Don Bosco Volunteers Archive - Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/blog/tag/don-bosco-volunteers/ Freiwilligendienst von jungen Menschen für junge Menschen! Fri, 05 Sep 2025 13:54:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://blogs.donboscovolunteers.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-01_cmyk-32x32.jpg Don Bosco Volunteers Archive - Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/blog/tag/don-bosco-volunteers/ 32 32 noch … Tage bis zur Ausreise https://blogs.donboscovolunteers.de/friesvoluntales/2025/09/05/noch-tage-bis-zur-ausreise/ https://blogs.donboscovolunteers.de/friesvoluntales/2025/09/05/noch-tage-bis-zur-ausreise/#comments Fri, 05 Sep 2025 13:51:45 +0000 http://21778.40 Neulich wurde ich am Telefon von einem Freund gefragt, was bei mir gerade so los ist. Ich habe dann relativ schnell mit “nicht viel” geantwortet… kurz bevor ich in einen 10-minütigen Monolog verfallen bin. Tja, diese Situation beschreibt meinen aktuellen Zustand irgendwie ganz gut. Einerseits habe ich theoretisch frei, muss aber auch noch echt viel […]

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Neulich wurde ich am Telefon von einem Freund gefragt, was bei mir gerade so los ist. Ich habe dann relativ schnell mit “nicht viel” geantwortet… kurz bevor ich in einen 10-minütigen Monolog verfallen bin.

Tja, diese Situation beschreibt meinen aktuellen Zustand irgendwie ganz gut. Einerseits habe ich theoretisch frei, muss aber auch noch echt viel organisieren:
Da gibt es zum Beispiel die sogenannte “Elefand-Liste” in die man sich eintragen muss, damit man schnell vom Auswärtigen Amt informiert wird, wenn es im Einsatzland (also bei mir in Sri Lanka) irgendwelche Probleme gibt. Oder zum Beispiel die vielen Arzt- und insbesondere die Impftermine, die ich inzwischen fast alle hinter mir habe. Viele Sachen hat man echt gar nicht auf dem Schirm. Zum Beispiel musste ich neulich zum Zahnarzt, um meine Weisheitszähne kontrollieren zu lassen. Nicht dass die in Sri Lanka dann Probleme machen…
Und die ganzen Sachen, die man noch irgendwie besorgen muss: Moskitonetz, ne gute Powerbank, vernünftige Schuhe, alle möglichen Sachen für die Notfallapotheke, Gastgeschenke… da hat man schon ganz gut zu tun.

Andererseits warte ich auch total viel.
Aktuell ist nämlich unser Visum noch nicht da, und der voraussichtliche Ausreisetermin am 14. September wird wahrscheinlich verschoben.

Ich finde das zwar schade, aber ich habe dann noch ein bisschen mehr Zeit, um mich weiter vorzubereiten. Da gibt es nämlich eine Menge an Dingen, die man noch tun könnte:
Tamil (eine der drei Landessprachen Sri Lankas und die hauptsächlich gesprochene Sprache vor Ort) lernen, Spiel- und Lernideen sammeln, damit man direkt vorbereitet in die Arbeit reinstarten kann, die mentale Vorbereitung: Listen mit Auffangnetzen, falls es vor Ort mal schwierig wird, theoretisch kann man auch Abschiedsgeschenke für Freunde und Familie machen, usw., …
Ich habe echt viele Wanna-Do’s in meinem Kopf, die die (zum Glück immer kleiner werdende) Liste an To-Do’s fleißig ergänzen.

Aber diese ganze Situation an sich ist schon etwas komisch manchmal…
Ich würde sagen, dass ich mental irgendwie schon im Flugzeug sitze.
Ich bin irgendwie nicht mehr ganz hier. Verabschiede mich irgendwie gefühlsmäßig schon von allem, aber natürlich bin ich auch noch nicht da. Trotz der Informationen, die ich über meine Einsatzstelle habe, kann ich mir das alles natürlich immer noch nicht wirklich vorstellen.

Und man kennt das ja vielleicht aus dem Flieger. Man ist irgendwie aufgeregt aber man verbringt auch nicht den ganzen Flug damit, sich mit allem zu beschäftigen, was so auf einen zukommen kann. Das ist ja auch viel zu anstrengend. Nein, manchmal will man auch einfach n bisschen Musik hören und abschalten. Dann freut man sich zwischendurch wieder, bereitet sich irgendwie darauf vor, dann liest man ein bisschen in seinem Buch, dann schläft man ein bisschen… Und so sieht’s bei mir auch aus… im übertragenden Sinne natürlich!
Ich wechsle zwischen Ablenkung (also nochmal Zeit mit meinen Eltern und meinem Freund verbringen) und der Vorbereitung auf das Jahr (also den Arztterminen, dem Einkaufen, den vielen To-Do’s und Wanna-Do’s) hin und her. Und bin dabei immer begleitet von so Wellen an Vorfreude und Aufregung (natürlich auch ein bisschen Angst wenn ich ehrlich bin, aber ich glaube das gehört dazu).

Nun ja, so sieht’s aktuell bei mir aus. Irgendwie eine Mischung aus “nichts” und dann doch irgendwie “ganz viel”.

Ich hoffe, euch hat mein erster kleiner Einblick gefallen und bis ganz bald!
Eure Frie!

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Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei https://blogs.donboscovolunteers.de/diefarbenbenins/2024/10/21/alles-hat-ein-ende-nur-die-wurst-hat-zwei/ https://blogs.donboscovolunteers.de/diefarbenbenins/2024/10/21/alles-hat-ein-ende-nur-die-wurst-hat-zwei/#comments Mon, 21 Oct 2024 13:04:17 +0000 http://21673.764 Wow, wie schnell doch die Zeit vergehen kann – mein letzter Blogeintrag ist schon vier Monate her und seit dem ist viel zu viel in meinem Leben passiert… Abschied, Heimreise, Wiedersehen und ein neuer Aufbruch in ein neues Land. Endlich habe ich eine kurze Zeitlücke gefunden, um diesem Blog einen runden Abschluss zu geben. Abschied […]

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Wow, wie schnell doch die Zeit vergehen kann – mein letzter Blogeintrag ist schon vier Monate her und seit dem ist viel zu viel in meinem Leben passiert… Abschied, Heimreise, Wiedersehen und ein neuer Aufbruch in ein neues Land.

Endlich habe ich eine kurze Zeitlücke gefunden, um diesem Blog einen runden Abschluss zu geben.

Abschied

Die Verabschiedungen von den Projekten waren durch die Ferien relativ verstreut und sehr spontan. Teresa und ich haben uns viele Gedanken gemacht wie wir einen individuellen Weg finden, um all den Kindern und Mitarbeitern für das vergangene Jahr zu danken. So haben wir bereits drei Monate vor Abreise angefangen personalisierte Karten mit einem Photo für alle ca. 70 Mädchen aus dem Wohnheim zu gestalten.

Dabei kamen einige Herausforderungen auf uns zu, denn manche Mädchen würden über den Sommer nach Hause gehen, doch wir mussten alle auf den Bericht des Gerichtes warten, der angibt wann und wer gehen darf. Zudem haben wir in allen Projekten die Ferien erfragt, um zu wissen wann wir uns verabschieden können. Leider hat das nicht in allen Projekten geklappt, da die alternative Schule spontan einen Tag früher in die Ferien gelassen wurde und somit unsere Fest ausgefallen ist.

Insgesamt hatten wir aber einen schönen Abschied, der etwas anders war als die Jahre zuvor, denn ich musste bereits zwei Wochen früher abreisen als Teresa, da bei das Studium in Holland bereits Mitte August angefangen hat. Somit hatten Teresa und ich zwar einen gemeinsamen Abschied doch am Flughafen war ich dann plötzliche alleine, naja, nicht ganz denn zum Glück sind zwei andere Volontärinnen zufällig im selben Flieger gewesen.

Die Verabschiedungsphase war so stressig für mich, dass ich gar nicht richtig realisiert habe, dass ich diese wunderbaren Menschen vermutlich nicht mehr wieder sehen werde. Hinzum kam auch noch ein kleiner Krankenhausaufenthalt wegen Malaria, der es etwas stressig gemacht hat mit Zimmerputz, umräumen und Bastelsachen zu sortieren. Doch zum Glück hat mich da Teresa kräftig mit unterstützt. Am Flughafen hatte ich dann das Gefühl, dass Teresa diejenige sei die jetzt in diese riesige Maschine ins Ferne Land steigen muss, doch es war dann doch ich, die von innen aus dem Fenster geschaut hat.


Zurück in Deutschland

In Deutschland hat mich mein Bruder am Flughafen empfangen und zu unseren Eltern kutschiert, wo bereits wunderbare Ofenkartoffeln mit Quark auf mich gewartet haben. Von nun an hatte ich fünf Tage in Deutschland, dann musste ich bereits in die Niederlande ziehen (mit wenig Gepäck denn ich hatte immer noch keine Wohnung gefunden). Jeden Tag hatte ich ein anderes Programm, Familienessen, enge Freunde sehen, größere Willkommensfeier, umpacken und dann noch die Beerdigung meiner Oma, die vor meiner Ankunft verstorben ist.

Und Plötzlich auch schon wieder in den Niederlanden

Dann war ich auf einmal auch schon in Tilburg, im Süden der Niederlanden, und hab zum Glück nach zwei Tagen eine Wohnung gefunden. Hier habe ich dann die beninische Dekoration (Bilder & Stoffe). Anfangs war es etwas schwierig auf einmal nur noch Englisch zu sprechen und in der Europäischen Kultur zu leben, die überall gleich und doch verschieden ist.

Mein Ziel: Jeden Tag ein beninisches Kleidungsstück zu tragen. Und ich muss zugeben, bis jetzt ist es mir noch jeden Tag gelungen eine passende Kombination aus warm und bunt zu finden.

Mein größter Albtraum: Supermärkte. Ein solches Übermaß an Auswahl, da wird mir ganz schummrig. Hinzu kommt, dass alles ungewohnte Supermärkte sind und diese dann auch noch holländische Beschriftungen haben. Aber auch da habe ich eine Lösung gefunde, denn es gibt hier einmal die Woche einen sehr großen Bauernmarkt auf dem man alles bekommt was das Herz begehrt und was der Geldbeutel stemmen kann.


Eine drastische Wendung

Somit hat sich innerhalb weniger Wochen mein Alltag um 180 Grad gedreht (oder noch mehr). Den einen Tag die Hitze, Malaria und ein Haufen lauter Energie geladener Kinder und plötzlich jeden Tag 10h lernen in der Unibibliothek für mein Psychologiestudium. Dann kamen auf einmal auch schon die ersten Examen (ende Oktober) und jede Menge Kälte.

Fazit

Dieses Jahr hat mir so viele Facetten von kulturellen Unterschieden gezeigt, die mich sehr inspirieren und mich für immer mit diesem Land verbunden haben. Somit heißt es für mich: nächstes Jahr Sommerurlaub zwischen den bunten Farben Benins…

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Hyderabad who https://blogs.donboscovolunteers.de/letsgoindiamitbabs/2024/10/20/hyderabad-who/ Sun, 20 Oct 2024 18:21:08 +0000 http://21728.99 „Good morning all. Tomorrow there is a meeting in Hyderabad for volunteers in the provincial house. Are you interested in going?“ Yessir, pack ma alle sieben Sachen und steigen in den Nachtbus nach Hyderabad! Der Tag war in der Tat sehr voll, aber nach einer gigantischen Portion Nudeln mit DIY-Tomatensoße von Engjell für alle Fathers […]

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„Good morning all. Tomorrow there is a meeting in Hyderabad for volunteers in the provincial house. Are you interested in going?“

Yessir, pack ma alle sieben Sachen und steigen in den Nachtbus nach Hyderabad! Der Tag war in der Tat sehr voll, aber nach einer gigantischen Portion Nudeln mit DIY-Tomatensoße von Engjell für alle Fathers und uns (wIr kOchEn eUroPäiScH) haben wir es tatsächlich in einen sehr gut klimatisierten Bus geschafft. Leer war er, bis auf den Sitz vor mir (gefühlt), der war nämlich belegt, darunter musste ich leicht leiden; die Sitze lassen sich doch glatt fast bis in die Waagrechte befördern. Die sechs Stunden Fahrt waren auch für die Blase nicht besonders förderlich. Alles in allem aber sehr gemütlich, Review 9/10. Wir sind so um 5 Uhr morgens am Busbahnhof angekommen lol.

Die Fahrt zum „provincial house“ war ein Fiebertraum, nach 10,5 Stunden Suche nach Uberfahrer xy (das ist eine Hyperbel, wer es nicht gecheckt hat) haben wir einen gemütlichen Nap auf der Wiese des Innenhofes des provincial house eingelegt, weil sonst noch niemand wach war.

Moralapostelgespräche vom feinsten!

Wieso wir da waren? Offiziell für ein Voluntärs-Treffen; Hyderabad ist sowas wie der Knotenpunkt für die Projektstandorte der Region hier.

Ein Teil des Provincial house; das Essen dort war genial (im YB natürlich auch, aber…).

Was ihr euch darunter vorstellen könnt? Wir vier und noch zwei andere Volontäre, die regulär mit noch zwei anderen Volos in Hyderabad „stationiert“ sind, waren im Gespräch mit den dortigen Fathers; Die dienten (Vergangenheitsform von dienen?) der allgemeinen Einführung, sprich: Willkommen, so läuft das hier, macht das am besten so, tut das echt besser nicht (sonst Stress. Spass.), generelle Infos über die Don Bosco-Standorte, viel Spaß! Das ist natürlich sehr vereinfacht dargestellt, deswegen hier einmal die wichtigsten drei Lektionen von einem Father, der tatsächlich Deutsch sprechen konnte (und die ihm wirklich wichtig waren, sonst hätte er sie nicht ungefähr 6 Mal wiederholt, stimme ihm aber auch zu):

  1. WASSER (nur Filterwasser, sonst naht der Tod. Vielleicht nicht ganz so extrem, nur der Durchfall naht, und nur, wenn man echt paar Schluck ungefiltertes Wasser trinkt)
  2. ESSEN (… nur im YB bei den Fathers. Kein Streetfood, sonst naht der Tod. Vielleicht nicht ganz so extrem, nur der Durchfall und vielleicht die Kotzerei naht, und nur, wenn man an der falschen Stelle isst.)
  3. MÜCKEN (/Gesundheit. Badet in Mückenspray, sonst naht der Tod. Vielleicht nicht ganz so extrem, nur Denguefieber und Malaria im seltenen Falle, aber Recht hat er schon. Eins hat er dazu gesagt, was ich sehr spannend fand: Dengue-Mücken sind vor allem untertags unterwegs, obwohl die wilden Schwärme echt nur abends kommen!)

Es schmerzt mich zu sagen: wir haben zumindest Punkt zwei und drei bereits vollkommend missachtet. Das Streetfood hat allerdings keine Probleme bereitet, zum Glück, und Dengue/Malaria hat auch noch niemand bekommen; Diese Mückenspray-Sache ist aber auch gigantisch unpraktisch. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ein Anfall von Touristik

Ich gestehe, wir haben am zweiten Tag ganz klassisch Sightseeing in Hyderabad betrieben. Wir waren also im Lumbini-Park oder auch nicht, haben den Eingang nicht gefunden, sind einen riesen Umweg zum Indira-Park gelaufen (mit Chai-Pause), wo wir die anderen Volontäre trafen, dann weiter zum Birla Mandir, einem hinduistischen Tempel und zum Charminar, so eine Art Turm, dies das. Props an diejenigen, die sich diesen Satz durchgelesen haben, ich hätte es nicht gemacht. Hier noch ein paar Bilder dazu, die sind spannender:

Hier die provisorischen Bildunterschriften, das wird sonst crappy angezeigt: Bild 1 ist eine Aussicht vom Charminar, Bild 2 ist ein Regierungsgebäude neben dem nichtvorhandenen Lumbini-Park, das hübsch war.

Ein paar Sätze zur Heimfahrt mit dem Bus: der ursprüngliche Bus wurde gecancelt, ein anderer gebucht, der kam zu spät (Puls steigt, danke an den freundlichen Mitarbeiter von Don Bosco, der uns zum Busbahnhof gefahren hat, unsere Karaoke-Einheit überstanden UND den Bus gesucht und gefunden hat!); dann hat aber früher oder später alles geklappt, der Klogang nach 20 min war gottgegeben für Anne, am Bahnhof gab´s nämlich nur ein verschlossenes.

Und hier eine weitere Episode von

Engjell´s indische Überlebenskunst

Nach anfänglichen Schwierigkeiten sagt auch Engjell mittlerweile nicht mehr jeden Tag „Ich will zurück nach Deutschland“: Das spricht für die Qualität seiner Tipps.

  • Keine Piercings für Männer, das kommt den Leuten hier in den falschen Hals. (nicht so typisch für Männer, fast ausschließlich Frauen tragen das hier)
  • Im Straßenverkehr am besten so fahren, als würde die Straße deinem Vater gehören.
  • Am unsichersten ist am sichersten.
  • Immer schön lächeln!

Das lass ich einfach mal so stehen, interpretiert mal selbst!

Seid froh über das Klopapier auf deutschen Klos,

Babs

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Kinder sind die einfachsten Projektpartner https://blogs.donboscovolunteers.de/letsgoindiamitbabs/2024/09/21/lets-go-india-mit-babs/ Sat, 21 Sep 2024 10:48:45 +0000 http://21728.40 Hier ein etwas informativerer (vielleicht) Beitrag. Seid Tag 2 waren wir fast jeden Tag im „open shelter„, einem der Projekte von Navajeevan. Ich glaub, ich hab schon in einem der vorherigen Beiträge ein bisschen darüber erzählt (die erste Anlaufstelle für Kinder dies das); Unsere Aufgabe ist dort im Moment und zukünftig wahrscheinlich auch, für ca. […]

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Hier ein etwas informativerer (vielleicht) Beitrag.

Seid Tag 2 waren wir fast jeden Tag im „open shelter„, einem der Projekte von Navajeevan. Ich glaub, ich hab schon in einem der vorherigen Beiträge ein bisschen darüber erzählt (die erste Anlaufstelle für Kinder dies das); Unsere Aufgabe ist dort im Moment und zukünftig wahrscheinlich auch, für ca. 15 Jungs Englisch und Mathe auf Niveau Elefant und 1+1=2 zu unterrichten. Klingt simpel, ist aber so anstrengend, dass wir uns regelmäßig zum Abkühlen gezielt unter die Ventilatoren stellen (müssen). Wir sind dabei ziemlich auf uns allein gestellt, es ist also kein zusätzlicher Lehrer vor Ort, dem wir assistieren; Selbstverständlich stehen uns aber auch hier Mitarbeiter tatkräftig (z.B. beim Kinder im Schach halten) zur Seite.

Unicorniiii. Auf diesem Steinboden hat sich einer der Jungen übrigens auch eine Platzwunde an der Stirn geholt, der Arme

Oh, einmal schon haben wir das Assembly mitbekommen (das ist wie ein Morgenritual); wie im Blog einer ehemaligen Vijayawada-Voluntärin steht, wird hier unter anderem so etwas wie ein Nationalschwur skandiert und die Nationalhymne gesungen. Für jemanden, der nicht Telugu (die Sprache, die hier überwiegend gesprochen wird) spricht, hört sich das alles sehr verschwörerisch an.

„Yoast Seo“, die Editor-Software, möchte, dass ich für die Lesbarkeit mehr Unterüberschriften mache, also

Schwierigkeiten gibt´s immer

Die Kinder haben alle unterschiedliche Alter und Bildungsfortschritte (von besagtem Elefant bis Husky; das heißt, es gibt durchaus auch Jungs hier, die schon diverse Schulen besucht haben und demnach wirklich schöne „R“s schreiben oder 88×7 im Kopf rechnen können). Wie wir den Unterricht adäquat und effizient gestalten können, sodass nicht die Hälfte in der Ecke gammelt und Halli Galli spielt, müssen wir erst noch erfinden. Bis jetzt bringen wir ihnen Tiere und Körperteile auf Englisch bei und werfen mit Plusrechnungen im Zahlenraum 20 um uns. Das ist jetzt natürlich wieder stark generalisiert, es gibt auch ein paar Hansel, die meine Kopfrechenkünste nicht nur im Zahlenraum übersteigen, sondern auch Tiere vom Hocker hauen, von denen ich nicht mal gehört habe.

Was die Kiddos mit Abstand am liebsten machen, ist Spiele falsch zu spielen (dann ist es aber wenigstens witzig) oder zu tanzen. Leider gibt es aber auch hier in Indien wie in Deutschland die liebevoll so genannten „Sackkinder“, die einfach nicht einsehen, dass jemand anderes auch mal zum Zug kommen will und sich spontan mal schlägern; dabei ist zu berücksichtigen, dass ihnen solche, für uns oft so selbstverständliche Grundprinzipien vielleicht einfach (noch) nicht beigebracht wurden.

Der Weg zum „open shelter“…

…ist wirklich gottlos lustig, jedes Mal wieder. Mittlerweile haben wir das Vijayawada-Level „Uber“ freigeschalten, was bedeutet, dass uns nicht jedes Mal ein Mitarbeiter von Navajeevan extra fahren muss; Uber bedeutet in dem Falle Tuktuk und viele Schwellen, die manchmal härter oder eben nicht so hart ausfallen. Das Level birgt aber seine Schwierigkeiten; Unser Standort liegt doch das ein oder andere Mal im Fluss (… so sieht das auf jeden Fall für den Uberfahrer aus, das Projekt liegt sehr nahe an einem Fluss). Wurde das Tuktuk erfolgreich an Land gezogen, wird manch eine 90°-Kurve mit 30kmH im Dreiräder bestritten.

Verzweiflungslachen im Tuktuk. Die Bildqualität sagt alles.

Engjells indische Überlebenskunst

  • Mangooooo (das mit Abstand beste Getränk im Moment ist eine Art Mangosaft. Engjell meint, er ist gesund, weil er recht dickflüssig ist. Ich werde berichten, ob er ein Durchfallindikator ist.)
  • ein Rasierapparat für Männer rettet in der Hitze vor dem sogenannten „Arschwasser“ (=man schwitzt einfach weniger ohne den Pelz)

Engjell kann gerade leider keine so guten Überlebensratschläge erteilen, weil er selbst nur mit Mühe überlebt. Unser Flat-Opa mit Asthma kämpfte vergangene Tage mit Fieber und Gliederschmerzen, was den Puls bei Anne und mir höher schlagen ließ; Aber Entwarnung, es ist alles glimpflich rausgegangen, war wohl doch kein Denguefieber.

Für mehr visuellen Kram schaut gerne auf meinem Insta-Account „Babsundindien_diesdas“ vorbei 🙂

Bis denne Antenne!

Babs

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Belästigung und Einbruch – Storytime https://blogs.donboscovolunteers.de/letsgoindiamitbabs/2024/09/16/belaestigung-und-einbruch-storytime/ Mon, 16 Sep 2024 17:29:19 +0000 http://21728.24 Hier steppt der Bär, ich sag´s wies ist. Deswegen muss ich zuerst die ganzen spannenden Storytimes auspacken, bevor das ganze Drumherum kommt. Los geht´s gleich mit dem ersten Abend. Nachdem wir den Ranzladen (die mittlerweile schon recht gemütliche Flat) geputzt und geschrubbt und ausgemistet haben, waren wir nur kurz im Deepa Nivas Reis essen, kurz […]

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Hier steppt der Bär, ich sag´s wies ist. Deswegen muss ich zuerst die ganzen spannenden Storytimes auspacken, bevor das ganze Drumherum kommt.

Los geht´s gleich mit dem ersten Abend. Nachdem wir den Ranzladen (die mittlerweile schon recht gemütliche Flat) geputzt und geschrubbt und ausgemistet haben, waren wir nur kurz im Deepa Nivas Reis essen, kurz was einkaufen und sind vollkommen geplättet zu unserer Flat zurückgekehrt. Ich bin die flachen Stufen hochgeflogen, so gleich. Im Flug, kein Scherz, konnte ich aus dem Augenwinkel einen Mann sehen, der meine Kung-Fu-Treppenkünste beobachten durfte: besagter Mann stand wenige Minuten später in unserem sehr offenen Vorhofbereich. „Éllou?“

Katastrophe beim Aussortieren hinten. Das sind jetzt einfach die Vorher-Bilder.
besagter Eingangsbereich unseres Lieblingsranzladens

Engjell und ich haben WIRKLICH versucht, herauszufinden, was er von uns wollte (er kam nämlich immer näher in Richtung Eisentor, das den Vorbereich von den Schlafzimmern & Co. trennt), aber alles, was er von sich gab, war „me no english so good“ und „sorry, sorry I respect you“. Nach einer Viertelstunde wurde es uns allen zu blöd und wir haben alles abgeschlossen – Er ist nicht gegangen. Sondern hat einfach gechillt vor Toilette und Dusche, beides hochgradig ersehnt (es flossen und fließen Bäche von Schweiß und es war schon echt spät nachts!). Es wurde uns zu bunt und wir fingen an, ihm, trotzdem in höflichem Tonfall, mit der Polizei zu drohen, der Mann faselte aber nur Müll. Mittlerweile war einige Zeit vergangen, Engjell wollte „ihm eine Klatschen“, hat sich dann aber darauf beschränkt, ihn hinunterzubegleiten und hat einen Bewohner ein Stockwerk unter uns gebeten, ihm auf Telugu beizubringen, dass er gehen soll. Wir vermuten, dass unser respektvoller Belästiger besoffen war, denn auch zu dem indischen Nachbarn sagte er „sorry no english“. Ein kleiner Herzstopper war das alles ja schon, betrachte man, dass wir seit gerade mal 14 Stunden in Vijayawada waren. (Anne kann ein Lied davon singen: nachts alleine auf das Klo vorne zu gehen, wenn man nicht richtig zusperren kann, ist Herzrhythmusstörung Stufe 5)

Abgesehen von diesem Vorfall waren bisher die große Mehrheit an Indern, die ich bis jetzt getroffen habe, sehr respektvoll, höflich und zuvorkommend – vor allem die Kinder! Auch die Kinder, denen man auf der Straße begegnet, winken, sagen „Hi“ und freuen sich riesig, wenn man ihnen den eigenen Namen verrät oder High fives verteilt (Props an die, die vor dem „Elefantenaltar“ sitzen). Und die Jungs aus den Projekten sind schon jetzt einfach Besties mit uns. Das können schon sehr liebe sein, die Inder.

Bilderpause mit den Kühen und Engjell, damit ihr mir am Haken bleibt

Einbruch

Ihr dachtet, das reicht erstmal an Vorfällen für die nächsten drei Wochen? Vergesst es! Einen Tag gab´s Pause mit dramatischen Sachen. Wir aßen wieder dreimal am Tag gefühlt blanken Reis und waren zu Besuch im „open shelter“, einer ersten Anlaufstelle für neue Kinder (in dem Fall Jungen), wo wir glatte vier Stunden Bottleflips und Handschläge übten und zu DJ Tillu tanzten. So süß, diese Kinder. Das Projekt ist momentan infrastrukturiell geschädigt durch das starke Hochwasser, das der Monsun ein paar Tage vor unserer Ankunft verursacht hat; Die Aufräumarbeiten laufen!

Anyways – am besagten Tag waren wir wieder dort (diesmal haben wir Ententanz getanzt, vielleicht bekomme ich davon noch ein Video auf Insta hochgeladen, zu genial), sind aber wegen mir, ich bekenne mich schuldig (mir war schlecht, ok, ich dachte, jetzt ist die Lebensmittelvergiftung ums Eck), früher nach Hause gefahren, wo Engjell festgestellt hat, dass sein Fruchtriegel geöffnet ist, aber nicht angebissen. Erstes Indiz. Hat sich glatt herausgestellt, dass jemand eingebrochen war, trotz der zwei Kameras und den vier Schlössern, die an diversen Eisentoren und Türen angebracht waren. Unser Täter kam wohl durchs Fenster, das er aufgebrochen hat, und hat nicht nur meine Bluetooth-Box entwendet (*wein), sondern auch Koffer durchwühlt, aber komischerweise keinen Laptop oder Geldbeutel mitgenommen (sus). Zum Glück ist ja nichts weiter passiert, vielleicht hat er oder sie noch ein paar Medikamente mitgenommen dies das Ananas… die Vorstellung, zu wissen, dass jemand unsere Sachen durchwühlt hat, ist auf jeden Fall komisch.

Rausfinden werden wir es übrigens nie: der Elektriker hat am selben Abend beim Überprüfen der Kameraaufnahmen festgestellt, dass diese zwar funktionieren, aber auf 2004 stehen geblieben sind. Und danke an Engjell, dass er die Fenster gefixt hat.

Tscha tschau, hoffe ihr bekommt auch keine Lebensmittelvergiftung,

Babs

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