin bekam ich schon mal einen Einblick in den indischen Verkehr &#8211; welcher sehr unterschiedlich zu dem in Deutschland ist. Der größte Unterschied ist auf jeden Fall, dass in Indien Linksverkehr herrscht. Zudem gibt es nur für den Fahrer eine Gurtpflicht und es wird zu jederzeit gehupt – aus welchen Gründen genau, ist für mich bis jetzt noch nicht erkennbar.</p>



<div class="wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-8f761849 wp-block-group-is-layout-flex">
<p class="wp-block-paragraph">Dort angekommen wurden wir von den anderen Fathers und 2 Lehrerinnen, welche auch auf dem Gelände wohnen, mit einem indischen Ritual begrüßt. Anschließend sind Mila und ich erstmal in unsere Betten gefallen und haben den Schlaf nachgeholt.</p>
</div>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.34_f3b91946-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-140" style="width:309px;height:auto" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Tag wurden wir dann auch nochmal in der Schule, mit dem gleichen Ritual wie am Abend zuvor, willkommen geheißen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="107" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.27_5246e62a-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-107" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Schulgebäude</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="110" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.18_bd0b9a82-edited.jpg" alt="" class="wp-image-110" /><figcaption class="wp-element-caption">Unser Willkommensschild</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="108" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.27_fd12df0e-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-108" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Schulbus</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">In den ersten Tagen war es vor allem unsere Aufgabe die Kinder morgens zu begrüßen und nachmittags auch wieder zu verabschieden. Zudem haben wir uns in ein paar Unterrichtsstunden mit hineingesetzt, um überhaupt mal einen Einblick zu bekommen, wie indischer Unterricht so abläuft. Dieser besteht nämlich eigentlich ausschließlich aus Frontalunterricht, was das Zuhören auf Dauer mühselig macht (finde ich). (Ich war in dem Moment auch ein bisschen froh, dass ich nicht mehr stundenlang im Unterricht sitzen &amp; zuhören muss XD).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zudem wurde in unserer 1. Woche in Indien am Freitag gleich noch „teachers day“ gefeiert, bei dem die Schüler*innen den Lehrern u.a. Süßigkeiten, Stifte und beschriebene Zettel schenken. Zudem entwerfen die Schüler noch eigenständig ein Programm für die Lehrer, welches vor allem aus Tänzen oder aber auch beispielsweise Gedichten besteht.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="119" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.29_39b327f2-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-119" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="121" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.28_9a6381c7-edited.jpg" alt="" class="wp-image-121" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="122" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.28_59a269a3-edited.jpg" alt="" class="wp-image-122" /></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Da samstags frei war, sind Mila und ich mit einem anderen Mädchen aus Sayalgudi mit dem Bus nach Toothukudi gefahren und haben unsere erste indische Kleidung „Kurtis“ gekauft. Dies war ein interessantes Erlebnis, da wir das erste Mal so richtig außerhalb des Schulgeländes unterwegs waren und dadurch viele neue Eindrücke gesammelt haben. Nachdem wir zurückgekommen sind,&nbsp; waren wir dann abends noch das erste Mal mit 2 der Fathers gemeinsam am Strand.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="127" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.29_04623c4f-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-127" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="128" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.30_a2f13a8e-767x1024.jpg" alt="" class="wp-image-128" /></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Morgen (Sonntag) hieß es dann um 5:30 aufstehen, weil Mila und ich die Fathers auf eine Hauseinweihung und Taufe begleitet haben. Nach einer einstündigen Autofahrt &#8211; bei der ich nicht nur 1 Mal dachte, dass wir gleich mit einem anderen Auto zusammenkrachen &#8211; hatten wir dann schließlich das Haus erreicht &amp; wurden auch gleich wieder auf indische Weise begrüßt. Anschließend wurde dann ein Gottesdienst (auf Tamil) zur Hauseinweihung gefeiert und danach gab es traditionell indisches Frühstück auf Bananenblättern. Nachdem wir dort noch Kaffee getrunken hatten ging es weiter zur Taufe. (kleiner fun fact: Da die Fathers am Abend zuvor nur von einer Taufe gesprochen hatten, dachten Mila und ich die ganze Zeit, dass mit der Taufe quasi eine „Taufe für das Haus“ gemeint war, uupss).</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/leainindien/wp-content/uploads/sites/21723/2024/09/WhatsApp-Bild-2024-09-20-um-17.54.32_ff068bb6-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-130" style="width:194px;height:auto" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Als die Taufe losging, kamen die Priester auf einmal mit einer Kokosnuss (?) herein, die sie vor dem Altar „herumschwenkten“ – ich weiß bis heute nicht, was es damit auf sich hatte. Auch dieser Gottesdienst fand wieder auf Tamil statt, weshalb ich leider nichts verstanden habe. Nach dem Gottesdienst wurden wir dann von der Familie noch bei ihnen zu Hause zum Mittagessen eingeladen. Schließlich verabschiedeten wir uns von der Familie und bekamen noch ein Geschenk von ihnen, wobei Mila und ich das Gleiche bekamen, wie die Fathers – eine Priesterkutte (lol). Auf dem Weg zurück machten wir noch spontan einen Stop bei einer Freundin der Fathers und tranken dort Kaffee. Danach ging es dann jedoch endlich wieder zurück (ich war zu dem Zeitpunkt schon seeehr müde), sodass wir dann gegen 18 Uhr wieder in Sayalgudi ankamen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies war – jetzt doch etwas ausführlicher als eigentlich geplant – ein kleiner (verspäteter) Einblick in unsere erste Woche in Sayalgudi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Falls ihr noch mehr Einblicke haben wollt schaut gerne auf meiner Instagram Seite <a href="https://www.instagram.com/lea_in_india?igsh=MThiaWhob3JwOHFrdw==">@lea_in_india</a> vorbei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danke fürs Lesen &amp; bis bald!</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
		<item>
		<title>School out forever?</title>
		<link>https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/2024/03/17/school-out-forever/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Franziska Rau]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Mar 2024 05:49:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Don Bosco]]></category>
		<category><![CDATA[Englischunterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Frauentag]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Indien]]></category>
		<category><![CDATA[Sayalkudi]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während ich letzten Juni nach meinem Abi noch dachte, dass ich nun nie wieder in die Schule zurückkehren würde, stand ich nun, nicht einmal ein Jahr später, für einen Monat wieder jeden Tag im Klassenzimmer. Zum Glück aber nicht mehr als Schülerin, sondern als Lehrerin. Nachdem im Care Home kein Unterricht mehr stattfindet und wir [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Während ich letzten Juni nach meinem Abi noch dachte, dass ich nun nie wieder in die Schule zurückkehren würde, stand ich nun, nicht einmal ein Jahr später, für einen Monat wieder jeden Tag im Klassenzimmer. Zum Glück aber nicht mehr als Schülerin, sondern als Lehrerin. Nachdem im Care Home kein Unterricht mehr stattfindet und wir auch nicht in die staatliche Schule können, bekamen wir nun endlich die Gelegenheit in das indische Schulleben einzutauchen und an einer Schule zu unterrichten.<br>Die große Vorfreude war leider etwas gedämpft durch den Umstand, dass wir nach dem Zwischenseminar und unserem Hampi-Urlaub, nur kurz im Care Home gewesen waren und nicht schon wieder weg wollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nichtsdestotrotz machten wir uns motiviert am 21. Februar in Richtung Süden auf und erreichten nach einer siebenstündigen Anfahrt die Don Bosco School of Excellence,&nbsp;Sayalkudi. Da es sich um eine Privatschule handelt, die von den Salesianern geleitet wird, war es kein Problem, dass wir als ausländische Freiwillige einige Zeit zum Unterrichten kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Die Schule geht vom Pre KG ( Vorkindergarten), über den LKG (Lower Kindergarten), den UKG (Upper Kindergarten) und die Grundschule bis hin zur 10. Klasse. Eigentlich geht die Schule in Indien bis zur 12. Klasse, da die Schule aber noch sehr neu ist und die jetzige 10. Klasse der erste Jahrgang ist, der nun Jahr für Jahr in die höhere Stufe kommt, dauert es noch zwei Jahre bis auch hier die Schule bis zur 12. Klasse geht. Neben privaten und staatlichen Schulen, lassen sich die Schulen in Tamil Nadu noch ganz grob in zwei weitere Kategorien unterscheiden: „English Medium“ und „Tamil Medium“. <br>Die DB Schule in Sayalkudi ist eine „english medium school“. Das bedeutet, dass die Kinder alle Fächer, außer natürlich Tamil, auf Englisch haben. Außerdem handelt es sich bei der Schule um eine „CBSE (Central Board of Secondary education) school“. Wie bei uns in Deutschland auch, ist Schulbildung größtenteils Aufgabe der Bundesländer. Die CBSE Schulen hingegen werden von der indischen Regierung zentral aus Delhi verwaltet und kontrolliert. Das Niveau und die Anforderungen in diesen Schulen soll, so wurde es mir erzählt, demnach auch deutlich höher sein, weshalb die Schüler*innen später auch deutlich bessere Chancen bei der Job- und Collegesuche haben ( alleine schon, weil diese Schulen einen besseren Ruf haben).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hannah und ich hatten jeden Tag jeweils zwei Unterrichtsstunden in denen wir „Communicative English (CE)“ unterrichten sollten, weshalb wir vor allem Spiele spielten, wie Tabu, Board Race oder Word Chain, damit die Kinder ins Reden kommen und Vokabeln verinnerlichen konnten. Da sich unsere Stunden meist nicht überschnitten, konnten wir uns gegenseitig meistens in den Klassen unterstützen, was bei der Größe der Klassen (bis zu 40 Schüler*innen) sehr hilfreich war. Schön war es aber trotzdem auch mal ein paar Stunden alleine zu unterrichten und die „Herausforderungen“ selbstständig zu bewältigen. Vor allem am Anfang war es ein komisches Gefühl vor einer ganzen Klasse zu stehen und den Unterricht zu leiten. Das wurde aber mit Stunde zu Stunde besser und man lernt immer selbstbewusster aufzutreten. Da wir von der 1. bis zur 8. Klasse alles unterrichteten, konnte man ganz unterschiedliche Spiele ausprobieren und hatte ganz unterschiedliche Erfahrungen. Allgemein war ich aber sehr überrascht von dem Englischniveau, dass die Schüler*innen hier haben und es war dann doch mal toll, dass man sich recht entspannt mit den meisten verständigen konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn es manchmal echt anstrengend war über 35 Schüler*innen dazu zubringen einem zuzuhören, sie zu ermahnen, dass sie nicht nach vorne rennen sollen oder ihnen zum 50. Mal zu erklären, dass ich nichts verstehe, wenn alle gleichzeitig unterschiedliche Lösungen nach vorne brüllen, so hat es doch vor allem Spaß gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sei es eine Horde von Erstklässlern, die nach vorne rennt, um uns zu umarmen, sobald wir den Klassenraum betreten. Eine zweite Klasse, die in Jubel ausbricht, wenn sie sehen, dass wir die nächste Stunde übernehmen. Die achte Klasse, in der beim Board Race kein Team dem anderen Team einen Punkt gönnt. Der eine Schüler, der jeden Tag nach Schulschluss zu uns kommt, um uns eine Frage zu uns zu stellen. Das Fangen spielen mit den Kindergarten Kindern auf dem Spielplatz. Oder das alltägliche Verabschieden der Schüler*innen am Ausgang mit High-Five, Handschlag oder Faustschlag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese und viele weiteren kleinen Momente, ließen mir immer wieder das Herz aufgehen und werden mir in Erinnerung bleiben.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="308" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/IMG_1665-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-308" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="310" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/IMG_2139-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-310" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="305" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/IMG_1989-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-305" /></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Abends begleiteten wir dann einen Sozialarbeiter bei den Besuchen der zahlreichen „Nightschools“ in den umliegenden Dörfern. Hier können die Kinder hinkommen, die auf die staatlichen Schulen gehen und daheim keine gute Möglichkeit zum Lernen haben. Außerdem ist eine Lehrerin vor Ort, die ihnen bei Fragen und Problemen weiterhelfen kann. Was mir besonders an diesen Besuchen gefallen hat, war zum Einen, dass man in den Dörfern nochmal eine ganz andere Lebenswelt gesehen hat und zum Anderen waren auch die Begegnungen mit den Kindern vor Ort besonders und schön. Mein Highlight war, als wir für gute zehn Minuten mit einer großen Gruppen von jüngeren Kindern tanzten und jedes Kind eigene Tanzschritte einbrachte.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="315" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/2ffa4de2-fdd7-49a6-b389-36248588d08f-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-315" /><figcaption class="wp-element-caption">Hier wurden wir mit einem Programm begrüßt&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="313" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/1d1cb493-a570-4f9a-9602-19ac2b1b1270-1024x768.jpeg" alt="" class="wp-image-313" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; und durften dann auch selber mittanzen</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das indische Schulsystem</strong><br>Schule und Unterricht in Tamil Nadu ist in einigen Aspekten ähnlich zu Schule und Unterricht in Deutschland, dann aber doch wieder ganz anders. Wie auch bei uns in Deutschland kann man zum Beispiel in den letzten zwei Schuljahren Fächer mehr nach den einigen Interessen wählen, Unterrichtsinhalte sind ähnlich und Schüler*innen machen logischerweise genau den gleichen Blödsinn, wie Schüler*innen in Deutschland machen und bis vor einem Jahr auch noch ich gemacht habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich glaube aber, es isst deutlich interessanter, wenn ich auf ein paar Unterschiede zum deutschen Schulsystem eingehe:</p>



<p class="wp-block-paragraph">-Frontalunterricht: &nbsp;Ein großer Teil des Unterrichts hier ist reiner Frontalunterricht. Damit meine ich, dass der Lehrer oder die Lehrerin vor der Klasse steht und einen Vortrag hält. Die Schüler*innen müssen nur hin und wieder auf eine Frage antworten (das auch oftmals im Chor) und schreiben ansonsten einfach nur mit. Gruppenarbeit, Diskussionen mit dem Sitznachbarn oder der Sitznachbarin oder auch ganz andere Unterrichtsmethoden sind selten an der Tagesordnung. Das ist schonmal alleine der Tatsache geschuldet, dass die Klassen so groß sind. 35-40 Schüler, wie hier an der Schule, sind im Vergleich zu manchen Klassengrößen an staatlichen Schulen sogar noch recht klein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">-Auswendig lernen: Geht es auf die Examen zu, müssen die Jungs bei uns im Care Home natürlich auch viel pauken. Hierbei fällt mir immer wieder auf, dass fast alle keine wirkliche Lernstrategie haben. Ein Großteil sitzt einfach nur da, hat das Buch vor sich liegen und versucht die Texte auswendig zu lernen. So etwas wie Zusammenfassungen schreiben, macht eigentlich niemand. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass sie vor allem Fakten und schon fertiges Wissen stur auswendig lernen müssen. Das Gelernte dann auf andere Probleme übertragen und anwenden zu können oder sich auf Grund dieses Wissens eine eigene Meinung bilden zu können, ist weniger gefragt. So habe ich bei einigen Jungs schon mitbekommen, dass sie die fertige Gedichtinterpretation eines Gedichts auswendig lernen mussten, anstatt zu lernen, wie man ein fremdes Gedicht selbstständig interpretieren kann. Hier an der Schule in Sayalkudi wurde uns dann aber gesagt, dass die Anforderungen an CBSE Schulen schon mehr ist, dass die Schüler*innen selbstständig gelerntes Wissen anwenden können. Unsere Jungs im Care Home gehen aber natürlich alle auf staatliche Schulen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">-Gute Bildung muss man sich leisten können: Schulbildung ist zwar umsonst in Indien, es gibt aber extreme Unterschiede zwischen staatlichen und privaten Schulen. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder auf private  Schulen, da dort das Niveau deutlich höher ist, die Klassen kleiner sind und die Ausstattung um vieles besser ist. Außerdem gibt es natürlich immer noch sehr viele Kinder in Indien, die in ihrem ganzen Leben noch nie eine Schule besucht haben und auch nie besuchen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>International Women’s Day</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie auch auf der ganzen Welt, wurde hier in der Schule am 8.März der internationale Frauentag gefeiert. Einmal während der allmorgendlichen Versammlung mit den Schüler*innen und einmal mit Frauen aus den umliegenden Dörfern, die extra hierher kamen. Hannah und ich durften bei beiden Gegebenheiten eine kurze Rede halten. Davon erfuhren wir aber -wie soll es auch anders sein- erst ein paar Minuten vor dem Start der Veranstaltung. Es war also wieder ein bisschen Improvisation nötig, was mich aufgrund der Wichtigkeit dieses Themas etwas störte, weil ich lieber mehr Zeit gehabt hätte, um alle meine Gedanken und Anregungen zu sortieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich außerdem an der Versammlung in der Schule störte, war, dass es rein darum ging, Frauen für ihre Errungenschaften und Bemühungen zu feiern und zu danken. An sich ist daran ja nichts verkehrt. Nur hätte ich mir gewünscht, dass auch noch etwas zum Thema Gleichberechtigung gesagt worden wäre und Frauen eben immer noch nicht überall gleich behandelt werden und benachteiligt sind. Schließlich geht es ja auch genau darum beim internationalen Frauentag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Veranstaltung für die Frauen aus den umliegenden Dörfern ging es dann, soweit ich das einschätzen kann (die Reden waren alle auf Tamil), auch um Gleichberechtigung und Emanzipation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte diesen Moment nutzen, um darüber zu berichten, wie ich das Thema Gleichberechtigung und die Rolle der Frau hier in Indien bzw. Tamil Nadu erfahre. &nbsp;Vorweg natürlich direkt der Hinweis, dass es sich hierbei um meine subjektive Wahrnehmung handelt, die ich aus Beobachtungen und den Gesprächen mit Menschen hier gewonnen habe. Was ich jetzt erzähle lässt sich natürlich auch nicht auf ganz Indien übertragen, schließlich gibt es extreme Unterschiede, je nachdem in welcher Region man lebt , ob man auf dem Land oder in der Stadt wohnt und welcher Schicht man angehört.  Im Nordosten Indiens, wo auch zwei Volos unseres Jahrgangs sind, herrscht zum Beispiel Matriarchat, während im Rest Indiens eigentlich überall Patriachat herrscht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was einem direkt auffällt, wenn man in Indien herum läuft, ist, wie männerdominiert die Straßen sind, man also teilweise nur wenige Frauen herumlaufen sieht. Besonders aufgefallen ist mir das, als wir in Hyderabad waren, wo es nach meiner Einschätzung deutlich extremer war, als hier in Tamil Nadu. Ein Grund hierfür ist vermutlich auch, dass der Tätigkeitsbereich der Frau zu großen Teilen die eigenen vier Wände sind. Haushalt schmeißen, Kochen und auf die&nbsp;Kinder aufpassen, ist zu großen Teilen die Aufgabe der Frau. Das traditionelle Rollenbild der Frau ist vorherrschend. Trotzdem sehe ich hier in Tamil Nadu auch sehr viele Frauen arbeiten und bekomme mit, dass auch viele junge Frauen studieren, sofern es sich die Familien natürlich leisten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An unserem ersten Wochenende hier an der Schule in Sayalkudi wollten Hannah und ich gerne in die Stadt gehen. Einer der Fathers bot netterweise an eine Bekannte zu fragen, ob sie uns begleiten und herumführen will. Nachdem der Father erst sie fragte, rief er danach noch ihren Vater an, um diesen um Erlaubnis zu bitten und das, obwohl sie 24 Jahre alt ist. Für mich war das total irritierend, da ich schließlich schon länger meine Eltern nicht mehr um Erlaubnis fragen muss, wenn ich daheim in die Stadt will. Im Gespräch mit dem Father erfuhren wir dann, dass es hier in der Gegend wohl noch üblich sei, dass Töchter ihre Väter bzw. Eltern, solange sie daheim leben, um Erlaubnis fragen (müssten), bevor sie wo hingehen können. Auch später in der Ehe würden Frauen ihren Mann erst um Erlaubnis fragen, bevor sie gehen. Der Mann hat also innerhalb der Ehe und der Familie das Sagen.<br>(Bemerkung: Ich weiß leider nicht, ob junge Männer, die noch in ihrem Elternhaus leben, ihre Eltern auch um Erlaubnis fragen müssen, bevor sie das Haus verlassen. Der Father hat uns nur das erzählt, was ich berichtet habe. Allgemein bestimmen hier Eltern deutlich länger über das Leben ihrer Kinder, als es bei uns in Deutschland üblich ist. Familie hat hier aber auch einfach einen ganz anderen Stellenwert.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich habe tatsächlich lange überlegt, ob ich überhaupt auf das Thema eingehen soll, weil es natürlich sehr komplex und viel tiefgehender ist, als ich jetzt hier mit meinen paar Beispielen anreiße. Vielleicht gibt meine Schilderung aber einen kleinen Einblick, was man als dann doch noch Außenstehende mitbekommt. Man muss natürlich auch hinzufügen, dass sich Indien zur Zeit sehr im Wandel befindet, auch was die Rolle und Rechte von Frauen angeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Morgen geht es für Hannah und mich dann wieder ins Care Home. Ich freue mich sehr, die Jungs wiederzusehen und wieder für einen längeren Zeitraum da zu sein. Die letzten Tage hatte ich nämlich tatsächlich etwas Heimweh nach dem Care Home. So schön und interessant es jetzt hier in Sayalkudi auch war, daheim ist es einfach am Schönsten.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="301" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/IMG_2338-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-301" /><figcaption class="wp-element-caption">Sayalkudi liegt (fast) am Meer </figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" data-id="317" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/IMG_2140-1.jpeg" alt="" class="wp-image-317" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="306" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/IMG_2179-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-306" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="304" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/IMG_2020-576x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-304" /><figcaption class="wp-element-caption">Tagesausflug nach Rameswaram</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="302" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/IMG_2048-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-302" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" data-id="303" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/wp-content/uploads/sites/21671/2024/03/IMG_2030-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-303" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick auf Sri Lanka (wirklich viel gesehen hat man nicht)</figcaption></figure>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph"><br><br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://blogs.donboscovolunteers.de/franziinindien/2024/03/17/school-out-forever/">School out forever?</a> erschien zuerst auf <a href="https://blogs.donboscovolunteers.de">Don Bosco Volunteers</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Campamentos</title>
		<link>https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/2022/12/31/campamentos/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sofia Tissen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Dec 2022 22:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>İHola amigos! Der Dezember war für die Kinder ein ganz besonderer Monat. Nicht nur weil Weihnachten war, auch weil im Moment Ferien sind und weil das ganze Projekt 2 Wochen in das kleine Dorf Postrervalle (etwas weiter nördlich von Santa Cruz) gefahren sind. Mit 45 Personen untergebracht in einer kleinen Schule, machte sich der Name [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>İHola amigos!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Dezember war für die Kinder ein ganz besonderer Monat. Nicht nur weil Weihnachten war, auch weil im Moment Ferien sind und weil das ganze Projekt 2 Wochen in das kleine Dorf Postrervalle (etwas weiter nördlich von Santa Cruz) gefahren sind. Mit 45 Personen untergebracht in einer kleinen Schule, machte sich der Name Campamento alle Ehre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider konnte ich erst verspätet zu den Campamentos anreisen. Bei mir hatte sich ein Parasit im Darm eingenistet, der regelmäßig für starke Bauchkrämpfe und Durchfall gesorgt hatte. Mit Medikamenten und der neuen Volontärin Ruth im Gepäck, ging es für uns daher erst am Freitag den 9. Dezember statt am 5. Dezember los.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach unserer Ankunft waren die Tage überwiegend geprägt von Regen. Und was für ein Regen!! Wenn die Wolken aufzogen war nichts mehr von den Bergen oder gar den umliegenden Häusern zu erkennen. Und wenn es dann noch krachte, war die draußen zum trocknen auf gehangene Wäsche binnen Sekunden wieder klatschnass. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Blog-Campamentos-Waesche-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-169" width="854" height="480" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die meisten Kinder des Mano Amigas haben nicht viel Kleidung, daher konnten manche nur 2-3 komplette Outfits mit in die Campamentos nehmen. Daher wurde fast jeden Tag draußen gewaschen. Allerdings musste man aufpassen, dass man nicht im gleichen Moment jemandem das Wasser unter der Dusche abdreht.</em></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Doch der Regen stellte bis auf die Wäsche weiter kein Problem dar. Dann wurde sich halt drinnen schön eingekuschelt und über dem Beamer ein Film angemacht oder halt mal ein Bingo-Vormittag gestaltet. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Essen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die darauf folgenden Tage waren eher wechselhaft. Die Sonnenstunden, bei denen es in Postrervalle angenehme 27 Grad wird, nutzten wir, um bei einer Wanderung Feuerholz zu sammeln. Während Lenny, die Koordinatorin und Chefin meines Projektes, noch aus dem von unser Köchin Elisa vorbereiteten Teig kleine Kugeln und Empanadas formte, bereitete unser Padre und Direktor schon den Ofen vor. Am Abend konnten wir uns dann alle eifrig über das frische entweder mit Zucker bestrichene oder mit Käse berieselte Brot hermachen. Nach dem Brot schoben wir dann auch noch die von einigen Kindern und mir vorbereiteten Plätzchen in den Ofen. (Das musste natürlich in der Adventszeit sein!!) </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Blog-Postrervalle-Plaetzchen-1-705x1024.jpg" alt="" class="wp-image-160" width="386" height="561" /></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Blog-Campamentos-Ofen-747x1024.jpg" alt="" class="wp-image-161" width="418" height="571" /></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht nur das Brot war in den Tagen besonders lecker. Auch die anderen Mahlzeiten schmeckten besser als im Hogar in Santa Cruz. Zum Frühstück gab es entweder Milchreis oder Brot und dazu Kakao oder auch Tee. Doch das konnte das Mittagessen locker toppen. Was unsere Köchin in der improvisierten Küche für gut 45 Personen alles zauberte war unübertrefflich.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Blog-Campamentos-Kueche-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-163" width="646" height="363" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Unsere &#8222;Küche&#8220; und die (eigentlich immer belegte) &#8222;Arbeitsplatte&#8220;.</em></figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Blog-Campamentos-Essen3-862x1024.jpg" alt="" class="wp-image-174" width="251" height="298" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>majadito </strong></figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Blog-Campamentos-Essen2-958x1024.jpg" alt="" class="wp-image-168" width="280" height="298" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>saice </strong></figcaption></figure>
</div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Blog-Campamentos-Essen-863x1024.jpg" alt="" class="wp-image-162" width="254" height="300" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>bife </strong></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Bei den Lebensmitteln vertraute ich allein den Kochkünsten Elisas. Bei dem Trinkwasser im Dorf blieb ich allerdings skeptisch. Ganz konsequent ging ich jedes mal zur Quelle im Dorf um meine Flasche aufzufüllen, anstatt aus dem Wasserhahn zu trinken. Auch wenn die Legende von Postrervalle besagt, dass wer von der Quelle trinkt im Dorf heiraten und sein Leben lang bleiben wird. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Bergabenteuer</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oft genug hatte ich in dieser Woche Angst krank zu werden, denn viele Kinder waren alles andere als gesund. Immer wieder hatten Kinder mit Fieber zu kämpfen und es mussten Medikamente aus der Stadt nachgeliefert werden. Auch Nachts mussten sich Kinder übergeben, was in einem Matratzenlager von mind. 25 Mädchen in einem Raum nicht das Allerschönste war. Bei den fiebrigen Träumen und dem Gerede im Schlaf, war ich letztendlich froh meine Ohrstöpsel eingepackt zu haben. Zum Glück habe ich einen recht tiefen Schlaf, sodass mich der ein oder andere Kampf um meinen Schlafplatz oder meine Decke in der Nacht nicht ganz so sehr aus dem Schlaf gerissen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der vielen Krankheitsfälle wurden weiter Ausflüge geplant. Bei unserer Wanderung um 5 Uhr Morgens ließen wir allerdings die Kleinen (6-10 Jahre) und die Erkrankten zurück. In Nebel und Kälte (ca. 15 Grad) und noch eingekuschelt in Pullis stapften wir los. Mit meinen Großen (11-13 Jahre) bestiegen wir kletternd und Trampelpfad suchend den einsam direkt hinter dem Dorf liegenden Berg. Oben angekommen wäre ich am liebsten auf der Bergspitze sitzen geblieben, wäre da nicht mein vor Hunger grummelnder Bauch gewesen. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Postkarte-Postrervalle-Morgenwanderung-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-165" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Rechts sieht man auf dem Bild das Dorf Postrervalle liegen.</em></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Während uns beim Aufstieg nur ein einsamer Esel begegnet war, hörten wir beim Abstieg eine Frau uns zu schimpfen. Der Padre erklärte mir, ihr gehöre ein Hof am Fuße des Berges, weswegen sie den Berg als ihren eigenen ansehe. Kommt jemand ihrem Hof zu nahe stehe sie angeblich mit einem Gewehr bereit. Die Menschen im Dorf scheinen sich daraus allerdings nicht viel zu machen. Sie ist halt verrückt, sagen sie. Bei nun strahlendem Sonnenschein stiegen wir weiter herab. Um 9 Uhr und damit pünktlich zum Frühstück erreichten wir mit leuchtenden und sogleich erschöpften Gesichtern die Schule. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Abschied und die Rückfahrt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der gewöhnungsbedürftigen Schlaf- und Duschsituation (3 Toiletten, 1 Pissoir, 1 eiskalte Dusche) viel mir der Abschied vom Dorf alles andere als leicht. Ich kletterte am am 15. Dezember, unserem letzten Tag, noch einmal auf den neben der Schule liegenden Berg, um mich mit Blick übers Dorf noch einmal von Postrervalle verabschieden zu können. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Postkarte-Postrervalle-Dorf-und-Kreuz-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-166" width="839" height="470" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Links im Dorf, direkt unter dem Berg, lag die Schule, in der wir untergebracht waren. Hierhin habe ich mich immer mal wieder zurückgezogen, wenn mir die Kinder dann doch etwas auf die Nerven gingen.</em></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">Was soll ich sagen, ich hab mich in das Heimatdorf meiner Chefin Lenny verliebt. Die kleinen überschaubaren Häuserreihen umringt von Bergketten. Die Männer gekleidet in ihren cowboyähnlichen Hüten, Hemden und Hosen oder die in Röcken und in Tüchern gehüllten Frauen. Es war alles so anders als in der Großstadt Santa Cruz. Ich habe es genossen mich abends und morgens in Pulli und Jogginghose einkuscheln zu müssen und das Gefühl von kalten Füßen in der Nacht hatte ich schon beinahe vergessen. Wer weiß, vielleicht wird die Legende der Quelle ja doch war und ich werde eines Tages nach Postrervalle zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So oder so mussten wir am nächsten Morgen um 9 Uhr im Micro zurück nach Santa Cruz. Naja es gibt wohl Schöneres als mit 40 Kindern bei 35 Grad in einem Kleinbus für 8 Stunden übereinander gestapelt zu sein. Meinen Plan, einige Stunden schlafen zu können, konnte ich bereits nach den ersten Minuten in den Sand setzten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angekommen in Santa Cruz wollte ich nur noch in unser Haus und unter die Dusche. Als ich dann erfuhr, dass ich nach einer Woche durcharbeiten am nächsten Tag wieder im Mano Amiga auf der Matte stehen musste, konnte ich an nichts anderes mehr denken als Schlafen. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://blogs.donboscovolunteers.de/boliviensofia/wp-content/uploads/sites/21663/2022/12/Blog-Campamentos-Kirche-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-170" width="884" height="497" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Zum Abschluss noch ein Bild von der Kirche von Postrervalle. Hier wurden Sonntags und auch unter der Woche die Messen gefeiert. Dafür haben wir uns mit den Kindern des Hogars Don Boscos getroffen (die ihre Campamentos dieses Jahr im gleichen Dorf wie das Mano Amiga verbracht haben).</em> <em>Innen ist die Kirche übrigens genauso schön verziert wie Außen. Die Schnitzereien werden im Dorf selber von einer Werkstatt hergestellt.</em></figcaption></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>İHasta luego!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Sofia</p>
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