Allgemein Archive - 1 Jahr Bolivien https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/category/allgemein/ Thu, 01 Aug 2019 15:30:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Palmen, Regen & Lagerfeuer – unser 2. Campamento https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2019/08/01/palmen-regen-lagerfeuer-unser-2-campamento/ https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2019/08/01/palmen-regen-lagerfeuer-unser-2-campamento/#respond Thu, 01 Aug 2019 15:30:48 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/?p=170 In der ersten Juliwoche war es endlich soweit: die Winterferien hatten begonnen! Ich freute mich darauf mindestens genau so sehr wie die Kinder, denn Winterferien bedeutet: eine ganze Woche Ferienlager zusammen mit 42 Jungs, drei Stunden entfernt von Santa Cruz, mitten in der Natur. Und so packten wir schon eine Woche vor Ferienbeginn Unmengen an […]

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In der ersten Juliwoche war es endlich soweit: die Winterferien hatten begonnen! Ich freute mich darauf mindestens genau so sehr wie die Kinder, denn Winterferien bedeutet: eine ganze Woche Ferienlager zusammen mit 42 Jungs, drei Stunden entfernt von Santa Cruz, mitten in der Natur. Und so packten wir schon eine Woche vor Ferienbeginn Unmengen an Kinderhosen, Pullis, Socken, Seife, Bastelmaterial, Bettwäsche, und und und in große Reissäcke, die sich zu einem immer höher werdenden Turm im Hogar stapelten. Am 1. Juli hieß es dann endlich: Abfahrt ins Campamento! Eine Woche voller Spiele, Kekse backen, Schatzsuchen, langen Spaziergängen in der Natur, Bastelnachmittagen und Ausflügen ins nächste Dorf. Obwohl ich dank des bolivianischen Winters noch nie in einer einzigen Woche so viel gefroren habe (Duschen mit eiskaltem Wasser bei Temperaturen um die 10 Grad kostet ein bisschen Überwindung), hatten wir eine wunderschöne Zeit. Im Campamento gibt es auch mal Zeit für die kleinen Dinge, wie zusammen mit Joselito Korbwürfe zu üben, bei strömendem Regen in Decken eingekuschelt mit Sebastian und Luis Mario zu puzzeln, oder mitten in der Nacht aufgeweckt zu werden, weil Lucas Angst hat alleine ins Bad zu gehen Aber Bilder sagen ja bekanntlich mehr als Worte, also seht einfach selbst:

Zusammen mit fleißigen Helfern muss das Abendessen für 65 Personen gekocht werden
Auch der Hund darf sich auf unserer Fahne verweigen
Plätzchen backen macht auch im Juli Spaß
Egal ob Hunde, Kühe oder Hühner…vor den Kinden ist kein Tier sicher 😉
Wer hüpft am schnellsten?
Armbänder basteln geht einfach immer
Gefunden!
Wo ist bloß der Schatz?
Bis zum nächsten Mal 🙂
Am Lagerfeuer wurden Würstchen, Stockbrot, Marshmellows und was man sonst noch so gefunden hat gegrillt

Und so schnell war eine Woche auch schon wieder um und es ging zurück nach Santa Cruz. Für mich heißt das: in weniger als einem Monat fliege ich zurück nach Deutschland. Ich kann es immer noch kaum glauben. Ganz viele Grüße, Antonia

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Update aus Bolivien https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2019/07/01/update/ https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2019/07/01/update/#respond Mon, 01 Jul 2019 01:25:41 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/?p=159 Hallo, da bin ich wieder. Ich weiß, mein letzter Blogeintrag ist eine gefühlte Ewigkeit her, trotzdem nutze ich jetzt einfach mal die Gelegenheit und schreibe ein kleines Update über die letzten Monate. Mein erster Urlaub Nachdem ich fünf Monate von Kindern umgeben war und fast durchgehend gearbeitet habe, hatte ich doch das Bedürfnis nach einer […]

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Hallo, da bin ich wieder. Ich weiß, mein letzter Blogeintrag ist eine gefühlte Ewigkeit her, trotzdem nutze ich jetzt einfach mal die Gelegenheit und schreibe ein kleines Update über die letzten Monate.

Mein erster Urlaub

Nachdem ich fünf Monate von Kindern umgeben war und fast durchgehend gearbeitet habe, hatte ich doch das Bedürfnis nach einer kleinen Pause und außerdem große Lust, ein bisschen mehr von Bolivien zu entdecken. Deshalb bin ich Mitte Januar mit gepacktem Rucksack und meinen Mitvolontären Johanna und Richard in den Nachtbus gestiegen, der uns nach Sucre, die weiße Stadt und Hauptstadt Boliviens, brachte. Diese ungewohnt ordentliche und saubere Stadt im Kolonialstil hat mir sehr gut gefallen, außerdem gaben uns die zahlreichen Museen die Möglichkeit, mehr über Boliviens Geschichte und traditionelle Kunst zu erfahren. Nach einem kurzen und sehr eindrücklichem Stopp in dem auf über 4000 Meter gelegenen Potosí ging es auch schon weiter zum letzten Halt und meinem Höhepunkt unserer Reise: eine dreitägige Tour über den Salar de Uyuni und durch den angrenzenden Nationalpark. Der Salzsee, Vulkane, Wüsten, bunte Seen, Alpakas und Flamingos, Geysire auf 5000 Metern sowie bizarre Felsformationen waren nur einige der Dinge, die wir in diesen drei Tagen bestaunen durften. Noch nie in meinem Leben habe ich so vielfältige und beeindruckende Natur gesehen, ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Zum Schluss unserer Reise legten wir in einer 20-stündigen Busreise ca. 4000 Höhenmeter zurück und wachten am nächsten Morgen im heißen Santa Cruz de la Sierra mit Palmen vor den Busfenstern auf. Ich finde es einfach unglaublich, was für unterschiedliche Landschaften sich hier in einem einzigen Land befinden. Die Natur ist immer wieder eines der Dinge, die ich an Bolivien einfach wunderschön finde. Der Urlaub kam auf jeden Fall genau zur richtigen Zeit, und mindestens genauso schön war es, wieder ins Hogar zu kommen und zu merken, wie viel Spaß mir die Arbeit und das Zusammensein mit „unseren“ Jungs macht.

Unser Zwischenseminar

Und nur gute drei Wochen später musste ich schon wieder meinen Rucksack packen, und los ging es zu unserem Zwischenseminar. Hier haben wir eine Woche zusammen mit den anderen Volontären aus Ecuador, Kolumbien und Argentinien verbracht, viel reflektiert, geredet, uns ausgetauscht und natürlich ganz viel deutsche Milkaschokolade und Gummibärchen gegessen. Die Woche ging unglaublich schnell vorbei und ich fand es superschön, so viel über andere Projekte zu erfahren. Und so schnell war auf einmal auch schon über die Hälfte meiner Zeit hier vorbei.

Kunterbunte Feste

Das wohl wichtigste Ereignis des Jahres hier in Südamerika: die Karnevalszeit! Ein wirklich einmaliges Erlebnis, die Straßen waren für mehrere Tage voll mit Musik, Menschen und natürlich ganz vielen Wasserbomben. Doch damit nicht genug, ich wurde innerhalb weniger Tage nicht nur mit Wasser, sondern auch mit den verschiedensten Farben, künstlichem Schaum, Mehl und Motoröl bespritzt. Man konnte das Haus nicht verlassen, ohne mit irgendeinem der oben genannten Dinge abgeworfen zu werden. Es waren ein paar unglaublich lustige Tage und ich kann jetzt definitiv verstehen, warum sich die Bolivianer schon Wochen davor darauf gefreut haben. Und kaum war Karneval vorbei, konnte auch schon die nächste Farbschlacht beginnen: Ostern. Die Feiertage selbst habe ich mit meiner Familie in La Paz verbracht, die mich für zwei Wochen besucht hat. Ich habe diesen Urlaub sehr genossen, es war schön, ihnen Santa Cruz und Bolivien zeigen zu können. Zurück im Hogar haben wir mit den Kindern natürlich auch noch eine verspätete Osteraktivität gestartet und mit Hilfe von Hefeteig und Lebensmittelfarbe ganz viele bunte Osterhasen mit den Jungs gebacken.

10 Monate

Mittlerweile lebe ich seit fast 10 Monaten hier in Santa Cruz de la Sierra, und mein Leben ist zum Alltag geworden. Es fühlt sich ganz normal an, jeden Tag um zwei auf dem Weg ins Hogar zu sein, schnell auf dem Markt direkt neben unserem Haus einzukaufen, Tag und Nacht Straßenlärm zu hören, von spanischer Musik umgeben zu sein, mit den Kindern zu reden, lachen, spielen, schimpfen und und und. Auf einmal vergeht die Zeit viel zu schnell und ich will noch gar nicht an den Abschied denken, so sehr habe ich alle hier ins Herz geschlossen. Aber ich werde die letzten sieben Wochen auf jeden Fall noch voll genießen. Morgen fahre ich mit allen Kindern für eine Woche ins Ferienlager, darauf freue ich mich schon wahnsinnig. Viele Grüße aus Santa Cruz,
Antonia

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Weihnachtsengel und Wunderkerzen https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2019/01/22/weihnachtsengel-und-wunderkerzen/ https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2019/01/22/weihnachtsengel-und-wunderkerzen/#respond Tue, 22 Jan 2019 15:14:23 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/?p=145 Feliz Navidad Jetzt komme ich endlich auch mal dazu, ein bisschen über meine Feiertage hier in Bolivien zu schreiben. Besser spät als nie, sagt man ja schließlich. In der Adventszeit selbst war so viel los, dass ich gar nicht wusste, wie mir geschieht, als es auf einmal nur noch eine Woche bis Weihnachten war. Da […]

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Feliz Navidad

Jetzt komme ich endlich auch mal dazu, ein bisschen über meine Feiertage hier in Bolivien zu schreiben. Besser spät als nie, sagt man ja schließlich. In der Adventszeit selbst war so viel los, dass ich gar nicht wusste, wie mir geschieht, als es auf einmal nur noch eine Woche bis Weihnachten war. Da mussten natürlich auch ins Volontärshaus ein bisschen Weihnachtsgefühle gebracht werden, was wir durch viele selbstgebackene Plätzchen, Deko inklusive Plastikweihnachtsbaum und exzessives Weihnachtsplaylist abspielen auch einigermaßen erreicht haben. Schon am 23. Dezember hat dann Weihnachten mit einer Theateraufführung der Weihnachtsgeschichte begonnen. Ich durfte dabei einen Engel spielen, konnte aber aufgrund meiner Arbeitszeit unpraktischerweise immer nur zu den letzten 10 Minuten der Proben kommen. Zum Glück gab es noch viele andere Engel, an denen ich mich orientieren konnte, außerdem habe ich mich bei den Tänzen immer eifrig in die letzte Reihe gestellt. Somit ist meine Verwirrung an manchen Stellen zum Glück nicht aufgefallen ;).

Und dann war es auch auf einmal schon der 24. Dezember, der sich allerdings zuerst einmal nicht von einem normalen Arbeitstag unterschied. Am Vormittag habe ich natürlich meine Familie angerufen und bin dann ganz normal um zwei ins Hogar gegangen. Am Abend hat sich dann doch langsam ein bisschen Feststimmung bemerkbar gemacht. Alle Kinder wurden von Kopf bis Fuß (bis hin zu den Unterhosen) mit neuer Kleidung versorgt. Um 20 Uhr war dann die Messe und bei den vielen aufgeregten Kindern und der leuchtenden Krippe hat es sich auf einmal doch wie Heiligabend angefühlt. Besonders als Nafran sich während des Gottesdiensts aufgeregt an meinen Arm klammert und Jaime mit leuchtenden Augen zu mir hochstrahlt, ist es plötzlich Weihnachten. Danach gab es dann ein großes Festessen und in einer Lotterie wurden Geschenke an die Kinder verteilt. Traditionell wird hier in Bolivien in den 25. Dezember, den eigentlichen Feiertag, hineingefeiert, im Hogar wurde das Fest dann aber aufgrund der jüngeren Kinder gegen 23 Uhr beendet. Somit konnten wir Volontäre den Abend noch sehr schön bei uns zu Hause ausklingen lassen und unsere Wichtelgeschenke verteilen. Um Mitternacht gab es dann zu unserer Überraschung überall Feuerwerk, was den Abend schön beendet hat.

Der Weihnachtsbaum in der Kirche

Der erste Weihnachtsfeiertag wurde dann wieder im Hogar verbracht, es gab Tanzaufführungen, Torte, Spiele und einen Schwimmbadbesuch sowie eine zweite Lotterie, bei der ich dieses Mal Glücksfee sein durfte und die Zettel gezogen habe.

Kleine Weihnachtsmänner

30 Grad und Weihnachten 😀

 

 

 

 

 

Und so schnell, wie es gekommen war, war Weihnachten dann auch schon wieder vorbei. Obwohl ich meine Familie an diesen Tagen doch sehr vermisst habe, war es schön, Weihnachten einmal so anders zu feiern und dieses Fest mit den Jungs zu verbringen. Besonders schön war auch, als wir ihnen am 26. allen noch ein kleines Weihnachtsgeschenk von uns überreicht und für alle Cola ausgegeben haben.

…y Próspero Año Nuevo

Das Jahr 2019 haben wir ebenfalls mit einer großen Feier im Hogar eingeläutet. Mein besonderes Highlight war hierbei, als am späten Abend ALLEN Kindern (die zwischen 5 und 17 Jahre alt sind) eine Tüte mit Feuerwerkskrachern, Knallfröschen etc. sowie eine Packung Streichhölzer in die Hand gedrückt wurde. Keine gute Idee denken jetzt vielleicht einige. Ging mir zu Beginn ein Stück weit ähnlich. Das darauffolgende fröhliche Zündeln der 150 Jungs auf dem Sportplatz kann man sich, glaube ich, recht gut vorstellen. Ich habe währenddessen versucht, allen nach mir oder anderen Jungs geworfenen Knallern auszuweichen und gleichzeitig den ganz Kleinen ihre Feuerwerkssachen anzuzünden. Insgesamt auf jeden Fall ein ausgelassenes und auch lustiges Chaos, das definitiv alle bösen Geister fürs nächste Jahr vertrieben hat.

Den Rest der Nacht haben wir Volontäre dann noch auf einer Silvesterfeier verbracht und sind dort gut ins neue Jahr hineingerutscht. Insgesamt war es wirklich ein schönes Fest, das ich auch sehr genossen habe.

Ich wünsche natürlich allen noch ein gutes Jahr 2019!
Antonia

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Das Campamento https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/12/21/das-campamento/ https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/12/21/das-campamento/#comments Fri, 21 Dec 2018 18:39:10 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/?p=95 Nachdem Anfang Dezember mit einer Woche Verspätung (warum auch immer) die Sommerferien schließlich doch noch angefangen haben, gab es für unsere Jungs nur noch ein Thema: Das Campamento! Ein zweiwöchiges Ferienlager in der Natur ca. drei Stunden außerhalb von Santa Cruz. Wir vier Volontäre sahen dem ganzen gespannt, aber auch mit etwas gemischten Gefühlen entgegen. […]

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Nachdem Anfang Dezember mit einer Woche Verspätung (warum auch immer) die Sommerferien schließlich doch noch angefangen haben, gab es für unsere Jungs nur noch ein Thema: Das Campamento! Ein zweiwöchiges Ferienlager in der Natur ca. drei Stunden außerhalb von Santa Cruz. Wir vier Volontäre sahen dem ganzen gespannt, aber auch mit etwas gemischten Gefühlen entgegen. Flori und Johanna sollten die erste Woche mitfahren, Theresa und ich die zweite. Nach einer mehr oder eher weniger langen Planungszeit machte sich schließlich ein Laster voller aufgeregter Jungs zusammen mit Johanna und Flori auf den Weg ins Campamento. Für Theresa und mich, beide definitiv urlaubsreif, ging es hingegen mit dem Bus hoch in die Berge über Cochabamba bis nach La Paz! Für eine Woche konnten wir ein bisschen mehr von Bolivien entdecken und hatten sehr viel Spaß auf unserer ersten Reise.

Gut gestärkt machten wir uns dann schließlich mit neu gepackten Rucksäcken auf ins Campamento!
Campamento, das heißt…

…so viele Mangos pflücken und essen wie man tragen kann

lange Spaziergänge durch die wunderschöne Natur (und dabei von Mücken aufgefressen zu werden)

Stockbrotteig mit fleißigen Helfern vorbereiten

Nachts am Lagerfeuer zusammengekuschelt unter Decken Würstchen grillen und die Sterne anschauen

einen perfekten Tag am Fluss verbringen

 

von den Kindern morgens aufgeweckt werden und Abends mit ihnen zusammen ins Bett gehen

 

.einfach mal ungebremst herumtoben

… Plätzchen backen

.eine große Spieleolympiade veranstalten

 

.Weihnachstkarten basteln

zusammen Brot backen, weil alles Essen verbaucht ist

eine Talentnacht veranstalten

traditionelle Stier- und Hahnenkämpfe beobachten

mit den neusten Trendsonnenschirmen zur sonntäglichen Messe zu laufen

bolivianische Mathematik lernen: 1 Auto, 32 Kinder, 2 Volontäre, 1 Hermano, 1 Erzieherin, 4 weitere Erwachsene und 1 Baby = kein Problem

…einen ganzen Abend wild herumzutanzen

und schlussendlich bei voll aufgedrehter Musik, mit selbstgemachtem Popcorn und Kuchen zurück nach Santa Cruz zu fahren

Das Campamento war eine wunderschöne und unvergessliche Zeit, definitiv mein Lieblingserlebnis bisher hier in Bolivien! Es hat einfach unglaublich viel Spaß gemacht, eine ganze Woche rund um die Uhr zusammen mit den Kindern Zeit in der Natur zu verbringen. Wir haben uns gegenseitig besser kennengelernt und ich habe sie jetzt noch mehr in mein Herz geschlossen. Ich freue mich auf jeden Fall jetzt schon auf das nächste Campamento im Juni :D.

Viele liebe Grüße,

Antonia

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„Hay Piscina?“ – Ein typisches Wochenende im Hogar Don Bosco https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/12/05/hay-piscina-ein-typisches-wochenende-im-hogar-don-bosco/ https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/12/05/hay-piscina-ein-typisches-wochenende-im-hogar-don-bosco/#respond Wed, 05 Dec 2018 19:42:50 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/?p=85 Hallo zurück zu einem neuen Blogeintrag. Ich werde jetzt endlich mal berichten, wie ich meine Wochenenden hier in Santa Cruz immer so verbringe. Gestärkt vom Freitag, dem einzigen Tag der Woche, an dem wir nicht arbeiten müssen, machen Flori, Johanna, Theresa und ich uns am Samstag um kurz vor zwei auf den Weg ins Hogar. […]

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Hallo zurück zu einem neuen Blogeintrag. Ich werde jetzt endlich mal berichten, wie ich meine Wochenenden hier in Santa Cruz immer so verbringe. Gestärkt vom Freitag, dem einzigen Tag der Woche, an dem wir nicht arbeiten müssen, machen Flori, Johanna, Theresa und ich uns am Samstag um kurz vor zwei auf den Weg ins Hogar. Am Wochenende arbeiten wir nämlich alle zu viert in einer Schicht, und nicht wie unter der Woche zwei am Morgen und zwei am Abend. Kaum im Hogar angekommen, werde ich auch schon von verschiedenen Kindern mit der Frage „Hay piscina?“ bestürmt. Je nach Wetter gehen wir nämlich jeden Samstag mit allen Kindern ins Schwimmbad, das sich nur eine Straße weiter befindet. Nachdem wir den Kindern versichert haben, dass dreißig Grad und Sonne ausreichend gutes Wetter fürs Schwimmbad seien, ziehen sich alle so schnell es geht ihre roten Badehosen an und los geht’s! Bis um vier toben die Kinder (und wir!) ausgelassen im Wasser, was eine sehr angenehme Abkühlung von den heißen Temperaturen hier bietet. Es wird gerutscht, vom Beckenrand gesprungen, Kämpfe auf den Schultern der Volontäre und älteren Jungen ausgetragen und natürlich festgestellt, wer am schnellsten von einer Beckenseite zur anderen schwimmen kann.

 

Nachdem alle wieder im Hogar angekommen, umgezogen und von einem kleinen Snack gestärkt sind, ist es Zeit für die Nachmittagsaktivität. Hier gestalten wir Volontäre zusammen mit den Hermano Mayores (ältere Jungs aus dem Hogar, die ebenfalls für die jüngeren Kinder verantwortlich sind) die Samstagsaktivität, was über Capture the Flag, Basteln, etwas Backen bis hin zum Dauerrenner Fußball alles sein kann.

Letztes Wochenende haben wir zum Beispiel beim Plätzchenbacken schon mal die Weihnachtszeit begonnen. Das Ergebnis war neben vielen von Mehl bedeckten Kindern und Volontären eine riesige Schüssel Plätzchen, die danach auch sofort genüsslich aufgegessen wurden.
Nach der Aktivität scheuchen wir 50 schmutzige und verschwitzte Kinder unter die Dusche und direkt im Anschluss zum Essen. Müde vom Tag wird dann nach dem Abendessen meistens ein Film geschaut (manchmal machen wir sogar Popcorn), und danach heißt es auch schon wieder Buenas Noches, hasta mañana und ab ins Bett.


Für mich geht es dann direkt am Sonntagmorgen um 7 Uhr schon wieder zurück ins Hogar. Sonntag ist der einzige Tag, an dem ich morgens arbeite, und er beweist mir immer wieder, dass ich definitiv kein Frühaufsteher bin. Mit entsprechend kleinen Augen komme ich dann meistens im Hogar an, wo die Kinder (im besten Fall) schon in ihrer Sonntagskleidung auf dem Weg zum Morgenimpuls sind. Wie immer gibt es Kinder, die ihre guten Schuhe nicht finden oder schlichtweg behaupten, sie hätten keine, weswegen wir den Tag meistens erst mal mit einer Jagd nach Schuhen beginnen. Schließlich sitzen aber alle Kinder vollständig ang
ezogen (inklusive Schuhe) und schick gemacht beim Morgenimpuls, nach dem es auch direkt weiter zum Frühstück geht. Bei Brötchen und Tee werde ich dann auch endlich wach, alleine der Zuckerschock durch die zwei Kilo Zucker im Tee reicht dazu aus. Anschließend probieren wir, die Kinder zu motivieren, ihre „Oficios“ zu machen, also kleine Putz- oder Aufräumarbeiten, die erledigt werden müssen. Zum Glück (ich habe auf die Oficios nämlich auch nicht viel mehr Lust als die Kinder ;)) klingelt kurz darauf die Glocke, was bedeutet: Auf zum Gottesdienst! Mit zwei der kleineren Kinder an der Hand geht es in die nahegelegene Kirche zur Sonntagsmesse. Das gefällt mir immer wieder gut, da viel gesungen und sogar getanzt wird. Besonders schön ist es, wenn es ein Fest wie Taufe, Kommunion oder Konfirmation stattfindet.

Taufkinder 🙂

Der restliche Sonntag wird dann meistens entspannt verbracht, von machen Kindern kommen Familien zu Besuch oder wir spielen Fußball oder schauen bei schlechtem Wetter ein bisschen fern. Nach dem Sonntagshuhn zum Mittagessen ist der Arbeitstag um zwei dann für uns auch schon wieder vorbei und wir machen uns auf den Weg nach Hause.

Anders als in Deutschland heißt Wochenende hier für mich also nicht entspannte Freizeit, trotzdem ist es immer wieder etwas Besonderes und eine schöne Abwechslung vom Alltag unter der Woche.

Viele Grüße und bis bald,

Antonia

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Tag der Dankbarkeit, Tag der Toten und andere Feste https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/11/19/tag-der-dankbarkeit-tag-der-toten-und-andere-feste/ https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/11/19/tag-der-dankbarkeit-tag-der-toten-und-andere-feste/#respond Mon, 19 Nov 2018 15:44:49 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/?p=72 Ich melde mich mal wieder aus dem immer regnerischer werdenden Bolivien. Die letzten zwei Wochen waren durch verschiedenste Feiertage und Feste geprägt, hier mal ein kleiner Einblick. Begonnen hat alles mit dem „día de la gratitud“, also dem Tag der Dankbarkeit. Zu diesem Anlass gab es einen großen Gottesdienst, zu dem alle Kinder der verschiedenen […]

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Ich melde mich mal wieder aus dem immer regnerischer werdenden Bolivien. Die letzten zwei Wochen waren durch verschiedenste Feiertage und Feste geprägt, hier mal ein kleiner Einblick. Begonnen hat alles mit dem „día de la gratitud“, also dem Tag der Dankbarkeit. Zu diesem Anlass gab es einen großen Gottesdienst, zu dem alle Kinder der verschiedenen Projekte hier gekommen sind.

Danach gab es verschiedene Tanzaufführungen, unsere Jungs aus dem Hogar haben als Clowns verkleidet einen Tanz zu dem Lied „La vida es una fiesta“ (Das Leben ist ein Fest) aufgeführt, für den sie die letzten Wochen auch schon fleißig geprobt hatten.

Tanzende Clowns

Nur eine Woche später gab es erneut einen Anlass zu Festlichkeiten, diesmal war es der 27. Geburtstag des Hogars Don Bosco, der am 1. November gefeiert wurde. Den ganzen Tag über fanden verschiedene Spiele statt, und abends gab es neben einem Festessen inklusive riesiger Geburtstagstorte auch noch eine Talentshow. Es war ein richtig cooler Tag, da sowohl bei den Kindern als auch bei den Erziehern eine ausgelassene Stimmung herrschte. Wir Volontäre haben dabei zusammen mit den Erziehern mehr oder weniger spontan einen Tanz aufgeführt. Obwohl wir ihn nur einmal geprobt hatten, hat es erstaunlich gut funktioniert :).

Ein ganz besonderes Fest war ein Tag später der „día de los muertos“, also der Tag der Toten, an dem wir mit allen Kindern des Projekts einen Ausflug zum Friedhof gemacht haben. Obwohl ich mir vor dem Ausflug nicht wirklich vorstellen konnte, was dort passieren wird, hatte ich ganz bestimmt nicht die Menschenmassen erwartet, die wir bei unserer Ankunft schon von Weitem gesehen haben. Vor dem Friedhof war eine Art Jahrmarkt mit Riesenrad und vielen Essensbuden aufgebaut. Auf dem Friedhof haben wir dann zuerst eine kleine Messe gefeiert, und anschließend sind die Kinder über den Friedhof gelaufen, um an den Gräber für die Verstorbenen zu beten. Im Austausch dafür haben sie Süßigkeiten oder Gebäck von den Angehörigen bekommen, das ich brav für die Kinder in einem Müllsack gesammelt hat. Auch wenn mir diese Tradition am Anfang ein bisschen befremdlich vorkam, war es doch sehr interessant, ein Stück mehr von der Kultur hier zu sehen.

Auf dem Weg zum Friedhof

Beten an den Gräbern

Hier reiht sich also im Moment wirklich eine Feier an die nächste, es ist immer wieder schön solche besonderen Tage mitzuerleben und mit den Kindern zu verbringen. In einer Woche beginnen dann auch schon die Sommerferien, die von allen Jungs sehnsüchtig erwartet werden.
Viele Grüße und bis bald,

Antonia

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Ein Tag im Hogar Don Bosco https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/10/15/ein-tag-im-hogar-don-bosco/ https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/10/15/ein-tag-im-hogar-don-bosco/#respond Sun, 14 Oct 2018 22:17:52 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/?p=62 Jetzt bin ich tatsächlich schon seit über einem Monat hier in Santa Cruz de la Sierra, und so langsam spielt sich mein Leben hier ein. Aber was treibe ich hier eigentlich so den ganzen Tag? Wohl eine der meistgestellten Fragen bisher, also hier die Antwort darauf. Meine Arbeitsstelle für dieses Jahr ist das Hogar Don […]

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Jetzt bin ich tatsächlich schon seit über einem Monat hier in Santa Cruz de la Sierra, und so langsam spielt sich mein Leben hier ein. Aber was treibe ich hier eigentlich so den ganzen Tag? Wohl eine der meistgestellten Fragen bisher, also hier die Antwort darauf.

Meine Arbeitsstelle für dieses Jahr ist das Hogar Don Bosco, ein Kinderheim für ca. 120 Jungen im Alter von 5 bis 18 Jahren. Ich arbeite zusammen mit Theresa sechs Tage die Woche von 14 bis 21 Uhr in der Infantil, also bei den kleineren Jungs bis 12 Jahre. Wie sich der eine oder andere jetzt vielleicht vorstellen kann, bedeutet so eine Sechs-Tage Woche erst mal eine Umstellung zu dem bisherigen Schulalltag, der so im Nachhinein doch sehr großzügig mit Ferien versehen war, auch wenn es mir damals natürlich nicht so vorgekommen ist ;).

Aber um zurück zur Ursprungsfrage zu kommen: Wie sieht den so ein Tag hier für mich aus? Durch die Abendschicht habe ich den Luxus, theoretisch so lange schlafen zu können, wie ich will, was ich manchmal auch gerne ausnutze. Je nach Tagesform stehe ich also irgendwann zwischen halb acht und neun auf (was für mich als Langschläferin gar nicht mal so schlecht ist) und mache mir erst einmal Frühstück. Danach erledige ich, was für den Tag so ansteht: Einkaufen, mit Theresa die Abendaktivität vorbereiten, Zimmer putzen oder ein Ausflug zum nächsten Kleidermarkt. Nach einem schnellen Mittagessen machen wir uns dann exakt die zwei Minuten vor Arbeitsbeginn auf den Weg, die wir für die Strecke von unserem Haus bis zum Hogar brauchen.

Der Weg zum Hogar

Und dann geht es auch schon los: Von zwei bis sechs Uhr sind die meisten Kinder in der Schule. Das heißt, ich helfe den Erziehern beim Sortieren der Kleidung und Unterhosen, spiele mit den Kindern, die nicht zur Schule gehen (Fußball, Murmeln und Ninja stehen ganz oben auf der Beliebtheitsliste), oder begleite sie zu Aktivitäten.

Für Fußball ist es nie zu heiß

Um kurz vor sechs machen wir uns auf den Weg zur Schule, um die restlichen Jungs abzuholen. Und dann kann das Chaos beginnen: Fünfzig Jungs müssen so schnell es geht raus aus der Schuluniform, unter die Dusche und rein in die Alltagskleidung. Ich verteile dabei Shampoo, Unterhosen und Kleidung an die Kinder und versuche nebenbei, noch die Jungen anzutreiben, denen Spielen oder Träumend-in-der-Ecke-Sitzen gerade attraktiver als die Dusche erscheint. Außerdem behalte ich so gut wie möglich den Überblick über die diversen Murmeln, Flaschendeckel, Erdnüsse oder andere Schätze der Kinder, die ich für sie während des Duschens mit Adleraugen überwachen soll. Wenn dann alle sauber und umgezogen dasitzen und meine Hose von lauter kleinen nassen Handabdrücken übersät ist, klingelt kurz darauf die Glocke zum Abendessen. Hier heißt es, das Essen so gerecht wie möglich auf die Kinder an meinem Tisch aufzuteilen. Das ist gar nicht so einfach wie es klingt, vor allem, wenn Messi mal wieder, statt zu essen, Löcher in die Luft starrt, David Jacinto am Nachbartisch ärgert und Diego Nachschlag will, bevor die anderen überhaupt mit dem Essen angefangen haben. Nach dem Abendessen gibt es dann immer noch eine Aktivität, wie zum Beispiel Sport, Brettspiele oder Basteln. Zu Theresas und meinen Aufgaben gehört es zum Beispiel, einmal wöchentlich den Bastelabend für die Kinder zu gestalten, was uns auch viel Spaß macht. Danach wird oft noch ein bisschen Fernsehen geschaut, wo auch gerne mal mehrere Kinder geleichzeitig auf meinen Beinen liegen :).

Beim abendlichen Fernsehschauen

Und so schnell ist der Tag dann auch schon fast wieder vorbei. Er endet damit, dass wir die Kinder zu den Schlafsälen bringen und ihnen Gute Nacht sagen. Das ist für mich einer der schönsten Teile des Tages. Wenn ich wie jeden Abend mit Matias bete, Emanuel sich eine Geschichte wünscht, Bryan eine Pizzamassage zum Einschlafen will und Leonel um 100 Umarmungen bittet und mich dabei mit seinen kleinen Armen fast erdrückt, dann lässt das den Tag jedes Mal aufs Neue schön enden. Mit einem letzten „Buenas noches, hasta mañana“ verabschieden Theresa und ich uns dann müde, aber glücklich gegen halb 10 und schlendern durch die angenehm kühle Abendluft nach Hause.

Ich hoffe, ihr könnt euch jetzt ein bisschen besser vorstellen, wie so ein Tag unter der Woche bei mir aussieht. Was meine Aufgaben am Wochenende sind, erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag :D.

Viele Grüße,

Antonia

Und hier noch ein kleiner Schnappschuss 🙂

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10.436,30 km https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/09/20/10-43630-km/ https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/2018/09/20/10-43630-km/#respond Thu, 20 Sep 2018 14:01:17 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/antoniainbolivien/?p=34 Los geht‘s Hallo und herzlich willkommen zu meinem ersten Blogeintrag aus Bolivien! Die Reise zu meinem Freiwilligendienst startete für mich und zwei andere Volontäre (Johanna und Richard) am 6. September in München. Obwohl mir die Verabschiedung von meiner Familie schwergefallen ist, war ich vor allem froh, als wir alle ohne Probleme die Sicherheitskontrolle passiert hatten […]

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Los geht‘s

Hallo und herzlich willkommen zu meinem ersten Blogeintrag aus Bolivien! Die Reise zu meinem Freiwilligendienst startete für mich und zwei andere Volontäre (Johanna und Richard) am 6. September in München. Obwohl mir die Verabschiedung von meiner Familie schwergefallen ist, war ich vor allem froh, als wir alle ohne Probleme die Sicherheitskontrolle passiert hatten und es nach einem letzten Mal Winken endlich losging! 17 Reisestunden, ein Zwischenstopp in Madrid (wo wir unsere Mitvolontäre Enya, Flori und Theresa aus Bonn aufgesammelt haben) und genau 10.436,30 km später sind wir endlich am Viru Viru International Airport in Santa Cruz de la Sierra angekommen. Nachdem 7 deutsche Volontäre plus Unmengen an Gepäck (glücklicherweise nach ein bisschen Suchen vollständig) sicher durch sämtliche Kontrollen in der Empfangshalle angekommen waren, wurden wir von Padre José Maria mit vielen „Bienvenidos“ und den hier zur Begrüßung üblichen Küsschen empfangen.

Ankunft am Flughafen

Alles neu

Und dann ging es auch schon los: zum ersten Mal bolivianische Luft schnuppern, die Palmen sehen, sich durch den ungewohnten Verkehr schlängeln, das unglaublich schnelle Spanisch hören und die ständige Geräuschekulisse aus Hupen, Rufen und quietschenden Bremsen verarbeiten. In dieser ersten Woche gab es tausend neue Eindrücke, alles war spannend und anders. Selbst ein Gang zum Mercado, der direkt neben unserem Volontärshaus liegt, ist aufregend. Und irgendwie fällt es mir noch immer ziemlich schwer mir vorzustellen, dass ich ein ganzes Jahr hier verbringen werde: 10.436,30 km entfernt von Familie, Freunden und allem was ich gekannt habe. Aber gleichzeitig freue ich mich wahnsinnig auf die kommende Zeit.

Im Laufe der ersten Woche konnten wir uns ein wenig in unseren Zimmern einrichten, einen ersten Ausflug ins Zentrum von Santa Cruz machen und z. B. eine bolivianische Sim-Card kaufen. Außerdem haben wir von Padre José Maria verschiedene Teile des Proyecto Don Bosco in Santa Cruz gezeigt bekommen. Das Projekt hier ist sehr groß und besteht aus sieben verschiedenen Einrichtungen: dem Hogar, der Granja Moglia, dem Techo Pinardi, Mano Amiga, dem Patio, dem Barrio Juvenil und Don Bosco en los Barrios. Im Gegensatz zum Hogar, der Granja und dem Mano Amiga (das einzige Mädchenheim), die ein dauerhaftes Zuhause für Kinder verschiedenen Alters bieten, sind das Patio und das Techo nur übergangsweise Aufenthaltsorte, bis die Kinder und Jugendlichen entweder in ein dauerhaftes Heim oder zurück zu ihren Familien können. Eine Besonderheit sind dabei das Barrio Juvenil und Don Bosco en los Barrios. Im Barrio Juvenil können junge Erwachsene eine Ausbildung z.B. zum Bäcker oder Schreiner machen, Don Bosco en los Barrios sind eine Schule sowie ein Kindergarten in den ärmeren Vierteln von Santa Cruz.

Das Hogar Don Bosco

Ich freue mich schon, wenn wir diese Woche anfangen zu arbeiten, und werde bald wieder berichten.

Antonia

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