Freiwilligendienst Archive - Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/blog/tag/freiwilligendienst/ Freiwilligendienst von jungen Menschen für junge Menschen! Tue, 16 Dec 2025 02:39:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://blogs.donboscovolunteers.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-01_cmyk-32x32.jpg Freiwilligendienst Archive - Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/blog/tag/freiwilligendienst/ 32 32 So langsam ist alles perfekt… https://blogs.donboscovolunteers.de/merllin/2025/12/16/so-langsam-ist-alles-perfekt/ Tue, 16 Dec 2025 02:39:06 +0000 http://21756.94 Hallöchen aus der kolumbianischen Sonne! Seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe, ist doch auch wieder einiges passiert. Wie immer gehen wir das Ganze chronologisch durch. Nachdem ich aus meinem Urlaub zurück gekommen bin, war bei uns in der Einrichtung Salesianer Woche. Heißt, die gesamte Woche waren Aktivitäten für die Jungs geplant, an denen […]

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Hallöchen aus der kolumbianischen Sonne!

Seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe, ist doch auch wieder einiges passiert. Wie immer gehen wir das Ganze chronologisch durch.

Nachdem ich aus meinem Urlaub zurück gekommen bin, war bei uns in der Einrichtung Salesianer Woche. Heißt, die gesamte Woche waren Aktivitäten für die Jungs geplant, an denen ich teilnehmen durfte. Gleichzeitig war es die letzte Woche der Salesianer hier auf dem Gelände, daher haben diese sich wirklich schöne Angebote überlegt.

Da die Regenzeit langsam echt ihr Ende hier nimmt, kann man eigentlich jeden Abend wirklich schöne Sonnenuntergänge beobachten. Das ist fast immer mein Tageshighlight. Besonders von den Cancha, auf der wir abends immer sitzen, kann man die Sonnenuntergänge toll beobachten.

Ca seit meinem Urlaub habe ich einige von den Jungs gefunden, mit denen ich mich sehr gerne unterhalte. Ab und zu werde ich dann auch zu deren Aktivitäten mitgenommen. Mal gehen wir spazieren, mal spielen wir UNO. Abends rufen mich die Jungs aus meinem Zimmer raus, weil sie Fußball spielen dürfen und dann sitze ich daneben und unterhalte mich mit denen, die nicht spielen. Dabei werden dann Chips gegessen, Cola getrunken und über Gott und die Welt geredet. Einen Abend wurde ich nach dem Abendessen angesprochen und die Jungs meinten, dass einem jetzt die Haare geschnitten werden und das ich doch mitkommen solle. Diese Einlandung hatte mich nicht drauf vorbereitet worauf ich stoßen würde. Im Fitnessstudio hier aufm Gelände wurde ein Friseursalon aufgebaut. 3 der Jungs haben allen anderen die Haare geschnitten, und ich war mittendrin. Das war für mich irgendwie total ungewohnt aber irgendwie find ich das auch total cool, vor allem weil ich dabei sein durfte.

Den Tag danach haben wir unseren ersten Geburtstag in der WG gefeiert. Ava hatte Geburtstag und es gab lecker Kuchen und eine sehr schöne Unterhaltung.

Am Freitag war dann Abends das Finale des Festival de los Talentos. Dadurch war Tagsüber keine Schule und ich habe den ganzen Tag mit den Jungs gequatscht und durfte Haare pflechten, weil meine dafür einfach noch zu kurz sind. Nachmittags war dann das Finale. Dort haben einige Talente aufgetreten und am Ende haben 6 Jungs 150.000COP gewonnen, das sind ca 30€. Der Abend war auch sehr schön, weil ich beobachten konnte wie sehr sich die Jungs gegenseitig unterstützen.

Die letzte Schulwoche vor den 2 Monatigen Ferien war tatsächlich normaler als erwartet, die Kinder haben noch die letzten Dinge gelernt, aber auch kleine Projekte und Ausflüge gemacht.

Am ersten Ferienwochenende war der Pool dann einige Male offen. Dort habe ich mit den Jungs einige Spiele gespielt, und wir haben uns gegenseitig durch den gesamten Pool geworfen.

Dadurch, dass ich so oft im Pool war und mir doch auch einige male extrem kalt geworden ist, wurde ich die Woche danach mit 2 Tagen Fieber bestraft. Damit habe ich mein erstes mal so wirklich krank sein hier auch überstanden. Am 3 Tag war es mir dann aber zu langweilig und ich hab mich wieder fit gefühlt, daher bin ich dann wieder „arbeiten“ gegangen. Jetzt in den Ferien ist meine Arbeit wirklich sehr entspannt. Ich bin als einzige Volontärin für die größeren Jungs verantwortlich, was perfekt passt, da genau das die Jungs sind mit denen ich sowieso meine Zeit verbringe. Also besteht mein Tag draus einfach viel mit den Jungs zu quatschen, zu Spielen, Filme zu schauen oder Spazieren zu gehen.

Die Kinder nutzen mich auch gerne als Kopfkissen…

Dabei werden wir auch oft von Hunden begleitet, denn diese sind ab und zu hier auf dem Gelände. Einer lebt seit fast 1 Monat schon hier, die anderen kommen und gehen wie sie wollen. Tatsächlich sind die Hunde total zutraulich und so finde ich mich Abends oft draußen wieder und Kuschel mit den Hundis.

Letzte Woche ist dann eine große Veränderung gewesen. Die Jungs hatten bisher in 4 Häusern gewohnt. Das Domingo Savio für die ganz kleinen, das Miguel Magone für Jungs von 13-15, das Batholomé Gareli für 16 und älter und die Casa Egreso für die Jungs, die zur Uni gehen. Seit dem 2. Dezember sind aber das Magone und das Gareli Geschichte, aus den beiden Häusern wurd eins gemacht, die Casa Pinardi. Mit Musik, Tanz und Führung durchs Haus haben wir gesehen wie die Jungs jetzt leben.

Am Freitag kam dann das nächste große Event mit Tanz. Die Weihnachtsfeier der Mitarbeiter der CDB. Dort wurd laute Musik gespielt, viel Getrunken, viel Getanzt und es gab eine Tombola. Leider haben wir Volontäre aber nichts gewonnen. Trotzdem war der Abend sehr lustig, auch wenn die laute Musik mir nach einigen Stunden echt zu schaffen gemacht hat.

Am nächsten Tag haben wir Volos dann unsere Rucksäcke gepackt, denn es ging für einen Kurztrip in die Hauptstadt, Bogotá. Vorher hatten uns alle in Medellín immer gesagt, eine Reise nach Bogotá würde sich nicht lohnen, da sei es nur kalt. Sie sollten, außer bei der Kälte, falsch liegen. Uns hat Bogotá total begeistert.

Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir in der Vorweihnachtszeit dort waren und wir auch noch die Noche de las Velitas dort erlebt haben. Am 7.12. zünden dort Familien Kerzen an und läuten somit offiziell die Weihnachtszeit ein. Ava, Annika und ich haben dann spontan uns auch Kerzen gekauft und die Tradition mitgemacht. Das ist auf jeden Fall etwas, was ich beibehalten möchte, da die Tradition echt schön ist.

Ich melde mich dann, mit Verspätung, Ende des Jahres noch einmal!

Bis dahin & schöne Weihnachten😇

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Arbeit macht Glücklich https://blogs.donboscovolunteers.de/merllin/2025/11/05/arbeit-macht-gluecklich/ Wed, 05 Nov 2025 20:00:54 +0000 http://21756.69 Hola todos!! Seitdem ich mich das letzte mal gemeldet habe ist doch auch einiges passiert. Um nichts zu vergessen gehen wir das ganze Chronologisch an. Anfang Oktober waren Paolo, Lukas und ich gemeinsam in Salento und haben dort für einige Tage wirklich schönen Urlaub gemacht. Salento liegt in der Kaffeezone und daher ist es naheliegend, […]

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Hola todos!!

Seitdem ich mich das letzte mal gemeldet habe ist doch auch einiges passiert. Um nichts zu vergessen gehen wir das ganze Chronologisch an.

Anfang Oktober waren Paolo, Lukas und ich gemeinsam in Salento und haben dort für einige Tage wirklich schönen Urlaub gemacht. Salento liegt in der Kaffeezone und daher ist es naheliegend, dass wir uns eine Kaffefarm angeschaut haben. Das haben wir direkt nach unserer Ankunft in Salento gemacht. Da wir alle gerne auf unser Geld achten, sind wir über Nacht mit dem Bus angereist. Durch den extremen Schlafmangel waren die vielen Tassen Kaffee genau das richtige. Nachmittags haben wir uns dann Salento angeschaut und sind auf einen Mirador geklettert. Den Tag danach sind wir 12km und 5 Stunden durch den Regenwald gewandert und haben die größten Palmen der Welt gesehen. Leider sind wir durch die Regenzeit hier aktuell ein wenig durchgefroren und um so dankbarer war ich als ich nach einer warmen Dusche in meinem Hostelbettchen liegen konnte.

Als wir dann wieder zurück in Medellín waren, hatten wir Mittwochs unseren ersten Arbeitstag. Wir haben alle Aufgaben in der Schule bekommen. Paolo und ich arbeiten in den gleichen Klassen und Lukas in anderen. Vormittags sind Paolo und ich je nach Tag in den Klassen 1-5 unterwegs. Nachmittags ist Paolo 5x die Woche auch unterstützend im Unterricht dabei. Ich nur 3x, die anderen 2 Tage in der Woche verbringe ich die Nachmittage mit dem Kindern aus dem Internat. Dort mache ich entweder Hausaufgaben mit ihnen, erkläre Englisch oder wir spielen, machen Armbänder oder unterhalten uns einfach. Selten schauen wir auch gemeinsam Instagram Reels und lachen uns tot.

Paolo und ich arbeiten normalerweise in Unterschiedlichen Klassen. Nur manchmal wenn Klassen nicht da sind arbeiten wir zusammen.

Vor allem die Zeit mit den Kindern mag ich gerne, weil ich mich einfach sehr wohl fühle und das Gefühl habe, dass die Kinder dankbar für uns Volos sind. Und ich glaube nicht das ich es sage, aber seitdem ich hier Arbeite bin ich extrem Glücklich und Zufrieden.

Paolo und mir gefällt unsere Arbeit wirklich sehr gut! Lukas hat es leider nicht so gut gefallen und ist ca 1 Woche später wieder nach Deutschland geflogen.

Bevor Lukas aber ausgereist ist, waren wir alle gemeinsam noch auf einem Flohmarkt und haben einen gemeinsamen Spieleabend gehabt.

Die Woche über ist dann nicht viel spannendes passiert. Lukas ist am Donnerstag nach Hause geflogen, die anderen Tage waren Paolo und ich Arbeiten und haben unsere Klassen kennengelernt.

Letztes Wochenende waren wir dann alle gemeinsam in der Comuna 13, die zwar cool aussieht, aber mich nicht wirklich überzeugt hat. Den Sonntag danach war dann Freizeit für die Jungs vom Projekt und der Pool wurde für die geöffnet. Eigentlich hatte ich mir gesagt, dass ich nur mit den ganz kleinen Jungs schwimmen würde. Also saß ich ganz lange nur daneben und hab mit den Jungs geredet und mich drüber geärgert, dass ich ein Mädchen bin. Nach vielen Überzeugungsversuchen habe ich mich um entschieden, Wertsachen a den Salesianer gegeben und bin schwimmen gegangen. Und was soll ich sagen, ich hatte sehr viel Spaß und keine meiner Sorgen hat sich bestätigt.

Am Dienstag sind Ava, Paolo und ich in die Migracion gefahren um einen Ausweis zu beantragen und das Visum im prinzip zu verlängern. Eigentlich ist das nur 90 Tage gültig. Jetzt darf ich aber bis Juni 2027 Theoretisch bleiben.

Am Mittwoch war dann die 60 Jahre feier der Ciudad Don Bosco. Um dazu ein wenig Kontext zu geben ist wichtig zu wissen, das wir Volontäre nicht als Mitarbeiter anerkannt werden sondern irgendwas zwischen Mitarbeiter und Kind sind. Normalerweise sind wir von den Angeboten für die Mitarbeiter exkludiert. Dieses mal aber nicht. Wir mussten uns also unterschiedliche Vorträge anhören und waren dann bei einem sehr Luxuriösen Mittagessen dabei. So wirklich Willkommen hab ich mich aber nicht gefühlt.

Die Sporthalle wurd sehr festlich zum Mittagessen geschmückt.

Das Essen war offensichtlich sehr Fleischlastig und es gab auch keine Veggie alternative. Annika und ich haben dann das Fleisch abgegeben und haben den Rest gegessen.

Am Freitag war dann Halloween hier und wir haben Nachmittags für die Kinder angeboten sie zu schminken. Ich wusste zwar von Erzählungen, dass die Kinder hier verrückt nach Süßigkeiten sind, aber kein Deutsches Kind habe ich jemals so süchtig gesehen. Es ist unmöglich jedem Kind einfach nur ein Teilchen in die Hand zu geben, deshalb ähnelte die Verteilung ein wenig einer Raubtierfütterung. Ich fand Halloween aber super schön, man hat den Kindern angemerkt, dass sie sehr viel Spaß hatten. Abends haben die Salesianer dann noch eine Gruselführung angeboten. Annika und ava haben dort die Kinder erschrocken. In der einen “Führung” war ich auch dabei und es war super lustig für mich zu sehen, wie die Kinder sich so in ihrem bekannten Umfeld erschrecken lassen.

Hier hab ich Paolo geschminkt:)

Das letzte Wochenende war dann wieder ein langes Wochenende. Ich habe mich dafür entschieden zum ersten mal komplett alleine zu verreisen. Für mich ging es nach Cartagena, in den Norden Kolumbiens. Cartagena ist eine sehr schöne Stadt, die Früher mal eine Spanische Kolonie war. Ich fand die Geschichte der Stadt sehr spannend. Weil es aber in Cartagena sehr warm ist, habe ich mir eine Tagestour Inselhopping gebucht. Diese Tour hat wirklich viel Spaß gemacht.

Das nächste mal werd ich mich dann wahrscheinlich in einem Monat melden, wenn wieder genug für einen Blogeintrag passiert ist. Bis dahin sende ich euch so viele Sonnenstrahlen wie möglich!

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1 Monat Arbeitslosigkeit https://blogs.donboscovolunteers.de/merllin/2025/10/05/1-monat-arbeitslosigkeit/ Sun, 05 Oct 2025 19:54:34 +0000 http://21756.44 Heute bin ich genau seit 4 Wochen hier in Medellín. Seitdem ist schon einiges passiert und gleichzeitig auch nichts. Um erstmal ein Update zur Arbeit zu geben: offiziell bin ich noch ohne Arbeit. Die ersten drei Wochen war Laura, unsere Mentorin, im Urlaub. Wir haben sie erst letzten Mittwoch kennengelernt. Am Donnerstag hatten wir dann […]

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Heute bin ich genau seit 4 Wochen hier in Medellín. Seitdem ist schon einiges passiert und gleichzeitig auch nichts.

Um erstmal ein Update zur Arbeit zu geben: offiziell bin ich noch ohne Arbeit. Die ersten drei Wochen war Laura, unsere Mentorin, im Urlaub. Wir haben sie erst letzten Mittwoch kennengelernt. Am Donnerstag hatten wir dann ein erstes offizielles Treffen mit ihr, wo wir drei Deutschen dann auch mit ihr über das Thema Einsatzstelle sprechen konnten und sie sehr verständnisvoll war. Wir haben also unsere Wünsche geäußert und Laura muss nun mit dem Einrichtungsleiter Padre Oscár sprechen. Dieser ist aber ebenfalls seit unserer Ankunft in Europa unterwegs. Dementsprechend wissen wir nicht, wann genau wir anfangen können zu arbeiten und was genau wir dann machen werden. Damit wir aber nicht weiterhin von Langerweile geplagt werden, durften wir am Freitag im Colegio, also der Schule, aushelfen.

Ich habe vormittags mit den Erstklässlern gearbeitet, die Vorallem Ausmalbilder machen und nebenbei einiges über die Kolumbianische Kultur oder ein paar Worte Englisch lernen. Nachmittags war ich dann bei den ganz kleinen dabei, die im kommenden Schuljahr mit der Schule anfangen. Diese hatten Kunstunterricht und haben ein wenig gebastelt, aber vor allem gespielt. Populär war Fangen und Murmeln.

Kinder beim Murmel spielen

Unsere Wochenenden dafür sehen hier sehr vielfältig aus. Vor 2 Wochen waren wir mit Luisa (Lauras Vertretung für die Zeit, wo sie nicht da war) im Kino und haben gemeinsam Conjouring 4 auf Spanisch geschaut. Ich habe erstaunlich viel verstanden und wir hatten alle gemeinsam viel Spaß. Danach ist Luisa mit uns auf eine Buchmesse gegangen, die mich und die Österreicher so begeistert hat, dass wir den Tag danach erneut hingefahren sind und uns mit Plakaten als Deko und leichter Spanischer Lektüre ausgestattet haben.

Letzte Woche sind wir dann alle gemeinsam nach Guatapé, ca 2h aus Medellín raus, gefahren. Dort haben wir am Samstag Mittag die 740 Stufen, auf den Peñol rauf, besiegt. Für die Aussicht hat sich das aber komplett gelohnt. Danach sind wir mit TukTuks in unser Hostel gefahren und sind abends noch gemeinsam essen gegangen und haben die ein oder andere Kleinigkeit gekauft. Am Sonntag haben wir dann Guatapé weiter unsicher gemacht und haben uns doch auch in die ein oder andere Touristenfalle locken lassen. (Magneten, Kunst und Zimtschnecken, und das alles ein wenig Teurer als es hätte sein müssen)

Dieses Wochenende gehen wir alles ein wenig entspannter an, da auch einige in unserer WG angeschlagen sind. Die plötzlichen Temperaturwechsel und Gewitter sind anscheinend zu viel für unser Immunsystem. Aber wer hätte es gedacht, in der Regenzeit regnet es wirklich und sehr viel.

Plötzlich standen gestern zwei Salesianer bei uns in der Küche, als zuvor fast die Welt unterging…

Die Kinder hier auf dem Gelände müssen ab 18:30 in ihren Häusern sein und dürfen sich nicht mehr frei bewegen. Da aber auch diese Wochenende haben, schauen die Salesianer oder die Educadores manchmal Filme mit ihnen. Die Salesianer haben also Popcorn für einen Filmeabend vorbereitet und dafür unsere Küche missbraucht.

Die Salesianer sind im Gegensatz zu den Padres fast so alt wie wir. Die beiden gestern Abend sind 21 und auf dem Weg Padres zu werden.

Nachdem Paolo und die Salesianer auf uns alle eingeredet haben, sind wir alle dann aber noch nach Laureles gefahren und wollten in eine Bar. Dummerweise wurden wir aber am Falschen Ort rausgelassen, da Uber eine andere Straße für uns ausgesucht hat, als wir es wollten. Glücklicherweise ist das aber beiden Autos passiert. Danach sind wir dann noch Kurz nach Laureles gefahren bevor wir uns dann getrennt haben und der Großteil zurück nach Hause ist.

Wir sind gespannt was die Regenzeit noch so bringt, bis jetzt sind wir nicht wirklich verschont geblieben. Einige Meter neben unserem Gelände ist ein Blitz eingeschlagen, unsere Wäsche wird vom Wind auf den nassen Boden geweht, Die Wege verwandeln sich in Wasserrutschen und unsere Fenster sind anscheinend nicht wirklich dicht. Und so mussten wir Mittwoch Nachmittag bei unseren Mittfreiwilligen Leo und Ava in die Zimmer einbrechen, um deren Gegenstände vor Wasser zu retten. Die beiden arbeiten nämlich Tagsüber außerhalb der Ciudad Don Bosco.

Nächste Woche sind hier in Kolumbien jetzt erstmal Schulferien, dementsprechend läuft hier sowieso wieder alles anders als sonst bekannt.

Ich melde mich dann, wenn mal wieder einige Interessante Dinge passiert sind. Bis dahin bleibt gesund und holt die Kuscheldecken in Deutschland raus, bei euch wirds kalt.

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Eine neue Welt https://blogs.donboscovolunteers.de/merllin/2025/09/13/eine-neue-welt/ Fri, 12 Sep 2025 22:22:41 +0000 http://21756.41 Ein Weilchen ist es her, seitdem ich mich gemeldet habe… In der Zwischenzeit ist einiges geschehen, wir hatten die letzten Seminare, ich hab mein Abitur bekommen und hatte meinen Abiball. Und auf einmal bestand mein Alltag aus Arbeiten, Kaffee trinken und Abschied nehmen. Der erste Abschied war bei unserem Seminar, dort bin ich für meinen […]

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Ein Weilchen ist es her, seitdem ich mich gemeldet habe…

In der Zwischenzeit ist einiges geschehen, wir hatten die letzten Seminare, ich hab mein Abitur bekommen und hatte meinen Abiball. Und auf einmal bestand mein Alltag aus Arbeiten, Kaffee trinken und Abschied nehmen.

Der erste Abschied war bei unserem Seminar, dort bin ich für meinen Abiball einen Tag früher Abgereist und musste mich von allen anderen Freiwilligen verabschieden und ihnen ein schönes Jahr wünschen. Am nächsten Tag habe ich viele meiner Klassenkameraden zum letzten mal gesehen. Ab Mitte Juli bis Anfang September waren meine Tage unspektakulär und chaotisch zugleich.

Kaum kam mein Freund aus seinem Freiwilligendienst zurück, wusste ich: meine Ausreise ist nicht all zu weit entfernt. Zwischen Packen, Aufräumen, Arbeiten und Arztbesuchen dann auch noch Zeit füreinander finden war garnicht so leicht.

Und auf einmal wurd es richtig ernst, mein Koffer war fast gepackt, meine Abschiedsfeier hinter mir und mein Zimmer ein pures Chaos. Zwei Tage vor Abflug wog ich meinen Koffer zum ersten mal… fast 3kg zu schwer. Also saß ich mit meiner Mama vor meinem Koffer und bin jedes einzelne Teil durchgegangen um am Ende 300g Luft zu haben. Aber es ist nun mal nicht leicht sein ganzes Leben in einen Koffer zu packen. Wie gut das ich noch einen Handgepäckskoffer mitgenommen hab, ohne den wäre ich aufgeschmissen.

Die Tage danach waren sehr Tränenreich.

Abschiede sind immer beschissen, so viel kann ich versprechen. Und weil ich meinen Abschied bis zum Ende geleugnet habe, waren auf einmal 8 Menschen mit am Flughafen um sich zu verabschieden.

Lange konnte ich mich aber nicht auf den Abschiedsschmerz konzentrieren, denn mein Flug aus Hamburg nach Frankfurt stand an und machte mir ordentlich Bauchschmerzen. Geplant sollte ich 90 Minuten in Frankfurt haben, daraus wurden dann durch Verspätungen und trödelnde Menschen die keinerlei Eile verspürten das Flugzeug zu betreten, oder verlassen, schlappe 20 Minuten bis Boarding. Mein Stresspegel war enorm. Als ich dann nach der Passkontrolle endlich Lukas und Paolo entdeckte hatte das Boarding bereits begonnen.

Der Flug war lang aber verlief problemlos. Wir hatten gute Plätze, relativ gutes Essen, sehr nette Flugbegleiterinnen, ein ganz akzeptables on Board Entertainment und sehr gute noice cancelling Kopfhörer. Mit ca 2 Stunden schlaf landeten wir dann in Bogotá. Die Einreise verlief Problemlos, dafür machte Lukas‘ Rucksack an der Sicherheitskontrolle Probleme. 3x schlug irgendein Test an (was für einen konnten wir nicht verstehen). Da unser Spanisch aber echt nur brüchig war, hat die Frau an der Sicherheitskontrolle einfach gehen lassen, da wir einfach nicht verstehen konnten was los war. Das Layover in Bogotá war dann schon eine Qual. Wir waren alle fast 24h wach und mussten uns irgendwie gegenseitig wach halten. Also spielten wir Lügen. 10 Minuten vor geplantem Boarding saßen wir dann ganz brav an unserem Gate. Dort merkten wir, dass die Kolumbianer eine andere Pünktlichkeit haben als wir deutschen. 15 Minuten vor Abflug durften wir dann das Flugzeug betreten. Bevor wir überhaupt losgeflogen sind, habe ich bereits geschlafen und wurd auch erst bei der Landung wieder wach.

Unsere Koffer bekamen wir innerhalb 10 Minuten und schon sind wir von einem Fahrer der Ciudad Don Bosco eingesammelt worden. Vom Flughafen bis zur Ciudad brauchten wir dann nochmal 1h. Dort genossen wir erst die Aussicht auf die Stadt, bevor ich dann wieder einschlief.

Wir waren voller Vorfreude und super gespannt wie alles werden würde. Ich freute mich so sehr auf mein eigenes Zimmer und eine Dusche vorm Schlafengehen. Als wir dann auf die anderen 3 Volunteers getroffen sind, wurden diese Erwartungen zerstört. Niemand konnte sich erklären warum, aber ich musste mir mein Zimmer mit der kolumbianischen Freiwilligen teilen, obwohl noch ein Zimmer unbelegt war.

Unser erster Tag war sehr chaotisch, weil unsere Mentorin aktuell im Urlaub ist. Eigentlich hätten wir drei ausschlafen können, aber wir trafen uns trotzdem um 8 im Gemeinschaftsraum. Kurz darauf hat Annika uns mit in ihre Stelle genommen und wir haben unseren Vormittag damit verbracht mit den Kindern zu spielen. Nach dem Mittagessen wurde uns dann das Gelände gezeigt und wir mussten einige Fotos für die Ciudad Don Bosco machen. Danach sind wir in ein Einkaufszentrum gefahren, wo wir Geld abheben konnten und uns eine Simkarte geholt haben.

Die restlichen Tage bestanden dann aus ausschlafen, alle nerven damit ich ein Einzelzimmer bekomme, mit den Kindern spielen, jeden Tag einkaufen gehen und sehr viel Langeweile.

Nach 4 Tagen durfte ich dann endlich umziehen und habe jetzt ein Zimmer nur für mich. Ab Montag fahren Paolo und ich bei Leo mit, damit wir auch was zu tun haben. Lukas hat seine Stelle bereits begonnen.

Was genau ich und Paolo machen werden ist noch unklar, eigentlich ist eine Stelle in Amagá für uns beide vorgesehen die südlich von Medellín liegt. Dort sollen wir dann auch unter der Woche wohnen und nur Wochenends in Medellín sein. So wirklich begeistert sind wir aber noch nicht.

Aber das ist ein Problem für wenn Laura wieder da ist. Jetzt genießen wir erstmal unser erstes Wochenende in Medellín!

Wenn ihr mehr Updates wollt, folgt mir gerne bei Instagram @merleenmedellin dort probiere ich regelmäßiger zu Posten.

Danke auch an alle, die so großzügig Gespendet haben, durch euch konnte ich vor ausreise meine 3000€ zusammenbekommen!!!

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noch … Tage bis zur Ausreise https://blogs.donboscovolunteers.de/friesvoluntales/2025/09/05/noch-tage-bis-zur-ausreise/ https://blogs.donboscovolunteers.de/friesvoluntales/2025/09/05/noch-tage-bis-zur-ausreise/#comments Fri, 05 Sep 2025 13:51:45 +0000 http://21778.40 Neulich wurde ich am Telefon von einem Freund gefragt, was bei mir gerade so los ist. Ich habe dann relativ schnell mit “nicht viel” geantwortet… kurz bevor ich in einen 10-minütigen Monolog verfallen bin. Tja, diese Situation beschreibt meinen aktuellen Zustand irgendwie ganz gut. Einerseits habe ich theoretisch frei, muss aber auch noch echt viel […]

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Neulich wurde ich am Telefon von einem Freund gefragt, was bei mir gerade so los ist. Ich habe dann relativ schnell mit “nicht viel” geantwortet… kurz bevor ich in einen 10-minütigen Monolog verfallen bin.

Tja, diese Situation beschreibt meinen aktuellen Zustand irgendwie ganz gut. Einerseits habe ich theoretisch frei, muss aber auch noch echt viel organisieren:
Da gibt es zum Beispiel die sogenannte “Elefand-Liste” in die man sich eintragen muss, damit man schnell vom Auswärtigen Amt informiert wird, wenn es im Einsatzland (also bei mir in Sri Lanka) irgendwelche Probleme gibt. Oder zum Beispiel die vielen Arzt- und insbesondere die Impftermine, die ich inzwischen fast alle hinter mir habe. Viele Sachen hat man echt gar nicht auf dem Schirm. Zum Beispiel musste ich neulich zum Zahnarzt, um meine Weisheitszähne kontrollieren zu lassen. Nicht dass die in Sri Lanka dann Probleme machen…
Und die ganzen Sachen, die man noch irgendwie besorgen muss: Moskitonetz, ne gute Powerbank, vernünftige Schuhe, alle möglichen Sachen für die Notfallapotheke, Gastgeschenke… da hat man schon ganz gut zu tun.

Andererseits warte ich auch total viel.
Aktuell ist nämlich unser Visum noch nicht da, und der voraussichtliche Ausreisetermin am 14. September wird wahrscheinlich verschoben.

Ich finde das zwar schade, aber ich habe dann noch ein bisschen mehr Zeit, um mich weiter vorzubereiten. Da gibt es nämlich eine Menge an Dingen, die man noch tun könnte:
Tamil (eine der drei Landessprachen Sri Lankas und die hauptsächlich gesprochene Sprache vor Ort) lernen, Spiel- und Lernideen sammeln, damit man direkt vorbereitet in die Arbeit reinstarten kann, die mentale Vorbereitung: Listen mit Auffangnetzen, falls es vor Ort mal schwierig wird, theoretisch kann man auch Abschiedsgeschenke für Freunde und Familie machen, usw., …
Ich habe echt viele Wanna-Do’s in meinem Kopf, die die (zum Glück immer kleiner werdende) Liste an To-Do’s fleißig ergänzen.

Aber diese ganze Situation an sich ist schon etwas komisch manchmal…
Ich würde sagen, dass ich mental irgendwie schon im Flugzeug sitze.
Ich bin irgendwie nicht mehr ganz hier. Verabschiede mich irgendwie gefühlsmäßig schon von allem, aber natürlich bin ich auch noch nicht da. Trotz der Informationen, die ich über meine Einsatzstelle habe, kann ich mir das alles natürlich immer noch nicht wirklich vorstellen.

Und man kennt das ja vielleicht aus dem Flieger. Man ist irgendwie aufgeregt aber man verbringt auch nicht den ganzen Flug damit, sich mit allem zu beschäftigen, was so auf einen zukommen kann. Das ist ja auch viel zu anstrengend. Nein, manchmal will man auch einfach n bisschen Musik hören und abschalten. Dann freut man sich zwischendurch wieder, bereitet sich irgendwie darauf vor, dann liest man ein bisschen in seinem Buch, dann schläft man ein bisschen… Und so sieht’s bei mir auch aus… im übertragenden Sinne natürlich!
Ich wechsle zwischen Ablenkung (also nochmal Zeit mit meinen Eltern und meinem Freund verbringen) und der Vorbereitung auf das Jahr (also den Arztterminen, dem Einkaufen, den vielen To-Do’s und Wanna-Do’s) hin und her. Und bin dabei immer begleitet von so Wellen an Vorfreude und Aufregung (natürlich auch ein bisschen Angst wenn ich ehrlich bin, aber ich glaube das gehört dazu).

Nun ja, so sieht’s aktuell bei mir aus. Irgendwie eine Mischung aus “nichts” und dann doch irgendwie “ganz viel”.

Ich hoffe, euch hat mein erster kleiner Einblick gefallen und bis ganz bald!
Eure Frie!

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