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In Gedanken in Ruanda

Hallo, zusammen, lang lang ist’s her, dass ich mich hier gemeldet habe. Ich habe mich auch langfristig ohne Probleme eingelebt. Je nach Stimmung und Situation denke ich an Ruanda, mal mehr mal weniger, dass schwankt, aber mindestens einmal am Tag gehen meine Gedanken schon nach Ruanda. Vor allem, wenn es Parallelen gibt oder Dinge grundsätzlich […]

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Alles hat ein Ende…

Dieser Blogeintrag wird der letzte aus Ruanda sein, da meine Ausreise unmittelbar bevorsteht. Ich möchte aber noch mindestens einen Eintrag aus Deutschland schreiben, also weiterhin die Augen offen halten!

So richtig kann ich den Heimflug nicht realisieren. Ich kann mir zwar altbekannte Szenen aus Deutschland in Erinnerung rufen, wie zum Beispiel mein Kaninchen zu füttern. Ebenso kann ich mir unbekannte Szenen ausmalen, wie zum Beispiel die Ankunft in Frankfurt.
Aber so wirklich vorstellen kann ich es mir nicht. Zwischen Ruanda und Deutschland liegen für mich zwei Welten, weshalb ich zwar rational weiß, dass es bald in die Heimat geht aber richtig fühlen kann ich es nicht. Ich lebe in einer Art Blase bei Gefühlen und Gedanken des Abschiedes, Fluges und die ersten Wochen in Deutschland – ein bisschen wie vor der Ausreise.
Das widerum bedeutet nicht, dass ich mich nicht freue: Ich bin schon seit Wochen voller Vorfreude auf meine Eltern, Familie, Freunde und deutsches Essen sowie meine eigene Kultur.

 

Jetzt bin ich schon in der Hauptstadt und habe Rango verlassen, natürlich nicht, ohne viele Abschiede:

Das VTC hat ein Fest vor den Ferien organisiert und sich zeitgleich von den Aspiranten und uns Volontären verabschiedet. Miriam und ich haben unseren legendären Sketch vorgeführt, bei dem ich die Ruanderin mit brauner Wasserfarbe im Gesicht war: “Szenen aus dem Leben eines Muzungus”.
Vom Oratorium habe ich mich mit der “Don Bosco Talentshow” verabschiedet, von der ich Euch schon berichtet habe.
Und dann gab es natürlich viele kleine persönlichere Verabschiedungen – allen voran die von der Kommunität.

In Kigali gehen die Abschiede weiter und Sonntag ist ein großes salesianisches Fest, bei dem wir noch mal etliche bekannte Gesichter sehen und die Chance dann direkt nutzen, um “auf Wiedersehen” zu sagen.

 

 

Wie schon erwähnt, freue ich mich auf Deutschland.
Vor allem wegen der Kinyarwanda-Sprachbarriere, sehne ich mich nach Deutsch im Alltag: Zeitweise ist es frustrierend, mit der Jugend zu arbeiten, ohne mit ihr sprechen zu können.
Aber ich freue mich auch, kulturelles Heimspiel zu haben. Wieder auf deutsche Feiern zu gehen, deutsche Messen zu besuchen und einfach eine unter vielen zu sein.
Apropo Essen kann ich euch ein Lied singen und mittlerweile habe ich eine lange Liste an Essenssachen, die es in Ruanda nicht gibt und die ich unbedingt in Deutschland wieder probieren muss.
Außerdem heiße ich kleine Luxussachen wie eine gemütliche Matratze, eine Mikrowelle und einen gepolsterten Schreibtischstuhl auch willkommen.
Und vom Freuen auf Familie und Freunde muss ich gar nicht erst anfangen zu schreiben…

Allerdings lasse ich mein Leben in Ruanda auf unbestimmte Zeit zurück. Vor allem die Salesianer werde ich vermissen, ich habe viel Zeit mit ihnen verbracht und die Liste der Insider und Witze ist ziemlich lang.
Mit den Kindern und Jugendlichen konnte ich aufgrund der Sprachbarriere nie eine tiefere Beziehung aufbauen. Daher ist mir der Abschied von meinen Aufgaben und den Menschen nicht all zu schwer schwer gefallen.
Ansonsten werde ich Ruanda zum Beispiel den stetigen Ausblick auf die Hügel vermissen, die Natur und in manchen Aspekten auch die Lebensweise. Auch das Essen werde ich teilweise vermissen, wobei ich gar nicht unbedingt von den typisch ruandischen Gerichten spreche, sondern von der guten Küche der Salesianer.

 

Ich freue mich, wenn ihr an meinem Jahr und meinen Erlebnissen interessiert seid. Noch mehr freut es mich, wenn ihr meinen Blog im Verlaufe des Jahres verfolgt habt.
Meine Bitte ist es, dass Ihr bei Fragen kreativ werdet und genauere Fragen stellt. Mein Jahr war nicht “gut” oder “schlecht”, es war vielseitig und ich habe unglaublich viel erlebt.

Bei Fragen wie
“Wie ist es mit Geistlichen zusammen zu leben?”
“Wo genau hast du gelebt?”
“Wie bist du mit der Sprachbarriere zurecht gekommen?”
“Was genau waren deine Aufgaben?”
“Wie sind ruandische Feste?”
“Dauern die Sonntagsmessen echt 2 Stunden?”
kann ich euch eine Antwort mit Inhalt geben. Denn ich habe viel erlebt – auf dem Blog steht nur ein Bruchteil von meinen Erlebnissen.

Fragen wie “Wie war’s in Afrika?”, “Wie war dein Jahr in Afrika?” oder “Wie ist Afrika so?” mag ich persönlich nicht.
Mein Jahr war in Ruanda und wer sich mal die Landkarte zur Hilfe zieht, erkennt das kleine Ruanda im großen Afrika überhaupt nicht richtig und sieht nur einen Fleck.
Stellt Euch vor, ich frage, wie Euer Jahr in Europa war – irgendwie unpassend.

Und auch die Fragen “Wie war’s in Ruanda?”, “Wie war dein Jahr in Ruanda?” oder “Wie ist Ruanda so?” finde ich immer noch schwer zu beantworten.
Die Gegenfrage, “Wie war dein Jahr in Deutschland?”, finde ich ebenfalls recht allgemein und unpersönlich. Deshalb fragt bitte nach Details, dann habe ich einen Erzählansatz.

 

Gefühlstechnisch kann ich mich selbst in Deutschland noch nicht einschätzen. Ich weiß nicht, ob ich von allem begeistert sein werde oder mich wieder nach Ruanda zurück wünsche – oder gar beides. Das werde ich dann merken und Ihr dann wahrscheinlich auch, spätestens wenn Ihr mir Fragen stellt.
In Deutschland bin ich zwar wieder in der Heimat, aber ich muss mich definitiv wieder einleben. Und dieses Einleben ist bislang noch ein unentdecktes Territorium für mich.

Was ich aber sagen kann ist, dass ich die letzten Tage in Kigali noch einmal genießen werde aber gleichzeitig auch auf die Rückkehr hinfiebere.
Ich freue mich auf Euch!

Eure
Rike

Ruandische Frauen tragen ihre Babys auf dem Rücken. Wir sehen uns bald wieder! Aber das Baby bleibt hier.

Ruandische Frauen tragen ihre Babys auf dem Rücken…und das Baby auf meinem Rücken ist nicht mein eigenes Kind.

 

 

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Dieser Blogeintrag wird der letzte aus Ruanda sein, da meine Ausreise unmittelbar bevorsteht. Ich möchte aber noch mindestens einen Eintrag aus Deutschland schreiben, also weiterhin die Augen offen halten! So richtig kann ich den Heimflug nicht realisieren. Ich kann mir zwar altbekannte Szenen aus Deutschland in Erinnerung rufen, wie zum Beispiel mein Kaninchen zu füttern. […]

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Don Bosco Talentshow

Am Samstag, den 01. August, fand die Don-Bosco-Talentshow statt. Die Party war für mich nicht irgendeine Party, da ich sie organisiert habe.

Bevor es zurück nach Deutschland geht, wollte ich gerne eine Party für das Oratorium organisieren. Fred, einem salesianischen Novizen, und mir ist die Idee der Talentshow gekommen. Da ich als Volontärin mehr Freiheiten habe als ein angehender Priester im Noviziat, hatte ich sozusagen die Hauptorganisation in stetiger Rücksprache mit Fred.

die Hip-Hop Gruppe aus dem Oratorium

die Hip-Hop Gruppe aus dem Oratorium

Während der kompletten Organisation hieß es Werbung zu machen. Immerhin brauchten wir Teilnehmer und Zuschauer – und das war meine größte Sorge. Der Eintrittspreis von 20 FRW (0,03 Euro) ist zwar auch für die Kinder ein sehr niedriger Preis, aber sie sind an kostenlose Veranstaltungen gewöhnt – aus diesem Grund haben wir eine Entrittsgebühr verlangt (was gegen die „Gib mir“-Einstellung wirken soll).

In der letzten Juliwoche ging es also fleißig ans Kartenverkaufen aber es lief schleppend. Neben einem Plakat (von Miriam gezeichnet) und mehreren Ansagen während des Oratoriums, habe ich wiefolgt auf Kinyarwanda Werbung gemacht:

“Hast du ein Ticket?” – “Nein.”
„Willst du ein Ticket?” – “Ja.”
“Gib mir 20 FRW” – “Hab ich nicht.”
“Morgen. Okay?” – “Ja.”

Darüberhinaus haben die Aspiranten mit mir Tickets verkauft. Vor allem am 31. Juli und am Veranstaltungstag selbst haben wir die meisten Tickets verkauft.

Auch die Teilnehmer mussten irgendwie koordiniert werden. Das hat zum Glück Fred gemacht, da ich sonst von den Jugendlichen völlig entnervt gewesen wäre.
Nach und nach kamen Gruppen zusammen und während all die Werbung lief, ging es weiter ans Organisatorische. Bei Fragen konnte ich mich immer an meinen Direktor wenden, da ich zwar mittlerweile ruandische Partyabläufe kenne aber sie dann selbst zu organisieren ist noch mal eine andere Nummer. Hätte ich das zu Anfang meines Dienstes getan, wäre das nicht gut gegangen: Mittlerweile denke ich in solchen Dingen viel ruandischer – mit deutscher Perfektion und Pünktlichkeit wäre das Projekt frustrierend gescheitert.

Nachdem die Doppelbelegung der Halle geklärt worden ist und ich die Preise zusammen hatte, fehlte noch eine Jury – bei der ich im Endeffekt erst wusste, dass sie kommt, als sie Samstag tatsächlich da war.

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Die Modell-Einlage der Jugendlichen hat für viele Lacher gesorgt.

Samstagvormittag habe ich den Saal mit einem Banner, Luftballons und dem Schriftzug “Don Bosco Talentshow” geschmückt. Am Nachmittag gab es ab 14 Uhr Musik und um 15 Uhr sollte die Talentshow planmäßig beginnen.

Um 15 Uhr war fast noch kein Teilnehmer da und auch die Zuschaueranzahl war mikrig. So haben wir also gewartet und gewartet und weiter Tickets verkauft und gewartet.

Nach 15 Uhr meldeten sich noch 3 neue Gruppen an, eine wurde gestrichen und so konnte ich mein Programm über den Haufen schmeißen. Aber da Fred und ich das Programm eh erst um 14 Uhr geschrieben haben, war das nicht so tragisch.

1. Platz in der Theaterkategorie: Ein Sketch

1. Platz in der Theaterkategorie: Ein Sketch

Die Gruppen waren total unorganisiert, weshalb ich froh war mich nicht ihre Verantwortliche nennen zu müssen. Nachdem eine Gruppenleiterin Geld und Tickets zuhause vergessen hatte und sie dann noch später kam, haben wir schon ohne die betroffenen Teilnehmer angefangen und sind im überarbeiteten Programm gesprungen. Durch die Verspätung und die neuen Gruppen dauerte die Veranstaltungen recht lange – um 18 Uhr mit Sonnenuntergang endete sie.

Aber die Stimmung war gut! Und die Teilnehmer, die ihr Talent gezeigt haben, hatten Spaß. Auch die Zuschauer, die während der Show immer zahlreicher wurden und am Ende etwas mehr als 100 waren, hatten eine gute Veranstaltung.

die Zuschauer

die Zuschauer

Die Jury, bestehend aus einem salesianischen Priester, einem salesianischen Philosophiestudenten und einer salesianischen Kooperatorin, beriet sich am Ende über die Gewinner. Gewertet wurde in drei Kateogorien: Gesang und Fabel, Hip Hop, Theater und Modelling.

Die Teilnehmer haben wir mit dem Slogan “jede Gruppe gewinnt einen Preis” zum Anmelden gelockt und so bekamen selbst die letzten Gruppen Bonbons. Ansonsten gab es Kulis, Bleistifte, Radiergummis und Luftballons zu gewinnen – Spenden aus Deutschland über die sich die Teilnehme riesig gefreut haben!

ein Sitzspiel der Kinder, während die Jury über die Gewinner beriet

ein Sitzspiel der Kinder, während die Jury über die Gewinner beriet

Nach der Preisverleihung haben die Kinder, die bei meinen Gruppenspielen dabei sind, ein Abschiedslied gesungen. Für mich war es wirklich ein gelungener Abschluss mit dem Oratorium!

Dank eines guten Organisationsteams mit Fred, Aspiranten, Miriam und der Jury hat alles soweit reibungslos geklappt und wir konnten den Kindern und Jugendlichen einen grandiosen Nachmittag bieten.

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Am Samstag, den 01. August, fand die Don-Bosco-Talentshow statt. Die Party war für mich nicht irgendeine Party, da ich sie organisiert habe. Bevor es zurück nach Deutschland geht, wollte ich gerne eine Party für das Oratorium organisieren. Fred, einem salesianischen Novizen, und mir ist die Idee der Talentshow gekommen. Da ich als Volontärin mehr Freiheiten […]

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2 Feiergründe + 2 Projekte = 4 Feiern im Projekt

Über die ein oder andere Feier habe ich ja schon berichtet. Jetzt wird es mal Zeit, Euch vier Feiern aus meinem Projekt anhand von Fotos zu zeigen.

Abgesehen vom Ausbildungszentrum sind die Salesianer auch für den Jugendtreff verantwortlich – das sogenannte Oratorium, welches Don Bosco ins Leben gerufen hat.

Gibt es einen Anlass zu feiern, organisieren die Salesianer also direkt zwei Feiern – eine für die Schüler und eine für die Dorfjugend. Deshalb haben wir im Januar den 200. Geburtstag Don Boscos und im Mai Marie Auxiliatrice jeweils zweimal im Projekt gefeiert. Und da sich alle vier Partys ähneln, zeige ich Euch jetzt gebündelt Fotos. An dieser Stelle ein Dankeschön an Miriam, die den Großteil der Fotos während der Feierlichkeiten gemacht hat.

Bei den Feiern des Ausbidlungszentrums bekommen die Schüler, wie jeden Mittag, eine warme Mahlzeit. Außerdem gibt es eine Messe sowie ein kleines Bühnenprogramm und Spiele.

Bei den Feiern des Oratoriums kann jeder bei den verschiedenen Programmpunkten teilnehmen und zugucken. Wer allerdings auch in den Genuss eines kleinen Snacks im Form eines Muffins oder Erdnüssen sowie einer Fanta kommen möchte, muss 100 RWF zahlen. Damit decken die Salesianer zwar nicht ihre Ausgaben – eine Fanta kostet 300 RWF – aber der 100 RWF Beitrag soll gegen die “gib mir”-Einstellung vieler Kinder und Jugendlicher wirken. Sie denken, dass sie viele Dinge kostenlos und ohne Gegenleistung bekommen können, was nicht der Fall ist.

 

Foto vom Don Bosco Fest der Schüler:

Vormittags haben wir zusammen eine Messe gefeiert, nach dem Mittagessen wurde der Saal zu einer Disco umfunktioniert - das Praktische an Mehrzweckräumen.

Vormittags haben wir zusammen eine Messe gefeiert, außerdem gab es eine Versammlung. Nach dem Mittagessen wurde der Saal zu einer Disco umfunktioniert – das Praktische an Mehrzweckräumen.

Fotos vom Don Bosco Fest des Oratoriums:

Sackhüpfen mit Reissäcken

Sackhüpfen mit Reissäcken

Traditoneller Tanz: Spontane Tanzeinlage meinerseits, die Tanzgruppe wird wohl schon länger vom Auftritt gewusst haben.

Traditoneller Tanz: Spontane Tanzeinlage meinerseits, die Tanzgruppe wird wohl schon länger vom Auftritt gewusst haben.

eine moderne Tanzgruppe

eine moderne Tanzgruppe

Fotos vom Marie Auxiliatrice Fest der Schüler:

Es wurden verschiedene Spielestationen aufgebaut. Hier müssen die Schüler auf Schnelligkeit vier kleine Boxen unter die vier Beine eines Hockers stellen und diese dann auch wieder entfernen.

Es wurden verschiedene Spielestationen aufgebaut und zu gewinnen gab es Bonbons. Hier müssen die Schüler auf Schnelligkeit vier kleine Boxen unter die vier Beine eines Hockers stellen und diese dann auch wieder entfernen.

Sackhüpfen oder auch Sackrennen, da die Reissäcke eine gute Hüpfqualität haben.

Sackhüpfen oder auch Sackrennen, da die Reissäcke keine gute Hüpfqualität haben und schon zwei Löcher zum Rennen aufweisen konnten.

Ein Spiel, in dem man Wasser mit dem Mund...

Ein Spiel, in dem man Wasser mit dem Mund…

...in eine Flasche füllen muss.

…in eine Flasche füllen muss.

Fotos vom Marie Auxiliatrice Fest des Oratoriums:

Auch für die Dorfjugend wurden verschiedene Stationen organisiert. Diese Station könnte man "Reise nach Jerusalem auf Schnelligkeit" nennen. Man tanzt, bis die Musik stoppt und dann muss man sich einen Stuhl ergattern.

Auch für die Dorfjugend wurden verschiedene Stationen organisiert. Diese Station könnte man „Reise nach Jerusalem auf Schnelligkeit“ nennen. Man tanzt, bis die Musik stoppt und dann muss man sich einen Stuhl ergattern.

Meine Station war "Münzfischen" - die Kinder mussten 100 RWF aus dem Eimer mit dem Mund fischen.

Meine Station war „Münzfischen“ – die Kinder mussten 100 RWF aus einem Eimer mit dem Mund fischen.

Und so sehen die Kinder dann nach meiner Station aus. Wer die Münze gefischt hat, durfte sie nicht behalten aber hat Bonbons bekommen.

Und so sehen die Kinder dann nach meiner Station aus. Wer die Münze gefischt hat, durfte sie nicht behalten, aber hat Bonbons bekommen.

Das Kreis- und Singspiel "Do like I Do", welches ich mit den Kindern noch kurz vor dem Beginn der Aufführungen gespielt habe.

Das Kreis- und Singspiel „Do like I Do“, welches ich mit den Kindern noch kurz vor dem Beginn der Aufführungen gespielt habe.

Basketballkorbwurf

Basketballkorbwurf

 

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Über die ein oder andere Feier habe ich ja schon berichtet. Jetzt wird es mal Zeit, Euch vier Feiern aus meinem Projekt anhand von Fotos zu zeigen. Abgesehen vom Ausbildungszentrum sind die Salesianer auch für den Jugendtreff verantwortlich – das sogenannte Oratorium, welches Don Bosco ins Leben gerufen hat. Gibt es einen Anlass zu feiern, […]

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die Ausstellungshalle

Mit Begeisterung kann ich Euch sagen, dass ich jetzt weiß, in welches Projekt Eure Spendengelder fließen!
Ich bedanke mich bei allen Spendern – es ist schon eine beachtliche Summe zusammen gekommen und nur deshalb können wir dieses Projekt umsetzen:

Der Fokus der Ausbildung im VTC liegt auf der Praxis, so haben die Schüler jede Woche mehrere Praxistage, an denen sie ihr Handwerk üben.

Während der Übungsstunden der Schweißer.

Während der Übungsstunden der Schweißer.

Außerdem nehmen die Schüler an Projekten teil, um ihnen unter realen Bedingungen ihren Beruf näher zu bringen:

Die Maurer bauen ein Zentrum für die Salesianer im Nachbardorf und renovieren unsere Wohngebäude.

Arbeiten an der Mauer der Kommunität.

Arbeiten an der Mauer der Kommunität.

Die Metallbauer schweißen ein Dach für die Praxisfläche der Maurer, sodass diese auch in der Regenzeit draußen üben können.

Jetzt kann wetterunabhängig gearbeitet werden - die kleine Mauer haben natürlich die Maurer selbst gebaut.

Jetzt kann wetterunabhängig gearbeitet werden – die kleine Mauer haben natürlich die Maurer selbst gebaut.

Die Köche haben einen Catering-Service etabliert und kochen bei Festen.

Die Köche bereiten Salat vor, der immer liebevoll dekoriert ist.

Die Köche bereiten Salat vor, der immer liebevoll dekoriert ist.

Die Schreiner fabrizieren Möbel für salesianische Kommunitäten.

in der Schreinerei

in der Schreinerei

Doch auch wenn es diese praxinahen Projekte gibt, entstehen viele Produkte bei den Übungsstunden, die nach ihrer Fertigstellung im Abstellraum landen. Außenstehende wissen nichts von den reichen Vorkommen in den Räumen des VTCs und so werden die Produkte nicht immer weniger, sondern häufen sich an.

ein trostloser Abstellraum mit Bänken

ein trostloser Abstellraum mit Bänken

Die Klienten der Köche sind wir als Kommunität der Salesianer – zweimal die Woche wird für uns gekocht. Ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass es immer ein Festmahl für 12 Personen ist. Das Problem ist nur, dass unsere Kommunität zwischen drei und fünf Leute umfasst. Weggeschmissen wird nie etwas aber es ist schade, dass die Arbeit der Schüler nicht ausreichend gewürdigt wird.

kleines Chaos im Lagerraum der Näherei

kleines Chaos im Lagerraum der Näherei

der Raum quillt langsam über

der Raum quillt langsam über

Miriam und ich haben uns deshalb entschieden, dass wir unsere Spendengelder zusammen legen und dadurch einen Anteil an einer Ausstellungshalle mitfanzieren. Schon als ich das erste Mal von der Idee dieser Halle erfahren habe, war ich von dem Projekt begeistert und freue mich deshalb umso mehr, dass die Spendengelder tatsächlich den Bau unterstützen können!

Diese Ausstellungshalle wird auf dem Grundstück des VTCs stehen und ein Tor zur Straße haben. So sehen Passanten, dass sie die Produkte der Schüler kaufen können – das VTC macht Werbung für sich selbst, verdient Geld und leert ihre Abstellräume.

Eine Skizze von Miriam, die Euch verdeutlichen soll, wo die Halle hingebaut werden soll.

Eine Skizze von Miriam, die Euch verdeutlichen soll, wo die Halle hingebaut werden soll.

Skizze von Miriam

Skizze von Miriam

In Ruanda herrscht eine große Arbeitslosigkeit, so ist es schwierig für Absolventen (sei es von der Uni oder der Berufsschule) einen guten Beruf zu finden. Oftmals müssen sich Jugendliche mit kurzweiligen Arbeiten oder Prostitution Geld zum Überleben beschaffen.

In der Ausstellungshalle werden die Schüler selbst ihre Produkte verkaufen, sodass sie schon während ihrer Ausbildung Berufserfahrung sammeln können. Dadurch ermöglichen die Salesianer ihren Schülern einen besseren Start in die Zukunft und in das Berufsleben.

Die Auszubildenen lernen in einem Betrieb zu arbeiten, autonom zu handeln und mit Finanzen umzugehen sowie zu kalkulieren. Das Projekt der Austellungshalle zeigt den Schülern den Sinn ihrer Arbeit: Der Hocker wird vom Käufer zum Sitzen benutzt und staubt nicht im Abstellraum zu.

Im gleichen Zuge übernehmen die Schüler Verantwortung. Nicht nur, dass sie mit Geld umgehen müssen, sondern sie haben auch Verantwortung gegenüber ihren Kunden – der Hocker muss gut verarbeitet sein, um die Kunden zu überzeugen wieder zu kommen und Werbung zu machen.

Schüler

Wenn die Schüler in einer Ausstellungshalle mitarbeiten schärft es ihren Sinn für Werbung und Kreativität – wie kann ich noch mehr Leute für unsere Produkte begeistern? An welchen Produkten haben meine Kunden Interesse?

Zudem arbeiten die Schüler im Team, sind aufeinander angewiesen und können Rücksprache ziehen, wie sie ihr Ziel erreichen wollen. Dabei stehen ihnen die Salesianer und Lehrer als Ansprechpartner zur Verfügung.

Das erwirtschaftete Geld kommt ebenfalls den Schülern zu gute: Sie verdienen zwar kein Geld bei ihrem Mitwirken in der Ausstellungshalle, jedoch wertvolle Erfahrungen.
Aber durch den Gewinn können die Salesianer Materialen kaufen, wovon die Schüler widerum profitieren.

Es herrscht Geldmangel im Projekt, da es sich an die ärmsten Jugendlichen wendet und so die Schulgebühren niedrig sind, aber die Ausgaben hoch. Durch die Einnahmen finanziert sich das Projekt teilweise selbst und ist somit zukunftserhaltend.

Jeder Ausbildungszweig wird einen Bereich in der Halle haben, um ihre Produkte auszustellen – auch die Köche. Es ist eine Theke und ein kleiner Essensbereich in Planung. Passanten können Brot, Küchlein und andere Gebäcke in der Halle kaufen, direkt mitnehmen oder vor Ort essen.

Diese eckeren Kekse sollen die Kunden in der Halle kaufen können.

Zum Beispiel diese leckeren Kekse sollen die Kunden in der Halle kaufen können.

Eure bisherigen Spenden machen schon einen großen Betrag bei der Finanzierung des Projektes aus. Sie reichen jedoch nicht, um die gesamten Kosten zu decken. Deshalb suchen die Partner vor Ort und Don Bosco Mission momentan einen Drittgeber. Dieser ist noch nicht gefunden, weslhab ich einen Spendenaufruf starte:

Mit Eurer Hilfe kann das Projekt zeitnah umgesetzt werden!

Bitte unterstützt das Projekt der Ausstellungshalle, um die Schüler und das VTC zu fördern.
Eure Spenden fließen zu 100% in die Finanzierung der Ausstellungshalle.
Wenn Ihr gerne spenden möchtet oder Euch über den Ablauf informieren möchtet, klickt HIER.

An dieser Stelle möchte ich allen bisherigen Spendern danke sagen, sowie mich für eingehende Spenden bedanken! Dank Euch ist dieses Projekt möglich.

Eure Rike

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Mit Begeisterung kann ich Euch sagen, dass ich jetzt weiß, in welches Projekt Eure Spendengelder fließen! Ich bedanke mich bei allen Spendern – es ist schon eine beachtliche Summe zusammen gekommen und nur deshalb können wir dieses Projekt umsetzen: Der Fokus der Ausbildung im VTC liegt auf der Praxis, so haben die Schüler jede Woche […]

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