Auslandsjahr Bolivien Archive - Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/blog/tag/auslandsjahr-bolivien/ Freiwilligendienst von jungen Menschen für junge Menschen! Thu, 15 Aug 2024 16:14:23 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 https://blogs.donboscovolunteers.de/wp-content/uploads/2023/11/cropped-01_cmyk-32x32.jpg Auslandsjahr Bolivien Archive - Don Bosco Volunteers https://blogs.donboscovolunteers.de/blog/tag/auslandsjahr-bolivien/ 32 32 Mein letzter Blog https://blogs.donboscovolunteers.de/maximilianinbolivien/2024/08/15/mein-letzter-blog/ https://blogs.donboscovolunteers.de/maximilianinbolivien/2024/08/15/mein-letzter-blog/#comments Thu, 15 Aug 2024 16:14:22 +0000 http://21674.464 07.08.2024 Ich bin nun mehr als 11 Monate in einem mir vollkommen fremden Land, über zehntausend Kilometer entfernt von Deutschland und dem Vertrauten. Und es war die beste Entscheidung, die ich hätte machen können. Nirgendwo anders hätte ich so viel lernen und erleben können wie hier in Bolivien. Auch wenn es anfangs für mich einige […]

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07.08.2024

Ich bin nun mehr als 11 Monate in einem mir vollkommen fremden Land, über zehntausend Kilometer entfernt von Deutschland und dem Vertrauten. Und es war die beste Entscheidung, die ich hätte machen können. Nirgendwo anders hätte ich so viel lernen und erleben können wie hier in Bolivien. Auch wenn es anfangs für mich einige Schwierigkeiten gab und ich oft beinahe an meine Grenzen gekommen wäre, kann ich indessen glücklich auf diese schöne Zeit zurückschauen.

Es begann damals mit der Ankunft in Bolivien, als ich diese staubige Luft am Flughafen einatmete, um dann mit Karl abgeholt und zur Unterkunft gebracht zu werden. Die ersten Momente, die wie eine Sternschnuppe am Himmel vorbeizogen, wurden zu Tagen, Wochen und Monaten, bis es sich im November bremste. Der Dezember kam und die Weihnachtszeit begann. Eine Zeit, die nicht viel mit der mir vertrauten Weihnachtszeit zu tun hatte, mit der Dunkelheit und der Kälte, die durch warme Kleidung und Lichter durchbrochen wird. Sie war eher geprägt von Hitze und Anstrengung. Dennoch war diese Zeit ebenso beanspruchend wie auch schön. Ein einmaliges Erlebnis für mich war dann schließlich Heiligabend, an welchem sich alle Häuser des Projektes zusammenfanden, um gemeinsam Weihnachten zu zelebrieren. 

Im Januar fand das erste Sommerlager der Jungs statt, in welchem ich mein Spanisch noch weiter verbessern konnte und eine engere Verbindung zu den Jungs aufgebaut wurde. Der Februar war geprägt von Urlaub und dem Zwischenseminar am Ende des Monats. Durch das Zwischenseminar, neu motiviert, ging es dann im März weiter, bis zum erneuten Urlaub mit meinen Eltern über Ostern. Danach begann wieder eine Zeit der Arbeit. Ich hatte meine Arbeitszeiten geändert und damit auch mein generelles Arbeitsumfeld. Anstatt mit den Großen zu arbeiten, war ich nun mit den Kleinsten beschäftigt. Die restliche Zeit arbeitete ich und machte noch einmal Urlaub; sie verging wie im Flug.

Und jetzt sitze ich hier im Café, genieße die Sonne und denke darüber nach, wie ich diesen Blog beenden soll. In 5 Tagen werde ich dieses Land verlassen und damit auch die Jungs, die ich doch ins Herz geschlossen habe. Es wird höchstwahrscheinlich ein Abschied für immer werden. Denn auch wenn ich zurückkommen sollte nach Bolivien, wird die einige Zeit dauern und bis dahin werden die Jungs das Hogar verlassen haben, wodurch ein Auffinden ein Ding der Unmöglichkeit geworden sein wird. Ein deprimierender Gedanke und doch ein so wichtiger. Denn mit dem Gedanken, dass alles bald ein Ende haben wird, weiß ich die letzten Momente viel mehr zu schätzen. Der letzte normale Arbeitstag, das letzte Mal ins Schwimmbad oder auch einfach nur das letzte Mal mit den Jungs gemeinsam essen. All diese Erlebnisse kann ich noch einmal vollkommen auskosten und mich an die vielen schönen Momente erinnern. Denn es gibt viele und ich bin glücklich, diese erlebt zu haben. 

Adiós,

Maximilian

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Packliste für Bolivien https://blogs.donboscovolunteers.de/maximilianinbolivien/2024/06/09/packliste-fuer-bolivien/ Sun, 09 Jun 2024 18:50:08 +0000 http://21674.462 Ich wurde bei meinem Vorbereitungsseminar zwar sehr gut auf meinen Auslandsaufenthalt vorbereitet, allerdings fehlten doch einige Dinge spezifiziert auf Bolivien. Daher werden hier bald einige Beiträge zur optimalen Vorbereitung spezifisch auf den Auslandsaufenthalt in Bolivien kommen. Beginnend mit dem wichtigsten zuerst: der Packliste. Kleidung: im Generellen sollte man dabei nicht mit der Anzahl übertreiben, im […]

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Ich wurde bei meinem Vorbereitungsseminar zwar sehr gut auf meinen Auslandsaufenthalt vorbereitet, allerdings fehlten doch einige Dinge spezifiziert auf Bolivien. Daher werden hier bald einige Beiträge zur optimalen Vorbereitung spezifisch auf den Auslandsaufenthalt in Bolivien kommen. Beginnend mit dem wichtigsten zuerst: der Packliste.

Kleidung:

im Generellen sollte man dabei nicht mit der Anzahl übertreiben, im Notfall kann man sich hier Kleidung in Massen nachkaufen

  • Unterwäsche für 1 – 2 Wochen (es sind Waschmaschinen vorhanden, daher nach persönlichem Befinden)
  • T-Shirts und Langarmshirts (die Waschmaschinen sind nicht die besten, daher würde ich auch nicht die besten T-Shirts bzw. die beste Kleidung im Generellen mitnehmen)
  • Bluse/Hemd/Kleid/… (für besondere Anlässe z.B. Weihnachten)
  • kurze und lange Hosen
  • Schlappen und Badekleidung (für Frauen kein Bikini)
  • Sportkleidung
  • Regenjacke
  • Pullover (für die kalten Tage oder für den Urlaub in den höheren Teilen Boliviens)
  • Schal
  • Wanderschuhe bzw. festes Schuhwerk
  • Sportschuhe bzw. Fußballschuhe ohne Stollen (einfache Sportschuhe sind aber vollkommen ausreichend)
  • für Frauen: BH (sehr wichtig für die Arbeit)

Vor allem am Anfang des Jahres wird es sehr heiß und man schwitzt sehr schnell. Daher empfehle ich sehr luftige, dünne Kleidung mitzunehmen an Stelle von dicker.

Technik:

bei diesem Bereich kommt es sehr auf die persönliche Präferenz drauf an. Ich kann nur sagen, dass die Geräte im Haus vollkommen sicher sind und keinem von uns je etwas gestohlen wurde.

  • Handy (SIM – Karten gibt es sehr billig vor Ort)
  • Laptop/ Tablet mit Tastatur (zum Schreiben von Blogs:) oder zum Schreiben von Bewerbungen o.Ä.)
  • Ladekabel
  • Kopfhörer
  • USB – Stick mit allen wichtigen Daten
  • Powerbank
  • DVD – Player (es sind sehr viele DVDs vorhanden (auf Spanisch natürlich))

Reiseapotheke:

es sind sehr gute Apotheken in der Nähe, daher muss man auch hier nicht übertreiben.

  • Kohletabletten
  • Ibuprofen
  • Läusekamm + Läusemittel
  • Betaisadona
  • Panthenol
  • Sonnencreme
  • Pflaster und Mullbinden
  • Desinfektionsmittel
  • Zeckenzange + Zeckenschutzmittel
  • Mückenschutz (da man sich im Sommer dauerhaft unter Mücken befindet, kann man das mitnehmen, muss man aber nicht)
  • Halsschmerztabletten
  • normale Hygieneprodukte

Dokumente & Co.:

  • Reisepass
  • Bankkarte (DKB & Revolt sind zu empfehlen)
  • Impfpass
  • Kopien von Reisepass & Impfpass

Sonstiges:

  • Sonnenbrille und Kopfbedeckung
  • mindestens ein Handtuch
  • Schlafsack (für den Urlaub)
  • Nähzeug (die Waschmaschinen)
  • Ersatzbrille (aus persönlichem Erfahrung sehr wichtig)
  • Gastgeschenk (z.B. neuer Fußball)

Falls Fragen zur Packliste oder sonstigen Dingen bestehen, schreiben Sie doch gerne einen Kommentar.

Hasta la próxima vez,

Maximilian

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Die Schönheit Boliviens https://blogs.donboscovolunteers.de/maximilianinbolivien/2024/05/30/die-schoenheit-boliviens/ Thu, 30 May 2024 17:53:38 +0000 http://21674.529 Bevor ich hierher nach Bolivien kam, hatte ich noch nie etwas von diesem Land gehört. Ich dachte, dass es sich um ein nicht sonderlich interessantes Land handeln könnte, da es mir, wie auch vielen meiner Freunde, unbekannt war. Doch damit lag ich vollkommen falsch. Dieses Land hat in der Tat sehr viel zu bieten. Egal […]

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Bevor ich hierher nach Bolivien kam, hatte ich noch nie etwas von diesem Land gehört. Ich dachte, dass es sich um ein nicht sonderlich interessantes Land handeln könnte, da es mir, wie auch vielen meiner Freunde, unbekannt war. Doch damit lag ich vollkommen falsch. Dieses Land hat in der Tat sehr viel zu bieten. Egal ob man in den Dschungel, in die Berge oder in die Salzwüste gehen oder ob man nur in der Hitze von Santa Cruz de la Sierra vor sich hin schmoren möchte. All dies kann man in diesem Land tun. Nur ans Meer kann man nicht, da Bolivien seinen Meereszugang im Krieg an Chile verlor. Aber nicht nur die Natur ist interessant an Bolivien. Die Menschen sind es genauso. Ich habe vorher noch nie ein Land gesehen, in welchem sich die Lebensweisen von Menschen so drastisch unterscheiden. Während die einen ohne Strom und guter Wasserversorgung in Lehmhütten wohnen, sitzen die anderen in einem durch die Klimaanlage dauerhaft gekühlten Raum und arbeiten an ihren MacBooks, während sie einen „Smoothie Purple Pleasure“ nach dem anderen trinken. Und beide sind glücklich mit ihrem Lebensstil.
Ein weiterer interessanter Fakt über Bolivien ist wohl, dass Bolivien zu einer Gruppe von Ländern gehört, in welchen der Anbau und der Verkauf von Koka legal ist. Bei Koka handelt es sich um die Blätter der Kokapflanze, welche die Grundsubstanz für die Herstellung von Kokain ist. Die Blätter werden gekaut und daraufhin in die Wange gestopft. Die Blätter werden gegen Übelkeit und Kopfschmerzen genutzt.
Im Großen und Ganzen ist Bolivien ein hochinteressantes Land und ich kann jedem nur empfehlen, einmal Bolivien zu besuchen.

Hasta la próxima vez,

Maximilian

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Teil 2 – Hogar Don Bosco https://blogs.donboscovolunteers.de/maximilianinbolivien/2024/05/02/teil-2-hogar-don-bosco/ Thu, 02 May 2024 15:04:13 +0000 http://21674.418 02.05.2024 In diesem Blog werde ich einmal genauer meinen Arbeitsplatz beschreiben. Es fehlen leider immer noch einige Bilder, diese werden später noch hinzukommen. Das Hogar Don Bosco ist mit 32 Jahren die Älteste der Einrichtungen des Proyecto Don Bosco. Gegründet 1991 von Pater Octavio Sabbadin, einem älteren Italiener, der nach Bolivien kam um Kindern in […]

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02.05.2024

In diesem Blog werde ich einmal genauer meinen Arbeitsplatz beschreiben.

Es fehlen leider immer noch einige Bilder, diese werden später noch hinzukommen.

Das Hogar Don Bosco ist mit 32 Jahren die Älteste der Einrichtungen des Proyecto Don Bosco. Gegründet 1991 von Pater Octavio Sabbadin, einem älteren Italiener, der nach Bolivien kam um Kindern in Not zu helfen. Die Anlage lässt sich in 6 Bereiche einteilen.

Der erste Bereich ist der Eingang mit einem kleinem Fußballfeld auf der rechten Seite. Dieser Bereich wird durch die Essensräume, Arbeitsräume und Büros eingegrenzt.

Allerdings gibt es einen kleine Weg auf der linken Seite der zum zweiten Bereich führt.

Dieser Bereich besteht aus einem etwas weiter abgelegen Aufenthaltsort für die Jungs, dem Zugang zur Schule für die Jüngeren und einem größerem Fußballfeld.

Zur rechten Seite des Fußballfeldes befindet sich der dritte Bereich. Ein Volleyballfeld, hier ohne Netz, und ein überdachtes Basketballfeld.

Beim vierten Bereich handelt es sich um eine Wäscherei und ein sogenanntes „Teatro“ in welchem die Jungs größtenteils Filme schauen.

Der fünfte Bereich ist der hinterste Bereich der Hogar, wo sich zum einen ein kleiner Garten befindet und in welchem sich die Schlafräume der Jungs befinden.

Der sechste Bereich sind die Innenräume der Hogar, bis jetzt nur die beiden Essensääle für die Kleinen (links) und für die Großen (rechts) zu sehen. Dazu werden noch weitere Bilder kommen.

Ich hoffe, dass ich somit einen kleinen Einblick in meinen Arbeitsplatz geben konnte. Bei Rückfragen, einfach einen Kommentar da lassen.

Hasta la próxima vez,

Maximilian

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Umgang mit dem Glauben im Projekt https://blogs.donboscovolunteers.de/maximilianinbolivien/2024/04/10/umgang-mit-dem-glauben-im-projekt/ Wed, 10 Apr 2024 23:29:13 +0000 http://21674.451 10.04.2024 Das Projekt wurde von einem katholischen Pater gegründet und ist somit ein christlich-katholisches Projekt. Diese Werte werden den Jungs auch vermittelt und seine Traditionen werden ausgelebt. Was das genau heißt, werde ich in diesem Blog erklären. Alle christlichen Feste, wie Ostern, Weihnachten oder Christi Himmelfahrt werden hier im großen Rahmen gefeiert, wo auch das […]

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10.04.2024

Das Projekt wurde von einem katholischen Pater gegründet und ist somit ein christlich-katholisches Projekt. Diese Werte werden den Jungs auch vermittelt und seine Traditionen werden ausgelebt. Was das genau heißt, werde ich in diesem Blog erklären.

Alle christlichen Feste, wie Ostern, Weihnachten oder Christi Himmelfahrt werden hier im großen Rahmen gefeiert, wo auch das ganze Projekt zusammenkommt (wie in vorherigen Blogbeiträgen schon erwähnt). 

Jeden Samstag und Sonntag, sowie an Feiertagen, findet um 9:00 Uhr ein Gottesdienst statt. An Feiertagen sogar meist mehrmals am Tag. Jeden Freitag betet das ganze Hogar gemeinsam den Rosenkranz. Im Mano Amiga wird er sogar noch häufiger gebetet.

Die Jungs sowie die Erzieher sind allesamt äußerst gläubig, leider teilweise auch auf sehr veraltetet Art und Weise. So wird Homosexualität als Sünde angesehen und auch das westliche Frauenbild kommt nicht gut dabei weg. Dabei muss natürlich erwähnt werden, dass nicht ganz Bolivien dabei beschrieben werden kann, so habe ich auch sehr viele andere Erfahrungen machen dürfen. 

Ich hätte diese Information auch weglassen können, ich fand sie aber wichtig, da sie zu ihrer Glaubenseinstellung dazugehört. Da ich mit den Großen, so wie auch mit Kleinen gemeinsam arbeite, habe ich einen guten Einblick in ihre Beziehung zum Glauben bekommen dürfen. Bei einigen der Großen ist die Topbeleidigung, dass man schwul sei oder dass man Selbstbefriedigung betreibt. Dinge, die von den älteren, sowie auch von einigen den jüngeren Patern bedauerlicherweise als Sünde angesehen wird und den Jungs dadurch auch weitergegeben wird. Trotzdem muss ich hier hinzufügen, dass alle Jungs einige der offensten, ehrlichsten und liebsten Menschen sind, die ich je kennenlernen durfte. Diese Information dient lediglich der vollständigen Transparenz meinerseits. Ich möchte den Menschen, die diesen Blog lesen, einen realistischen Einblick in meinen Alltag geben und keine Traumwelt beschreiben.

Bei Fragen bin ich immer für Sie offen 🙂

Hasta la próxima vez,

Maximilian

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