Anna und Lydia in Indien

Erfahrungen aus einem faszinierenden Land

Unser Zimmer und die Dachterrasse

Unser Rundgang durch das Projekt geht weiter. (Hier kommt ihr zum ersten Teil)

Eine mysteriöse TürHinter der mysteriösen Tür liegt unser Zimmer, direkt neben der Stitching Class. Wenn wir unsere Zimmertür offen lassen (was wir oft machen, damit ein leichter Luftzug entsteht und die Hitze leichter zu ertragen ist), kommen die Näherinnen gerne vor oder nach dem Unterricht vorbei und quatschen ein bisschen mit uns.

 

Beim Eintreten in unser Zimmer sieht man als erstes unser geliebtes Himmelbett, das uns anfangs ein bisschen hart vorkam, bis wir uns dran gewöhnt haben.

Unser Zimmer von der Tür aus betrachtet

Unser Zimmer von der Tür aus betrachtet

Das Bett besteht aus zwei zusammengeschobenen Einzelbetten und einem darüber befestigten Mosquitonetz. Der hauptsächliche Grund für das Zusammenschieben war nicht, dass wir uns so gerne haben (das natürlich auch) sondern, dass wir so beide unter dem Ventilator liegen können, ohne den wir die Hitze nachts nicht ertragen können.

 

Hinter dem Bett haben die ehemaligen Voluntäre einen schönen Elefanten auf die blaue Wand gemalt, den man auf dem Bild gut sehen kann.

Auf den Boden legen wir oft die Strohmatten, die rechts in der Ecke stehen, um uns hinzulegen oder Sport zu machen (kommt manchmal tasächlich vor! 😉 ). Hauptsächlich werden die Matten aber benutzt, um sich abends auf die Dachterrasse zu legen (tagsüber wäre es eindeutig zu heiß dafür).

An der Wand haben wir ein paar Fotos aufgehängt, damit wir unsere Lieben daheim nicht vergessen

An der Wand haben wir ein paar Fotos aufgehängt, damit wir unsere Lieben daheim nicht vergessen

Unser Schrank und der Schreibtisch

Unser Schrank und der Schreibtisch

Neben der Tür steht ein Schreibtisch, an dem wir den Unterricht vorbereiten, Blogartikel oder Mails schreiben (wenn das Internet geht, was in letzter Zeit leider nicht allzuoft vorkommt) oder Tamil-Vokabeln lernen.

Ein paar ganz schwierige Vokabeln haben wir an der Schrank geklebt, was eine wirklich effektive Methode ist, da man häufig drauf schaut. Uns ist es sehr wichtig, die Basic-Vokablen zu können, weil es uns die Kommunikation und Integration in die tamilische Kultur sehr erleichtert. Aber die Hoffnung, einmal die Schrift zu beherrschen, haben wir so gut wie aufgegeben, weil 247 Buchstaben/Schriftzeichen und dazu die schwierige Aussprache unseren Lernhorizont leider überschreiten. (Immerhin können wir unsere Namen schreiben)

Der Ventilator an der Decke ist meist voll in Betrieb

Der Ventilator an der Decke ist meist voll in Betrieb

Neben dem Schrank befindet sich noch ein kleines Regal mit Putz- und Alltagsgegenständen. Apropos Putzen: Bis jetzt schaffen wir es ganz gut, alles ordentlich zu halten. Nur mit dem Besen (zu sehen auf dem Bild in linken Ecke), der den Staub unserer Ansicht nach mehr verteilt als zusammenkehrt, sorgt für eine Herausforderung, mit der wir noch nicht umzugehen gelernt haben. Aber wir bemühen uns, denn schließlich schaffen es hier fast alle, solche Reisig- oder Strohbesen zu benutzen.

Links neben dem Fenster befindet sich dann das Badezimmer, das sehr westlich ausgestattet ist, da das Projekt schon viele Generationen Voluntäre aufnimmt. Damit stellt es nicht die normalen indischen Verhältnisse dar. (Häufiger finden sich die sog. Squattoilletten, die auch nicht dafür ausgerichtet sind, Klopapier hineinzuwerfen)

Das Badezimmer

Das Badezimmer

Unser Abwassersystem und die Wasserversorgung läuft bis jetzt sehr gut, doch wir wurden von den Fathers darüber informiert, immer genug Wasser in den beiden Eimern (sichtbar auf dem Foto) bereitzuhalten, falls das Wasser mal ausfällt.

Klopapier haben wir noch genug und wissen auch einen Shop in Vilathikulam, der dieses öfters mal verkauft. Deswegen waren wir noch nicht darauf angewiesen, die Intimdusche zu benutzen, da dies noch ein wenig ungewöhnlich für uns ist.  Ausprobieren werden wir es aber auf jeden Fall mal.

So jetzt aber raus aus Bad und unserem Zimmer. Wenn man noch ein paar Treppenstufen hochsteigt, befindet man sich auf der Dachterrasse von unserem Gebäude. Abends ist es hier angenehm windig und ein schöner Platz, um sich auszuruhen, die Gedanken fließen zu lassen oder Sterne zu schauen – geräuschvoll untermalt vom Zirpen der Grillen und dem Quieken der vielen über uns fliegenden Fledermäusen.
In diesem Sinne wünschen wir eine gute Nacht. Das nächste Mal gibt´s dann genauere Infos über unseren Alltag und die Aufgaben im Projekt. Iravu Vannakam! (Tamil: Gute Nacht)

Sonnenuntergang von der Dachterasse aus

Sonnenuntergang von der Dachterrasse aus

 

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1 Kommentar

  1. Avatar

    Kati R

    Liebe Lydia,

    dank dir! Euer Zimmer sieht sehr gemütlich aus. Hellblaue Wände und der große Elefant sind schon beeindruckend. Freu mich auf weitere Einblicke!
    Liebe Grüße,
    Kati

Kommentare sind geschlossen.

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