Schlagwort: Huye (Seite 1 von 6)

Vom Busfahren, Pfeifen und Händeschütteln

Muraho! In diesem Blogeintrag beschreibe ich euch ein paar Dinge, die mich in den ersten Wochen hier erstaunt, begeistert oder zum Lachen gebracht haben: das, was die Zeit hier so aufregend macht, und was mein Leben hier von dem Leben in Deutschland unterscheidet, kleine Besonderheiten in Verhalten, Sprache usw. Gleich vorweg möchte ich aber klarstellen, […]

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Mariaroza – das Oratorium

Muraho liebe LeserInnen! Inzwischen hat sich der Alltag eingependelt, und obwohl ich erst seit einem knappen Monat hier bin, fühle ich mich schon ein bisschen zuhause. Jeden Nachmittag verbringen Cili und ich mit den Kindern im Oratorium, diesen Blogeintrag möchte ich dazu nutzen, euch einen Einblick in unsere tägliche Zeit mit den Kindern und Jugendlichen […]

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Petit à petit! – Erste Tage, erste Worte.

Mwiriwe, guten Tag! Vor gut einer Woche sind Cili (Cecilia) und ich in der TVET School Don Bosco in Rango angekommen. Alles ist noch neu und aufregend, von der Arbeit mit den Kindern bis hin zum ruandischen Essen. Einige meiner ersten Eindrücke möchte ich hier mit euch teilen. Gemeinsam mit unserem Gepäck sind wir sicher […]

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In Gedanken in Ruanda

Hallo, zusammen, lang lang ist’s her, dass ich mich hier gemeldet habe. Ich habe mich auch langfristig ohne Probleme eingelebt. Je nach Stimmung und Situation denke ich an Ruanda, mal mehr mal weniger, dass schwankt, aber mindestens einmal am Tag gehen meine Gedanken schon nach Ruanda. Vor allem, wenn es Parallelen gibt oder Dinge grundsätzlich […]

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Alles hat ein Ende…

Dieser Blogeintrag wird der letzte aus Ruanda sein, da meine Ausreise unmittelbar bevorsteht. Ich möchte aber noch mindestens einen Eintrag aus Deutschland schreiben, also weiterhin die Augen offen halten!

So richtig kann ich den Heimflug nicht realisieren. Ich kann mir zwar altbekannte Szenen aus Deutschland in Erinnerung rufen, wie zum Beispiel mein Kaninchen zu füttern. Ebenso kann ich mir unbekannte Szenen ausmalen, wie zum Beispiel die Ankunft in Frankfurt.
Aber so wirklich vorstellen kann ich es mir nicht. Zwischen Ruanda und Deutschland liegen für mich zwei Welten, weshalb ich zwar rational weiß, dass es bald in die Heimat geht aber richtig fühlen kann ich es nicht. Ich lebe in einer Art Blase bei Gefühlen und Gedanken des Abschiedes, Fluges und die ersten Wochen in Deutschland – ein bisschen wie vor der Ausreise.
Das widerum bedeutet nicht, dass ich mich nicht freue: Ich bin schon seit Wochen voller Vorfreude auf meine Eltern, Familie, Freunde und deutsches Essen sowie meine eigene Kultur.

 

Jetzt bin ich schon in der Hauptstadt und habe Rango verlassen, natürlich nicht, ohne viele Abschiede:

Das VTC hat ein Fest vor den Ferien organisiert und sich zeitgleich von den Aspiranten und uns Volontären verabschiedet. Miriam und ich haben unseren legendären Sketch vorgeführt, bei dem ich die Ruanderin mit brauner Wasserfarbe im Gesicht war: “Szenen aus dem Leben eines Muzungus”.
Vom Oratorium habe ich mich mit der “Don Bosco Talentshow” verabschiedet, von der ich Euch schon berichtet habe.
Und dann gab es natürlich viele kleine persönlichere Verabschiedungen – allen voran die von der Kommunität.

In Kigali gehen die Abschiede weiter und Sonntag ist ein großes salesianisches Fest, bei dem wir noch mal etliche bekannte Gesichter sehen und die Chance dann direkt nutzen, um “auf Wiedersehen” zu sagen.

 

 

Wie schon erwähnt, freue ich mich auf Deutschland.
Vor allem wegen der Kinyarwanda-Sprachbarriere, sehne ich mich nach Deutsch im Alltag: Zeitweise ist es frustrierend, mit der Jugend zu arbeiten, ohne mit ihr sprechen zu können.
Aber ich freue mich auch, kulturelles Heimspiel zu haben. Wieder auf deutsche Feiern zu gehen, deutsche Messen zu besuchen und einfach eine unter vielen zu sein.
Apropo Essen kann ich euch ein Lied singen und mittlerweile habe ich eine lange Liste an Essenssachen, die es in Ruanda nicht gibt und die ich unbedingt in Deutschland wieder probieren muss.
Außerdem heiße ich kleine Luxussachen wie eine gemütliche Matratze, eine Mikrowelle und einen gepolsterten Schreibtischstuhl auch willkommen.
Und vom Freuen auf Familie und Freunde muss ich gar nicht erst anfangen zu schreiben…

Allerdings lasse ich mein Leben in Ruanda auf unbestimmte Zeit zurück. Vor allem die Salesianer werde ich vermissen, ich habe viel Zeit mit ihnen verbracht und die Liste der Insider und Witze ist ziemlich lang.
Mit den Kindern und Jugendlichen konnte ich aufgrund der Sprachbarriere nie eine tiefere Beziehung aufbauen. Daher ist mir der Abschied von meinen Aufgaben und den Menschen nicht all zu schwer schwer gefallen.
Ansonsten werde ich Ruanda zum Beispiel den stetigen Ausblick auf die Hügel vermissen, die Natur und in manchen Aspekten auch die Lebensweise. Auch das Essen werde ich teilweise vermissen, wobei ich gar nicht unbedingt von den typisch ruandischen Gerichten spreche, sondern von der guten Küche der Salesianer.

 

Ich freue mich, wenn ihr an meinem Jahr und meinen Erlebnissen interessiert seid. Noch mehr freut es mich, wenn ihr meinen Blog im Verlaufe des Jahres verfolgt habt.
Meine Bitte ist es, dass Ihr bei Fragen kreativ werdet und genauere Fragen stellt. Mein Jahr war nicht “gut” oder “schlecht”, es war vielseitig und ich habe unglaublich viel erlebt.

Bei Fragen wie
“Wie ist es mit Geistlichen zusammen zu leben?”
“Wo genau hast du gelebt?”
“Wie bist du mit der Sprachbarriere zurecht gekommen?”
“Was genau waren deine Aufgaben?”
“Wie sind ruandische Feste?”
“Dauern die Sonntagsmessen echt 2 Stunden?”
kann ich euch eine Antwort mit Inhalt geben. Denn ich habe viel erlebt – auf dem Blog steht nur ein Bruchteil von meinen Erlebnissen.

Fragen wie “Wie war’s in Afrika?”, “Wie war dein Jahr in Afrika?” oder “Wie ist Afrika so?” mag ich persönlich nicht.
Mein Jahr war in Ruanda und wer sich mal die Landkarte zur Hilfe zieht, erkennt das kleine Ruanda im großen Afrika überhaupt nicht richtig und sieht nur einen Fleck.
Stellt Euch vor, ich frage, wie Euer Jahr in Europa war – irgendwie unpassend.

Und auch die Fragen “Wie war’s in Ruanda?”, “Wie war dein Jahr in Ruanda?” oder “Wie ist Ruanda so?” finde ich immer noch schwer zu beantworten.
Die Gegenfrage, “Wie war dein Jahr in Deutschland?”, finde ich ebenfalls recht allgemein und unpersönlich. Deshalb fragt bitte nach Details, dann habe ich einen Erzählansatz.

 

Gefühlstechnisch kann ich mich selbst in Deutschland noch nicht einschätzen. Ich weiß nicht, ob ich von allem begeistert sein werde oder mich wieder nach Ruanda zurück wünsche – oder gar beides. Das werde ich dann merken und Ihr dann wahrscheinlich auch, spätestens wenn Ihr mir Fragen stellt.
In Deutschland bin ich zwar wieder in der Heimat, aber ich muss mich definitiv wieder einleben. Und dieses Einleben ist bislang noch ein unentdecktes Territorium für mich.

Was ich aber sagen kann ist, dass ich die letzten Tage in Kigali noch einmal genießen werde aber gleichzeitig auch auf die Rückkehr hinfiebere.
Ich freue mich auf Euch!

Eure
Rike

Ruandische Frauen tragen ihre Babys auf dem Rücken. Wir sehen uns bald wieder! Aber das Baby bleibt hier.

Ruandische Frauen tragen ihre Babys auf dem Rücken…und das Baby auf meinem Rücken ist nicht mein eigenes Kind.

 

 

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Dieser Blogeintrag wird der letzte aus Ruanda sein, da meine Ausreise unmittelbar bevorsteht. Ich möchte aber noch mindestens einen Eintrag aus Deutschland schreiben, also weiterhin die Augen offen halten! So richtig kann ich den Heimflug nicht realisieren. Ich kann mir zwar altbekannte Szenen aus Deutschland in Erinnerung rufen, wie zum Beispiel mein Kaninchen zu füttern. […]

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