„Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeiffen lassen“

In Don Boscos Vorbild sind die Salesianer weltweit verbunden

In Don Boscos Vorbild sind die Salesianer weltweit verbunden

Giovanni Bosco wurde 1815 in Italien als drittes Kind geboren. 2 Jahre später starb sein Vater und der älteste Bruder übernimmt das Amt des Familienoberhauptes. Mit ihm hat Giovanni aber immer öfter Streit, sodass er schließlich die Familie verlässt und als Jungknecht auf einem Hof arbeitet. Mit 9 Jahren hat er seinen „Berufungstraum“, in dem er metaphorisch träumt, dass aus Wölfen Lämmer werden, wenn man sie gut behandelt. Übertragen wird der Traum mit der Arbeit Don Boscos gesehen. Neben einer Schulausbildung geht er arbeiten, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1835 tritt er in das Priesterseminar ein und wird in Turin 1841 zum Priester geweiht.

In der nächsten Zeit ist Don Bosco von der Not vieler arbeitsloser und vernachlässigter Jugendlicher und deren schlechten Arbeitsbedingungen tief betroffen und richtet ein sonntagliches Oratrium ein. Dort bekommen sie zu Essen, Bildung in christlichen Anschauungen und die Möglichkeit zu spielen und sich auszutoben. Das Sonntagsoratorium wird allerdings missbilligend geduldet. Daher muss sich Don Bosco immer neue Orte suchen und findet schließlich 1846 ein festes Anwesen.

Nach einer fast tödlichen Krankheit widmet sich Don Bosco, zusammen mit seiner Mutter, schließlich ganz der Arbeit mit den Jugendlichen. Das Oratorium beherbergt immer mehr, auch obdachlose, Jugendliche. Ab 1848 verhärten sich die öffentlichen Anfeindungen und es kommt zu mehreren Angriffen auf Don Bosco. Trotzdem baut er seine Arbeit aus und insgesamt gibt es 3 Oratorien in Turin; ab 1853 werden auch Lehrwerkstätten für Drucker, Schneider, Schuster und Schreiner errichtet.

1854 gründet Don Bosco mit 4 Jugendlichen eine religiöse Vereinigung: Die „Salesianer“, die auch nach einer Papstaudienz endgültig anerkannt werden. 1862 lassen sich 22 Salesianer Don Boscos zählen, die in seinem Vorbild in den Oratorien tätig sind. 1872 gründet er die Don-Bosco-Schwestern.

Der Erziehungsstil Don Boscos zeichnet sich durch Liebe aus. Er handelte mit Verstand, aber vor allem mit dem Herzen. Die Kinder sollten die Liebe der Erzieher spüren. Mit Jesus als Vorbild schlüpft daher der Erzieher in die Rolle von Eltern, Freund und Lehrer. Durch Ehrlichkeit, Vertrauen, Herzlichkeit, Verständnis und Fröhlichkeitauf der einen Seite – und angebrachte Strafen, Autorität und Verantwortungsbewusstsein auf der anderen Seite – erreicht Don Bosco die engste Bindung zu seinen Zöglingen.

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1875 erfolgt die Gründung der ersten Salesianer-Einrichtung außerhalb Italiens im französischen Nizza und die erste Missionsaussendung der Salesianer nach Argentinien und lässt Kirchen in Italien bauen. In den nächsten drei Jahren dehnen sich die Einrichtungen in ganz Europa und Südamerika aus. Don Bosco lässt 773 Salesianer und 393 Don-Bosco-Schwestern zurück, die sein Werk fortsetzen, als er 1888 stirbt.

1929 wird er selig- und 1934 durch Papst Pius XI. schließlich heilig gesprochen.

Heute kümmern sich 17.000 Salesianer, Don-Bosco-Schwestern und deren Mitarbeiter weltweit in 137 Ländern um Projekte, in denen es um das Wohlergehen, die Erziehung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen geht.

In Indien wirken 2.700 Salesianer und 1.300 Schwestern