Anna-Lena in Vijayawada https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/ Mein Freiwilligendienst in Indien Sat, 29 Jul 2023 12:49:41 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Endlich Sommerferien https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2023/07/29/endlich-sommerferien/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2023/07/29/endlich-sommerferien/#respond Sat, 29 Jul 2023 12:49:40 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=346 Anfang Mai begannen endlich die Sommerferien hier in Vijayawada. Das heißt das Schuljahr ist vorbei, die Abschlussprüfungen sind geschafft und die heißeste Zeit des Jahres beginnt. Mehr als die Hälfte der Kinder aus den beiden Kinderheimen, dem Deepanivas und dem Chiguru, sind zu ihren Familien und Verwandten nach Hause gefahren. Viele der Jungs und Mädchen […]

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Anfang Mai begannen endlich die Sommerferien hier in Vijayawada. Das heißt das Schuljahr ist vorbei, die Abschlussprüfungen sind geschafft und die heißeste Zeit des Jahres beginnt. Mehr als die Hälfte der Kinder aus den beiden Kinderheimen, dem Deepanivas und dem Chiguru, sind zu ihren Familien und Verwandten nach Hause gefahren. Viele der Jungs und Mädchen kommen nur einmal im Jahr nach Hause. Deswegen war die Freude sehr groß. Alle Kinder, die keine Familien haben, die bereit sind sie aufzunehmen, haben für sechs Wochen im Chiguru gewohnt. Dort fand das Sommercamp mit über 60 Mädls und Jungs zwischen fünf und siebzehn Jahren statt, in dem auch ich einen Monat lang gearbeitet habe.

Ein Tag im Sommercamp

Auf dem Tagesprogramm stand als erstes Morgenyoga und anschließend Unterricht an. Wir Volontäre haben versucht diesen möglich lustig zu gestalten und den Kindern spielerisch etwas beizubringen. Es gab immer sehr leckeres Essen, dank der Sponsoren, die täglich unseren Kindern das Essen und oft auch Snacks und kleine Besonderheiten, wie Samosas (gefüllte Teigtaschen) oder ein Eis kauften. Nach dem Mittagessen fand die große Mittagsruhe statt. Aufgrund der extremen Hitze, wir hatten bis zu 50 Grad, durften die Jungs und Mädls nicht raus. Viele haben, die Zeit genutzt um zu schlafen und sich auszuruhen. Mit den anderen Kindern haben wir Gemeinschaftsspiele gespielt oder Musik gehört und getanzt. Am späten Nachmittag begann die Gamestime (Spielezeit). Es wurde Cricket oder Badminton gespielt. Besondere Begeisterung gab es, wenn alle im naheliegenden Fluss Krishna schwimmen durften. Vor dem Abendessen mussten dann noch alle Duties (Pflichten), wie das Putzen der Zimmer oder das Wäschewaschen erledigt werden. Erst dann gab es Abendessen. Danach folgte noch eine Gamenight. Hier fanden kleine Wettkämpfe und Spiele, wie Dosenwerfen statt.

Unterricht in Kleingruppen im Freien

Besondere Erinnerungen

An den Sonntagen wurden Ausflüge unternommen. Einmal ging es ins Kino, einmal zu den Undavalli Caves (ein steinernes Höhlen-Kloster in einen Berg hineingebaut). Das Highlight für die Kinder war aber der Ausflug nach Machilipatnam, an das Meer und den Strand. Dieser tolle Tag war nur dank der Spenden, die im Familiengottesdienst desSternschnuppenchores Neukirchen gesammelt wurden, möglich. Ein herzliches Dankeschön im Namen aller Kinder.

Einmal bitte lächeln fürs Gruppenfoto


Schon sind die Ferien wieder vorbei

Damit war das Sommercamp auch schon wieder fast vorbei. Nur das Abschlussprogramm durfte nicht fehlen. Dort wurden selbst einstudierte Tänze aufgeführt und die Gewinner des Kostümwettbewerbs, der einige Tage zuvor stattfand, verkündet. Somit kehrten die ersten Heimfahrer wieder zurück und die meisten Jungs zogen wieder ins Deepanivas. Mittlerweile hat sich der Schulalltag wieder eingespielt und somit steigt die Vorfreude auf die nächsten großen Ferien.

Der Gewinner des Kostümwettbewerbs

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Von Diwali bis Holi – ein Überblick über die größten Feste https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2023/07/21/von-diwali-bis-holi-ein-ueberblick-ueber-die-groessten-feste/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2023/07/21/von-diwali-bis-holi-ein-ueberblick-ueber-die-groessten-feste/#respond Fri, 21 Jul 2023 16:46:00 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=249 Der Hinduismus ist allgegenwärtig in meinem Leben hier in Indien. Es sind überall Gottesbilder zu sehen. Besonders beliebt sind hierbei Ganesh, Shiva und Durga. Aber besonders spektakulär sind die hinduistischen Feste, die hier anders als im Christentum in Deutschland nicht im privaten mit der Familie gefeiert werden, sondern auf der Straße, sodass es nicht zu […]

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Der Hinduismus ist allgegenwärtig in meinem Leben hier in Indien. Es sind überall Gottesbilder zu sehen. Besonders beliebt sind hierbei Ganesh, Shiva und Durga. Aber besonders spektakulär sind die hinduistischen Feste, die hier anders als im Christentum in Deutschland nicht im privaten mit der Familie gefeiert werden, sondern auf der Straße, sodass es nicht zu übersehen oder zu überhören ist.

Ich beschreibe diese Fest so, wie ich sie wahrgenommen habe. Das bedeutet nicht, dass es sich überall in Indien so abspielt oder alle Informationen richtig sind. Es gibt nämlich sehr viele Feste und Götter, sodass für mich nicht immer klar eine Grenze zwischen den einzelnen Festen zu ziehen ist.

Ganesh Chathuri

Als ich im September angekommen bin wurde gerade, dieses Fest gefeiert. Bei Ganesh Chathuri handelt es sich um einen mehrtägiges Fest an dem der Elefantengott Ganesh verehrt wird. Jeden Tag am Abend gab es Umzüge mit großen Statuen. Begleitet wurden diese von einer Menschenmenge, die zu lauter Musik tanzte. Am letzten Tag des Festes wurden die Statuen im Krishna, dem heiligen Fluss von Vijayawada geworfen.

Neben den Wägen gehen Männer mit Holzstäben um die Stromleitungen anzuheben, damit die Statuen gefahrlos präsentiert werden können.

Navaratri

Navaratri ist ein neuntägiges Fest, in dem die Göttin Shiva im Vordergrund steht. Jeden Morgen und Abend wurde hier in den Tempeln gebetet und gefeiert. Es wurden an vielen Straßenecken Zelte aufgestellt, die als Tempel dienten. Weihrauch war den ganzen Tag über zu riechen und die Trommeln zum Gebet waren bis tief in die Nacht zu hören. Besonders viele Menschen sind zum großen Tempel in Vijayawada, der der Göttin Shiva geweiht ist, gepilgert. Eine kilometerlange Schlange hat sich gebildet, in der tausende Menschen darauf warteten Opfergaben niederlegen zu dürfen. Nebenan war ein besonders großer Markt, sodass eine der wichtigsten Straßen tagelang gesperrt war.

Dussehra

Am zehnten Tag von Navaratri ist einer der wichtigsten Feiertag, Dussehra. In meiner Erinnerung ist dieser Tag nicht mehr so präsent, da er eher im Stillen gefeiert wurde und in den Tempeln viel gebetet wurde. In der Nacht vor Dussehra wurden in meiner Nachbarschaft viele Ziegen geopfert, was man vor allem gerochen hat und am nächsten Tag waren auch die verkohlten Ziegenschädel am Straßenrand zu sehen.

Diwali

An Diwali, dem Lichterfest, wird der Sieg des Guten über das Böse gefeiert. Das Fest dauert fünf Tage, wobei der Höhepunkt am dritten Tag ist. An Diwali ist sehr viel geböllert worden, man brauchte also keinen Wecker am Morgen ;). Am dritten Tage waren den ganzen Abend wunderschöne Feuerwerke über der Stadt zu sehen und ein den Eingängen der Häuser brannten Öllampen.

Pongal

Pongal ist ein viertägiges Fest im Januar gewesen. Es ist eine Art Erntedankfest (es gibt auch ein Reisgericht namens Pongal, welches in dieser Zeit besonders viel gegessen wird) und auch ein Fest zur Wintersonnenwende. Der erste Tag nennt sich Bhogi und wurde bei uns besonders groß gefeiert. Vor jedem Haus wurde am Morgen ein Feuer gemacht, welches noch sehr lange geraucht hat. Zudem waren vor den Häusern bunte Zeichnungen mit einem Kessel aus dem Rauch aufsteigt, geschmückt von zwei Palmen.

Holi

Im März wurde das Frühlingsfest, das Fest der Farben gefeiert. Die Jungs aus dem Shelter haben sich schon tagelang darauf gefreut. Und als es dann endlich so weit war, konnte ich auch sehen warum. Es war eine einzige Farb- und Wasserschlacht. Nicht nur im Shelter haben wir Holi gefeiert auch vor unserem Haus haben die Nachbarskinder eine Wasserschlacht veranstaltet. Holi ist hier in Vijayawada also vor allem ein Fest für die Kinder, das weltberühmt geworden ist.

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Eine kleine Reise durch Südindien https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2023/03/04/eine-kleine-reise-durch-suedindien/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2023/03/04/eine-kleine-reise-durch-suedindien/#respond Sat, 04 Mar 2023 16:19:12 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=294 Nach Weihnachten startet für meine Mitvolontäre und mich unser Urlaub, in dem wir eine 14-tägige Reise nach Goa und Kerala geplant haben. Zug fahren Wir sind mit Nachtzügen gefahren um möglichst schnell von Ort zu Ort gekommen. Das ist grundsätzlich sehr komfortabel. Jeder hat sein eigenes Bett für die Nacht und dazu noch einen Sitzplatz. […]

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Nach Weihnachten startet für meine Mitvolontäre und mich unser Urlaub, in dem wir eine 14-tägige Reise nach Goa und Kerala geplant haben.

Zug fahren

Wir sind mit Nachtzügen gefahren um möglichst schnell von Ort zu Ort gekommen. Das ist grundsätzlich sehr komfortabel. Jeder hat sein eigenes Bett für die Nacht und dazu noch einen Sitzplatz. Erst am Ende unserer Reise ist es etwas unbequemer geworden. Der Zug war nämlich komplett überfüllt, weil er nur einmal in der Woche fährt. Das war auf jeden Fall ein Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde.

Goa

Unser erster Stopp auf unser Reise ist Goa. Hier habe ich Indien von einer ganz anderen Seite kennenlernen dürfen. Dieser Teil ist aufgrund des florierenden Tourismus wirtschaftlich besser aufgestellt. Dem entsprechend ist alles etwas teuer und wesentlich internationaler. Man findet anders als in Vijayawada hier Essen aus der ganzen Welt (das erste Mal seit vier Monaten wieder Pizza 🙂 ) und es wird auch freizügige Kleidung getragen.

Backwaters in Kerala

Zwei Nächte sind wir in den Backwaters in Alappuzha in Kerala. Authentische Küche gehört unter anderem zu unserem Programm, es gibt Fisch. Außerdem machten wir eine Bootsfahrt in den Backwaters. Dort ersetzen die Flüsse die Straßen. Das heißt das ganze Leben spielt sich am Flussufer ab und anstatt Autos werden Boote verwendet. Wir sind unter anderem an einer Schule und einem Krankenhaus vorbeigekommen. Dieser Ort ist wunderschön und vor allem war die Stille nach der langen Zeit in der Großstadt eine willkommene Abwechslung.

Teeplantagen in Munnar

Mit dem Bus geht es dann durch den Regenwald, vorbei an Affen und Elefanten weiter ins Landesinner nach Munnar. Gewöhnungsbedürftig sind dort die eher kalten Temperaturen (deutlich unter 20 Grad), aber dafür ist die Landschaft umso schöner. Wir haben dort ein Teemuseum besucht. Die Geschichte der Teeindustrie und die Zubereitung von Tee näher kennengelernt. Ein Spaziergang durch die Teefelder durfte natürlich auch nicht fehlen. Aus Munnar kommt Grüner, Schwarzer und Weißer Tee.

Neben Tee werden auch viele Gewürze, wie Kardamon, Zimt oder Pfeffer angebaut. Im Ort gibt es auch selbstgemachte Schokolade zu kaufen.

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Weihnachten ganz weit weg von dahoam https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2023/01/21/weihnachten-ganz-weit-weg-von-dahoam/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2023/01/21/weihnachten-ganz-weit-weg-von-dahoam/#respond Sat, 21 Jan 2023 17:00:23 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=176 Ich möchte gerne etwas mehr über mein Weihnachtsfest in Indien erzählen. Grundsätzlich wird Weihnachten in Indien zwar gefeiert, der 25. Dezember ist auch ein gesetzlicher Feiertag, aber das Fest hat keinen so hohen Stellenwert wie bei uns in Europa. Adventszeit Die Adventszeit ist sehr schnell vorbei gegangen und leider gibt es in Indien viele Traditionen, […]

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Ich möchte gerne etwas mehr über mein Weihnachtsfest in Indien erzählen. Grundsätzlich wird Weihnachten in Indien zwar gefeiert, der 25. Dezember ist auch ein gesetzlicher Feiertag, aber das Fest hat keinen so hohen Stellenwert wie bei uns in Europa.

Adventszeit

Die Adventszeit ist sehr schnell vorbei gegangen und leider gibt es in Indien viele Traditionen, wie beispielsweise den Adventskranz, auch in christlichen Kreisen nicht. 
Um trotzdem in Weihnachtsstimmung zu kommen, habe ich mit den Jungs aus dem Shelter einen Adventskalender und ganz viel Weihnachtsdekoration gebastelt. Es ist aber auch vorgekommen, dass beim Öffnen des Adventskalenders die Schokolade schon gefehlt hat. Schuld waren natürlich die Mäuse. Außerdem haben wir dort sogar einen Weihnachtsbaum aus grünem Lametta, den wir mit Papiersternen und -kugeln geschmückt haben.

Zwei Jungs mit dem Christbaum im Shelter

Die Weihnachtskrippe

In den Teilprojekten war der größte Teil der jeweiligen Weihnachtsfeier die Krippeneröffnung. Begleitet von Gebet und Gesang durchschnitt ein Priester das symbolische Band vor der Krippe, um anschließend das Jesuskind nieder zu legen. Die Krippen wurden von den Kindern gestaltet. In unserer Krippe war neben einem Swimming Pool, auch eine Straße mit Autos und Tuk-Tuks zu finden.

Die College Boys haben die Krippe im YB geschmückt

Semi-Christmas

Das große Weihnachtsfest war in meinem Projekt schon am 22. Dezember. Hier sind über 1000 Kinder aus allen Teilprojekten aus der ganzen Stadt zusammengekommen. Zuerst war der kulturelle Teil an der Reihe. Viele Kinder haben Tänze einstudiert und diese vorgeführt. Auch wir Freiwillige haben einen indischen Tanz einstudiert und dabei unser Bestes gegeben. Sogar die Mitarbeiter haben einen kurzen Sketch einstudiert, was für viele Lacher gesorgt hat. Wie überall durften aber auch an diesem Tag die obligatorischen Reden der Verantwortlichen und Ehrengäste nicht fehlen. Nach dem kulturellen Teil gab es zum Mittagessen Biryani und dann konnten die Kinder an verschiedenen Stationen Spiele spielen und kleine Preise gewinnen.

Einige Jungs aus dem Chiguru haben auch getanzt

Die Weihnachtsfeiertage

An Heiligabend sind wir erst lecker Essen gegangen, bevor die Wichtelgeschenke unter uns Freiwilligen ausgeteilt wurden. Natürlich durften dabei einige klassische Weihnachtslieder wie „Stille Nacht“ nicht fehlen. Anschließend wurde Weihnachten online weitergefeiert, um der Familie etwas näher zu sein. 

Viele Christen in Vijayawada besuchten an diesem Abend den Gottesdienst, welcher draußen vor der Kirche stattfand. Das ist aber kein Grund zu frieren, da bei uns die Temperaturen nicht unter 20 Grad sinken.

Am 25. Dezember haben wir zuerst die Morgenmesse besucht, bevor wir Volontäre gemeinsam mit den Priestern in zwei Slums gefahren sind, um den Kindern Kuchen zu bringen und gemeinsam ein Weihnachtslied, nämlich „Feliz navidad“ zu singen. Das hat den Kindern und vor allem uns eine große Freude bereitet.

Am 26. Dezember hat für mich schon wieder der Alltag im Shelter begonnen.

Kuchenessen in Poranki

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Fußballfieber in Vijayawada ? https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/12/04/fussballfieber-in-vijayawada/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/12/04/fussballfieber-in-vijayawada/#respond Sun, 04 Dec 2022 11:52:12 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=245 Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Katar gibt es von mir einen Blogbeitrag über die Sportbegeisterung in Indien. Es gibt kaum organisierte Mannschaften oder Amateurligen. Der Sport spielt sich, wie so viele andere Dinge, auf der Straße ab. Fußball 2013 wurde in Indien die Indian Super League gegründet um Fußball beliebter zu machen und das mit Erfolg. […]

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Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in Katar gibt es von mir einen Blogbeitrag über die Sportbegeisterung in Indien. Es gibt kaum organisierte Mannschaften oder Amateurligen. Der Sport spielt sich, wie so viele andere Dinge, auf der Straße ab.

Fußball

2013 wurde in Indien die Indian Super League gegründet um Fußball beliebter zu machen und das mit Erfolg. Die Spiele werden von vielen Inder*innen verfolgt und auch in den örtlichen Bars und Restaurants übertragen. Von der Fußballweltmeisterschaft habe ich hier im Alltag Indiens gar nichts bemerkt, was wohl einfach daran liegt, dass die indische Nationalmannschaft nicht qualifiziert war. Aber auch in der Nationalmannschaft ist ein Aufschwung zu bemerken. So ist das Team in die Top 20 Asiens vorgerückt. Den meisten Jungs hier ist Fußball bzw. “Football” zwar ein Begriff, jeder kennt also das Spiel, aber auf der Straße wird fast nie Fußball gespielt.

Weitere Mannschaftssportarten

Die Meisten denken sofort an Cricket, wenn sie nach einer beliebten indischen Sportart gefragt werden. Cricket ist in der Tat sehr beliebt. Jeden Tag spielen die Jungs auf der Straße Cricket, einfach nur mit einem Schläger und einem kleinen Ball. Dabei darf man natürlich auch kreativ werden. In den Slums ist der Ball oft ein zusammengeknülltes Papier und der Schläger irgendein länglicher Gegenstand, der im Haus gefunden werden konnte. Unsere Nachbarn spielen auf ihrer Dachterrasse meist noch eine Runde Cricket. Es handelt sich dabei also wirklich um den Nationalsport, so dass auch bei Nationalspielen immer mitgefiebert wird.

Cricket spielen in Vimukthi

Eine Sportart, die mir vor meiner Zeit in Indien vollkommen unbekannt war, ist Kabaddi. Dabei handelt es sich um eine Art „Kettenfangen“. Die Jungs in unseren Projekten lieben dieses Spiel, weil es auf Schnelligkeit und Geschicklichkeit ankommt. Zudem braucht man keinerlei Spielgeräte. Es gibt auch professionelle Sportligen, deren Spiele im nationalen TV verfolgt werden können. In Vijayawada wird meist für die Telugu Titans mitgefiebert, welche in Hyderabad und Visakhapatnam, zwei Nachbarstädte Vijayawadas, ansässig sind.

Badminton wird von Groß und Klein gerne gespielt. Vor allem die älteren Jungs sind richtige Profis am Schläger und die Jüngeren üben fleißig. Es gibt einige Vereine, in denen sich Jugendliche engagieren und ihr Spiel verbessern können.

Die beiden letzten Ballsportarten, die ich noch erwähnt haben möchte, sind Volleyball und Basketball. Beim Volleyball spielen braucht man einen Ball und nicht unbedingt ein Netz. So wird gerne am Pausenhof, auf der Straße oder auch am Strand gespielt. Basketball ist dafür schon etwas aufwendiger, aber im Youth Center gibt es beispielsweise einen Basketballplatz, wo Jungs aller Altersklassen kommen können, um sich am Ring zu messen.

Brettspiele

Das Carrom Board ist der wichtigste Gegenstand bei uns im Shelter. Dieses Fingerbilliard wird dort von den Jungs durch tägliche stundenlange Übung perfektioniert. Ich habe bis jetzt erst ein einziges Spiel gewonnen, aber vielleicht werde ich ja irgendwann auch noch besser.

Carrom spielen im Shelter

Schach ist auch sehr beliebt in Indien. Ein Grund dafür könnte sein, dass das Brettspiel in diesem Land erfunden wurde, worauf bestimmt viele Inder*innen sehr stolz sind.

Kartenspiele

Ich bin bis jetzt auf noch keine Kartenspiele hier in Vijayawada gestoßen. Ich habe ins Shelter meine Uno Karten mitgebracht, worauf große Begeisterung gefolgt ist. Im Großen und Ganzen funktioniert das Spiel sehr gut, nur haben manche noch nicht das Ziel des Spieles verstanden, stattdessen sammeln sie immer mehr Karten an.

Uno spielen im Shelter

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Indisches Essen – scharf, süß und fettig https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/11/20/indisches-essen-scharf-suess-und-fettig/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/11/20/indisches-essen-scharf-suess-und-fettig/#respond Sun, 20 Nov 2022 19:12:23 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=180 Die indische Küche ist ganz anders als die europäische. Es ist alles geschmackvoller und meistens auch schärfer, eine wahre Sinnesüberflutung. Indien ist zudem überwiegend vegetarisch, nur selten gibt es Fisch oder Fleisch, welches dann entweder Hühnchen- oder Hammelfleisch ist. Das Essen schmeckt nicht nur anders, sondern man isst auch anders. Es wird mit der rechten […]

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Die indische Küche ist ganz anders als die europäische. Es ist alles geschmackvoller und meistens auch schärfer, eine wahre Sinnesüberflutung. Indien ist zudem überwiegend vegetarisch, nur selten gibt es Fisch oder Fleisch, welches dann entweder Hühnchen- oder Hammelfleisch ist. Das Essen schmeckt nicht nur anders, sondern man isst auch anders. Es wird mit der rechten Hand gegessen. Dabei wird mit dem kleinen Finger, dem Ring- und dem Mittelfinger eine kleine Schale geformt und das Essen mit dem Daumen in den Mund geschoben. Zum Glück ist das Fingeressen schnell gelernt. Das einzige Problem, das ich jetzt noch habe ist zu heißes Essen, an dem ich mir die Finger verbrenne.

Frühstück

Das Frühstück ist nie süß, sondern immer deftig. Es gibt ganz klassischen, weißen Reis mit einem Chutney. Besonders beliebt sind außerdem Idlis, kleine, runde Küchlein, welche aus gedämpften Reis und Urdbohnen bestehen. Eine weitere Spezialität sind Dosas, welche wie Pfannkuchen aussehen und aus einem Teig aus Reis und Hülsenfrüchten gemacht werden. Mein persönlicher Favorit sind aber Punugulu, kleine frittierte Reisbällchen. Besonders gut schmecken sie frisch vom Streetfood Stand.
All diese Leckereien werden meist mit einem Chutney aus Kokos zum Frühstück verzehrt. Es gibt viele verschiedene Chutneys zum probieren, aber Vorsicht: viele Chutneys sind ziemlich scharf und somit nur in kleinen Mengen zu empfehlen.

Punugulu und Vada mit Kokos- und Tomatenchutney auf einem Bananenpalmenblatt

Hauptspeise

Der Hauptbestandteil einer jeden Mahlzeit ist weißer Reis. Der Reis wird manchmal noch zubereitet, zum Beispiel mit Zitronen und Tamarinde. Dieser wird Pulihora, oder auch Chitrannam genannt und meist an Feiertagen und Festen serviert. Zum Reis gibt es verschiedene Soßen, welche ich im Folgenden erklären werde.

Curry ist eine Soße, wobei die Basis hierbei das Masala bildet, eine Gewürzmischung meist bestehend aus Chili, Kurkuma, Koriander, Knoblauch, Ingwer und Nelken. Dazu wird immer Gemüse untergerührt. Oft Gemüse, das auch in Deutschland üblich ist, wie Kartoffeln, Blumenkohl, Auberginen, Spinat oder Karotten. Es gibt aber auch Gemüse, welches ich zuvor in Deutschland noch nie gegessen habe, wie Okra (Ladies fingers), Flaschenkürbis (Bottle Gourd) oder Moringaschoten von Merettichbäumen. Currys in Südindien sind sehr dickflüssig, oft sogar pastenartig und je nach Zubereitung unterschiedlich scharf. Ich habe Currys zu lieben gelernt und sie sind auch meist gar nicht so scharf.

Nie fehlen darf das Sambar. Eine Soße auf Linsen und Tamarinden Basis. Es schmeckt eigentlich nach nicht viel, macht es aber leichter den Reis zu essen, da er dann eine pappige Konsistenz hat und somit einfacher mit den Fingern zu nehmen ist.

Eine der bekanntesten indischen Speisen ist das Dal, in Andhra Pradesh Pappu genannt. Dabei handelt es sich um ein verdünntes Linsencurry, welches durch verschiedenes Gemüse verfeinert werden kann. Dal hat eine Brei ähnliche Konsistenz und schmeckt viel leckerer als es sich vielleicht anhört.

Reis, Bohnen frittiert mit Kokosflocken, Sambar, Naturjoghurt, Kartoffelcurry, Rote-Beete-Curry, Linsencurry und Dal (im Uhrzeigersinn beschrieben)

Als kleinen Tipp für alle, die gerne einmal alles probieren wollen. In indischen Restaurants wird immer Thali angeboten. Thali ist ein Gericht bestehend aus Reis mit kleinen Schälchen, die eine große Auswahl an Chutneys, Currys und Dal bieten, sodass alles probiert werden kann.

Es gibt aber nicht nur Reis zu den Soßen, sondern auch Brote. Chapati, ein aus Weizenmehl hergestelltes Fladenbrot ist das in Vijayawada am weitesten verbreitete Brot. Ein weiteres Brot ist das Naanbrot. Es besteht aus einem gesäuerten Teig, welcher über der offenen Glut in einem Tandoori-Ofen gebacken wird. Naan wird in Restaurants mit Butter oder auch mit einer Knoblauchpaste serviert.

Ich möchte noch von meinem Lieblingsgericht Palak Paneer erzählen. Dabei handelt es sich um pürierten Spinat mit Paneer, einem Hüttenkäse.

Am Ende gibt es Naturjoghurt mit Reis. Dieser neutralisiert die Schärfe der Soßen und rundet somit die Mahlzeit perfekt ab.

Street food

Street food ist hier in Vijayawada an jeder Ecke erhältlich. Das Essen ist hier sehr preiswert und frisch zubereitet erhältlich. Ich werde die bekanntesten und, meiner Meinung nach, die besten Essen aufzählen und kurz erklären.

Panipuri besteht aus Puri, einem Brot, dass auf dem gleichen Teig, wie Chapati basiert, jedoch wird dieser Teig kleiner ausgerollt und dann frittiert, sodass Kugeln mit einem Loch in der Mitte entstehen.

Panipuri

Samosa ist ein Snack, dreieckige, frittierte Teigtaschen mit einer herzhaften Füllung, in Vijayawada findet man oft eine Kartoffelfüllung. Sie schmecken wie Mini-Frühlingsrollen und sind somit eines meiner Lieblingsessen.

Puri und Samosas sind mit Chaat erhältlich, einer Soße aus Kichererbsen, die an jedem Stand anders, aber immer richtig gut schmeckt.

Dahi Samosa

Für jeden der bis jetzt Pasta vermisst hat, die bei uns zu Hause ein Grundnahrungsmittel sind, ja man findet auch Nudeln in Indien. Gebratene Nudeln sind ein weit verbreitetes Street food, entweder vegetarisch, also mit Gemüse oder mit Hühnchen.

Natürlich gibt es auch gebratenen Reis mit Hühnchen. Dieses Gericht wird Biryani genannt.

Typisch in Vijayawada ist Mirchi Pakora, frittierte grüne Chilischoten. Das hört sich zwar sehr scharf an, ist aber zum Glück kaum scharf.

Für alle die einmal nach Indien kommen. Probiert so viel Street food wie möglich. Es schmeckt einfach verdammt gut. Es gibt eine sehr große Auswahl, also immer dorthin, wo schon viele Inder*innen außen herum stehen. Die Einheimischen wissen nämlich, wo es am besten schmeckt.

Süßes

Natürlich gibt es auch viele Süßigkeiten in Indien. Zu den Kuchen kann man eigentlich nicht viel sagen außer, dass sie extrem süß sind, aber es gibt ja noch viele andere Spezialitäten.

Einer meiner Favoriten ist Kheer, indischer Milchreis. Er schmeckt einfach nur indisch, also nach vielen verschiedenen Gewürzen, die ich nicht einmal alle beschreiben kann. Besonders präsent ist der Kardamom.

Poornam Boorelu sind frittierte Reisbällchen mit Trockenfrüchten, ein örtliche Spezialität, auch sehr lecker.

Gulab Jamun sind frittierte Teigbällchen mit Zuckersirup, sehr viel Zuckersirup, sodass sie einfach nur süß sind.

Laddu, Bällchen bestehend aus allen möglichen Zutaten, wie Sesam oder Mandeln, natürlich mit vielen Gewürzen, sind hier am weitesten verbreitet. Sie zählen aber eher nicht zu meinen Favoriten.

Ich hoffe ich habe allen einen kleinen Einblick in die indische Küche geben können. Es ist leider aufgrund der vielen Gewürzen nur sehr schwer vorstellbar wie es schmeckt, wenn man es nicht selbst probiert hat.
Zudem schmeckt es auch anders als in indischen Restaurants in Europa, diese kochen meist nordindisch. Ich habe am Anfang ein bisschen gebraucht um mich an die Schärfe (Naturjoghurt hilft!) und an den vielen Reis zu gewöhnen. Mittlerweile kann ich aber das Essen richtig genießen und ich kenne mich auch schon etwas besser aus, sodass ich so manche Gewürze erkenne.

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Ein Tag im Shelter https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/10/31/ein-tag-im-shelter/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/10/31/ein-tag-im-shelter/#comments Mon, 31 Oct 2022 17:19:02 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=147 Ich arbeite im Shelter. Dort sind immer zwischen zehn und sechzehn Jungs im Alter von sechs bis sechzehn Jahren. Manche sind nur für ein paar Nächte hier bis sie wieder zurück zu ihren Familien oder in eine andere Einrichtung gebracht werden. Andere sind für ganze drei Monate hier. Der Fokus liegt darauf einen geregelten Tagesablauf […]

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Ich arbeite im Shelter. Dort sind immer zwischen zehn und sechzehn Jungs im Alter von sechs bis sechzehn Jahren. Manche sind nur für ein paar Nächte hier bis sie wieder zurück zu ihren Familien oder in eine andere Einrichtung gebracht werden. Andere sind für ganze drei Monate hier. Der Fokus liegt darauf einen geregelten Tagesablauf und eine Routine in dem Leben der Jungs zu etablieren, was zu mehr Disziplin und zu einem Sicherheitsgefühl führt. Zudem sollen sie im Unterricht auf eine öffentliche Schule vorbereitet werden, um möglichst schnell Anschluss zu finden.

Tagesablauf

Der Tag beginnt früh für die Jungs im Shelter. Morgens um sechs Uhr gehen die Lichter an, es beginnt die Morgenroutine. Nach dem Aufstehen gibt es Frühstück, Reis mit Chutney und Idlis. Der nächste feste Punkt in der Tagesordnung ist der Morgenappell um halb zehn, ab diesem Zeitpunkt bin auch ich im Shelter. Bei der Assembly stehen die Jungs in Reih und Glied, die Kleinen vorne und die Großen hinten. Sie singen die Nationalhymne voller Inbrunst und der National Pledge, der Treueid, wird rezitiert.

Morning Assembly

Danach beginnt der Unterricht. Der Wissensstand der Jungs ist sehr unterschiedlich. Dies begründet sich nicht nur auf dem Altersunterschied, sondern auch darin, wie oft und, ob die Jungs überhaupt zur Schule gegangen sind. Der Fokus liegt darauf, alle auf ein geregeltes Schulleben vorzubereiten und ihnen den Einstieg möglichst einfach zu gestalten. Eine Lehrerin unterrichtet Englisch, Telugu (das ist die Sprache, die in Vijayawada gesprochen wird) und Mathematik. In Englisch lernen die Jüngeren die Buchstaben zu schreiben, während die Älteren Vokabeln und einfache Sätze schreiben und verstehen lernen. Teluguschriftzeichen müssen ebenso geübt werden und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, es gibt viel zu viele (über 50) und sie sind genauso kompliziert, wie sie ausschauen. In Mathematik lernen manche erst, wie man Zahlen schreibt, während andere bereits Plus und Minus rechnen oder sogar das kleinen Einmaleins lernen. Meine Aufgabe ist es überall ein bisschen mitzuhelfen und fleißig beim Lernen zu unterstützen. Um elf Uhr gibt es übrigens eine kurze Snackpause, in der es frisches Obst, wie Papayas oder Guaven gibt.

Der Unterricht

Um ein Uhr, nach Ende des Unterrichts, gibt es Mittagessen. Dieses wird im Headquarter vorbereitet und dann ins Shelter gebracht. Es gibt Reis mit Curry und Sambar.

Das Mittagessen

Nach dem Mittagessen beginnt der spaßige Teil. Die Jungs lieben es zu zeichnen und zu basteln. Genauso gerne tanzen sie. Dann wird über die Lautsprecher Musik abgespielt und alle tanzen mit vollem Körpereinsatz. Auch ich habe mich an den indischen Tanzmoves versucht, was auf jeden Fall zu dem ein oder anderen Lacher geführt hat. Aber nur Übung macht ja bekanntlich den Meister. Zudem spielen wir sehr oft Carrom. Das ist ein Brettspiel, welches auch Fingerbillard genannt wird. Man muss nämlich möglichst viele kleine, runde Holzspielsteine durch Anschnippsen in den Löchern versenken.

Bastelzeit

Mein Mitvolontär und ich sind bis um vier Uhr, manchmal auch etwas länger da, bevor unser Feierabend beginnt. Die Jungs dürfen dann noch nach draußen in den kleinen Garten, bevor es Abendessen gibt und es um neun Uhr ins Bett geht.

Warum sind die Jungs hier?

Die Jungs sind aus den unterschiedlichsten Gründen hier. Eines haben aber alle gemeinsam: ihr Lebensmittelpunkt ist die Straße.

Manchen wurde zu Hause der Zugang zu Bildung verwehrt. Die Eltern haben nicht genug Geld um die Kinder in die Schule zu schicken, sodass sie den ganzen Tag auf der Straße herumlungern. Andere Kinder müssen arbeiten, vor allem kleinere Kinder werden von ihren Familien zum Betteln animiert, da sie mehr Geld bekommen. Social Worker / Street Worker sind täglich in den Slums unterwegs um „School Dropouts“ zu registrieren und sie im schlimmsten Fall von ihren Eltern zu trennen, falls diese nicht bereit sind, ihre Kinder in die Schule zu schicken.

Auch einige Waisenkinder sind im Shelter. Sie haben keine Familie oder Verwandten, bei denen sie leben können. Sie wurden von der Straße aus ins Shelter gebracht.

Zudem leben „Runaways“ im Shelter. Das sind Jungs, welche von zu Hause weggelaufen sind, manche haben hunderte von Kilometer zurückgelegt. Der Grund für ihren Ausbruch ist meist Gewalt in der Familie. Sie wurden von ihren Vätern oder Brüdern geschlagen, sodass sie irgendwann keinen anderen Ausweg gefunden haben außer wegzulaufen.

Drei Jungs aus dem Shelter

Wie geht es weiter?

Die Verantwortlichen entscheiden, ob die Jungs zurück zu ihren Familien oder in andere Einrichtungen, wie das Chiguru kommen. Ich kann allen Jungs nur die Daumen drücken, dass sie es schaffen und sie, wenn sie Erwachsen sind, einen Job finden und ein geordnetes Leben führen können.

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Verkehrschaos in Vijayawada?! https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/10/16/verkehrschaos-in-vijayawada/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/10/16/verkehrschaos-in-vijayawada/#comments Sun, 16 Oct 2022 15:23:07 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=90 Der Verkehr in Indien ist so ganz anders als in Deutschland, weshalb ich in diesem Blogbeitrag meine persönlichen Erfahrungen schildern möchte. Allgemein war für mich vor allem am Anfang auffällig, dass alles lauter ist (man hört immer eine Hupe) und die Straßen sind viel voller. Straßenregeln Grundsätzlich herrscht in Indien Linksverkehr, auch wenn es für […]

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Der Verkehr in Indien ist so ganz anders als in Deutschland, weshalb ich in diesem Blogbeitrag meine persönlichen Erfahrungen schildern möchte. Allgemein war für mich vor allem am Anfang auffällig, dass alles lauter ist (man hört immer eine Hupe) und die Straßen sind viel voller.

Straßenregeln

Grundsätzlich herrscht in Indien Linksverkehr, auch wenn es für mich am Anfang schwer zu erkennen war. Es gibt kaum Verkehrszeichen, bis auf einige Ampeln an großen Kreuzungen. Dort regeln zudem meist Polizisten den Verkehr. Beim abbiegen, überholen oder beim überqueren einer Kreuzung hupen die meisten Fahrzeuge um entgegenkommende Fahrzeuge zu warnen. Insgesamt sind für mich als Beobachter keine Straßenregeln, bis auf den Linksverkehr zu erkennen.

Fahrzeuge auf den Straßen

Hauptsächlich sind auf den Straßen Mofas und Roller unterwegs. Es gibt keine Helmpflicht, so dass Fahrer mit Helmen eine echte Ausnahme darstellen. Auf einen Roller passen bis zu fünf Personen, mehr habe ich persönlich noch nie fahren gesehen. Interessant ist auch, dass Frauen, die einen Saree tragen meist in einer Art Damensitz hinten auf dem Mofa sitzen, also beide Beine auf einer Seite haben.

Zudem sind sehr viele Tuk Tuks und andere kleine Transporter zu sehen, die den Tuk Tuks gleichen. Auf Hauptstraßen sind dann auch mehr Autos unterwegs, vereinzelt auch LKWs oder Traktoren.

Obstverkäufer transportieren ihre Waren auf Tischen mit Rädern, manchmal ist dort auch ein Fahrrad angeschlossen. Auch Pakete werden mit Fahrrädern ausgeliefert.

Ein Paketlieferdienst

Öffentliche Verkehrsmittel

In Vijayawada ist es am einfachsten sich mit Tuk Tuks, auch Autorikschas genannt, fortzubewegen. Diese kleinen, grünen, auf drei Reifen fahrenden Fahrzeuge sind eine Art Taxi. Der Fahrer sitzt vorne und hinten finden drei Personen Platz. Die Zahl der Mitfahrer ist natürlich variabel, je nach Stapelvermögen der Passagiere.

Eine weitere Möglichkeit ist der Bus. Er ist wohl das schnellste Fahrzeug auf den Straßen Vijayawadas, deswegen haben sie auch die lautesten Hupen. Türen gibt es an den Bussen nicht, so dass das Ein- und Aussteigen wirklich schnell geht.

An einer Bushaltestelle

So komme ich an mein Ziel

Ich gehe jeden Tag zu Fuß zur Arbeit, die meisten meiner Mitvolontäre fahren mit dem Fahrrad. Beim Fahrradfahren sollte man sich immer möglichst weit links halten und klingeln ist auch keine schlechte Idee.

Wenn wir einen Ausflug machen und dabei ein etwas weiter entfernteres Ziel haben, nehmen wir meist ein Tuk Tuk.

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Die ersten Tage in Indien https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/09/25/die-ersten-tage-in-indien/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/09/25/die-ersten-tage-in-indien/#comments Sun, 25 Sep 2022 09:36:09 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=89 Kulturschock? Auf die Frage, was in Indien anders ist als in Deutschland, kann man nur antworten, fast alles. Nach meiner Ankunft ist das Erste, das mir neben der Hitze aufgefallen ist, die vielen hupenden Autos, Tuk-Tuks und Mofas. Auffällig ist auch, dass hier sehr gerne und viel gefeiert wird. Bei unserer Ankunft wurde „Ganesh Chartuthi“ […]

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Kulturschock?

Auf die Frage, was in Indien anders ist als in Deutschland, kann man nur antworten, fast alles. Nach meiner Ankunft ist das Erste, das mir neben der Hitze aufgefallen ist, die vielen hupenden Autos, Tuk-Tuks und Mofas. Auffällig ist auch, dass hier sehr gerne und viel gefeiert wird. Bei unserer Ankunft wurde „Ganesh Chartuthi“ gefeiert. Eine zehntägige Feier, wobei die Geburt des Lord Ganesha zelebriert wird. Zudem ist, wie es zu erwarten war, das Essen hier viel schärfer, als in Deutschland. Mit der Zeit habe ich mich zum Glück ein bisschen an die Schärfe hier gewöhnt. Alles in allem ist Indien zwar sehr anders als Deutschland, aber ich könnte nicht glücklicher sein, dass ich meinen Freiwilligendienst in Indien absolvieren kann.

Ganesh Chartuthi

Unsere Wohnung

Hannah, meine Mitvolontärin aus Deutschland, und ich sind zusammen in Vijayawada angekommen. Wir wurden sehr herzlich von den anderen Volontären in unserem neuen Zuhause begrüßt. Wir leben zu zwölft, vier Deutsche und acht Österreicher, in einer Wohnung in der Nähe des Headquarters. Ich teile mir mein Zimmer mit zwei anderen, sehr lieben Mädls aus Wien. Wir haben zudem eine eigene kleine Küche, in der wir uns manchmal etwas zum Abendessen kochen. Das Highlight ist unsere Dachterrasse, von der aus man eine gute Aussicht auf die Stadt hat. In unserer Freizeit spielen wir dort Kartenspiele und haben eine gute Zeit.

Meine Arbeit

Das Projekt Navajeevan Bala Bhavan besteht aus vielen kleinen Teilprojekten. In unserer ersten Woche hatten wir die Chance die meisten dieser Projekte zu besuchen und danach zu entscheiden, wo wir arbeiten. Ich habe mich für die Arbeit im Shelter entschieden. Dabei handelt es sich um die Erstaufnahmestation für Straßen- und Waisenkinder. Die Jungs sind für drei Monate hier, lernen, was es heißt einen geregelten Tagesablauf zu haben und werden im Unterricht auf die staatlichen Schulen vorbereitet. Nach den drei Monaten wird von den Verantwortlichen entschieden, wohin es für die Kinder geht. Im Moment leben neun Jungs zwischen sechs und vierzehn Jahren im Shelter.

Die Jungs im Shelter

Gemeinsam mit Samuel, einem weiteren Volunteer, arbeite ich dort von halb zehn bis vier Uhr. Wir unterrichten die Jungs in dem wir ihnen basic knowledge, also Allgemeinwissen, auf Englisch beibringen. Aber unsere Aufgaben beschränken sich nicht nur auf das Unterrichten. Wir zeichnen und basteln mit den Jungs, tanzen, spielen und haben vor allem jede Menge an Spaß.

Carrom – ein beliebtes Brettspiel in Indien

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Endlich geht‘s los https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/09/09/endlich-gehts-los/ https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/2022/09/09/endlich-gehts-los/#comments Fri, 09 Sep 2022 08:43:25 +0000 https://blogs.donboscovolunteers.de/annalenainindien/?p=57 Am Samstag geht es endlich los. Von Frankfurt aus fliege ich über Delhi nach Vijayawada. In einer intensiven Vorbereitungsphase wurden wir vor allem in den drei Wochenendseminaren in Benediktbeuern über unsere Aufgaben im Freiwilligendienst aufgeklärt. Wir haben uns dort mit den organisatorischen Notwendigkeiten, wie der Gesundheitsvorsorge oder auch dem Visum, auseinandergesetzt. Natürlich sind Spiel und […]

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Am Samstag geht es endlich los. Von Frankfurt aus fliege ich über Delhi nach Vijayawada. In einer intensiven Vorbereitungsphase wurden wir vor allem in den drei Wochenendseminaren in Benediktbeuern über unsere Aufgaben im Freiwilligendienst aufgeklärt. Wir haben uns dort mit den organisatorischen Notwendigkeiten, wie der Gesundheitsvorsorge oder auch dem Visum, auseinandergesetzt. Natürlich sind Spiel und Spaß nicht zu kurz gekommen, so dass auf die eigentlich kurze Zeit enge Freundschaften zwischen uns Volunteers entstanden sind. In vielen Punkten werden wir von unserer Entsendeorganisation unterstützt, wobei auch uns Freiwilligen einige Aufgaben obliegen. So spielt der Aufbau eines Spenderkreises, sowie die Öffentlichkeitsarbeit einen große Rolle. In beiden Bereichen wurden wir angeleitet, uns wurden Vorschläge zur Umsetzung gemacht und trotzdem ist es die Pflicht eines jeden einzelnen seine eigenen Ideen einzubringen und umzusetzen. Im Folgenden werde ich erklären, wie ich diese Aufgaben umsetze und meine Ideen verwirkliche.

Meine Pfarrei

In meinem Heimatort Triftern bin ich schon lange Ministrantin und ich engagiere mich auch im Kinderchor, sowie bei der Landjugend. Am letzten Sonntag vor meiner Ausreise bin ich im Sonntagsgottesdienst offiziell verabschiedet worden. Die Pfarrei Triftern unterstützt mich auch finanziell, da die Kollekte des Gottesdienstes an mein Spendenkonto überwiesen worden ist. Ein herzliches Dankeschön dafür. Zudem möchte ich mich bei dem Frauenbund Triftern bedanken, der mich ebenfalls mit einer großzügigen Spende unterstützt.

Öffentlichkeitsarbeit

Ein großer Bestandteil eines Freiwilligendienstes ist auch die Öffentlichkeitsarbeit. Es ist unsere Aufgabe als Volunteer, den Menschen in Deutschland von unseren Erfahrungen und Erlebnissen zu berichten. Zu diesem Zweck schreibe ich auch diesen Blog. Des weiteren werde ich für jeden Pfarrbrief einen Bericht verfassen, so dass die Mitglieder meiner Pfarrgemeinde immer auf dem neuesten Stand sind. Auch in der Lokalzeitung, der Passauer Neuen Presse, ist ein Bericht über mich zu finden. Herr Herwig Slezak hat mit mir ein Interview geführt und für seine Rubrik „Jung & Bunt“, in der junge Menschen vorgestellt werden, einen Artikel* über mich verfasst. Zudem führe ich einen Instagram Account @annalenainindien, auf dem ich regelmäßig Bilder und Eindrücke posten werden.

*https://www.pnp.de/lokales/landkreis-rottal-inn/pfarrkirchen/Freiwillig-ein-Jahr-Dienst-in-Indien-4422356.html

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